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Galerie Villa Köppe

Wald als emotionale Landschaft

Gisela Krohn



Wendepunkt blau | Öl / Lw, 140 x 240 cm, 2015

VERNISSAGE 27. MAI 2016 | 19h
28.05.-25.06.2016

Wald als emotionale Landschaft - Christoph Tannert (Auszug)

Von ihren Spaziergängen bringt die Künstlerin Fotos mit, die die Erinnerungen an ihr Walderlebnis wach halten. Am liebsten sucht sie „verborgene Orte“ auf, denen sie dann im malerischen Aufgehobensein ein Denkmal setzt. Die Seele des Waldes dampft sie ein in Farbe.

Wie die Künstlerin die Sinnlichkeit einer Landschaft und die Körperlichkeit von Materie um die Bildmitte herum ausbalanciert, das hat Konsequenz und ist harmonisch. Zuweilen entsteht ein Sog, den man sich schwer erklären kann. Wirkt hier nur etwas Handgemachtes, ein Kontrastprinzip oder entführt uns etwas an einen Sehnsuchtsort der menschlichen Seele?

Wenn Gisela Krohn den Pinsel ansetzt, dann aus Lust an der Farbe, ihren vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten und weil sie das Spontane und Zufällige schätzt.

Was von ihr in der Natur wahrgenommen wird, fließt in die Malerei ein, wird im Arbeitsprozess in neue, erweiterte Beziehungen überführt. Gegenständliches und Ungegenständliches, dem Augensinn Verpflichtetes, Gefühltes und Erahntes verzahnen sich. Die wechselseitige Verflechtung von Bewusstem und Unbewusstem führt letztendlich zu Bildlösungen, die weder vorausgedacht noch vorausgesehen werden können. Das garantiert den Kompositionen ihre Frische und Unmittelbarkeit. In ihnen sehen wir es rinnen und schmelzen, dass es eine wahre Freude ist.


Passion 1 | Öl / Lw 190 x 300 cm, 2015

Zentrales Motiv ihrer Werkreihe „Passion“ (2015) ist ein umgebrochener mächtiger Baum über einem Waldsee oder die gefallene Fichte der Serie „Niklas“ (2016).

Gisela Krohns Bilder sind malerisch, weil sie nicht auf die grafisch scharf geschnittene dokumentarische Konturierung orientieren, sondern auf das weiche Fließen eines transitorischen übergangs zwischen Farbpunkten und Farbflächen – und weil sie sich überdeutlich in Beziehung setzen zur Geschichte der europäischen Landschaftsmalerei, insbesondere der Romantik und beispielsweise den religiösen Implikationen der Bilder von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge. Es ist keineswegs ein neutrales Bild, das die romantischen Maler von der Natur entwerfen. Sie malen die Natur so wie sie sie fühlen, als eine Offenbarung des göttlichen Universums.

Im Vergleich dazu machen uns die Bilder von Gisela Krohn nicht fromm, sie lassen uns aber zumindest Rückschau halten auf die Bildleistungen der Alten und deren tiefe Religiosität.

Und es gelingt der Künstlerin, ihren Bildern etwas Verzauberndes einzuschreiben. Auch Wehmut, ein Besorgtsein schwingt mit.


Klenze Weiher | Öl / Lw, 150 x 200 cm, 2015

Gisela Krohn malt symbolische Landschaften. So sieht Vergänglichkeit, Zerstörung, Schweigen aus. Etwas Unergründliches ist darin, dazu ein Resthauch von Traurigkeit, der wohl nie ganz verschwindet, denn natürlich zielt das Thema „Passion“ ziemlich direkt auf Gefälltwerden, Umbrechen, Absterben, mithin auf das Endzeitliche. [...]

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