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Galerie Wedding

Die andere Seite

Rainer Fest



Hier und dort, positiv und negativ, Geometrisches und Gewachsenes, Statisches und Fließendes: in Rainer Fests Arbeiten vereinen sich Gegensätze in konzentrierter, kraftvoller Form. Sie verbinden die eine Seite mit der „anderen“, in Stein, in Holz, in Beton. Der Bildhauer, von dem alleine in Berlin fünf Arbeiten im öffentlichen Raum zu sehen sind, der Raum und Weite braucht, der gerne mit Findlingen, mit Granit, Basalt oder Labrador arbeitet, wuchtig und großformatig, ist auch in seinen kleineren, in der Galerie Wedding ausgestellten Arbeiten ebenso überzeugend, ebenso in den Bann ziehend.



Rainer Fest arbeitet mit architektonischen Elementen. Mit Treppen, Häusern, Brücken. Symbole menschlicher Notwendigkeit und Sehnsucht nach einem Zuhausesein, als Bindeglied zwischen dem Heute und dem Gestern, dem Oben und Unten, dem Hier und der Anderswelt. Der Mensch in seinem Mikrokosmos, aus materialisierter Erdgeschichte, dem Stein, herausgearbeitet, Teil von ihr und doch ohne ihren „Träger“ nicht denkbar. Ein Träger, dem der Bildhauer Respekt zollt, indem er trotz – oder durch seine – Bearbeitung versucht, auf den ursprünglichen Zustand zu verweisen um eine neue Einheit zu erzeugen. Denn jeder Stein ist einzigartig, ist Produkt eines Jahrtausende währenden Entwicklungsprozesses, geformt von Naturgewalten, von gigantischen Erdbewegungen, Zeugen des Werdens unserer Welt, lange vor unserer Zeit.



Neben dem Stein spielt Holz eine größere Rolle in dem künstlerischen Schaffen von Fest, der schon auf vielen großen internationalen Ausstellungen vertreten war. Holz, mit dem alles bei seiner Ausbildung in Finnland an der Kunstgewerbeschule Jurva zum Kunsttischler begann, bevor er in Bremen mit dem Studium der Bildhauerei anfing. Die kleineren und größeren Holzobjekte zeugen im Gegensatz zu den Steinen fast immer von Handwerkskunst und ihrer Nähe zum Möbeldesign und sind auch in ihrer Botschaft eindeutiger. Davon zeugen alleine Titel wie „Der Wunschtisch“ oder „Gespräch mit den Ahnen“. Sind die Steine noch zurückhaltender und ziehen allein durch ihre Präsenz meditative Aufmerksamkeit auf sich, fordern diese Arbeiten den Betrachter unverhohlen auf Platz zu nehmen, Halt zu machen und mit der anderen Seite Kontakt aufzunehmen. Eine Seite, die genauso Teil unseres Leben, unseres Seins ist, wie es auch kein positiv ohne negativ gibt – und umgekehrt...

Kurator: Pantelis Sabaliotis

„Galerie Wedding - Kunst & Interkultur“
Bezirksamt Mitte von Berlin/ Bibliotheks- und Kulturamt
Müllerstraße 146/147
13353 Berlin
galeriewedding.de

Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag: 12.00 Uhr – 18.00 Uhr
Galerie Wedding




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