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"Psycho Sculpture"

Oliver Oefelein


Hartschaum-Dämmplatten kennt man aus dem Baumarkt. Und entsprechend würde man dieses werkmäßig hergestellte Produkt auch bloß in einem Kontext vermuten, der mit künstlerischer Gestaltung nicht viel zu tun hat. Ausgerechnet dieser unelastische, poröse Kunststoff ist jedoch das bevorzugte Material von Oliver Oefelein, der schon seit Jahren unbeirrt seine Skulpturen aus diesem Werkstoff modelliert. Mit einer Fräse rückt er den grellbunten Platten zu Leibe und schneidet seine plastischen Formen aus dem spröden Material. Im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit sind so im Laufe der Zeit regelrechte Urtypen entstanden. Und weil sich der Künstler für mehr als nur die äußere Form seiner Objekte interessiert, kann das plastische Grundmotiv immer neue Erscheinungsformen annehmen und in immer neuen räumlichen Konstellationen auftauchen. Da kommt es sogar vor, dass sich die Elemente einer Bodenskulptur durch mechanischen Antrieb in Bewegung setzen ("Schaumschläger", 2006) oder Stimmen in einem mit Dämmplatten als Zimmer gestalteten Raum den Besucher zur Konversation einladen ("Flüsterraum I", Förderkoje Art Cologne, 2001).

Oliver Oefelein entwickelt seine Kunst nicht aus dem Wesen des Materials heraus, sondern bürstet es sozusagen gegen den Strich. Es ist nicht die technische Eignung, die ihn zum Hartschaum greifen lässt. Eher interessiert er sich für die Ausdrucksqualität, die in dem Material steckt. Dabei spielt die Farbe (als Kategorie der Flächen-, Form- und Raumbildung) ebenso eine Rolle, wie die Wechselwirkung zwischen offenen und geschlossenen Volumen, Innen- und Aussenformen sowie transparenten und kompakten Oberflächen.

Für die Ausstellung "Psycho Sculpture" ist Oefelein noch einen Schritt weiter gegangen. Seine neusten Wand- und Bodenskulpturen sind allesamt von einer Acrylglashülle ummantelt. Die ist viel mehr, als bloß eine Doppelfassade, weil sie sich der Form der Hartschaumkörper anpasst und deren Kontur nachzeichnet. Die transparente Hülle hilft ihm, Leer- und Zwischenräume in seinen Arbeiten gezielt einzusetzen. Volumen, Gewicht und Masse werden durch optische Suggestion ersetzt. Und eben das macht die künstlerische Spannung aus. Dass nämlich - bei aller Verfestigung - die Beweglichkeit und die zufällige Formveränderung des verarbeiteten Stoffs erhalten bleiben.

Oliver Oefelein wurde 1963 geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Andrea Schmidt, im Mai 2007

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