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Was zu sehen ist / Lo Que Se Ve

Adriana Lestido



Adriana Lestido, aus der Serie: Die Liebe, 1992-2005

Die 1955 geborene argentinische Fotografin Adriana Lestido wurde mit sozial und politisch engagierten Arbeiten bekannt. Ihre während einer Demonstration gemachte Aufnahme Mutter und Tochter auf der Plaza de Mayo aus dem letzten Jahr der Militärdiktatur (1982) ging um die Welt. Die Künstlerin arbeitet ausschließlich analog. Ein Großteil ihrer Fotografien ist in Argentinien entstanden. Es gelingt ihr, sehr persönliche Geschichten zu erzählen, die gleichzeitig eine Essenz des Menschseins enthalten, sodass sie BetrachterInnen überall ganz unmittelbar berühren. Es sind Geschichten aus dem echten Leben, die über das rein Dokumentarische jedoch weit hinausgehen.


Adriana Lestido, aus der Serie: Frauen in Gefangenschaft, 1991-93

Häufig sind Frauen die Protagonisten ihrer Bilder: Jugendliche Mütter, Mütter und Töchter, Gefangene Frauen sind drei ihrer Serien, in denen sie ihren Modellen ungeheuer nah kommt, selbst wenn die Kamera manchmal weit entfernt ist. Es sind harte Bilder, man könnte auch sagen »ungeschminkt«. Doch egal, ob Lestido Menschen in Krisensituationen am Rande der Gesellschaft portraitiert oder ob sie aus Landschaft und Stillleben Serien komponiert: Gestaltung und Ästhetik sind der Künstlerin genauso wichtig wie die Aussage des Bildes, ihre Bildsprache ist immer auch poetisch. Fotografie ist für Adriana Lestido ein Mittel, um das Geheimnis menschlicher Beziehungen auszudrücken und zu verstehen. Die Verletzlichkeit des Menschen steht dabei immer wieder im Fokus.
Adriana Lestido fotografiert, unterrichtet und kuratiert. Sie wurde mehrfach international ausgezeichnet. Mit dieser Retrospektive, die Arbeiten aus ihren wichtigsten Serien vereint, ist ihr Werk erstmals in einer Einzelausstellung in Deutschland zu sehen.


Adriana Lestido, aus der Serie: Frauen in Gefangenschaft, 1991-93

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einer Einführung von Matthias Harder.

Eine Ausstellung im Rahmen des Monats der Fotografie
Eröffnung: Donnerstag, 13. Oktober 2016 um 19 Uhr
Einführung: Matthias Harder, Kurator der Helmut Newton Stiftung


HAUS am KLEISTPARK Grunewaldstr. 6/7, 10823 Berlin
13.10. –11.12.2016, Di bis So 11–18 Uhr, Eintritt frei
Führung mit Adriana Lestido und Kuratorin Julie August: So, 16. Oktober 2016, 16 Uhr
adrianalestido.com.ar
Haus am Kleistpark




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    Berlin Daily 11.12.2017
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    19 Uhr: Zwischen den Bildern lesen, mit Prof. Torsten Schulz, im Rahmen der Ausstellung FOTO | ALBUM Private und anonyme Fotografie aus der Sammlung des Werkbundarchiv - Museum der Dinge | Oranienstraße 25 | 10999 Berlin

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