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Verein Berliner Künstler

ace and acid , trigger and trace

Peter Möller



Peter Möller, 3Raum_oui, copyright Peter Möller

Peter Möller ist Preisträger des Benninghaus-Kunstpreises VBK 2013, der am 11. Oktober 2013 durch die externe Fachjury 2013, bestehend aus Frau Dr. Dorothea Kolland, Frau Dr. Kyllikki Zacharias und Frau Dr. Sabine Ziegenücker für die Zeichnung Cafe Coppenrath aus seinem aktuellen zeichnerischen Projekt „Inventur einer Innenstadt“ prämiert wurde.

Der Zeichner und Bildhauer Peter Möller hat sich ausgehend von seiner Ausbildung zum figürlichen Bildhauer in den neunziger Jahren fortwährend mit weiteren künstlerischen Ausdrucksformen auseinandergesetzt und hat damit einerseits auf veränderte Anforderungen künstlerischer Wirkungfelder reagiert und ist andererseits seinem Interesse am Experiment gefolgt und dem Bedürfnis nach Erweiterung seiner künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Aktuell steht dabei die zeichnerische Erforschung insbesondere von städtischen Lebensräumen und ihrer Bewohner im Vordergrund, wie auch die Besetzung und Interpretation von Orten mittels der Installation. Dabei geht Peter Möller stets mit dem genius loki um.

In seiner Einzelausstellung unter dem Titel >ace and acid, trigger and trace< zeigt der Künstler einen Querschnitt von Arbeiten aus allen Werkphasen mit dem Schwerpunkt Zeichnung. Den jüngeren ortsbezogenen Recherchen werden dabei figürliche Zeichnungen bzw Porträts aus älteren und aktuellen Zusammenhängen gegenübergestellt, wobei das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Anonymität besondere Bedeutung zukommt. So porträtierte Möller innerhalb seiner jüngsten Stadtrecherche in Osnabrück 2013 das stämdig wechselnde Servicepersonal eines Bistros bzw Cafes (Servants of Mondo). Im Rahmen der BIG DRAW BERLIN 2013 zeichnete er Passanten, die den Projektraum an der Oranienstraße 171 zufällig besuchten und sich auf eine Sitzung für ein schnelles Porträt einließen. Mit ähnlichem Impuls hat Peter Möller 1999 alte Fotgrafien von verstorbenen Mitgliedern der Familie erforscht und als postmortale Porträts thematisiert, wie die Serie >drei Frauen<, die Schwestern zeigt oder das Porträt des Mädchens >Therese<. Dem darin aufscheinende Interesse am Memento Mori sind auch die fotografischen Porträts geschuldet, die den Künstler selbst in isolierten Inszenierungen zeigen. (Icelnadbride) Sie sind der raumgreifenden Installation OUI gegenübergestelltt, mit denen Möller situativ die Grenze zum Traumbild überschreitet und dne Betrachter in den Raum seiner eigenen irrationalen Ängste hineinzieht.


Peter Möller, Zeichnung, detail - cafecoppenrat, copyright Peter Möller

Die Fachjury 2013 sprach sich für die Zeichnung Cafe Coppenrath aus dem aktuellen zeichnerischen Projekt „Inventur einer Innenstadt“ des Künstlers Peter Möller als Preisträgerwerk aus, mit der Begründung:

„ ... In Aufsicht, mit dem Blick von Oben kartographiert der Künstler das Innenleben dieses Orts, ... Liebevoll und mit fast schon akribischer Genauigkeit misst Möller den einzelnen Gegenständen ihren Platz zu. ...Allein die Perspektive scheint sich diesem Streben nach geordneter Übersicht zu widersetzen. Sie dreht und bewegt sich spiralförmig, kreiselt von Innen nach Außen – oder umgekehrt? Die Sicht von Oben, die einen überblick, eine Position der Stärke suggeriert, gerät ins Schwanken. Die zahlreichen unterschiedlichen Perspektiven wechseln, Linien stürzen. ...Es ist aber nicht das expressionistische Theatrum Mundi, das die Welt mit Wucht und schnellem spitzen Strich explosionsartig aus den Fugen geraten lässt. Möller sucht auf seiner Bühne vielmehr immer wieder die Ordnung. ...Das Caféhaus sprengt die Grenzen der Kartographie durch den bewegten und doch bemüht präzisen Blick. Es ist der Versuch mit künstlerischen Mitteln eine andere Beschreibung jenseits von Google Maps und Navigationsgerät für unsere bis in den letzten Winkel vermessene Welt zu finden. ...Eine humorvoll-ironische Sicht wird auf den Versuch geworfen, hier mittels Inventur, Kartographie und präzisem Zeichenhandwerk eine metrische Ordnung zu etablieren. Die wird es nicht geben. ... Mehr noch, man ahnt, dass es womöglich gerade das Bemühen um Systematik ist, das die allgegenwärtige Unruhe verursacht....Es ist ein Blick von Innen nach Außen und von Außen nach Innen, ein Blick, der sich der gewohnten Lenkung, den Scheuklappen des „normalen“ Sehens widersetzt und der damit eine neue Maßeinheit für einen Raum und eine Sprache für dessen Atmosphäre entdeckt.... Gleichzeitig scheut sich der Künstler nicht, in diese Alltäglichkeiten auch Fragen nach Wertigkeit und Bedeutung von weltumspannenden Systemen aufscheinen zu lassen. Vergnügen und Ernsthaftigkeit, Humor und konzeptuelle Strenge liegen hier eng beieinander und scheinen eine künstlerische Metapher für die allgegenwärtige Suche nach Sinn und Ordnung in permanenter Bewegung gefunden zu haben.“ (Auszüge aus dem Laudatio der Jury am 11.10.2013)

>ace and acid, trigger and trace<

20. Februar - 16. März 2014

Eröffnung
19. Februar 2014, 19.00 Uhr


Begrüßung
Sabine Schneider
VBK Vorsitzende

Einführung
Dr. Dorothea Kolland

Künstlergespräch
01. März 2014, 18.00 Uhr
Moderation
Tiene Schumann

Verein Berliner Künstler
Schöneberger Ufer 57
D-10785 Berlin Tiergarten-Mitte

Fon 0049 - (0)30 - 261 23 99
Fax 0049 - (0)30 - 269 31 916
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