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Kommunale Galerie Berlin

STADTGRÜN (Malerei) und LANDNAHME (Fotografie)

Peter Lindenberg - Detlef Suske


Peter Lindenberg – STADTGRÜN
Versteckte Tiere und andere Naturalien
Malerei in Öl

Detlef Suske - LANDNAHME
Fotografie

Eröffnung: Sonntag, 26. Februar 2012 | 11 Uhr durch Bezirksstadtrat Klaus-Dieter Gröhler
Laufzeit: bis 04. April 2012
Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Öffnungszeiten:Di-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr. Eintritt frei

Freie Flächen in städtischen Ballungsgebieten sind ein rares Gut. Bei der Planung von Wohnbauten hat der Aspekt des persönlichen Grüns vor der Haustür gerade darum hohe Priorität. Leben in der Metropole mit dem eigenen Garten ist keine Utopie. Architekten überbieten sich mit Entwürfen für Hochhäuser mit integrierten hängenden Gärten und Gemüse-rabatten auf dem Dach. Berlin kann sich seiner Vielzahl von Seen, Grünanlagen und hohen Anzahl von Straßenbäumen rühmen. Das vorhandene Stadtgrün hat einen immensen Erholungsfaktor für die Bevölkerung, sei es der traditionelle Sonntagsausflug in den Park oder das Feierabendbier unter der Linde. Alljährlich wird die Nutzung der Parkanlagen in den Sommermonaten zum Zankapfel zwischen Verwaltung und Grillfraktion. Bei Eingriffen und Veränderungen an den Strukturen von öffentlichem Grün wird die Bevölkerung aktiv und kämpft für deren Erhalt.

Anlass für die Kommunale Galerie Berlin zwei Künstler vorzustellen, die beide den Verhältnissen vom Leben in der Stadt und in der freien Natur in ihren Werken begegnen.


Peter Lindenberg, Tiergarten, 2009

Peter Lindenberg

Für den Berliner Künstler Peter Lindenberg ist das natürliche Dickicht der grünen Oasen ein zentrales Bildmotiv. In seinen großflächig angelegten Bildern, z.B. Tiergarten mit 240 x 300 cm, spiegeln sich wildwuchernde Pflanzen und Bäume in der Wasseroberfläche und bilden so eine idyllische Enklave in der Stadt. Mit viel Ölfarbe baut er diese impressionistische Landschaft auf der Leinwand auf.

In der Serie versteckte Tiere, die Lindenberg seit 2010 fortführt, sind einzelne Lebewesen verborgen, die wie in einem „Suchbild“ auf ihre Entdeckung warten: Vögel, Frösche, ein Hase. Tiere, die ihre Lebensweise den Bedingungen ihrer urbanen Umgebung in Farbe und Lebensart angepasst haben, so wie die Nachtigall, die in der Stadt mittlerweile um einige Dezibel lauter singt als Artgenossen in der Provinz.

Obwohl Peter Lindenberg schon seit 1995 in Berlin lebt und arbeitet, hat ihn, wie er selbst immer wieder betont, die ländliche Umgebung seiner Kindheit geprägt:
„Auf dem Land aufgewachsen, habe ich sehr bald angefangen zu beobachten und zu malen:Die eigentümliche Landschaft der Lüneburger Heide, Menschen, Tiere und Architektur. Am stärksten haben mich insbesondere die Wälder beeindruckt. Das wechselnde Licht, die Strukturen, das etwas Unergründliche des Waldes. Hinzu kamen die Geschichten meines Großvaters, der Förster war.
Die Natur als zentrales Bildmotiv in meiner Malerei habe ich beibehalten, sie ist jetzt jedoch künstlicher, geometrischer oder architektonischer. Das begriffliche Gegensatzpaar „Romantischer Konstruktivismus“ ist ein Spannungsverhältnis, in dem ich von einem malerischen Extrem in das andere wechseln und damit einen sehr großen Bogen ziehen kann. Von kühl geometrischen Formen, die mich an die Felder zu Hause erinnern, zu frei komponierten Formen, die wie „Unterholz“ als Zeichen des Ungeordneten die Bildfläche fast chaotisch füllen und zu der Enge der Stadt, den vielen Menschen mit ihren unterschiedlichen Interessen.
In diesen „Unterholz“-Bildern sehe ich Tiere, die sich in der Struktur verstecken, sie sind für mich wie menschliche Stellvertreter, denkende Subjekte, Zeichen menschlichen Verhaltens, die in einer ungeordneten Zeit mit ihren Mitteln um ihr Leben kämpfen. Tarnung, langes Ausharren bei der Jagd oder der Nestbau für die Aufzucht der Jungen, sind nur einige Mittel, die es Tieren ermöglicht haben, ihre Art über einen langen Zeitraum zu erhalten. Daraus werden unterschiedliche Bildformen entwickelt. Die pastose Farbe ermöglicht es mir, neue und überraschende Bild-, Pflanzen- und Tierstrukturen zu formen. Mal farblich geordnet, dann wieder frei-chaotisch, jedoch immer auf der Suche nach des Bildes eigener Harmonie.“

Peter Lindenberg, 1965 in Braunschweig geboren, studierte von 1987-1994 an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig. Er lebt und arbeitet in Berlin.


Detlef Suske, Große Kehre 22, Großglocknerstraße, 2011

Detlef Suske

Die Alpen, früher gefürchtet und später romantisiert, sind das zentrale Bildthema in der Serie ‚Kehre 22’. Der malerischen Anziehungskraft der weiten, gewachsenen Landschaft steht der glatte Beton von Brücken über tiefe Täler und mäandernde Fahrbahnschleifen, wie in Großglocknerstraße von 2011, gegenüber.

Dienstleistungsgesellschaft und Globalisierung haben das Alpenbild radikal verändert. Heute in den Bergen ausgeübte Aktivitäten, früher undenkbar, sind Selbstzweck. Bergstraßen und Pässe, in alten Zeiten für Säumer Grundlage des Erwerbslebens und körperliche Herausforderung, ermöglichen - gut ausgebaut - jetzt die Zufahrt und den Blick auf ein pittoreskes Alpenpanorama. Die von den Bergen ausgehende Anziehungskraft bedroht so gleichzeitig ihre Existenz. Die für die Benutzung der Alpen entstandene Infrastruktur ist Ausgangspunkt und zentraler Bestandteil der Fotoserie ‚Kehre 22’ von Detlef Suske. Die Arbeiten sind während eines Atelieraufenthaltes im September und Oktober 2011 in Österreich (Gmünd/ Kärnten) entstanden.

In der Serie Antiken der Zukunft zeigt Detlef Suske die modernen Ortschaften urbanen Lebens in grellem Licht und Farbe und macht die Ödnis von Tiefgaragen, Bahnhöfen und anderen öffentlichen Räumen umso schmerzhafter bewusst.

Die Farbfotografien bilden uns vertraute Orte ab, die wir selten so wahrnehmen können, wie auf seinen Fotos. Denn sie sind selten so menschenleer, wie die bei Nacht aufgenommen Motive. Der Fokus liegt auf dem architektonischen Raum und seinen Strukturen, scheinbar losgelöst von der Funktion. Der anonyme Ort wird zu einem Gefüge von Linien, Formen und Farben - hier in Berlin oder anderswo.

Detlef Suske, 1963 in Dessau geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Von 2005-2007 studierte er an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin bei Prof. Ute Mahler.

Kommunale Galerie Berlin
Tel: 030 | 9029 24100
Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
info @ kommunalegalerie-berlin. de
kommunalegalerie-berlin.de
charlottenburg-wilmersdorf.de
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