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Egbert Baqué Contemporary Art

Ecce Simulacrum

Ivar Kaasik


Ivar Kaasik
Ecce Simulacrum
27. März bis 22. Mai 2010

"Als Simulacrum", so ist in Wikipedia zu lesen, "bezeichnet man ein wirkliches oder vorgestelltes Ding, das mit etwas verwandt oder ihm ähnlich ist. Der lateinische Ausdruck simulacrum leitet sich über simulo – Bild, Abbild, Traumbild, Spiegelbild, Trugbild – von simul (ähnlich, gleich) ab. Die Bedeutung kann abwertend gemeint sein, im Sinne eines trügerischen Scheins, sie kann aber auch positiv verstanden werden, im Rahmen eines Konzepts produktiver Phantasie". Nach Roland Barthes rekonstruiert ein Simulacrum seinen Gegenstand durch Selektion und Neukombination und konstruiert ihn so neu. Es entsteht eine "Welt, die der ersten ähnelt, sie aber nicht kopieren, sondern einsehbar machen will".

Für diese Ausstellung schöpfte Ivar Kaasik aus dem Motivfundus anderer Künstler, tummelte sich in den Bildwelten von Damien Hirst, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Chuck Close, Georgia O´Keefe, Jeff Koons und Eugène Leroy. Die Aneignung eines abstrakten fotografischen Motivs von Thomas Ruff ist in seiner völlig anderen Textur und Materialität als Malerei in Öl keine Kopie, sondern, wenn man so will, eine Variante der Appropriation Art. Gerhard Richters Betty blickt hier nicht, wie auf dem Original des berühmtem Malerkollegen, in ein offenes, unbestimmtes Irgendwo, sondern auf einen Ausschnitt von Richters 4900 Farben. Kaasik überpixelt ein Porträt wie Chuck Close und versetzt es zudem – wie den blühenden Kirschbaum und das pornographische Motiv – mit bunten Damien-Hirst-Punkten. Er amüsiert sich damit, sich an einem der schweren, pastosen Farbwirbel-Bilder à la Eugène Leroy zu versuchen, eine rosa Jeff-Koons-Schleife auf Leinwand zu bannen oder Orchideenbilder wie von der Hand Georgia O´Keefes zu malen, die jedoch schon durch ihre betörend-fleischliche Farbgebung und formale Gestaltung erotische Assoziationen erlauben.
Kunst heißt eben auch sinnliches Vergnügen. Oder ästhetischer Genuss - den weiß Ivar mit der ihm eigenen Virtuosität dem Betrachter zu bereiten.

Abbildung: Ivar Kaasik, Damien´s Daydream, 2009, Öl auf Leinwand, 75x85 cm
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