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Kommunale Galerie Berlin

Schönheit des Kollektiven. Produktgestaltung in der DDR



Helga Niemann, Quietschtiere, 1979, Kunststoff, Privatsammlung Berlin, Foto: Wolfgang Binder

Wohl zum ersten Mal in einem westlichen Bezirk Berlins ist Produktgestaltung in der DDR Thema einer Ausstellung. Gezeigt werden rund 50 Dinge des Alltags – vom Spielzeug über Stapelgeschirr bis zu Werkzeug für Haus und Garten. Anhand von Begriffen aus dem Repertoire des Gestaltens und des Gebrauchs, wie „abstrakt“, „System“ oder „sinnlich-emotional“, zeigen die Gastkuratoren des Vereins form:ddr die Qualitäten der Produkte aus dem Osten: Sie sind oftmals verblüffend einfach gestaltet, variabel im Einsatz und zeichnen sich durch Langlebigkeit aus. Statt mit vordergründigen Effekten oder modischer Extravaganz zu prahlen, sprechen sie den Nutzer durch ihre natürliche Schönheit und Eleganz an – Ansätze, die auch für die Gestaltung von morgen wieder relevant werden könnten.


Margarete Jahny, Erich Müller, stapelbares Pressglassortiment „Europa“, 1964, Pressglas, Privatsammlung Berlin, Foto: Thomas Knoll

Die Ausstellung macht damit einen grundsätzlichen kulturellen Widerspruch in der DDR deutlich: Obwohl die gezeigten Dinge Ausdruck einer modernen Massengesellschaft sind, wie sie gerade auch in der DDR angestrebt war, hatten anspruchsvolle Designer dort immer einen schweren Stand. In den 1950er Jahren gab es unter dem Diktat der „Formalismusdebatte“ für moderne Gestaltung in der Tradition des Bauhauses kaum Chancen. Auch nach deren Rehabilitierung in den 1960er Jahren arbeiteten Designer vielfach im Widerstand gegen staatliche Bevormundung, Bürokratie, zunehmend veraltete Industrie und eine desolate DDR-Wirtschaft. Umso mehr lohnt der Blick auf das, was dennoch an vorbildlicher Gestaltung entstand.


Ludwig Zepner, Vase, 1964, Porzellan glasiert, Privatsammlung Berlin, Foto: Ingo Ohle

Zur Ausstellung bietet die Kommunale Galerie Berlin ein umfangreiches Begleitprogramm an. Dazu gehören neben Führungen der Kuratoren (zusätzlich: Führungen für Sehbehinderte) eine Exkursion in die „Neue Stadt“ Eisenhüttenstadt, sowie eine mehrteilige Matinée im Kino am Bundesplatz mit Spiel- und Dokumentarfilmen aus der DDR. Damit werden, ergänzend zur Produktkultur der DDR, Einblicke in die städtische Baukultur und die gelebte Realität in der DDR möglich.

Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr. Eintritt frei

Kommunale Galerie Berlin
Hohenzollerndamm 176
10713 Berlin
Tel: 030 | 9029 16704
Kommunale Galerie Berlin




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    Berlin Daily 25.11.2017
    Performances
    20.30 Uhr: by Tatsuru Arai / Luca De Rosso im Rahmen der Ausstellung Cybernetic Choreographies
    SPEKTRUM | Bürknerstr 12 | 12047 Berlin - Neukölln
    Infos über Workshop, s. Website

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