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Stadtmuseum Berlin

Bilder aus 50 Jahren

Wolfgang Leber



Wolfgang Leber: Unvollendetes Gespräch, 1982, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 | Foto: Ilona Ripke

Sonderausstellung: 28.04. bis 03.10.2016

Eröffnung 27.4.2016 / 19 Uhr

PROF. DR. DOMINIK BARTMANN
Ausstellungsdirektor | Stadtmuseum Berlin

ALBRECHT HENKYS
Kurator der Ausstellung | Stadtmuseum Berlin

ROLAND MÄRZ
Kunsthistoriker

Musik:
Eberhard Wünsch | Solo-Bratsche – Komische Oper Berlin Paul Hindemith | Op. 25 No. 1

Das Märkische Museum zeigt ab 28. April 2016 eine umfassende Werkschau des Berliner Malers, Grafikers und Bildhauers Wolfang Leber (*1936). Mit über 100 Gemälden, Grafiken und Plastiken vermittelt die Ausstellung einen ganz gegenwärtigen künstlerischen Blick auf Berlin. Als ein distanzierter, dabei aber höchst feinsinniger Beobachter spürt Leber der spröden Poesie der Großstadt nach und übersetzt seine Eindrücke in mehr oder weniger abstrahierende Bildkompositionen. Das „Grundgeräusch“ der Stadt ist für ihn eine beständige Quelle der Inspiration:

„Der Stadtraum mit seinen Anhäufungen von befremdlichem Mobiliar oder sonderbarsten Umgrenzungen, darin der anonyme Passant, verweilend, wartend oder in Hast eilend. Oft sind es nur technische Fragmente, der Lichtschein einer Neonschrift oder die Reste verlassener Baustellen, kurz alles, in dem ich ein Potential vermute […]. Das Unscheinbare, Vergessene, scheinbar Überflüssige kann mir Anlaß sein.“ [ Wolfgang Leber ]

Die Ausstellung folgt dem Weg eines – in jeder Hinsicht freien – Künstlers aus dem Ostteil der Stadt. Mit seiner Vorliebe zur Abstraktion vertrat Wolfgang Leber schon früh eine ganz individuelle künstlerische Haltung, die sich jeder ideologischen oder modischen Vereinnahmung entzog. Dass seine Malerei damals in die so genannte „Berliner Schule“ eingeordnet wurde, zeugte eher von Hilflosigkeit im Umgang mit einer Bildsprache abseits der gängigen Normen.


Wolfgang Leber: Passanten, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 | Foto: Oliver Ziebe

Wie im kurzen Augenblick des Vorbeigehens öffnen sich in Lebers Bildern spannungsvolle Raumgefüge und überraschende Perspektiven, in denen die Grenzen zwischen innen und außen immer wieder aufgehoben sind. Oft von anonymen Passanten bevölkert, gewinnen die Szenen ihre Kraft vor allem aus einer Farbigkeit, die nicht mehr dem natürlich Gesehenen entspricht, sondern ihre eigene Harmonie entwickelt. Gleichermaßen gilt dies auch für seine Interieurs und expressiven Stillleben.


Wolfgang Leber: Atelier, 1979, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 | Foto: Ilona Ripke

Wolfgang Lebers künstlerische Entwicklung vollzieht sich bis heute auf erstaunlich geradem Wege. Neben der Malerei haben auch die Grafik und die Plastik ihren festen Platz behalten. Zu den früheren, eher klassischen Skulpturen sind in den letzten Jahren reizvolle, fast grafische Ritzungen in Bruchstücke von Sandsteinplatten gekommen, die der Künstler auf den umgebenden Friedhöfen seines Sommerateliers in der Uckermark findet. Auch Assemblagen mit Fundstücken aus alten Geräteschuppen und Scheunen werden wieder zum Leben erweckt, nachdem sie schon für nutzlos erklärt wurden. Im Mittelpunkt seines Werkes steht jedoch bis heute die Farbe, die Malerei.

1936 in Ost-Berlin geboren, studierte Wolfgang Leber zunächst in der Grafikklasse der Werkkunstschule Charlottenburg und später an der West-Berliner Hochschule für Bildende Künste, bis ihn der Bau der Mauer zum Studienabbruch zwang. Nach kurzem Intermezzo als Grafiker an der Berliner Volksbühne begann er 1964 seinen Weg als freier Künstler. Dabei war und blieb es das „Berlinische“, was Wolfgang Leber in seinem Umfeld suchte und fand. Auch im wiedervereinten Berlin ist Wolfgang Leber ein Flaneur geblieben, der seine Beobachtungen in immer abstraktere, inzwischen manchmal fast surreale Kompositionen übersetzt und diesen eine ganz eigene, distanziert intime Bildsprache verleiht.

MÄRKISCHES MUSEUM | Stadtmuseum Berlin
Am Köllnischen Park 5 | 10179 Berlin
Stadtmuseum Berlin






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