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me Collectors Room Berlin

Queensize - Female Artists from the Olbricht Collection

Gruppenausstellung



Elizabeth Peyton, Paul Peyton (Dad), 1995 Elizabeth Peyton

07. Dezember 2014 – 30. August 2015

me Collectors Room Berlin/Stiftung Olbricht
Auguststraße 68, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di-So, 12-18 Uhr

Ab 7. Dezember 2014 präsentiert der me Collectors Room/Stiftung Olbricht unter dem Titel „Queensize – Female Artists from the Olbricht Collection“ mit 50 Positionen ein Drittel der in der Sammlung vertretenen Künstlerinnen. Die circa 150 gezeigten Arbeiten unterschiedlichster Medien sind von Künstlerinnen wie Helene Appel, Louise Bourgeois, Nathalie Djurberg, Marlene Dumas, Klara Kristalova, Sükran Moral, Elizabeth Peyton, Patricia Piccinini, Cindy Sherman, Taryn Simon, Carolein Smit u.v.a.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist der titelgebende Begriff „Queensize“ – eines der größten Bettenformate. Das Bett dient als Chiffre für den existentiellen Ort menschlicher Erfahrung, als Sinnbild für Leben und Tod, Träume und Albträume, Geburt und Verfall – Erfahrungen, die unsere Identität prägen. Die Künstlerinnen zeigen ihren spezifischen Blick auf den Menschen und auf das was ihn ausmacht: innerste Befindlichkeiten und Bedürfnisse, Wünsche und Passionen. Dabei werden unterschiedlichste künstlerische Positionen einander gegenübergestellt.
Queensize ergründet die Bewusstseinszustände des Lebens und folgt dabei dem menschlichen Lebenszyklus von Geburt, Leben und Tod. Ausgehend von diesen drei Phasen wird die Ambivalenz der Eigen- und Fremdwahrnehmung hinterfragt und, ob es den spezifisch weiblichen Blick gibt.


Louise Bourgeois, YES, 2004 © The Easton Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Der erste Lebensabschnitt lässt sich als eine Phase unberührter Identität nach der Geburt beschreiben. Frei von sozialen Zwängen, vorgefertigten Rollenbildern und gesellschaftlichen Codes, bezeichnet er eine Reinform des Daseins, in der Spiel, Kindsein und Selbstgenügsamkeit überwiegen. Dies spiegelt Monika Baers Malerei „Ohne Titel“ (2004) wider; aus dem Nichts in eine unbestimmte Richtung blickend, schwebt – halb abstrakt, halb gegenständlich – ein mädchenhafter Frauenkopf, scheinbar außerhalb von Raum und Zeit und losgelöst vom Körper.
Gefolgt wird diese Phase von der Intensität des prallen Lebens, in der Erfahrungen weiblicher Identität im Mittelpunkt stehen. Fotografische Arbeiten von elf Künstlerinnen verweisen auf die weibliche Repräsentation und die vielfachen Sichtweisen von Weiblichkeit. Darunter befinden sich u.a. Portraits von Jitka Hanzlová, die Frauen in all ihren Facetten zeigen: offen, selbstbewusst, schüchtern, nachdenklich, unsicher – authentisch und direkt – so wie sich die Portraitierten selbst wahrnehmen und zeigen möchten. Ihnen gegenüber offenbaren sich die fratzenartigen Gemälde „Mia Farrow“ und „Julia Roberts“ (beide 2010) von Dawn Mellor. Schonungslos und brutal zeigen sie die Abgründe Hollywoods – einer Welt des Scheins und gebauter wie zerrissener Identitäten.


Jitka Hanzlová, Jaqueline, Chelsea, aus der Serie / from the seires „Female“ 1999 © Kicken Berlin

Der dritte Teil versinnbildlicht den Tod und thematisiert gleichzeitig die politische Dimension weiblicher Identität; individuelle wie kollektive Erfahrungen und Zwänge in Kriegen und einer dominierenden, patriarchalen Welt. Die schwedische Künstlerin Nathalie Djurberg bearbeitet in ihrer Videoarbeit „The Experiment (Greed)“ 2009, mit den für sie typisch seltsam geformten Figuren, das Grauen männlich oktroyierter Gesetzmäßigkeit und Macht, hier unter dem Deckmantel des Glaubens.

Die Ausstellung wird kuratiert von Nicola Graef (Dokumentarfilmproduzentin und -regisseurin) und Wolfgang Schoppmann (Chefkurator der Olbricht Collection).

Künstlerinnen:
Rita Ackermann, Ellen Altfest, Helene Appel, Monika Baer, Tina Barney, Vanessa Beecroft, Katharina Bosse, Louise Bourgeois, Ulla von Brandenburg, Rineke Dijkstra, Nathalie Djurberg, Marlene Dumas, Nicole Eisenman, Sylvie Fleury, Hope Ginsburg, Jitka Hanzlová, Mona Hatoum, Almut Heise, Laurie Hogin, Klara Kristalova, Makiko Kudo, Marie-Jo Lafontaine, Abigail Lane, Sharon Lockhart, Teresa Margolles, Alex McQuilkin, Hellen van Meene, Dawn Mellor, Marilyn Minter, Sükran Moral, Elizabeth Peyton, Patricia Piccinini, Chloe Piene, Bettina Rheims, Daniela Rossell, Cindy Sherman, Laurie Simmons, Taryn Simon, Carolein Smit, Anj Smith, Kiki Smith, Rebecca Stevenson, Kirsten Stoltmann, Anett Stuth, Paloma Varga Weisz, Katharina Wulff, Lynette Yiadom-Boakye, Lisa Yuskavage


me Collectors Room Berlin


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17 Uhr: durch die Ausstellung "Lorenzo Sandoval Shadow Writing (Algorithm / Quipu)" mit Dr. Christine Nippe
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