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Galerie im Tempelhof Museum

Stop and Go

Susanne Kienbaum, Hye Young Kim


Werkabbildung

Vernissage Donnerstag 19. April 2018, 19 Uhr, Einführung Matthias Reichelt
Ausstellungsdauer: 20.4. – 10.6.2018

Das Frauenmuseum Berlin bespielt die Galerie im Tempelhof-Museum vom 20.4. bis 10.6. mit einem Kammerspiel, bei dem es zum Zusammenklang der raumbezogenen, multimedialen Installationen von Susanne Kienbaum und der Malerei von Hye Young Kim kommt. Zu sehen sind Arbeiten, die die Suche nach einem ganz persönlichen Ort des Ankommens und des Zuhauseseins thematisieren. Dieser Erkundungsprozess wird nicht als Kontinuum, sondern als Entwicklung erlebt, die Momente des Innehaltens als notwendiges Element einschließt. Beide Künstlerinnen arbeiten auf sehr unterschiedliche Weise zum Thema »Heimat«. Der Begriff, der in den letzten Jahren schon fast inflationär aufgegriffen wird, bedeutet weit mehr als den physischen Ort oder den Wohnsitz, sondern ist als individuelle Verortung wie auch als Teil einer künstlerischen Selbstreflexion zu verstehen.

Susanne Kienbaum arbeitet mit den Räumen und Materialien, die sie in der jeweiligen Ausstellungssituation vorfindet. Sie bezieht sich in ihren Installationen, Videos und Objekten auf gesellschaftlich relevante Themen und bezieht dabei persönlichen Fragestellungen ein. Die eigens für die Ausstellung entstandene Arbeit Yellow Archive Of Poetic Relevance (YAPOR), besteht aus vier Kommoden mit jeweils 12 kleinen Schubladen, in denen Texte von unterschiedlichen Autoren die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland und unserer von Globalisierung geprägten Welt beleuchten.

Ausgangspunkt der Malerei der 1980 in Seoul geborenen Hye Young Kim sind Fotos und Collagearbeiten. Die meist gegenständlichen Fragmente verwandelt sie in imaginäre, surreale Räume. Sie thematisiert ihre Suche nach einer dauerhaften Bleibe, einem Zuhause. Nachdem in den ersten Jahren seit ihrer Ankunft in Berlin Rollpisten von Flughäfen in ihren Arbeiten zu erkennen waren, die die Zerrissenheit der Künstlerin zwischen dem Hier und Dort widerspiegelten, sucht sie in den hier gezeigten Bildern nach einem neuen, in Teilen noch unbekannten Leben in Berlin. Etwas Beunruhigendes läuft dabei immer mit. Das Bild Das Gewicht von Grün entwickelt einen geradezu ambivalenten Charakter zwischen heiler Welt und dunkel Bedrohlichem.

GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM
Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, Eintritt frei, Mo bis Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, So 11–15 Uhr
frauenmuseumberlin.de
Galerie im Tempelhof Museum


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