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Kommunale Galerie Berlin

Doppelter Bogen

Susanne Ruoff, Elisabeth Sonneck


Susanne Ruoff: o.T.(2)

Das Frauenmuseum Berlin e.V. stellt mit der Ausstellung in der Kommunalen Galerie Berlin zwei Berliner Künstlerinnen vor, die neue Sichtweisen außerhalb der traditionellen Gestaltung und Präsentation in ihrem jeweiligen Metier eröffnen.

Die Bildhauerin Susanne Ruoff bespielt mit ihren Arbeiten aus Holz die Wand. Die leichten Linien formieren sich so zu räumlichen Zeichnungen. Die Malerin Elisabeth Sonneck entwickelt ihre Malerei für den Galerie-Raum und geht mit ihrer konzeptionellen Farb-Installation aus Papierbahnen von der Wand auf den Boden.

Susanne Ruoff, geboren 1959 in Köln, studierte von 1981 – 1986 Malerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Bachmann. Schon während der Studienzeit entwickelten sich Susanne Ruoffs Arbeiten aus der Fläche heraus in die Dreidimensionaltät, zunächst als Collage, dann als Objekte aus gefundenen Materialen. Heute verarbeitet sie hauptsächlich Holz, wobei es meistens einfache Schalbretter sind, die in Formen geschnitten und zu neuen Kompositionen zusammengefügt werden.


Elisabeth Sonneck: ritardando, 2008

In der Ausstellung „Doppelter Bogen“ werden ausschließlich skulpturale Zeichnungen zu sehen sein. Die Arbeiten hängen an der Wand und dehnen sich gleichzeitig in den Raum aus. Sie bestehen aus dünnen, geschnittenen Holzstäben, die zu einer offenen oder geschlossenen Form zusammengefügt werden. Wie Linien auf dem Papier werden nicht nur mit den Stäben, sondern auch mit ihrem Schattenwurf Linien in den Raum und auf die dahinterliegende Wand gezeichnet. Es erscheinen die Umrisse einer Form, die den umgebenden Raum mit einbezieht.

Elisabeth Sonneck, geboren 1962 in Bünde / Westfalen studierte 1984-1988 an der Fachhochschule für Kunst in Ottersberg.
In den Projekten raumbezogener Malerei von Elisabeth Sonneck geht es, wie auch in ihren Leinwandarbeiten, um den Prozess der Entstehung von Farbtönen und ihre Wechselbeziehung untereinander. Die Farbtöne entwickeln sich dabei durch Annäherung in halbtransparenten polychromen Schichtungen, deren „Zwischentöne“ bei zunehmender Entfernung zu einem Farbton verschmelzen können.

In der aktuellen Ausstellung wird eine über die Raumlänge sich allmählich absenkende Farbfläche den Boden und die Fensterwand miteinander verbinden. Es ergibt sich eine langsame räumliche Verschiebung, die im Entlanggehen auch farblich eine andere Dynamik entfaltet als noch aus der Perspektive am Eingang des Raumes.

Am Sonntag, den 21.3.2010 um 11.30 Uhr findet in der Ausstellung ein Künstlergespräch statt.

Öffnungszeiten

Di-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr
Der Eintritt ist frei.

www.frauenmuseumberlin.de
www.susanne-ruoff.de
www.elisabeth-sonneck.de


Kommunale Galerie Berlin
Hohenzollerndamm 176
10713 Berlin
t 030 | 9029 16704
www.kommunalegalerie-berlin.de

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