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museum FLUXUS+

PROSTITUTION OF SIGNS - Performance und Ausstellung

Costantino Ciervo



Costantino Ciervo (*1961 in Neapel, lebt und arbeitet seit 1984 in Berlin) ist ein international bekannter multimedialer Künstler. Er ist einer der vier zeitgenössischen Künstler, die in der Dauerausstellung des privaten Kunstmuseums an der Schiffbauergasse präsentiert werden. Anfang des Jahres wurde seine Lichtinstallation "The Ten Commandments" auf dem Schirrhof der Schiffbauergasse installiert und jetzt werden neue Arbeiten in einer Sonderausstellung im atrium des museum FLUXUS+ zu sehen sein.

In der Potsdamer Ausstellung zeigt Costantino Ciervo ein neue Serie von Projektzeichnungen zu seiner monumentalen Videoinstallation mit dem Titel "Perversion of Signs". Die Medienpyramide mit 84 Monitoren wurde im Frühjahr 2009 im Museum CentrePasquArt in Biel (Schweiz) erstmals präsentiert. Eigens für die Potsdamer Ausstellung erstellt der Künstler darüber hinaus eine neue Videoinstallation mit 21 Monitoren und ebenso vielen alten Stühlen. Die Videoclips auf den 21 Monitoren nehmen Bezug auf das Thema "Perversion der Zeichen". Man sieht in den Videos Männer und Frauen unterschiedlichen Alters und verschiedener sozialer Herkunft, die dabei sind, unterschiedliche Piktogramme, Logogramme, Ideogramme und Symbole aus farbiger Zuckerschrift abzulecken und zu verschlucken. Die grafischen Zeichen beschwören Begriffe herauf, die verbunden sind mit der allgemeinen Existenz, wie zum Beispiel: Frieden, Gewalt, Religion. Und Zeichen, die das Leben in der heutigen Gesellschaft heraufbeschwört, wie etwa Sicherheit, Information, Kommunikation, Geld, Wirtschaft, Terrorismus, Demokratie, Markt.



Der Politikwissenschaftler Darrow Schecter beschreibt im neuesten Katalog die Intentionen Ciervos folgendermaßen: Es sei "ein Irrglaube, Macht als ungleich aufgeteilte homogene Einheiten eines metaphorischen Machtzentrums zu verstehen, das eine kleine Anzahl mächtiger Leute vor einer viel größeren Menge relativ Machtloser schützt. Und genauso problematisch ist es, sich Macht als unsichtbaren Kern hinter dem sichtbaren Äußeren eines metaphorischen Machtgebäudes vorzustellen. Ciervos Installationen lassen erkennen, dass die Oberfläche, im gerade angeführten Sinne, nicht die undifferenzierte äußere Erscheinung jenes Gebäudes ist. Er stellt das unmittelbar sichtbare Erscheinungsbild in Frage, indem er zeigt, dass wenn jemand etwas Köstliches oder Attraktives ableckt, das Sichtbare (Lächeln, Lachen) nur scheinbar mit der sprachlich vermittelten Idee (Lust, Freude, Erfolg) verschmolzen ist. Um genauer zu sein, erzeugt Macht ein beeindruckendes Bild von Harmonie und Deckungsgleichheit zwischen Sehen und Denken, doch Ciervos Installationen zwingen den Betrachter, die Bedingungen und die Wirklichkeit dieser sichtbaren Harmonie zu hinterfragen."

Der Kunsthistoriker Heinz Stahlhut spricht im gleichen Zusammenhang in Bezug auf Ciervos Installationen von einer "subversiv-anarchische(n) Kraft einer bei der Domestizierung des Körpers verdrängten Wahrnehmungstätigkeit", die der Künstler einsetzt gegen die "schleichende Vereinnahmung des Sehens zugunsten der Profitmaximierung."

Auch die Performances des Künstlers sind komplexe Inszenierungen mit Gruppen von Darstellern. So auch die sinnlich vielfältig ansprechende Performance "PROSTITUTION OF SIGNS", welche zur Vernissage am 4. September aufgeführt wird. Die Ausstellung "PROSTITUTION OF SIGNS", in der Projektzeichnungen käuflich erworben werden können, läuft bis Ende Januar 2010. Ab Herbst 2009 wird ein Dokumentationsvideo der Eröffnungsperformance im Museum zu sehen sein.

Abbildung: Costatino Ciervo, "Visible-Invisible", 2009, 20-Kanal Videoinstallation

Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun
fluxus@bsm-excursion.de oder (0)331 60 10 89 22

Mit freundlichen Grüßen
Ihr museum FLUXUS+

BSM excursion GmbH & Co. art + life KG
Schiffbauergasse 4F, 14467 Potsdam

Fon: (0331) 601089 - 0
Fax: (0331) 601089 - 10
E-Mail: info@fluxus-plus.de
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