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Neue Arbeiten

Joachim Hiller


Für die diesjährige Ausstellung des 1933 in Berlin geborenen Joachim Hiller wurden neue Arbeiten noch nicht gezeigter Werkgruppen aus dem umfangreichen Fundus des Künstlers ausgewählt, die die Experimentierfreudigkeit und die frappierende Vielfalt seines einzigartigen Œuvres dokumentieren.

Die Ausstellung schließt an die bereits 2008 in der Walter Bischoff Galerie gezeigte dreiteilige Retrospektive mit Arbeiten des Künstlers aus vier Jahrzehnten an.

Stark von der intensiven Beschäftigung mit naturhaften Strukturen und Formgesetzen geprägt, benutzt er völlig ungewöhnliche, nicht selten von ihm selbst entwickelte Maltechniken. Abseits von bekannten Stilkategorien, führen diese Arbeiten in bislang unbekannte visuelle Regionen. Dabei versteht Joachim Hiller Malerei als einen Prozess, der ausdrücklich die Eigenschaften der von ihm verwendeten Materialien in die Gestaltung mit einbezieht.

Auszug aus dem Vorwort von Prof. Klaus Honnef zur Werksbiografie Hiller:

„Das Werden und das Machen, das Veränderliche und das Verwandeln von Materie in Form, der physisch-sinnliche Aspekt – der in der Kunstkritik und Kunstgeschichte gern vernachlässigt wird-, das Faktische und das Illusionäre stehen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander.

Joachim Hiller, 1933 in Berlin geboren, war nach dem Kunststudium in Berlin als Werbegrafiker und Artdirector in Frankfurt a.M. und Hamburg tätig. Seit 1969 jedoch widmet er sich ausschließlich seiner Malerei. Völlig abseits des Kunstbetriebs ist in über vierzig Jahren ein umfangreiches, vielgestaltiges Werk entstanden.
Seit Hillers Arbeiten 2006 erstmals öffentlich gezeigt wurden, haben sie international Aufmerksamkeit gefunden. Sie wurden in zahlreichen Ausstellungen und auf Kunstmessen u.a. in Köln, Karlsruhe, Zürich, Seoul, Santa Fe, San Francisco und Vilnius gezeigt.

Im Dezember 2010 sind seine Arbeiten im Chelsea Art Museum New York und 2011 im Museum Eremitage in St. Petersburg zu sehen.

Dr. Peter Lodermeyer ist Kunsthistoriker und Mitglied im Internationalen Kunstkritikerverband AICA. Seit 2007 beschäftigt er sich intensiv mit dem Gesamtwerk von Joachim Hiller und ist u.a. Autor der Werkbiografie Hiller, erschienen 2009 im arthellweg Verlag.

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