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Kunst-Raum im Deutschen Bundestag / Mauermahnmal

ATLASMACHER

Lutz Dammbeck


Am 19. April 2010 eröffnet Bundestagsvizepräsident Dr. h.c. Wolfgang Thierse im Kunst-Raum die Ausstellung "Atlasmacher" mit Werken von Lutz Dammbeck.
Atlanten gelten als Wörterbücher der Augenwissenschaften. Hergestellt werden sie vom Atlasmacher, der versucht, in der Vielfalt der Erscheinungen Muster zu erkennen, um so zur Norm hinter den Variationen vorzudringen.

Der Künstler Lutz Dammbeck nutzt ähnliche Techniken. Seit Anfang der 1980er Jahre arbeitet er am HERAKLES KONZEPT - einem Gesamtkunstwerk, für das er Fotografien, Zeitungsausschnitte und Archivalien unterschiedlichster Art sammelt, bearbeitet und zu einer "Archäologie der Erinnerung" zusammenfügt. Dabei sieht er sich als ein Monteur auf der Suche nach der "Leerstelle Herakles." Bei den Untersuchungen über die historischen wie aktuellen Konstruktionen der Figur führt er nach dem Prinzip der Montage nicht nur unterschiedliche Materialien, sondern auch Mythen, Leitbilder und Ideologien zusammen und interessiert sich für deren innere Zusammenhänge. In seinem Film "Das Netz" (2003) und bei Installationen wie "PARANOIA" (2006) und "Re_Re-Education" (2007) beschäftigte er sich u.a. mit der Rolle von Kybernetik, Sozialwissenschaften, Psychologie und neuen Technologien. In einer eigens für den Kunst-Raum entwickelten Installation ergänzt und erweitert er nun seine Recherchen um neue Themenfelder. Er fragt nach der Bedeutung dieser Wissenschaften und Technologien für die Neuformierung von Gesellschaft, konkret im Rahmen der sogenannten "Re-Education" im Westen Deutschlands nach 1945.

Die Ausstellung zeigt insofern kein Endresultat, sondern fixiert einen Ausschnitt aus einem offenen Rechercheprozess. Sie entstand in Zusammenarbeit mit den Zoologischen Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg.

Lutz Dammbeck, geb. 1948, Professor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, ist mit der Installation "Herakles-Notizen" im Kunst-am-Bau-Programm des Reichstagsgebäudes vertreten.

SONDERVERANSTALTUNG am 26. Mai 2010 um 19 Uhr:
Radikale, Krieger und Gelehrte.
Die Geburt der Gegenkultur aus dem Geist des Geheimdienstes? Intellektuelle Genealogien im frühen Kalten Krieg

Vortrag von Dr. des. Tim B. Müller, Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und Autor eines Buches zu diesem Thema (erscheint im Herbst 2010 in der Hamburger Edition). Anschließend Podiumsdiskussion mit dem Künstler Lutz Dammbeck und der Historikerin Prof. Dr. Gabriele Metzler, Humboldt-Universität zu Berlin

20. 04. - 11.07.2010
Dienstag bis Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr

Der Eintritt ist frei


Abbildung: Foto: aus "Atlasmacher" von Lutz
Dammbeck © Lutz Dammbeck/ Bertram Kober

Kunst-Raum des Deutschen Bundestages im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Zugang über die Spree-Uferpromenade
Schiffbauerdamm
10117 Berlin
Tel: 030 - 227 32027
kunst-im-bundestag.de



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