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PALASTgalerie Berlin

Bülow – Kashap

Mike und Madeleine Bülow / RitaKashap



Copyright Mike und Madeleine Bülow

Mike und Madeleine Bülow
Wir haben es hier mit Unikaten im mehrfachen Sinne zu tun, da die Bilder auf Grund ihrer Herstellungsweise nicht reproduzierbar sind. Es gibt sie so wie sie sind, einmal, und Ende. Keine Datei, kein Negativ, das man wieder und wieder printen könnte. Die eigene und aufwendige Technik, die hier mit dem autonomen Motiv verwoben ist, ist von der Bildgenese nicht zu trennen. Die Bilder entstehen aus einer geradezu romantischen Intensität der Auseinandersetzung mit dem Material und dem Prozess. Kein Abbildungszwang, keine narrative Bildidee lenken vom Wesentlichen ab.
So technisch und prozessorientiert das klingen mag, die Augenscheinlichkeit der Bilder repräsentiert den Inbegriff von autonomer Ästhetik, die dennoch auf allgemeine Kriterien verweist. Dynamik, Bewegung, Explosion, Tiefe, Farbraum und lebendige Kontraste finden sich ein, der Betrachter erfährt den Zauber einer Welt, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Da löst sich auch nichts einfach im Sehakt auf, vielmehr haben wir es mit einer zeitgemäßen Form der Arabeske zu tun, die, und das ist ihr romantischer Gehalt, nach Endlosigkeit sich sehnt und ihr zustrebt. Da fällt das Einzige und das Unendliche zusammen, und heraus kommt, faszinierend und hintergründig trotz scheinbarer Beschreibbarkeit, ein Bild, das Seinesgleichen sucht. Und durch seine Einzigartigkeit und Materialästhetik die Bedingungen von Bildlichkeit reflektiert. GCR


Copyright Rita Kashap

Rita Kashap
Die Bilder von Rita Kashap zeigen eine eher weniger bekannte Seite ihres Schaffens: Farbenfrohe, leuchtende Bilder, die ihre Motive durch Interaktionen von scheinbar grafischen, linearen Elementen bilden, die Flächen ausschneiden, welche dann mit Farbe gefüllt werden. Dabei agiert die Farbe im Bilde autonom: Mal folgt sie den linearen Vorwürfen, mal setzt sie sich darüber hinweg oder agiert frei im Bildraum bzw. der Bildfläche. Die Bilder sind als definierte Malerei flächig, schaffen aber Farbräume, und auch die linearen Elemente geben sich janusköpfig: Sie sind, als Linien, grafischer Natur (das kennen wir u. a. von Max Beckmann), präsentieren sich aber als durch Pinsel und dünnflüssiger Farbe geborene Momente von Malerei. Dass wir Gegenständliches, etwa Gesichter, erkennen, bestimmt sich nicht durch Abbildungsstrategien, sondern durch malerische Zeichen. Für die Abbildung haben wir seit langem die Fotografie, deren Erfindung die Malerei aus den Fesseln der Abbildungsmatrizes befreit hat. So konnte die Malerei sich nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln und zu solchen überzeugenden Lösungen kommen wie wir sie hier vor uns haben. GCR

Vernissage: 12.12.2015

Ausstellung Bülow – Kashap 12.-31. Dez. 2015

Palastgalerie
Reinhardtstrasse 3
10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di - Fr 13 - 18 Uhr, Sa 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung
PALASTgalerie Berlin




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