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museum FLUXUS+

Hommage à Ben Patterson

Ben Patterson



Ben Patterson, Poem No.6, 2008, Courtesy museum FLUXUS+

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam, Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10

Ausstellung #permanentFLUXUS
im atrium im museum FLUXUS+
ab 16. September 2016

Hommage à Ben Patterson
am 22. September 2016, 19.00 Uhr


Zum Sommerende gibt es einen Neuanfang. Ab September eröffnet das museum FLUXUS+ eine permanente Fluxus-Dokumentation im atrium.
Sonderausstellung permanentFLUXUS
ab 16. September 2016


Besucher erhalten fortan eine umfassende, eintrittsfreie Einführung in diese internationale Kunstbewegung, die sich um 1960 formierte und auch nach über fünfzig Jahren nicht aufhört zu fließen und aktuell zu sein. permanentFLUXUS wird Darstellungen über Künstler, Performances, Scores, Events und Festivals geben.
Zu den Protagonisten der Bewegung gehören George Maciunas, Wolf Vostell, Benjamin Patterson, Emmett Williams, Dick Higgins, Alison Knowles, Yoko Ono, Tomas Schmit, Ben Vautier, Robert Filliou, Joseph Beuys und viele andere. Nach Dada war Fluxus vor ungefähr fünfzig Jahren der zweite Angriff auf das bürgerliche Kunstwerk. Es zählt die schöpferische Idee und die Einbindung des Lebens in die Kunst und der Kunst in das Leben.
Fluxus entstand um 1960 in New York und Tokio, sowie in den deutschen Städten Köln, Düsseldorf, Darmstadt und Wiesbaden. übersetzt heißt das lateinische Wort fließend/vergänglich. In diesem Sinne bezeichnet die Kunstrichtung einen fließenden übergang von Kunst und Leben, gleichzeitig weist sie auf die Vergänglichkeit aller Dinge hin.
Die Künstler, die im Laufe der Jahre im Fluxus-Kontext auftraten, vereinte die Vorgehensweise, im Grenzbereich der Gattungen Musik, bildende Kunst, Literatur und Theater zu agieren. Meist geschieht dies in einer Aktionsform, die ganz bewusst Geschehnisse aus unterschiedlichen Lebensbereichen kompositorisch aneinander reiht und das Publikum einbindet.
Wer in den digitalen Medien #FLUXUS sucht, erhält einen breitgefächerten Eindruck über diese Kunstbewegung, über die Künstler der ersten Netzwerke bis hin zu heutigen Künstler, die die Einheit von Kunst und Leben aufzeigen. #permanentFLUXUS wird ab sofort „online“ und „in real“ Informationen über diese Aspekte geben.

Am 25. Juni 2016 verstarb Ben Patterson im Alter von 82 Jahren in Wiesbaden. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Fluxus-Bewegung. Neben seinem internationalen Wirken und seiner Zeit in Wiesbaden hat Ben Patterson auch viele Aufenthalte in Berlin und Potsdam, insbesondere im museum FLUXUS+ gehabt.
Ihm zum Gedenken findet am 22. September in der permanentFLUXUSAusstellung eine Hommage à Ben Patterson statt. Es sprechen Heinrich Liman (Geschäftsführer museum FLUXUS+) und Dr. Olga Wewerka (Kunsthistorikerin).
Es performt der Kontrabassist Heiko Maschmann.

KÜNSTLERINFO zum 22. September 2016

Ben Patterson *1934 in Pittsburgh / USA † 2016 in Wiesbaden /Deutschland studierte Kontrabass, Komposition und Dirigieren und hat 1956 sein Studium mit dem Bachelor of Music an der University of Michigan abgeschlossen. Er spielte in Orchestern in Kanada und im 7th US Army Symphony Orchestra Stuttgart. 1960 reiste Patterson nach Köln, um beim Festival der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik zuzuhören und Karlheinz Stockhausen kennenzulernen. Er lernt John Cage kennen, der ihn auf ein Contre Festival in Mary Bauermeisters Studio mitnahm. Dort fanden Lesungen und Konzerte „Neuester Musik“ (Neo-Dada) u.a. mit Paik, Patterson und anderen "radikalen" Künstlern statt, die Grundlage der späteren Fluxus-Bewegung wurden. Seit 1960 hatte Patterson eine Vielzahl von Ausstellungen, Aktionen, Performances etc. in Museen und Galerien in der ganzen Welt.
1962 war er mit George Maciunas und Emmett Williams an der Vorbereitung der FLUXUS Festspiele Neuester Musik in Wiesbaden beteiligt. Er führte unter anderem die Variationen für Kontrabass auf.

1963 ging er wieder zurück nach New York und arbeitete an der New York Public Library, studierte Bibliothekswissenschaften und begann eine Karriere im Kulturmanagement.

1988 begann er erneut als Künstler zu arbeiten. Zum 20-jährigen Fluxus- Jubiläum und auf der Biennale in São Paulo führte er einige Performances auf. Er hatte auch eine große Einzelausstellung in der Emily Harvey Gallery in New York mit Installationen und Assemblagen. Im Jahr 1992 kehrte er nach Deutschland, Wiesbaden zurück. Er beteiligte sich 2007 an der Ausstellung FLUXUS EAST des Künstlerhaus Bethanien, Berlin, welche die FLUXUS-NETZWERKE in Mittelosteuropa thematisierte. 2012 wurde Ben Patterson mit dem Kulturpreis der Stadt Wiesbaden ausgezeichnet. Seine Kompositionen „Paper Piece“ und „Variations for double bass“ zählen zu den klassischen Fluxus-Stücken.
Ben Patterson arbeitete in verschiedenen medialen Bereichen: Solo- Perfomances, gemeinsame Auftritte mit anderen Fluxus-Künstlern, Konzertabende mit improvisierter elektro-akustischer Musik. Außerdem betätigt er sich als bildender Künstler und schuf humorvoll-ironische Objekte und Collagen.

Heiko Maschmann, geboren 1967, begann erst im Alter von siebzehn Jahren Kontrabass zu spielen. Unter der Anleitung von Jörg Linowitzki (NDR Hamburg) wurde er bereits eineinhalb Jahre später als Jungstudent in die Musikhochschule Lübeck aufgenommen. Von 1987 bis 1991 absolvierte er dort auch sein Hauptstudium. Anschließend wechselte er zu Prof. Wolfgang Güttler. 1992 wurde Maschmann als Stipendiat in die Stiftung "Villa Musica" des Bundeslandes Rheinland-Pfalz aufgenommen.
Von Anfang an hatte er eine besondere Vorliebe für Kammermusik und zeitgenössische Musik. So sammelte er u.a. Erfahrungen beim Ensemble Modern, aber auch mit Karlheinz Stockhausen, Peter Eötvös und Pierre Boulez. Seit 1993 ist er Mitglied im Philharmonischen Orchester Kiel.
Benjamin Patterson performte im September 2015 in Dortmund und Heiko Maschmann wirkte als Teil des Publikums an einem Happening des FLUXUSKünstlers mit.
Im persönlichen Gespräch danach regte Ben Patterson an, eine eigene Version seiner "Variations for Double Bass" zu erarbeiten. Das hat Heiko Maschmann getan. (weitere Informationen: dunked.com)

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fax: (0331) 60 10 89 - 10
Fon: (0331) 60 10 89 - 27

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