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me Collectors Room Berlin

Sigmar Polke – Die Editionen


Werkabbildung
Sigmar Polke, I got the blues, 2008
© The Estate of Sigmar Polke, Cologne, VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Photo baumann fotostudio gmbh


me Collectors Room Berlin / Olbricht Foundation
Auguststrasse 68, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di – So, 12 – 18 Uhr

Das gesamte Editionswerk von Sigmar Polke, einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, wird mit rund 200 Arbeiten aus der Sammlung Kunstraum am Limes im me Collectors Room von 28. April bis 27. August 2017 in Berlin zu sehen sein.

Im künstlerischen Schaffen Sigmar Polkes (*1941 Oels, Niederschlesien, †2010 Köln) nimmt das Editionswerk einen besonderen Stellenwert ein. Editionen boten ihm eine zusätzliche Möglichkeit, intensive und exzessive Variationen sowie Erweiterungen seiner Experimente in Form einer endlosen Auseinandersetzung mit sich und der Welt zu erschaffen. Wie ein Alchimist erwartete er, dass unterschiedliche Techniken seinem kreativen Ich dienten, sodass Editionswerke als Objekte, Bücher, Mappen, Fotografien, Fotokopien, Collagen und zahlreiche Drucke entstanden sind.

Werkabbildung
Sigmar Polke, Freundinnen II, 1967
© The Estate of Sigmar Polke, Cologne, VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Photo baumann fotostudio gmbh


Polke ließ sich in seiner künstlerischen Entwicklung nicht von Techniken begrenzen. Zum Teil verwandelte er identische Drucke durch die Veränderung der Bildebene, des Hintergrunds oder der Schichtung in Unikate. So befinden sich auch in der Sammlung Kunstraum am Limes Exemplare aus derselben Edition in mehreren Variationen wie z.B. Freundinnen I (1967), Reihertanz (1997) oder Sauberes Auto – gute Laune (2002). Andere Werke sind Kompositionen aus mehreren Schichten und sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite bearbeitet, wie etwa Leave the Lab and enter the Office (1980-91)oder Eisberg (2001). Bei Figur mit Hand (Es schwindelt…) (1973) und Danneckers Hausgecko (2009) handelt es sich um Serigraphien bzw. Lithographien, gedruckt auf beflocktem Strukturpapier mit Eidechsenhautprägung. Bei näherer Betrachtung werden durch die spezifische Oberflächenstruktur Rasterpunkte sichtbar, die ein Markenzeichen der Malerei von Sigmar Polke sind.

Sigmar Polkes Bilder entstanden aus seinem Universum und seiner Umgebung heraus und weisen zahlreiche Spuren einer Gesellschaft der Nachkriegsjahre im Wandel auf. Triviale Szenen, Banalität des alltäglichen Lebens, kleinbürgerliche Ambitionen, nationale und internationale Politik – alles wurde von ihm unter der Lupe betrachtet und analysiert. Geliefert wurde so ein einmaliges Bild der Realität, das besetzt ist von Ironie, Humor und Kritik.

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Sigmar Polke, Plakat Festival d´Automne à Paris, 1988
© The Estate of Sigmar Polke, Cologne, VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Photo baumann fotostudio gmbh


Der Künstler arbeitete simultan mit verschiedenen Techniken, sodass Edition und Malerei als Symbiose zu verstehen sind. Sie wurden nebeneinander geschaffen, erweitern ihre Existenz und ernähren sich voneinander.

Parallel wird eine Auswahl von Plakaten Sigmar Polkes präsentiert.

Die Ausstellung wird kuratiert von Tereza de Arruda.

Im Rahmen von Sigmar Polke – Die Editionen erscheint eine Publikation im Verlag Walther
König.

Veranstaltungsprogramm im Rahmen der Ausstellung
17.05.2017, 19 Uhr: Expertengespräch mit Anna Polke & Erhard Klein
18.05.2017, 19 Uhr: Art & Dinner mit Tereza de Arruda
28.06.2017, 19 Uhr: Expertengespräch mit Mike Karstens & Tereza de Arruda
13.07.2017, 18.30 Uhr: Kuratorinnenführung mit Tereza de Arruda
Für Kinder und Jugendliche gibt es wieder ein umfangreiches Programm mit Führungen und Workshops.

Sammlung Kunstraum am Limes
Alle Kunstwerke der Ausstellung Sigmar Polke – Die Editionen sind Teil der Sammlung Kunstraum am Limes. Der Initiator, Dr. Axel Ciesielski, hat in Zusammenarbeit mit den Galeristen Erhard Klein und Christian Lethert zwischen 1997 und 2009 konsequent dieses Segment seiner Sammlung aufgebaut. Damit ist die Sammlung die weltweit einzige, die das gesamte Editionswerk Sigmar Polkes beinhaltet. Die Sammlung wurde seit 2009 in verschiedenen, internationalen Institutionen präsentiert, u.a. im Oldenburger Kunstverein (2010), dem MASP Kunstmuseum aus São Paulo (2011), dem Museum für Gegenwartskunst Siegen (2013) sowie dem Museum Les Abattoirs in Toulouse (2014).
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    Berlin Daily 17.10.2017
    MOVES#159 Nadja Abt
    20.30 Uhr: »Seafarers – Seefrauen« mit szenischer Lesung, Filmscreening und Postern
    Image Movement | Oranienburger Str. 18 | 10178 Berlin

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