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BERLINER KÖPFE. 100 LICHTZEICHNUNGEN

Jacques H. Sehy



Jacques H. Sehy, René Block aus der Serie “Berliner Köpfe”, 2013, Lichtzeichnung, Größe variabel

Eröffnung am Donnerstag, 29. Januar 2015, 19 Uhr

ES SPRECHEN
Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann
Vorstand

Tim Renner
Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten

Dr. Marc Wellmann
Künstlerischer Leiter

EINFÜHRUNG
Hanns Zischler

Ausstellung vom 30. Januar bis 1. März 2015

Die Projekt-Idee
Die Berliner Kulturlandschaft befindet sich in pausenloser, ja fast schon atemloser Dynamik. Für diese aktuelle Kreativität und Innovation der Stadt stehen Persönlichkeiten mit Esprit und Gestaltungskraft, deren Wirkung weit über die Metropole hinaus spürbar ist. Für Jacques H. Sehy (*1945), selbst von 1965 bis 1975 in Berlin zu Hause und heute in Hamburg lebend, ist die Portrait-Serie der “Berliner Köpfe” (2012-2014) eine Hommage an die eindrucksvolle Kulturszene und eines Teils ihrer Protagonisten.

Die Auswahl der Porträtierten ist als wesentlicher Aspekt der insgesamt dreijährigen künstlerischen Arbeit anzusehen und bildet den persönlichen Radius des Fotografen ab. Die 100 Berliner Köpfe sind Menschen, die Jacques H. Sehy schon seit Langen kannte oder zu denen er auf unterschiedliche Weise in Kontakt trat. Dieser Prozess war von verschiedenen Schwierigkeiten begleitet und führte auch nicht immer zu dem erwüscnhten Ergebnis. Das Projekt war, wie vorab geplant, mit der Aufnahme des 100. Porträts abgeschlossen. Es ist damit nicht nur ein topographischer, auf Berlin beschränkter Personenkreis, sondern auch ein von der investierten (Lebens)Zeit des Künstlers begrenzter Ausschnitt.
 

Jacques H. Sehy, Installation aus 100 Lichtzeichnungen der Serie “Berliner Köpfe”, 2011-14, Größe variabel

Die künstlerische Konzeption der Lichtzeichnungen
Die Fotografie ist seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert, bis in die heutige digitale Welt, immer noch das Medium der Wahl, wenn es um das Portrait geht. Aber seit geraumer Zeit ist die Portraitfotografie auch als Form künstlerischer Auseinandersetzung etabliert, gespeist von unerschöpflicher Fantasie, forciert von stetig neuen technischen Möglichkeiten.
 
Die Lichtzeichnungen des Projekts der “Berliner Köpfe” und die daraus entwickelte Installation bedienen sich ausschließlich analoger Technologien in schwarz/weiß Fotografie. Diese Verwendung minimaler Mittel und Methoden einerseits, unterstreicht andererseits die ins Kosmische reichende Idee der künstlerischen Konzeption.
 
Die Portraitfotografie in der Kunst erhält mit der Lichtzeichnung eine konzentrierte Dimension visueller Darstellung. Sie ist eine spezielle Methode der Sichtbarmachung, eine Gratwanderung zwischen Hervorhebung und Begrenzung, Akzentuierung und Zurückhaltung. Obwohl diese Portraits das Authentische, Unverwechselbare, das Solitäre eines Menschen zeigen, bleibt dessen individuelle Anonymität weitgehend gewahrt. Charakter und Eigenart der Persönlichkeiten werden auf eine abstraktere Ebene überführt.

In weiteren Darstellungsschritten wird diese Abstraktion gesteigert und überhöht. Die Portraits der Einzelpersonen werden in der geplanten Installation gruppiert und in immer kompaktere Zusammenhänge integriert. Das Material wird weiter verdichtet. Schließlich verschwindet das spezifische Bild nahezu vollständig im Universum der Menge ohne jedoch verloren zu sein. Das Portrait und auch die Gruppen bleiben unauflösbarer Grundbestandteil des Gesamtwerkes.
 

Jacques H. Sehy, Shermin Langhoff aus der Serie “Berliner Köpfe”, 2013, Lichtzeichnung, Größe variabel

Individualität und Gemeinschaft spiegeln sich in dieser künstlerischen Idee. Impulse, Initiativen und Ideen Einzelner sind unabdingbare Antriebskräfte für gesellschaftliche Innovations- und Entwicklungsprozesse, an denen gerade die Kultur maßgeblichen Anteil besitzt.
 
über den Prozess der “Lichtzeichnung” mittels Langzeitbelichtung schreibt die Künstlerin und Autorin Carmen Hillers: “Der Fotograf Jacques H. Sehy geht auf eine ungewöhnliche und sehr intuitive Weise mit Licht und Schatten um, wenn er im völligen Dunkel des Ateliers den Strahl seiner Lampe wie einen Dirigierstab über Gesichter oder Körper führt. Diese Lichtzeichnungen, bei denen Sehy bewusst auf vordergründige Schönungsabsichten verzichtet, verhelfen nicht nur dem Betrachter der Fotos zu ebenso erstaunlichen wie irritierenden Anblicken. Auf diese Weise porträtiert zu werden ist ein besonderes Erlebnis. In der Dunkelheit hat das Gesicht und sein Ausdruck, mit der man der Außenwelt entgegenzutreten pflegt, keine Relevanz mehr; es ist vielmehr die Begegnung mit dem ganz Eigenen, das sich in der Intimität des schwarzen Raums abspielt. Die Fotos, auf denen neben den elfenbeinschwarzen Flächen an verschiedenen Stellen ein Auge, ein Mundwinkel oder Züge des Gesichts hervortreten, ermöglichen so einen Blick auf die terra incognita des Innern; für den Betrachtenden, wie den Betrachteten, gleichermaßen ein spannendes und intensives Unterfangen.”

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