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"abstrakt-surreal"

Gruppenausstellung


Künstler:
ANNE PESCHKEN / MAREK PISARSKY- „urban art“ (Malerei)
KELLY MCCALLUM (Skulptur)
GIUSY CALIA (Fotografie)
BEAT KUERT (Video)

Für die Produktion der Pixelbilder (2006/2008) von Anne Peschken und Marek Pisarsky („Urban Art“) werden bemalte, ausrangierte Leinwände anderer Künstler gesammelt. Diese Leinwände werden zu Streifen zerrissen, wodurch nur minimale Spuren, einzelne Moleküle der ursprünglichen malerischen Prozesse übrig bleiben. Verschiedene solcherart zerrissene Streifen werden auf Keilrahmen miteinander verflochten. Daraus ergibt sich eine geflochtene Grundstruktur, die als Grundlage für ein neues Bild dient. Dabei entsprechen die durch das Flechten entstehenden rasterförmigen, quadratischen Felder bei der späteren Bemalung je einem Pixel. So entstehen sehr grob aufgelöste Bilder, die nur aus großer Entfernung erkennbar sind. Aus der Nähe betrachtet wirken sie wie ein willkürliches, abstraktes Farbgeflecht.
Produziert werden die Arbeiten in dem Artrecycling-Unternehmen Globalpix. Der Besucher kann sich vor Ort über die Zusammenhänge zwischen Globalpix und Pixelbilder (u.a. über Video) informieren.



Kelly McCallum, diplomierte Goldschmiedin, Kunsthochschulabsolventin und studierte Tiermedizinerin öffnet Oberflächen: Tieroberflächen. In verstaubte Felle und Federkleider ihrer ausgestopften Tiere - vornehmlich aus viktorianischer Zeit -, setzt sie fein gearbeitete Maden und Uhrwerke aus hochkarätigem Gold sowie Perlen und kostbare Steine. Sie konfrontiert den Betrachter mit Vergänglichkeit und Zerfall und bricht mit der Illusion ewiger Jugend. Die Endlichkeit zelebriert sie geradezu: Ihre leblosen Tiere sind wunderschön und jedes ist auf seine Art mit ungeheuerlichen „inneren Werten“ ausgestattet.
Die Künstlerin war bereits an früheren Gruppenausstellungen beteiligt (siehe „Kontraste“/11.12.2008-22.01.2009); dieses Mal ist sie nicht nur selbst, sondern darüber hinaus mit neuen und jüngst fertig gestellten Tierpräparaten (Fasanen, Hühnern, Igeln, …) und eigensinnigen Installationen präsent.



Auch Giusy Calia ist von vergangenen Ausstellungen her bekannt (siehe „Zeit- und Raumbezüge“/06.02.-20.03.2009). Diesmal ist sie – statt als Videokünstlerin – mit Photographien aus der, im Jahr 2008 entstandenen Serie „Hai mai visitato I miei sogni?“ (Haben Sie jemals meine Träume besucht?) vertreten.
In Calia‘s Welt hat der Betrachter die Gelegenheit, der hiesigen Realität voller Zwänge und Zensuren zu entkommen und in friedvolle, entrückte, manchmal surreale Traumwelten einzutauchen. Hier ist alles möglich; es gibt keine Grenzen, keine Hindernisse.



In seinen eindringlichen psychologischen Szenarien kreiert Beat Kuert Welten, in denen manche leben möchten, andere lieber nicht. Seine Bilder rufen die Sensibilität ins Gedächtnis, die in den rätselhaften und aufwühlenden Weltansichten alter europäischer Renaissance-Maler, beispielsweise Lucas Cranach, Matthias Grunewald oder Hieronymus Bosch spürbar wird.
Er nutzt die technische Vielfalt, die das Video zum Schaffen metaphorisch und symbolisch aufgeladener Bilder bereithält: die elektronische „Textur“ erreicht er durch die unendlichen Fragmentierungsmöglichkeiten der Pixel und Farbvariationen. Beat Kuert ist nicht nur ein Videokünstler, sondern auch - und vor allem - ein Video-„Maler“.
Er lenkt des Betrachters Aufmerksamkeit auf Unstimmigkeiten, Störungen der natürlichen Gesetze, auf eindringliche Spannungen zwischen dem Guten und dem Diabolischen, der Unschuld und der Leidenschaft. Er ist auf den Körper fokussiert, nicht als Objekt der Begierde, sondern als Verkörperung von Chaos und Sünde auf der Suche nach Seelenheil und Erlösung. Dabei berührt er Grenzen: Tod, Verderben und Zerfall kontrastieren mit der Sinnlichkeit und jungendlichen Schönheit seiner Hauptprotagonistinnen. Voller Respekt begegnet er der psychologischen Sensibilität und Verletzlichkeit einerseits und der Fortpflanzungspower andererseits, die die Spezies Mensch generell ausmacht.

Abbildungen:

Anne Peschken / Marek Pisarsky
Containerschiff (2008)
Pixelpicture, Oil on
woven canvas
180 x 300 cm

Kelly McCallum
Not yet titled: Fighting Cocks (2008)
Victorian taxidermy cocks, Swarovski crystals, cashmere, leather & textile

Giusy Calia
(Riflesso Donna) Untitled from Series "Hai mai visitato i miei sogni"
80 x 60 cm printed on Aluminum. 2008

Beat Kuert
Title:“Incolore“
Duration: 4’17”
Music: Beat Kuert
Cast: Adele Falbo
Production: dust&scratches
Production year: 2007

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