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Deutsches Historisches Museum DHM

Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938




"Fort mit der roten Mißwirtschaft – wählt Deutsche Volkspartei", Wahlplakat der Deutschen Volkspartei zur Stadtverordnetenwahl, Entwurf: Otto Arpke/Erich Ludwig Stahl, 1919, © Stiftung Deutsches Historisches Museum

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums

Zum Themenjahr der Stadt Berlin präsentiert das Deutsche Historische Museum die Ausstellung „Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938“. Sie verbindet über 40 stadtweite Projekte von Museen, Gedenkstätten, Vereinen und Initiativen, die sich mit der Geschichte Berlins im Nationalsozialismus auseinandersetzen. Als Ausstellung mit freiem Eintritt schafft „Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938“ eine inhaltliche Klammer der teilnehmenden Projekte und dient als zentraler Zugang zum Themenjahr für Berliner und Berlinbesucher. Die Ausstellung zeigt anschaulich, wie die gesellschaftliche Vielfalt und kulturelle Avantgarde im Berlin der 1920er Jahre durch die Etablierung des Nationalsozialismus zerstört wurden. Jedes der beteiligten Projekte steht dabei exemplarisch für einen bestimmten Aspekt nationalsozialistischer Verfolgung. Erinnert wird an das kulturelle Schaffen jüdischer Künstler, Schriftsteller und Architekten, aber auch an „vergessene“ Orte wie beispielsweise das ehemalige SA-Gefängnis in der Papestraße.



Berlin im Zeichen des Wahlkampfs, 2. März 1933, © Stiftung Deutsches Historisches Museum

„Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938“ soll Ausgangspunkt für Erkundungen im Berliner Stadtraum sein. Die Besucher der Ausstellung bewegen sich in einer Art Stadtrundgang: Dabei werden ausgewählte Orte, wie der Kurfürstendamm, das Brandenburger Tor oder der Anhalter Bahnhof mit Themen verknüpft, die die Etablierung des Nationalsozialismus in Berlin – von der Machtübernahme von 1933 bis zum Novemberpogrom 1938 – schlaglichtartig beleuchten. Schlüsselbild für die „Gleichschaltung“ der Berliner Kommunalverwaltung ist das Rote Rathaus. Zahlreiche zeitgenössische Wahlkampfplakate illustrieren in der Ausstellung, dass die Propagandaformel vom „roten Berlin“ vor 1933 von rechten wie linken Parteien benutzt wurde.

Auch der Geschichte des Berliner Zeughauses wird Raum gegeben: In der Ständigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums wird eine Sonderausstellung den Bereich zur NS-Zeit ergänzen.

„Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933-1938“ entsteht in Kooperation mit der Kulturprojekte Berlin GmbH. Zur Ausstellung wird ein kostenloses Begleitheft in deutscher und englischer Fassung erscheinen. Geschichts- und Filmwerkstätten, Besucherführungen, eine Filmreihe im Zeughaus, Konzert sowie Fachgespräche begleiten die Ausstellung.



Ausstellungsführer zur Ausstellung, "Gesundes Leben - Frohes Schaffen", in Berlin 1938, © Stiftung Deutsches Historisches Museum

Ausstellungskuratoren Dr. Simone Erpel
Ausstellungsgestaltung Ulrike Bretschneider und Werner Schulte


BEGLEITPROGRAMM

VERANSTALTUNGEN

Buchvorstellung
28. Januar, 19 Uhr, Zeughauskino
Berlin 1933–1945. Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus
Gespräch mit den Autoren und Herausgebern Prof. Dr. Michael Wildt, Dr. Christoph Kreutzmüller und Dr. Simone Erpel
In Kooperation mit dem Siedler Verlag, Eintritt frei

Podiumsdiskussion
4. Februar, 19 Uhr, Zeughauskino
80 Jahre 1933 – Eine Weltstadt wird braun. Erkenntnisse der Geschichte – Problemfelder auch der Gegenwart?
Harald Asel, Inforadio, im Gespräch mit Dr. Simone Erpel, Kuratorin DHM, Dr. Christoph Kreutzmüller, Autor, u.a.
In Kooperation mit Inforadio (rbb), Eintritt frei

Konzert
14. Februar, 19 Uhr, Auditorium
Land des Lächelns oder Es wird schon wieder besser. Unerwünschte Künstler im Rampenlicht. Multimediale Collage von und mit Evelin Förster, am Piano: Matthias Binner
Eintritt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro | weitere Termine: 18. April, 19. September, 7. November

Film und Zeitzeugengespräch
20. Februar, 18 Uhr, Auditorium
Pagen in der Traumfabrik. Schwarze Komparsen im deutschen Spielfilm
Ein Film von Dr. Annette von Wangenheim in Zusammenarbeit mit dem WDR. Anschließendes Gespräch mit den Zeitzeugen Theodor Michael und Juliane Michael. Moderation: Katharina Oguntoye, Joliba. Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V.
Eintritt frei

Vorträge
13. März, 18 Uhr, Auditorium
Autoren der Publikation „Berlin 1933–1945. Stadt und Gesellschaft im Nationalsozialismus“ stellen ihre Beiträge vor.
Bjoern Weigel spricht über Kultur und Medien in Berlin, Christoph Bernhardt referiert zum Thema Wohnungsbau und Bauwirtschaft, Thomas Schaarschmidt beleuchtet die Mobilisierung der Bevölkerung für den Krieg. Moderation: Dr. Christoph Kreutzmüller, Humboldt-Universität zu Berlin
Eintritt frei

Buchvorstellung
27. März, 18 Uhr, Auditorium
Luftangriffe auf Berlin
Gespräch mit den Autoren und Herausgebern Prof. Dr. Laurenz Demps und Prof. Dr. Uwe Schaper, Moderation: Dr. Christoph Links
In Kooperation mit dem Ch. Links Verlag, Eintritt frei
weitere Infos zum Begleitprogramm zeitnah unter: dhm.de/begleitprogramm

FILMPROGRAMM
Das Zeughauskino zeigt im Februar und März mit der Reihe „Zeitbild Berlins“ deutsche Spielfilme, die zwischen Ende der 1920er Jahre und Anfang der 1940er Jahre entstanden sind und die als Zeitbilder Berlins verstanden werden können. Thematische Brücken verknüpfen Produktionen aus der Zeit vor und nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933. Sie laden dazu ein, die Filmkulturen der Weimarer Republik und des „Dritten Reichs“ zu vergleichen und die Auswirkungen wahrzunehmen, die die nationalsozialistische Diktatur auf das Leben in der Hauptstadt und ihre Darstellung im Film hatte.
zeughauskino.de

Zu der Ausstellung wird außerdem ein umfangreiches Führungs- und Vermittlungsprogramm angeboten, siehe:
dhm.de/zerstoerte-vielfalt

Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2 | 10117 Berlin
Telefon 030/20304 – 444
Fax 030/20304 – 543
dhm.de/zerstoerte-vielfalt

Deutsches Historisches Museum DHM




    Berlin Karte Galerie Ausstellungen

    Berlin Daily 24.11.2017
    Hybrid Encounters. Kunst trifft Wissenschaft
    19 Uhr: Auftaktveranstaltung: Performance & Gespräch mit Siobhan Davies (Choreografin) und Prof. Dr. Arno Villringer (Neurologen)
    Probensaal, Bundesallee 1-12, 10719 Berlin

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