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Stadtmuseum Berlin

Bühne West-Berlin

Harry Croner - Fotografien aus vier Jahrzehnten



Harry Croner, © Stadtmuseum Berlin
Die Ruine des Anhalter Bahnhofs als Kulisse, Aufführung Winterreise der
Schaubühne im Olympiastadion, 1977


Das Stadtmuseum Berlin präsentiert ab 28. Februar 2015 eine Auswahl von rund 250 Berlin-Fotografien aus den Jahren 1946 bis 1988. Die Ausstellung im Märkischen Museum ermöglicht erstmals einen Blick auf das vielfältige Gesamtwerk des Pressefotografen Harry Croner (1903–1992) und gliedert sich in sechs Räume zu den Bereichen Stadtbild, Portrait, Reportage, Bühnenfotografie. Ob Sechs-Tage-Rennen, Kellner-Derby, Miss-Wahl, Modenschau, Theaterpremiere, Filmfestspiele, Jazz-Fest oder Presseball – Croner begleitete das Stadtleben jener Zeit stets mit seiner Kamera. Harry Croners Fotografien sind die Chronik einer Epoche und zugleich eine Hommage an eine kleine Insel der Weltpolitik, die vor allem eines war, eine große Bühne für die Kultur.

Seriöse Neugier
Zu Fuß oder mit der Bahn durchquerte Harry Croner die Stadt, dokumentierte in eindrucksvollen Serien nicht nur Plätze und Straßen, sondern setzte auch bekannte wie unbekannte Berliner ins Bild. 40 Jahre begleitete der Bildjournalist das Leben in West-Berlin: den Wiederaufbau und das Entstehen neuer Wahrzeichen, große und kleine Ereignisse des Alltags, Prominenz aus Kultur und Politik, ganz besonders das Geschehen auf den Bühnen der Stadt. Croner ging es nie um den skandalösen Schnappschuss, vielmehr sprechen seine Bilder eine seriöse journalistische Sprache. Jenseits von Glamour und Sensation entstanden besondere Moment- und Portraitaufnahmen wie die einzigartige Serie mit dem Schauspieler Klaus Kinski in dessen Berliner Wohnung (1960). Mit vielen der in Berlin lebenden oder hier gastierenden Künstler verband Croner eine langjährige Bekanntschaft.


Harry Croner, © Stadtmuseum Berlin
Romy Schneider verabschiedet sich von ihren Fans,
VII. Internationales Film Festival, 1957


Späte Karriere als Fotograf
Harry Croner wurde am 16. März 1903 in Berlin geboren. Von 1920 bis 1922 absolvierte er eine kaufmännische Lehre, war bei verschiedenen Automobilfirmen als Werbeleiter und schließlich als Reiserepräsentant der Bayerischen Motorenwerke tätig. Als er sich 1933 in Berlin-Wilmersdorf mit einem eigenen Fotogeschäft selbstständig machte, hatte er wohl bereits eine Karriere als Fotograf im Auge. Er verkaufte nicht nur Kameras und Zubehör, sondern fertigte auch Portraitaufnahmen an. 1940 wurde Croner eingezogen und kam als Kriegsberichterstatter an die Westfront, wurde dann jedoch aufgrund seines jüdischen Vaters als „wehrunfähig“ entlassen. Zurück in Berlin arbeitete er zeitweise wieder in seinem Geschäft. 1944 kam Croner in ein Arbeitslager am Westwall und geriet im März 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er erst im April 1946 entlassen wurde.
Erst jetzt, mit 43 Jahren, begann seine Karriere als freier Pressefotograf, der vor allem für die Berliner Tageszeitungen Der Abend, Telegraf und Der Tagesspiegel tätig war. 1971 erhielt er auf Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz das Bundesverdienstkreuz.
Harry Croner starb am 27. September 1992 in Berlin.


Harry Croner, © Stadtmuseum Berlin
Die John-Tiller-Girls werben für die 1. Internationalen Varieté-Festspiele,
Potsdamer Straße vor dem Sportpalast, 1960


Der Nachlass
Mit Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung konnte im Februar 1989 das umfangreiche Archiv (rund 100.000 Schwarz-Weiß-Fotografie und über 1,3 Millionen Negative), erworben werden. Ein repräsentativer Teil des Nachlasses wurde 2013 digitalisiert, unterstützt von der Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin. Rund 8.000 Fotos sind bereits online unter sammlung/stadtmuseum.de/ zugänglich.

Märkisches Museum | Am Köllnischen Park 5 | 10179 Berlin
Eintritt frei
Stadtmuseum Berlin






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