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Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

Kunst in Berlin 1933-1938. Verfemt. Verfolgt. Verboten.

Gruppenausstellung




Anne Ratkowski, Küchenstilleben mit Fisch, 1938/1940, © Andrew Duncan-Brown, Foto Kai-Annett Becker

Aus der Sammlung: Kunst in Berlin 1933-1938
Verfemt. Verfolgt. Verboten.
Beitrag zum Berliner Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“
30.01.–12.08.2013


2013 findet in Berlin das Themenjahr zum Gedenken an die fatalen Auswirkungen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft statt. Die Eckdaten beziehen sich auf den 80. Jahrestag der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 und auf die Novemberpogrome 1938.

Der enge, spießbürgerliche Kulturbegriff der Nationalsozialisten und ihr Wille zur Gleichschaltung der Gesellschaft ließen antiautoritäre und experimentelle Kunstformen nicht zu. Besonders die Vertreter der künstlerischen Avantgarde waren früh von der Verfemung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten betroffen.

Daher wurde über viele avantgardistische, aber auch jüdische oder ausländische Künstler ein Ausstellungs- oder gar Arbeitsverbot verhängt. Sie wurden aus öffentlichen Einrichtungen wie Akademien und Kunsthochschulen verdrängt. Ihre Werke wurden aus öffentlichen Sammlungen entfernt, in der Ausstellung „Entartete Kunst“ auf diffamierende Weise zur Schau gestellt, ins Ausland verkauft oder gar zerstört. Zahlreiche Künstler verloren in den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs ihr gesamtes Frühwerk.
Für viele Künstler und Architekten, die in der Weimarer Republik erfolgreich gewesen waren, bedeutete dies das Ende einer vielversprechenden Karriere. Nur wenige konnten nach Kriegsende noch an ihren beruflichen Anfang anknüpfen. Manche zogen aus dieser Beschränkung ihrer Möglichkeiten und Rechte die Konsequenz und gingen, sofern es ihnen möglich war, ins Exil oder zogen sich in die innere Emigration zurück. Andere konnten sich dem Zugriff der Nationalsozialisten nicht entziehen und wurden von ihnen in den Vernichtungslagern umgebracht. In jedem Fall stellte die Machtergreifung der Nationalsozialisten einen drastischen Einschnitt in die Existenz der meisten avantgardistischen Künstler dar.



Yva, Ohne Titel (Die Kreolin Ell´ Dura), um 1930, © erloschen, Foto: Kai-Annett Becker<

Ein Ort für verfemte Künstler

Seit ihrer Gründung 1975 sah es die Berlinische Galerie als eine ihrer vornehmsten Aufgaben an, Werke jener Künstler, Fotografen und Architekten für ihre Sammlung zu sichern, die aus unterschiedlichen Gründen durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten in ihrer Arbeit stark eingeschränkt wurden oder gar an Leib und Leben bedroht waren. Darüber hinaus erforscht die Berlinische Galerie, welche Werke der Sammlung ehemals in jüdischem Eigentum waren und NS-verfolgungsbedingt entzogen worden sind. Diese Aufgabe folgt nicht nur einer moralischen Verpflichtung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Sie ist auch ein Beitrag zur Erinnerungskultur in Berlin. Die Geschichte und die Wege einzelner Werke führen zu den Menschen, die der Kunststadt Berlin vor 1938 ihre Vielfalt geschenkt haben.

Als Hauptwerke und daher auch zumeist prominent in der Sammlungspräsentation vertreten sind Arbeiten von Max Beckmann, Nikolaus Braun, Otto Dix, Otto Freundlich, Naum Gabo, Raoul Hausmann, Hannah Höch, Issai Kulvianski, Jeanne Mammen, Ludwig Meidner, Erich Mendelsohn, Felix Nussbaum, Joachim Ringelnatz, Erich Salomon, Arthur Segal, Hans Uhlmann und vieler Anderer.
Doch neben diesen gab es zahlreiche andere Künstler, die mit Berufsverbot belegt, verfolgt, ins Exil getrieben oder gar umgebracht wurden und deren Schaffen durch diese „Kulturpolitik“ der Nationalsozialisten in Vergessenheit geraten ist.



Max Dungert, Selbstbildnis (mit Pfeife), undatiert, © nicht ermittelbar, Foto: Kai-Annett Becker

Im Gedenkjahr 2013 rückt die Berlinische Galerie in ihrer Sammlungspräsentation neben den bekannten auch die vergessenen und verfemten Künstler in den Fokus – wie Jankel Adler, Lou Albert-Lasard, Gottfried Heinersdorff, Rudolf Jacobi, Peter Lipman-Wulf, Anne Ratkowski und ihre Galeristen und Sammler sowie den Architekturkritiker Werner Hegemann.


Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
Tel. (+49) – (0) 30 789 02 834
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