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Verein Berliner Künstler

SENZA LIMIT

Gruppenausstellung




SENZA LIMIT
19. 02. - 15. 03. 2015

Eröffnung
Mittwoch, den 18. 02. 2015, 19 Uhr

Begrüßung: Monica von Rosen
Einführung: Simone Kornfeld

Künstler:
Anna von Bassen Malerei
Marianne Gielen Malerei
Jürgen Kellig Zeichnung
Simone Kornfeld Malerei/ Video
Vera Krickhahn Installation/Video
Ina Lindemann Malerei
Detlef Olschewski Malerei
Monica von Rosen Fotoarbeiten
Sabine Schneider Malerei
Evelyn Sommerhoff Installation/Zeichnung
SOOKI Malerei/Zeichnung

Midissage: 04. 03. 2015, 19 Uhr
Finissage: 15. 03. 2015, 19 Uhr

Blog zur Ausstellung: senzalimit

SENZA LIMIT thematisiert den übergreifenden Austausch von Ideen und künstlerischer Produktion im Sinne von weltoffen, unbegrenzt, schrankenlos - denn es scheint heute in der Kunst fast alles möglich zu sein. Offenheit als Chance oder Risiko? Im Zeitalter der Überwindung von klassischen Gegensätzen, wie Kunst und Natur, Kunst und Politik sowie im Zeitalter der Globalisierung und der net – community, werden Grenzen anders wahrgenommen, bzw. verschieben sich, lösen sich auf, setzen sich neu. In den hier vorgestellten Arbeiten geht es um verschiedene Ebenen der Betrachtung von dem, was Grenze bzw. offene Grenze beinhalten kann, z.B. in der Kommunikation (Sprachgrenzen), in der Biologie (Wachstumsgrenzen), in der Physiologie (Sichtgrenzen), Psychologie(Wahrnehmungsgrenzen), in der Politik ( gesellschaftliche Grenzen), Grenzen der Demokratie, wie kürzlich die Aberkennung der Fähigkeit von Spendenquittierungen des gemeinnützigen Vereins ATTAC gezeigt hat. Dieses Wechselspiel in der Wahrnehmung des jeweils anderen stellt die Frage nach den verschiedenen Grenz- Wertigkeiten heute wieder neu – als Chance von Freiheit oder als hemmungsloses Wachstum? Grenzen/Grenzenlos - real und als Metapher – existieren in allem, was in uns ist und uns umgibt - es definiert das Sein und erzeugt Spannungsfelder, die es künstlerisch auszuloten gilt.

Anna von Bassens Arbeit kreist u.a. um das Thema „Kommunikation“. Sie veranschaulicht die Kommunikation zwischen Menschen mit der Darstellung von Gesten und Blicken. Sie nutzt oft dazu Körperfragmente, um dieses besonders deutlich zu machen, wie z.B. bei ihrem Bild „Die Geste“ von 2009, auf dem zwei übergroße Hände vor einem Kopffragment zu sehen sind. Das Bild in seiner Mehrdeutigkeit kann z.B. meinen, dass es grenzenlose Möglichkeiten, jenseits der verbalen Kommunikation gibt.

Marianne Gielens Arbeiten imaginieren weite Räume und kritisch reflektierte Landschaften. Die 6 Leinwandarbeiten zeigen eigene Erinnerungen an Landschaftserlebnisse. Sie zeigen vertikale Ausschnitte die der Wahrnehmung des Bildes, wie durch einen Tür-oder Fensterausschnitt gesehen entsprechen und organisch Gewachsenes widerspiegeln. Simone Kornfeld

Jürgen Kellig atomisiert Grenzen in scheinbar grenzenlose Neuordnungen, die sich in Variationen von Strukturen immer wieder anders formatieren und sich somit in einer ständigen Bewegung befinden. Dieses Strukturkaleidoskop schafft immer wieder neue Sichtweisen und Grenzverschiebungen.

Simone Kornfeld fragt mit ihrer Arbeit „lucky universe“ nach den Grenzen des Seins, des Universums, des Individuums in Bezug auf die Unendlichkeit. Die Wahrnehmung und Erkenntnis des Menschen scheint begrenzt, dadurch, dass es immer der Mensch selbst ist, der wahrnimmt und zu erkennen sucht. Nur weil der Mensch etwas nicht begreifen kann, muss es ja nicht nicht existieren.

Vera Krickhahns digitale Fotocollagen/Montagen erinnern daran, dass wir im Zeitfluss leben, der keine Grenzen kennt, weder nach vorn, noch zurück, wenn man es linear betrachtet. Außer der Grenze zwischen Leben und Tod, die nach bisherigen Erkenntnissen nur seitens der Naturwissenschaften klar definiert wird. Dennoch gibt es Erinnerungen, die die zeitlichen Grenzen aufzuheben scheinen oder als fliessend wahrgenommen werden können, Vergangenes gegenwärtig erscheinen lassen.

Ina Lindemanns Bilder sind reine Philosophie, die sich per se durch eine innewohnende Freiheit definieren. Mit ihren offenen Strukturen, die sich meist an allen Seiten des Bildes imaginär im Raum fortzusetzen scheinen, weisen sie auf Gesetzlichkeiten hin, die allem Dasein zugrunde liegen - in ihren Bildern eben in Form von offenen Systemen, als Metapher für die Möglichkeit, über Grenzen hinaus denken und handeln zu können.

Detlef Olschewski, der mit seiner Arbeit die Frage nach Wachstum und seinen natürlichen Grenzen gleichsam die Frage nach nicht natürlichem Wachstum – als Analogie auf gesellschaftliche Entwicklungen - aufwirft, zeigt in seinen Arbeiten Wege organischen Wachstums auf. Die Sinnbestimmung von „Grenzen/Grenzenlos“ - die kritischen Aspekte grenzenlosen Wachstums auf unserem Planeten werden hier angesprochen.

Sabine Schneider arbeitet mit fiktiven Grenzverschiebungen real existierender Ländergrenzen, wenn sie alte Schulkarten völlig neu definiert und übermalt. Damit stellt sie klimatisch bedingte, historisch gewachsene, durch Kriege eroberte Grenzen völlig in Frage, nach dem Motto: könnte die Aufteilung der Welt nicht auch anders sein? Sie schreibt damit nichts weniger, als die Geschichte neu, nach welchen Kriterien, das können sie selbst herausfinden.

Evelyn Sommerhoffs Zeichnungen spielen mit dem Thema der Grenzen des Ichs, wo ist meine individuelle Grenze – physisch und psychisch gesehen, wie sehen Verwicklungen, Verschränkungen, Verbindungen, das Ineinandergreifen von Körpern und Vorgängen aus? Es geht um Begehren und Abstoßen und um vertraut sein und Fremdheit, um Nähe und Distanz.

SOOKIs Arbeiten erzählen von Grenz- und Teilungserfahrung zweier Länder bzw. Städte - Seoul und Berlin, in denen sie gleichermaßen lebt und arbeitet. Genau diese „Grenzerfahrung“ präzisiert sie verschiedentlich in ihren minutiös gemalten Bildern, – die Wahrnehmung von eingeschlossen/ ausgeschlossen sein - , die Trennung von Menschen, Familien, die sie ganz real und mit seszierendem Blick, gleich einem Anatom mit objektiver Sicht fürs Detail, wiedergibt.

Monica von Rosens fotografische Arbeiten haben meist einen existentiellen Aspekt, der oft im Kontext individueller Erfahrung und historischer Reflexion angesiedelt ist. Es sind Grenzerfahrungen eines immer zwischen etlichen Ländergrenzen lebenden Individuums, das sich mit Hilfe einer fotografischen Spur an dem roten Faden des Lebens entlang arbeitet.

Simone Kornfeld, November 2014

Öffnungszeiten der Galerie während der laufenden Ausstellungen
Di - Fr 15.00 - 19.00 Uhr, Sa und So 14.00 - 18.00 Uhr

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Schöneberger Ufer 57
10785 Berlin-Tiergarten
Tel+49-30-261 23 99


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