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Ephraim-Palais

Hauptstadtfußball

Themenausstellung



Zuschauerandrang am Eingang des Deutschen Stadions vor einem Fußballspiel, 3. Mai 1931
© Hertha BSC


Am 25. Juli 2017 feiert der traditionsreiche Berliner Fußballverein Hertha BSC seinen 125. Geburtstag. Für das Stadtmuseum Berlin ist das Jubiläum ein willkommener Anlass, sich mit einer Sonderausstellung im Museum Ephraim-Palais dem facettenreichen Thema „Hauptstadtfußball“ zu widmen. Rund um die Geschichte von Berlins prominentestem Club können Fußballbegeisterte und Kulturinteressierte dort packende Kapitel der Berliner Sport- und Stadtgeschichte nacherleben. Mit dieser Ausstellung öffnet sich das Stadtmuseum Berlin, wie in der Zukunftsstrategie angekündigt, nun erstmals auch populärkulturellen Themen.

Die Ausstellung erzählt chronologisch in elf Kapiteln die Geschichte des Berliner Fußballs und die von Hertha BSC vor dem Hintergrund der Stadtgeschichte. Im Mittelpunkt stehen rund 125 Originalobjekte von den 1870er Jahren bis heute mit Bezug zum Berliner Fußball. Neben Objekten aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin sowie Leihgaben anderer Institutionen sind Schätze privater Sammler zu sehen, die durch einen öffentlichen Aufruf bereits im Vorfeld der Ausstellung zusammengetragen wurden. Zahlreiche Fans haben sich hier mit Vorschlägen für die Ausstellung beteiligt.
„Hauptstadtfußball“ richtet sich in erster Linie an alle Fußballbegeisterten. Die drei zentralen Ausstellungsräume sind deshalb den Akteuren außerhalb des Spielfelds gewidmet. Unter der Überschrift „Unser Verein – mein Verein“ geht es um Emotionen und die Leidenschaft der Fans für ihren Verein, die von der Vorbereitung bis zum Ende der Ausstellung aktiv einbezogen sind. Ein besonderes Highlight stimmt das Publikum bereits im Treppenhaus des Museums auf die Ausstellung ein: In gemeinsamer Arbeit haben Hertha-Fans das Treppenoval mit ihren Zaunfahnen geschmückt. Im Salon im Erdgeschoss des Museums erwartet die Besucherinnen und Besucher das nachempfundene Ambiente originaler Wohnungen von Hertha- und Union-Fans. Hier kann man sich am Kickertisch die Bälle zuspielen.


Hanne Sobek als Nationalspieler im Kopfballduell mit einem österreichischen Verteidiger in seinem achten Länderspiel, 1931
© ullstein bild


Die Sonderausstellung stellt Fragen wie: Was ist so besonders am Berliner Fußball, was an Hertha BSC? Wie wurde Fußball in Berlin zum Volkssport, und wie wirkte sich die deutsche Teilung auf den Hauptstadtfußball aus? All dies historisch zu beantworten und in der Gegenwart zu diskutieren ist die Aufgabe der Ausstellung. Somit orientiert sie sich immer am Doppelpass zwischen Stadt- und Fußballgeschichte. Im dritten Obergeschoss wird zudem in die Zukunft des Fußballs geschaut. Welche Auswirkungen haben Digitalisierung und soziale Medien und wie sieht eigentlich der Fan der Zukunft aus?

Heute ist die in West-Berlin beheimatete Hertha die Nummer eins der Hauptstadt, gefolgt vom Ost-Berliner Rivalen 1. FC Union Berlin. Doch die Berliner Fußball-Landkarte setzt sich aus mehr als 400 Vereinen zusammen, bevölkert von über 140.000 Mitgliedern des Berliner Fußball-Verbands und gesprenkelt von zahllosen Bolz- und Kunstrasenplätzen sowie Fankneipen aller Bundesliga-Clubs. Natürlich spielt die Beziehung zwischen Hertha und Union in der Ausstellung eine besondere Rolle, bietet sie doch aufschlussreiche Einblicke in den Fußball in der geteilten und der wiedervereinten Stadt. Darüber hinaus werden wichtige Hertha-Protagonisten vorgestellt – von Hanne Sobek, dem einstigen Kapitän und Star der Hertha, über den jüdischen Mannschaftsarzt Dr. Hermann Horwitz bis hin zur brasilianischen Spielmacherlegende Marcelinho.


Die Hertha-Mannschaft, die 1906 die erste Berliner Meisterschaft für den Verein holte
© ullstein bild/Stahr


Ein vielfältiges Programm begleitet die Ausstellung, darunter Touren zu historischen Orten des Berliner Fußballs und Gespräche mit Hertha-Legenden. Auch übergeordnete Themen rund um den Fußball kommen zur Sprache. So wird in Talkrunden unter anderem über die gesellschaftliche Dimension des Sports diskutiert. Im Museumsshop des Museums Ephraim-Palais können die Besucherinnen und Besucher ausgiebig nach Fanartikeln stöbern.

Ein gemeinsames Projekt vom Stadtmuseum Berlin und Hertha BSC unter der Schirmherrschaft der Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie des Senators für Kultur und Europa.

MUSEUM EPHRAIM-PALAIS | Poststraße 16 | 10178 Berlin
Infoline
Tel. (030) 24 002-162 | info@stadtmuseum.de
Laufzeit
26. Juli 2017 bis 7. Januar 2018
Öffnungszeiten
Di, Do–So 10–18 Uhr | Mi 12–20 Uhr
Eintritt
6,00 / 4,00 Euro | jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei, angemeldete Schulklassen und Kinder/Jugendliche
bis 18 Jahre Eintritt frei

Tag der offenen Tür ANPFIFF | 26.07.2017 | 12 bis 20 Uhr | Eintritt frei

Öffentliche Führung
DOPPELPASS | jeden Sonntag | 16 Uhr
Eintritt: 11,00 / 8,00 Euro inkl. Museumsbesuch
Kuratorenführungen
TRAINERSTUNDE | jeweils Mittwoch | 18 Uhr
09.08. + 20.09. + 11.10. + 15.11. + 20.12.2017
Eintritt:
11,00 / 8,00 Euro inkl. Museumsbesuch
Talkrunden VIERERKETTE
| jeweils Freitag | 18 Uhr 01.09. + 06.10. + 03.11. + 01.12.2017 Eintritt: 5,00 Euro Webseite
hauptstadtfussball.berlin

Ephraim-Palais


Berlin Daily 18.11.2018
In der Reihe „Literaturhaus der Fotografie“:
14.00 Uhr: Ein Sternbild der Philosophie. Wolfram Eilenbergers „Zeit der Zauberer“, Mod.: Thomas Böhm (radioeins: Die Literaturagenten) im Rahmen d. Ausst Yamamoto Masao – Microcosm Macrocosm
Alfred Ehrhardt Stiftung | Auguststr. 75 | 10117 B

Berlin Daily 18.11.2018
Finissage mit Gabriela Torres Ruiz
16 Uhr: Eine Ausstellung im Rahmen des Monats der Fotografie: Gabriela Torres Ruiz – Silence
GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM | Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, Eintritt frei | Mo bis Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, So 11–15 Uhr

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