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Fruehsorge | Galerie für Zeichnung

Neue Arbeiten

Thomas Müller




Eröffnung der Ausstellung
Opening of the exhibition
THOMAS MÜLLER
NEUE ARBEITEN

am Freitag, den 15. April 2011 18-21 Uhr
on Friday, April 15, 2011 6-9 pm

Jan-Philipp Fruehsorge

Dauer der Ausstellung: 15.4.-3.6.2011
Duration of the exhibition: 15.4.-3.6.2011
Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 11-18 Uhr
Opening Hours: Tuesday-Saturday 11 am-6 pm

Wir freuen uns, die dritte Einzelausstellung des in Stuttgart lebenden Künstler Thomas Müller zu präsentieren. Als ausschließlich zeichnender Künstler nimmt Thomas Müller eine prominente Position in diesem Medium ein: seine Arbeiten wurden schon in den 90er Jahren im New Yorker Drawing Centre gezeigt, waren in den wichtigsten Zeichnungsausstellungen der letzten Jahre, wie z. B. der großen Bonner Überblicksschau des IFA ?Linea, Linie, Line" zu sehen und sind in zahlreichen wichtigen deutschen und internationalen Sammlungen präsent, wie z. B. der Kunsthalle Hamburg, Pinakothek der Moderne München, dem Kupferstichkabinett Berlin oder dem Centre Pompidou in Paris. 2010 war Müller für den renommierten ?Prix de dessin contemporain" der Fondation Guerlain nominiert.

Müllers Arbeiten erforschen Substanz und Wesen der Zeichnung und des Zeichenprozesses, der sich als Strich oder Spur auf dem Papier materialisiert, wobei die Linie hierbei nicht abbildet oder beschreibt sondern ganz im Gegenteilselbst zum Motiv und Gegenstand wird. Mit einer immensen Bandbreite an Materialen wie Kreide, Tusche, Öl- und Acrylfarbe, Kugelschreiber, Farbstiften und dem Bleistift erkundet er den Bildraum, füllt ihn partiell mit sparsamen Setzungen oder in dichten rhythmisierten Geflechten und wellenartigen Strukturen, die wie Ausschnitte aus einem unendlichen Kontinuum erscheinen.

Müllers Zeichnungen, die seit Jahren im kleinen wie im großen Format entstehen, folgen einem stetigen Fluss der Produktion, sind immer auch Reaktionen auf vorherige Arbeiten, Permutationen, Abwandlungen von Motiven und polare Antworten auf bereits Formuliertes. Sie sind polylinear im Sinne verschiedener Entwicklungslinien, die er parallel verfolgt und die sich gegenseitig befruchten können, aber auch abstoßen wie zwei starke Magnetfelder.

Müllers Arbeiten könnte man auch als Poetik oder Grammatik der Zeichenkunst beschreiben. Die Analogie zur Sprache mag an Wittgensteins berühmtes Diktum aus dem ?Tractatus Logico-Philosophicus" erinnern. ?Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." (Tractatus 5.6)

Es liegt ein neue Publikation vor, die in Zusammenarbeit mit dem Londoner Centre for recent drawings entstanden ist.

Wir möchten Sie noch auf folgende Messen hinweisen:

ART AMSTERDAM ´11
11. - 15. Mai 2011
Amsterdam RAI
http://www.artamsterdam.nl



THE SOLO PROJECT
15. - 19. Juni 2011
St. Jakobshalle Basel
the-solo-project.com

It is our pleasure to present the third solo exhibition of the Stuttgart based artist Thomas Müller. As an artist who exclusively focuses on the medium of drawing, Thomas Müller commands a prominent position in this field. In the 90s his work has been on show at the New York Drawing Centre and has been a part of the most important drawing exhibitions of the last few years, including "Linea, Linie, Line" - IFA´s (Institute for Foreign Cultural Relations) extensive drawing overview in Bonn. It is also present among numerous German and international collections, such as the Kunsthalle Hamburg, Pinakothek der Moderne München, the Kupferstichkabinett Berlin and the Centre Pompidou in Paris. In 2010 Müller was nominated for the Fondation Guerlain´s renowned "Prix de dessin contemporain".

Müller´s work explores the substance and nature of drawing and the drawing process itself, which materializes as a stroke or trace on the page and means the line doesn´t depict nor describe but becomes the subject matter itself. With an immense variety of materials such as chalk, ink, oils, acrylics, ballpoint pen, colour and led pencil, Thomas Müller explores the image space. This he partially fills with either minimal markings or dense rhythmically interwoven grids and wave-like structures, which appear as if they were extracts of an unending continuum.

Müller´s drawings, which have emerged for years in small and large formats have been created through a consistent flow of production; they always respond symmetrically to earlier creations by the permutation, modification of the motifs and polarization of the answers. His drawings are polylinear in the sense that they follow simultaneous paths of evolution, which Müller pursues in parallel and which can cross-pollinate but can also repel each other like strong magnetic fields.

One could also describe Müller´s work as the poetics or grammar of the art of drawing. The analogy to language can prompt Wittgenstein´s famous dictum from Tractatus Logico-Philosophicus: "The limits of my language mean the limits of my world" (Tractatus 5.6).

A new publication, produced in collaboration with the London Centre for recent drawings, is now available.

Jan-Philipp Fruehsorge
fruehsorge contemporary drawings

Heidestrasse 46-52
10557 Berlin

T +49 30 280 95282
F +49 30 70245702
M +49 175 275 1210

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