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Galerie Pariser Straße 6

Malerei und Reliefs

Joachim Hiller



Joachim Hiller, o.T., 2005, Acryl auf Leinwand, 110 x 110 cm

Einladung zur Vernissage und Ausstellung
Joachim Hiller. Malerei und Reliefs
Der Künstler ist anwesend.

Einführung von Richard Rabensaat, Berlin

am Freitag,
dem 14. Oktober 2011, um 19.00 Uhr

in der

Galerie Pariser Straße 6
Pariser Straße 6
10719 Berlin
Tel. +49(0)172 543 55 73
U-Bahnhof Spichernstr. (U9)
galerie-pariserstrasse6.de

Öffnungszeiten
Donnerstag, Freitag, Samstag
von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Ausstellungsdauer
14. Oktober 2011 bis 17. Februar 2012

Freies Spiel und Geometrie
Joachim Hiller schafft Bildwelten bar jedem Illusionismus
Von Richard Rabensaat

Schrundige Mauerreste finden sich auf den Bildern von Joachim Hiller, Faltungen, die an Gebirgslandschaften erinnern, Reliefs die eine Bruchlandschaft aus Glas und Sand fixieren, aufbrechende Eisflächen. Aber es sind keine naturalistisch gemalten Landschaften. Hiller konzentriert seine Kunst ganz auf die Fläche. Der Künstler verweigert sich der bildnerischen Illusion. Dies mag mit seinem fachlichen Hintergrund zusammen hängen. Der 78jährige Maler studierte zunächst an der Meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin, um dann als freier Grafiker zu arbeiten. Als solcher war er erfolgreich, entschied sich aber trotz einer Karriere als Art Director in Hamburg im Alter von 36 Jahren gegen die rein ökonomisch ausgerichtete Fixierung seiner Kreativität und wurde freier Künstler.
Neuere Arbeiten Hillers zeigen Fleckenfelder. Es könnten dichte Baumdächer im herbstlichen Wald sein. Grüne Flecken, orange farbene Felder, ein gelegentlich aufleuchtendes Blau könnten den Blick aus einem dichten Baumdach im Wald in den von Blättern verhangenen Himmel zeigen. Aber das sind Ideen und Assoziationen des Betrachters, denn der Maler gibt seinen Bildern keine Titel. Hiller beharrt darauf, dass er keinesfalls die Natur abbilde. „Ich male nicht die Natur, ich male wie die Natur“, erklärt der Künstler. Das Bild und die Idee vom Bild entsteht im Auge des Betrachters.
Die Art und Weise der Entstehung der Bilder Hillers nähert sich derjenigen der Natur an. In einem jüngeren Werkzyklus schüttete der Künstler Wasser auf einer Leinwand aus, ließ dieses teilweise trocknen, wusch es wieder ab, schüttete erneut und experimentierte mit den verschiedenen chemischen Abstoßungsprozessen zwischen den verwendeten Malmaterialien. Das Ergebnis sind kleinteilig strukturierte flächige Bilder, die einen Kosmos an vielgestaltig wimmelnden Einzelformen vor dem Betrachter aufspannen.
Hiller beteuert, dass bei allem zufälligen Moment, das bei der Entstehung der Bilder eine ganz erhebliche Rolle spiele, entscheidend die genaue Kenntnis und Beherrschung der verwendeten Materialien sei. Mit denen experimentiere er mittlerweile mehrere Jahrzehnte lang.
Dieses Wissen schlägt sich in der Dichte und Konzentration der Bilder nieder. Aus den zufälligen Schüttungen bilden sich Kumulationen, die an die Dichte von Himmelkörpern erinnern. Das Farbmaterial, der Trägerstoff und die Größenangabe sind hierbei die einzigen Informationen, die der Betrachter erhält.
Die frühen Öl- und Aquarellarbeiten zeigen Landschaften, beziehungsweise Landschaftsfragmente. Diese werden zunächst noch mit einem Rückbezug auf Cezanne ins Bild gebannt und zeigen die handwerkliche Souveränität Hillers. Bald aber beginnt der Prozess der Reduktion auf die elementare Dynamik der verwendeten gestalterischen Mittel. Experimente mit Acryl und Polyester bestimmen das Leinwandgeschehen. Glas und Sand werden appliziert. Aus Bildern die zunächst von der Materialstruktur bestimmt sich, entwickelt sich eine Bilderserie die Hiller als „gemalte Reliefs“ betitelt. Eine unendlich gefaltet Struktur aus geometrischen Elementen breitet sich ohne erkennbaren Horizont oder eine Fluchtperspektive auf der Leinwand aus. Pinselstriche sind nicht erkennbar.
Allen Arbeiten gemeinsam ist der intensiver Schaffensprozess, der teilweise naturhaft anmutet. Manche Bilder wirken wie von einem Zen-Meister in wochenlanger Konzentration in die Fläche gebannt. So wenig wie die Natur in ihrer gegenwärtigen Form entsprechend einem genau konzipierten Masterplan entsteht, sind die Bilder Hillers von vornherein durchgeplant. Der Zufall, die Offenheit für immer neue Schaffensmomente, das Spiel mit den Elementen sind der wesentliche Rhythmus, der die Arbeit Hillers prägt. An diesem kontrapunktischen Wechsel aus freiem Spiel und konzentrierter Ausformulierung lässt Hiller den Betrachter teilhaben.

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10719 Berlin
Tel. +49(0)172 543 55 73
U-Bahnhof Spichernstr. (U9)
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Öffnungszeiten
Donnerstag, Freitag, Samstag
von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Weitere Informationen zu Joachim Hiller:
www.hiller-kunst.de/
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