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Haus am Lützowplatz


Haus am Lützowplatz
10 785 Berlin,
Lützowplatz 9
Telefon: 030-261 38 05

Internet: Haus am Lützowplatz
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vom 13.9.2018 | 19 Uhr bis 22.11.2018

Titel: November - Versuch über eine Revolution


Künstler: Gruppenausstellung
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Mariechen Danz, Statue for Gesticulation, 2010, Ausstellungsansicht: Love is colder than capital, Kunsthaus Bregenz 2013, Foto: Markus Tretter

Please scroll down for English version

Eröffnung: Donnerstag, 13. September 2018, 19 Uhr

Begrüßung:
Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann, Vorstand

Einführung:
Dr. Marc Wellmann, Kurator der Ausstellung

Mit Werken von:
Robert Barta
Julius von Bismarck
Mariechen Danz
Tracey Moffatt
Bettina Pousttchi
Katja Strunz


Kuratiert von Marc Wellmann

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Novemberrevolution, in deren Zuge sich Deutschland von einem monarchistischen Obrigkeitsstaat zu einer parlamentarischen Demokratie wandelte, zeigt das Haus am Lützowplatz eine Ausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Auswahl der Werke erfolgte in enger Abstimmung mit den beteiligten Akteuren im Hinblick auf das historische Narrativ, das mit Grundwerten wie der Einführung des Frauenwahlrechts sowie der Kunst- und Pressefreiheit, aber auch mit dem gewaltsamen Konflikt der deutschen Linken und dem späteren Versagen der ersten deutschen Republik verbunden ist.

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Julius von Bismarck, Den Himmel muss man sich wegdenken, 2014, Videostill, courtesy of the artist, VG Bild-Kunst, Bonn

Es geht bei dem Ausstellungsprojekt nicht um die Illustration von Geschichte, sondern um die Schaffung eines Resonanzraums zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in dem sich die Besucherinnen und Besucher als kritische Zeitgenossen verorten. Die ästhetische Anverwandlung historischer Vorgänge erfolgt in der Ausstellung in den drei Kapiteln „Erfahrung“, „Reflektion“ und „Partizipation“.

Die Ausstellung findet statt im Rahmen des von den Kulturprojekten Berlin veranstalteten Themenwinters 100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19.
100jahrerevolution.berlin/

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NOVEMBER – AN ATTEMPT ON A REVOLUTION

Opening: Thursday, 13 September 2018, 7 pm

With works by:
Robert Barta
Julius of Bismarck
Mariechen Danz
Tracey Moffatt
Bettina Pousttchi
Katja Strunz


Curated by Marc Wellmann

On the occasion of the 100th anniversary of the November Revolution, in the course of which Germany changed from a monarchist state under authority to a parliamentary democracy, the Haus am Lützowplatz is showing an exhibition of contemporary artists. The works were selected in close consultation with the actors involved with regard to the historical narrative, which is linked to fundamental values such as the introduction of the right to vote for women and the freedom of the arts and press, but also to the violent conflict of the German left and the subsequent failure of the first German Republic.

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Robert Barta, Crossing half a million stars, 2011-2018, 500000 Stahlkugeln, Durchmesser je 8 mm, Foto: Marc Wellmann

The exhibition project is not about illustrating history, but about creating a resonance space between past and present, in which visitors locate themselves as critical contemporaries. The exhibition´s three chapters „Experience“, „Reflection“ and „Participation“ deal with the aesthetic transformation of historical events.

The exhibition takes place as part of the 100 Years Revolution – Berlin 1918/19 theme winter organized by the Kulturprojekte Berlin.
100jahrerevolution.berlin/

Ausstellungsdauer: 14. SEPTEMBER - 18. NOVEMBER 2018

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 261 38 05
Fax: +49 (0)30 – 264 47 13
E-Mail: office@hal-berlin.de





vom 25. April 2018 | 19.00 Uhr bis 05.08.2018

Titel: Großes Gesichtsfeld


Künstler: Heiner Franzen
Werkabbildung
Heiner Franzen
Wartende Füße, 2016
2-Kanal-Videoloop


Eröffnung: 25. April 2018, um 19.00 Uhr

Begrüßung:
Dr. Simone Wiechers
Vorstand

Einführung:
Dr. Marc Wellmann
Künstlerischer Leiter

Der Künstler ist anwesend.


Ausgekleidet mit einem rosafarbigen Teppich, verlieren die zentralen Räume des Hauses am Lützowplatz alle Kanten. Der Besucher läuft wie über eine weiche, neue Haut. Stehen wir auf der Zunge, liegen wir im Bauch oder sind wir im Blickfeld eines Gesichts gelandet?

Werkabbildung
Heiner Franzen
Günter Netzer nach dem Elfmeter, 2014

Videoloop

„Großes Gesichtsfeld“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung Heiner Franzens in Berlin. Franzen ist bekannt für prozessuale Zeichnungen, Skulpturen, raumgreifende Installationen und Videoarbeiten, die sich inhaltlich wie formal mit der Geschichte des Bewegtbildes, von früher Animation bis zu Hollywood-Klassikern, auseinandersetzen.

„Großes Gesichtsfeld“ verwandelt das Haus am Lützowplatz in einen begehbaren Filmprojektor. Die Zeichnungen werden zur Verlängerung der Filme, die Filme zur Verlängerung der Zeichnungen, und der Raum zum bewegten Bild. Franzens Arbeiten haben keinen Anfang und kein Ende. So arbeitet Franzen seit Jahrzehnten an einem eigenen, offenen Werkbegriff.

In diesem spielen Mechanismen der Erinnerung eine besondere Rolle, und zwar sowohl der persönlichen wie der kollektiven. Franzens Motive befinden sich in ständiger Mutation. Aufblitzende Details aus Filmen oder Franzens cartooneske Figuren tauchen in immer wieder neuer Form und Materialität auf. So untersucht Franzen die Entgrenzung seines Materials, indem er es fortlaufend aktualisiert. Jedes Bild ist der Reflex eines anderen.

Werkabbildung
Heiner Franzen
Astronautenhose, 2013
Videoloop


Heiner Franzen, geboren 1961 in Papenburg, lebt und arbeitet seit 1989 in Berlin.
Studium an der HfK Bremen und an der UdK Berlin, Gastprofessuren an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (2012-2013) und an der Kunsthochschule Weißensee (2014-2016).

Künstlergespräch #1

Freitag, 27. April 2018, 12.30 Uhr
Marc Wellmann und María Inés Plaza Lazo im Gespräch mit Heiner Franzen

Künstlergespräch #2

Mittwoch, 16. Mai 2018, 19.00 Uhr
John Bock und Heiner Franzen im Gespräch
Moderation: Dr. Stefanie Heckmann

Kuratorenführung im Dialog

Mittwoch, 30. Mai 2018, 19.00 Uhr
Marc Wellmann im Rundgang durch die Ausstellung mit Marius Babias

Clips & Favourite Films

Mittwoch, 6. Juni 2018, 19.00 Uhr
Screeningvortrag mit dem Künstler

Ausstellungs- & Filmformate

Dienstag, 19. Juni 2018, 19.00 Uhr
mit Prof. Dr. Fabienne Liptay, Heiner Franzen und Olaf Stüber
Moderation: María Inés Plaza Lazo

Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag 11–18 Uhr
Montag geschlossen (außer an Feiertagen)

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin
Tel. +49 30 - 261 38 05
office@hal-berlin.de





vom 18.1. | 19 Uhr bis 08.04.2018

Titel: Der schwarze Hund trägt bunt


Künstler: Eckart Hahn
Werkabbildung
Eckart Hahn
Cocoon, 2015
Acryl auf Leinwand
70 x 50 cm
Privatsammlung


Eröffnung: Donnerstag 18. Januar 2018, 19 Uhr
Laufzeit: 19. Januar - 8. April 2018
hal-berlin.de/der-schwarze-hund-tragt-bunt/


Das Haus am Lützowplatz zeigt die erste Berliner institutionelle Einzelausstellung des Malers Eckart Hahn (*1971).

Eckart Hahns Werke strahlen trotz ihrer schwer zu enträtselnden Ab- und Hintergründigkeit eine geheimnisvolle Ruhe und Gelassenheit aus. Nichts erscheint in ihnen zufällig oder willkürlich. Es ist eine durchkomponierte und vom Künstler in allen Teilen beherrschte Bildwelt. Auf der Basis einer hohen handwerklichen Präzision werden die Motive in voller Ernsthaftigkeit und Detailgenauigkeit präsentiert. Eckart Hahn ist ein Virtuose in der Darstellung von Stofflichkeiten, verbunden mit einer subtilen Lichtführung, die den stumpfen und eher nüchternen Eigenschaften der Acrylfarbe bemerkenswerten Glanz abringt.

Werkabbildung
Eckart Hahn
One World, 2016
C-Print Lichtkasten
125 x 203 x 9 cm
Privatsammlung


Die Kompositionen sind meistens bühnenartig angelegt. Diese Bildform ermöglicht eine private, ja intime Begegnung mit den Motiven, die sich wegen ihrer Fremdartigkeit einem leichten Zugriff verwehren. Eckart Hahns Szenen gehorchen der Logik eines Kammerspiels, bei dem sich die Wirkung von neuartigen Dingkombinationen wie in einem stillen Drama entfaltet und dabei der Welt des Traums nahekommt, ohne jedoch surreal zu wirken.

Werkabbildung
Eckart Hahn
Papiertiger, 2016
Acryl auf Leinwand
100 x 130 cm
Privatsammlung, Tübingen


Zur Ausstellung, die im Anschluss noch in der Neuen Galerie Gladbeck(14.4.-15.6. 2018) und im Museum Villa Roth in Burgrieden (25.6.-3.10.2018) gezeigt werden wird, erscheint bei Distanz ein Katalogbuch:

ECKART HAHN. DER SCHWARZE HUND TRÄGT BUNT
Herausgegeben von Cai Wagner
Hardcover, 272 Seiten
ISBN 978-3-95476-221-7
Buchhandelsausgabe: 49,- Euro
Preis in der Ausstellung: 35,- Euro

Neben Beiträgen von Wolfgang Ullrich und Marco Hompes über das Werk Eckart Hahns vereint die Publikation insgesamt 55 Reflexionen zu einzelnen Bildern des Künstlers. Diese Texte wurden von Künstlerinnern und Künstler ganz unterschiedlicher Disziplinen verfasst, zu denen u.a. Judith Hermann, Charly Hübner, Silke Burmester, Mieze Katz, Yves Netzhammer, Roman Signer, Manfred Peckl, Katja Riemann oder Gerhard Polt zählen.

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
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vom 26.1. 2018 | 19 Uhr bis 04.03.2018

Titel: RECHTS


Künstler: Gruppenausstellung
Werkabbildung
Courtesy Haus am Lützopwlatz

Eröffnung: Freitag, 26. Januar 2018 um 19.00 Uhr

Begrüßung
Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter vom Haus am Lützopwlatz

Einführung
Raimar Stange, Kurator der Ausstellung


Mit Werken von:
Dellbrügge & de Moll
Peter Friedl
Shila Khatami
Daniel Knorr
Michaela Meise
Anna Meyer
Manfred Pernice
Stefanie von Schroeter
Silke Wagner
Zentrum für politische Schönheit

Die Ausstellung „Rechts“ versammelt künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedlicher Weise kritisch mit dem derzeit fast schon weltweit aktuellen Problem des Rechtspopulismus auseinandersetzen. Signifikant sind dabei die unterschiedlichen Grade an Komplexität, die diese künstlerischen Auseinandersetzungen – das Spektrum reicht von Malerei und Skulptur über Collage bis hin zu Konzeptkunst – hier formatieren. Ein einfacher Satz, eine bunte Bildergeschichte oder simple monochrome Farbflächen z. B. stehen da ein für die Möglichkeit, kritische Kunst fast schon plakativ zu strukturieren. Die Strategien der historischen Recherche, des semantisch aufgeladenen Modellbaus und der vielschichtigen Collage bringen dagegen die Optionen von scheinbar elaborierteren Formulierungen ins Spiel. Das so inszenierte Nebeneinander von den erst einmal entgegengesetzten Ästhetiken des, wenn man so will, Einfachen und Komplexen zeigt nicht nur, dass „mehrere Wege nach Rom“, also hin zu einer intelligenten Kritik am Rechtspopulismus, „führen“, sondern fragt vor allem auch, in wie weit die Kunst gelungene Beiträge zu einem intelligenten linken Populismus leisten kann, zu einem Populismus also, der eine adäquate Antwort auf den grassierenden Rechtspopulismus sein könnte.
(Text: Raimar Stange)

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Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel. +49 30 - 261 38 05
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Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag 11–18 Uhr
Montag geschlossen (außer an Feiertagen)





vom 30.11.2017 19–22 Uhr bis 07.01.2018

Titel: Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK Berlin


Künstler: Lisa Peters, Gary Schlingheider, Rafael Ibarra

Superwoman Lisa Peters

Die Meisterschülerinnen und Meisterschüler der UdK Berlin Lisa Peters, Gary Schlingheider und Rafael Ibarra haben in diesem Jahr den Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK Berlin gewonnen. Ab dem 30. November zeigen sie ihre Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung im Haus am Lützowplatz.

Lisa Peters, Jahrgang 1989, studierte Bildhauerei bei Christiane Möbus und zuletzt bei Ina Weber, bei der sie auch ihr Meisterschülerstudium absolvierte. Peters zeigt neben der fotografischen Arbeit „Superwoman", die in Zusammenarbeit mit Lisa Drost entstand, zwei Videoinstallationen, für die sie Freunde und Fremde vor die Kamera holte. Die beiden Arbeiten „wie es dir geht“ und „Solo" vermögen es, dem Betrachter Zugang zum Leben, zur
Personalität der Protagonisten zu verschaffen.


30MM Gary Schlingheider 2017

Gary Schlingheider, Jahrgang 1983, studierte Malerei bei Pia Fries und Gregory Cumins, absolvierte sein Meisterschülerstudium bei Christine Streuli. Schlingheiders plastische Arbeiten sind wie abstrakte Zeichnungen, die ihren Bildgrund verlassen haben, um als dreidimensionale Objekte eine erfahrbare Präsenz im Raum zu erlangen. Grundlegend für diesen Prozess ist die Auseinandersetzung mit alltäglichen Dingen. Trotz ihres skulpturalen Charakters thematisieren die Objekte auch wesentliche Fragen der Malerei, wie z. B. den Umgang mit Farbe, Form, Struktur und Rahmung.


Ophelia Rafael Ibarra 2017

Rafael Ibarra, Jahrgang 1986, hat bei Ólafur Elíasson und Bildhauerei bei Gregor Schneider und Tilman Wendland studiert. Bei Wendland schloss er zudem sein Meisterschülerstudium ab. Ibarra zeigt u.a. seine von Kindheitserinnerungen und Shakespeare-Stücken inspirierte, ephemere Arbeit „Ophelia“, die sich durch das von ihm eingesetzte Material Sand vom festen Schema der unbeweglichen Skulptur befreit. Ihren prozessualen Charakter entfaltet Ibarra in Form einer Performance, die er zur Ausstellungseröffnung zeigt.

Der Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK Berlin wird seit 1997 jährlich an jeweils drei herausragende Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Fakultät Bildende Kunst verliehen. Ziel ist es, eine Brücke zwischen der Universität und dem Kunstbetrieb zu schlagen. Mit dem Preis ist eine gemeinsame Ausstellung und ein eigener Katalog verbunden. Das Haus am Lützowplatz ist seit 2016 der institutionelle Partner dieses Ausstellungsformates.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 30. November 2017, 19–22 Uhr
Die Preisträger/-innen 2017 sind: Lisa Peters, Gary Schlingheider, Rafael Ibarra
Zur Eröffnung sprechen:
Prof. Martin Rennert, Präsident der UdK Berlin
Klaus Uwe Benneter, Vorstandsmitglied Haus am Lützowplatz
Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz
Während der Eröffnung findet eine Performance von Rafael Ibarra statt.


Haus am Lützowplatz
hal-berlin.de
Lützowplatz 9
10785 Berlin-Tiergarten

1. Dezember 2017 – 7. Januar 2018
Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag, 11–18 Uhr





vom 13.9. 2017 | 19 Uhr bis 19.11.2017

Titel: PROMETHEUS DELIVERED


Künstler: Thomas Feuerstein

Thomas Feuerstein, PROMETHEUS DELIVERED, 2017
Marmor, Schläuche, 210 x 140 x 60 cm
(Arbeitsansicht Oktober 2016)
© Thomas Feuerstein. VG Bild-Kunst, Bonn 2017


Eröffnung: Mittwoch, 13. September 2017, 19 Uhr

Es sprechen:
Alexandra von Stosch, Vorstand
Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter

Der Künstler ist anwesend!


Das Haus am Lützowplatz zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung des österreichischen Künstlers Thomas Feuerstein (*1968) in Berlin. Der an der Schnittstelle von angewandter und theoretischer Wissenschaft arbeitende Künstler verschränkt in seinen Projekten Episteme aus Philosophie, Kunstgeschichte und Literatur mit Biotechnologie, Ökonomie und Politik zu einem künstlerischen Narrativ, welches Fragen nach existentiellen Grundparametern und dem Ursprung des Lebens eröffnet.


Thomas Feuerstein, HOT AND DEEP, 2017
Edelstahl, Duroplast, 220 x 120 x 110 cm
© Thomas Feuerstein. VG Bild-Kunst, Bonn 2017


Ein wesentlicher Aspekt von PROMETHEUS DELIVERED ist die Dekonstruktion des griechischen Mythos über die menschliche Schöpferkraft und Hybris. Aus der Replik einer klassizistischen Marmorskulptur, die die Bestrafung des antiken „Feuerbringers“ zeigt – gefesselt an den Kaukasus, wird ihm von einem Adler seine täglich nachwachsende Leber aus dem Leib gerissen – werden durch chemoautolithotrophe Bakterien Nährstoffe für eine Kultur menschlicher Leberzellen gewonnen. Der komplexe Transformationsprozess, in dem sich anorganische Materie zu organischem Gewebe (Fleisch) verwandelt, vollzieht sich in einer raumgreifenden Laborinstallation, die einem mit großem Aufwand betriebenen Wirklichkeitsbegriff gehorcht. Feuerstein übersetzt den Prometheus-Mythos in einen (re)produktiven Zyklus, der zwischen dem menschlichen Körper und der Skulptur einen tatsächlichen materiellen Bezug herstellt.


Thomas Feuerstein, KASBEK, 2017
Bioreaktor, Pyrit, Chemolithoautotrophe Bakterien (Acidithiobacillus ferrooxidans), 260 x 100 x 75 cm
Biotechnologische Unterstützung: Institut für Mikrobiologie der Universität Innsbruck
© Thomas Feuerstein. VG Bild-Kunst, Bonn 2017


Die Ausstellung läuft vom 14. September bis 19. November 2017

Haus am Lützowplatz
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Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag 11–18 Uhr
Montag geschlossen (außer an Feiertagen)

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Haus am Lützowplatz (HaL) shows the first institutional solo exhibition of the artist Thomas Feuerstein (* 1968) in Berlin. The Austrian Vienna-based artist is working at the interface of applied and theoretical science and combines epistems from philosophy, art history and literature with biotechnology, economics and politics into an artistic narrative that opens up questions about existential basic parameters and the origin of life.

An essential aspect of PROMETHEUS DELIVERED is the deconstruction of the Greek myth about human creativity and hybris. From the replica of a classicist marble sculpture showing the punishment of the ancient “fire-bearer” – tied to the Caucasus, an eagle tears out his daily regrown liver – chemoautolithotrophic bacteria are used to obtain nutrients for a culture of human liver cells. The complex transformation process, in which inorganic matter is converted into organic tissue (meat), is carried out in a spatial laboratory installation that contains in its core a realistic concept. Feuerstein translates the Prometheus myth into a reproductive cycle, which creates an actual material relation between the human body and the sculpture.

Afterwards, the exhibition will be shown at the ERES Foundation in Munich.





vom 31.5.2017 | 19 Uhr bis 20.08.2017

Titel: Transaktionen - Über den Wert künstlerischer Arbeit


Künstler: Gruppenausstellung

Santiago Sierra
250 cm line tattooed on 6 paid people
Havana, Cuba, 1999 (Videostill)
© Santiago Sierra. VG Bild-Kunst, Bonn 2017


Eröffnung: Mittwoch, 31. Mai 2017, 19 Uhr

Begrüßung: Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann, Vorstand
Einführung: Dr. Marc Wellmann, Kurator und Künstlerischer Leiter HaL

mit Werken von:

Cercle d´Art des Travailleurs de Plantation Congolaise (CATPC) | Nadine Fecht | Ali Fitzgerald | Moritz Frei | Thorsten Goldberg | Christian Jankowski | Theo Ligthart | Michael Sailstorfer | Joshua Schwebel | Santiago Sierra | Jonas St. Michael | Pilvi Takala

Die Ausstellung läuft vom 1. Juni bis 20. August 2017


Nadine Fecht
ohne Titel (Phantomschmerz), 2015/16
rote pigmentierte Tusche auf Papier
290 x 550 cm


Wir sind an einen Punkt gekommen, wo der Markterfolg sämtliche Theorien ersetzt.“
(Michel Houellebecq, 2010)

Die Ausstellung versteht sich mit einem umfangreichen Begleitprogramm als Diskursplattform, um verschiedenen Aspekte der Beziehung von künstlerischen Praxen zum gegenwärtigen Finanzsystem zu beleuchten und zu hinterfragen. Ökonomische Aspekte haben die Produktion und Rezeption von Kunst stets begleitet. Doch noch nie scheint das Medium derart von den Kräften des Marktes überformt und getrieben worden zu sein. Kunst und Kapital gehen enge Komplizenschaften ein, auf deren Basis das westliche Produkt „Contemporary Art“ weltweit verbreitet wird. Gezeigt werden im Haus am Lützowplatz Werke, die die zugrundeliegenden kapitalistischen Tauschstrukturen reflektieren, aufdecken oder auch als Konzept in sich tragen. Unter welchen Voraussetzungen wird Kunst produziert? Wie wird sie verbreitet und wahrgenommen? Wer sind ihre Adressaten? Wie wird symbolisches Kapital produziert und bei der Wertfindung eines Kunstwerks berücksichtigt? Wie verändert sich Kunst im Kontext herrschender Aufmerksamkeitsökonomie? Muss man als Künstler kreativ sein? Welche Parallelen gibt es zwischen dem freien Künstler und dem freien Unternehmer? Ist die Perpetuierung der Gegenwartskunst Folge unseres Finanz- und Konsumsystems? Diese und andere Fragen stehen gleichsam zwischen den Werken im Raum. Die gezeigten Arbeiten werden darauf jedoch selbst keine Antworten geben, sondern das Denken herausfordern und vielleicht auch beschleunigen. Mögliche Widersprüche, die sich aus der Zusammen- und Gegenüberstellung der Werke ergeben, sind einkalkuliert.


Christian Jankowski
The Finest Art on Water, 2011
Video (1 x HD Cam, 1 x Blu-ray),
10 min, PAL, 16:9, color, sound, English (Stills)


Rahmenprogramm zur Ausstellung TRANSAKTIONEN

Politik
Donnerstag, 15. Juni 2017, 19 Uhr
Kunstgespräch mit Raimar Stange

Kritik
Donnerstag, 29. Juni 2017, 19 Uhr
Kunstgespräch mit Jeni Fulton

Gesellschaft
Donnerstag, 6. Juli 2017, 19 Uhr
Kunstgespräch mit Ellen Blumenstein

Fortschritt
Donnerstag, 20. Juli 2017, 19 Uhr
Kunstgespräch mit Holm Friebe

Kreativität
Samstag, 19. August 2017, 21 Uhr (im Rahmen der Langen Nacht der Museen)
Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Ullrich

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vom 6.4.2017 | 19 Uhr bis 21.05.2017

Titel: Dokumentarfotografie-Förderpreise 10 - Wüstenrot Stiftung


Künstler: Birte Kaufmann, Sara-Lena Maierhofer, Arne Schmitt, Kalouna Toulakoun

Birte Kaufmann, aus der Serie „The Travellers“, Ohne Titel, 2012, Copyright

Eröffnung:
Donnerstag, 6. April 2017, 19 Uhr

Es sprechen:
Dr. Maren Ziese
Vorstand, Haus am Lützowplatz

Dr. Marc Wellmann
Künstlerischer Leiter, Haus am Lützowplatz

Dr. René Hartmann
Wüstenrot Stiftung

mit Werken von:

Birte Kaufmann
Sara-Lena Maierhofer
Arne Schmitt
Kalouna Toulakoun

Seit mehr als 20 Jahren schreibt die Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang, Essen, den Dokumentarfotografie-Förderpreis aus. Der Preis wird an vier Preisträger/innen vergeben und ist jeweils mit 10.000,- € dotiert. Mit der Vergabe des Preises an Hochschulabsolventen/innen ermöglicht die Stiftung die Umsetzung eines freien Projekts im Bereich der Dokumentarfotografie. Die entstandenen Arbeiten werden in einer Wanderausstellung mit unterschiedlichen Ausstellungsstationen vorgestellt. Ausstellung, Begleitkatalog und Tournee sind Teil des Förderpreises und werden in vollem Umfang von der Wüstenrot Stiftung getragen. Hier ein Überblick zum Förderprogramm.

Die Ausstellung „Dokumentarfotografie Förderpreise 10“ der Wüstenrot Stiftung im Haus am Lützowplatz zeigt Arbeiten von AbsolventInnen unterschiedlicher Hochschulen, die 2013 ausgezeichnet wurden. Die Mitglieder der Jury waren: Florian Ebner (Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang, Essen), Kristina Hasenpflug (Ressortleiterin Kultur und Bildung, Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg), Margret Hoppe, (Fotografin und ehemalige Preisträgerin, Leipzig), Jürgen Nefzger (Dozent für Fotografie, School of Fine Arts, Clermont-Ferrand, Frankreich), Inka Schube (Kuratorin, Sprengel Museum, Hannover).

Zur Ausstellung ist ein Begleitkatalog mit den Arbeiten von Birte Kaufmann, Sara-Lena Maierhofer, Arne Schmitt und Kalouna Toulakoun sowie Essays von Kerstin Meincke (Kuratorin), Tom Holert (Kunsthistoriker und Kurator, Merz Akademie Stuttgart, AdK Wien), Lars Blunck (Kunsthistoriker, Kunstakademie Nürnberg) und Marion Froger (Kunsthistorikerin und Filmwissenschaftlerin, Université de Montréal) erschienen.

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Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag 11–18 Uhr
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vom 19. Januar 2017 | 19 Uhr bis 19.03.2017

Titel: Das was bleibt


Künstler: René Wirths
Eröffnung:
Donnerstag, 19. Januar 2017, 19 Uhr

Begrüßung:
Peter Senft, Vorstand

Einführung:
Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter


Werkabbildung
Atelieransicht, Foto: Eric Tschernow

René Wirths, geboren 1967 und aufgewachsen in Berlin, hat von 1992-1998 an der Berliner Hochschule der Künste (heute UdK) studiert, zuletzt als Meisterschüler von Wolfgang Petrick.

René Wirths ist bekannt geworden für eine neuartige Form des Stilllebens. Die mit Bedacht ausgewählten Gegenstände, die er als „Modell“ in sein Atelier holt, verwandeln sich dabei auf großformatigen Leinwänden zu eigentümlichen Bildobjekten. Sie zeichnen sich durch die strenge Auf- oder Profilansicht der Gegenstände, durch die bild- bzw. rahmenfüllende Komposition, durch den neutralen, „laborkalten Hintergrund” (Hanno Rauterberg), durch den bisweilen enormen Vergrößerungsfaktor sowie durch die verblüffende Detailgenauigkeit bei der Ausführung, die das jeweilige Ding zu einem auf Augenhöhe schwebenden Bildgegenstand werden lassen, aus. Die Malerei erscheint dabei als Medium einer Analyse über das Wesen bildlicher Repräsentation.

In der Ausstellung ist René Wirths zudem als Porträtist erlebbar. Beide Gattungen ergänzen und durchdringen sich in seinem Werk auf vielfältige Weise und gründen sich auf einen zutiefst sozial verstandenen Humanismus und den eigenen Körper als Medium der Wahrnehmung.

Der zur Ausstellung erscheinende Katalog wurde gemeinsam mit dem Kunstverein Bremerhaven herausgegeben. Preis in der Ausstellung: 9,- €

Werkabbildung
René Wirths, Clara-Zeichnung, 2009, Öl auf Leinwand, 140 x 200 cm. Courtesy: the artist.
Zur HaL Ausstellungsseite
Zum Facebook-Event
Zur Webseite des Künstlers/

Die Ausstellung läuft vom 20. Januar bis zum 19. März 2017.

Programm zur Ausstellung

Kuratorenführung im Dialog
Marc Wellmann im Rundgang durch die Ausstellung mit Renate Flagmeier, Leitende Kuratorin, Werkbundarchiv –Museum der Dinge
Donnerstag, 23. Februar 2017, 19 Uhr

Künstlergespräch
René Wirths und Marc Wellmann
Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr

Begegnungen
Im Rahmen der Ausstellung finden an sieben Samstagen öffentliche Porträtsitzungen statt. Für die Bildnis-Serie “Begegnungen”, die bereits mehr als 100 Arbeiten umfasst und auch Teil der Ausstellung ist, sucht René Wirths Projekt- bzw. Gesprächspartner an folgenden Terminen (jeweils 14–18 Uhr):
4. Februar 2017
11. Februar 2017
18. Februar 2017
25. Februar 2017
4. März 2017
11. März 2017
18. März 2017
Vorherige Anmeldung erforderlich unter office@hal-berlin.de
(mit weiteren Informationen zum Auswahlprozess)

Werkabbildung
René Wirths, Besteck, 2015, Öl auf Leinwand, 220 x 190 cm. Courtesy: the artist.

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin
hal-berlin.de
facebook.com/HaL.Berlin/

Tel. +49 30 - 261 38 05
office@hal-berlin.de

Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag 11–18 Uhr
Montag geschlossen (außer an Feiertagen)




vom 1.12.2016 | 19 Uhr bis 08.01.2017

Titel: Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK Berlin 2016


Künstler: Ayami Awazuhara, Aliénor Dauchez, Marlen Letetzki
Werkabbildung
Aliénor Dauchez, Sono un fumo, Keramik, Polyurethan, 12 x 10 x 10 cm, 2016

Eröffnung:
Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19 Uhr

Es sprechen:
Klaus Uwe Benneter,
Vorstandsmitglied Haus am Lützowplatz

Dr. Marc Wellmann,
Künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz

Prof. Martin Rennert,
Präsident der UdK Berlin

Während der Eröffnung findet eine Performance von Aliénor Dauchez statt.

Werkabbildung
Ayami Awazuhara, The colour orange is named after the fruit orange, Filmskizze, 2016

Die Preisträgerinnen 2016 sind:

Ayami Awazuhara (Klasse Pernice)
Aliénor Dauchez (Klasse Wendland)
Marlen Letetzki (Klasse Cumins)

Der Meisterschülerpreis des Präsidenten der Universität der Künste Berlin wurde 1997 ins Leben gerufen. Seitdem wird er jährlich an jeweils drei herausragende Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Fakultät Bildende Kunst verliehen. Ziel des Preises ist es, eine Brücke zwischen der Ausbildungsinstitution und dem Kunstbetrieb zu schlagen. Zum einen stattet er die Preisträgerinnen und Preisträger mit einem Katalog aus, zum anderen ist er verbunden mit der Möglichkeit die eigenen Arbeiten in einer Ausstellung zu präsentieren. Das Haus am Lützowplatz kooperiert bei der Ausstellung des Meisterschülerpreis des Präsidenten zum ersten Mal mit der Universität der Künste Berlin. Von 2012 bis 2014 war das Georg-Kolbe-Museum der institutionelle Partner dieses Ausstellungsformates.

Werkabbildung
Marlen Letetzki, unbenannt, Öl auf Schleiernessel auf MDF, 110 x 90 cm, 2015

Der Preis selbst wurde bereits am 2. Juni 2016 vergeben. Eine Fachjury wählte die drei Preisträgerinnen aus einer Ausstellung von neun Nominierten, die in der Quergalerie der UdK Berlin vom 1. bis zum 4. Juni 2016 zu sehen war.

Der Jury des Meisterschülerpreis des Präsidenten 2016 gehörten an:

Prof. Martin Rennert, Präsident der UdK Berlin
Prof. Mark Lammert, UdK Berlin, Fakultät Bildende Kunst
Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter, Haus am Lützowplatz
Dr. Julia Wallner, Direktorin, Georg Kolbe Museum
Joanna Kiliszek, Kunsthistorikerin, Berlin

Haus am Lützowplatz
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vom 14.9.2016 | 19 Uhr bis 20.11.2016

Titel: Die Legende des Künstlers und andere Baustellen


Künstler: Christian Jankowski

Christian Jankowski, Die Legende des Künstlers und andere Baustellen (Paris Bar), 2013, Acryl auf Leinwand, 394 x 700 cm. Courtesy: the artist.

Eröffnung: Mittwoch, 14. September 2016, 19 Uhr

Es sprechen die Kuratoren der Ausstellung:
Dr. Alexandra von Stosch, Vorstand
Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter


Wie werden Künstlerlegenden gemacht? Die Besucher der Ausstellung können dies selbst erfahren, denn inmitten großformatiger Kulissengemälde werden sie Teil der Inszenierung. Vor diesen Kulissen, die von Jankowski 2013 für das von Angela Richter am Schauspiel Köln inszenierte Stück „Kippenberger! – Ein Exzess des Moments“ entworfen wurden, hat Christian Jankowski ein neues Filmprojekt produziert, das acht Stationen im Leben von Martin Kippenberger nachspielt. Jankowski hat den Stoff gemeinsam mit einem Team aus Drehbuchautoren und TV-Formatentwicklern aus Singapur gestaltet. Ihn faszinieren die Unschärfen geschichtlicher Rekonstruktion im Reenactment-Format zeitgenössischer History-Sendungen, hier noch reflektiert durch die Perspektive eines anderen Kulturkreises.


Christian Jankowski, Chinese Whisper – Neue Malerei (Van Gogh I-X), 2015
10 paintings, oil on canvas, 41 x 32, 65 x 54, 61 x 49, 43 x 31, 59 x 49, 65 x 54, 42 x 32, 19 x 14, 42 x 32, 42 x 32 cm, 5 interpretations. Courtesy: the artist.


Einen medialen Zirkelschluss anderer Art vollzieht Jankowski in der Arbeit „Chinese Whispers – Neue Malerei (Van Gogh I–X)“ (2015), bei der der Künstler im Internet gefundene Tableau-Vivant-Selfies von Van Gogh-Selbstporträts von chinesischen Kopisten im Original-Van Gogh-Format auf Leinwand übertragen ließ. Die Auseinandersetzung des Künstlergenies mit sich selbst erlebt eine mediale „Flüsterpost“. Losgelöst vom Original zeigen die zehn Arbeiten deutlich, wie sich in der medialen Welt Rollen und Verantwortungen verkehren: Ruhm und Genie sind global verhandelbare Leihware.

Hier knüpft Jankowski mit einem Video-„Werbe“-Clip in eigener Sache an: In der Aneignung einer Videoarbeit von Chris Burden (1976) fügt Jankowski der Aufzählung einer Reihe der bedeutendsten Künstlergenies von da Vinci bis Picasso in selbstironischer Brechung nicht nur seinen eigenen Namen hinzu, sondern auch noch den lakonischen Kommentar: „Und später mal ein anderer Schlucker“. Der Werbeclip wird während der Laufzeit der Ausstellung in Berliner Programmkinos geschaltet.

Der Bezug zur im Titel genannten „Baustelle“ erfüllt sich konzeptionell in der „Großen Geste“ an der Außenfassade des HaL. Die farbigen Schriftzüge aus Aluminium wurden von Jankowski im Kontext des Kunst-am-Bau-Wettbewerbs des – immer noch im Bau befindlichen – BER-Flughafens entwickelt. Sie beziehen sich auf Slogans aus einem umfangreichen Dossier einer vom Bauherren beauftragten Agentur, in dem die Funktion der erwünschten Kunst unmissverständlich beschrieben war: „Ein wichtiger visueller und emotionaler Bezugspunkt“ wurde gesucht, „Die Kunst soll an dieser Stelle ein Zeichen setzen“. Jankowski zeigt die Beliebigkeit der Anforderungen für das Ortsspezifische der Installation und das Spielen mit Emotionen des „Transits“. Es wird zum Meta-Kunst-am-Bauprojekt, wenn er diese Arbeit für variable Orte und nicht nur für den neuen Flughafen verfügbar macht. Im HaL wird der Kunststandort Berlin zur Art Week thematisiert.


Simulation der „Großen Geste“ (2012) von Christian Jankowski an der Fassade des HaL unter Verwendung eines historischen Fotos des Gebäudes nach der Wiedereröffnung 1963 © Studio Christian Jankowski. Courtesy: the artist.

Diese Arbeiten verweisen auf die Zusammenhänge von geschichtlicher Konstruktion und der gesellschaftspolitischen Aneignung von Kunst: Die Legende des Künstlers und der öffentliche Raum erweisen sich als gesellschaftlicher Schauplatz von Projektionen, als „Baustelle“.

Die Ausstellung läuft vom 15. September bis 20. November 2016.

Veranstaltungen

13.10.2016 | 19 Uhr: Künstlergespräch mit Christian Jankowski

03.11.2016 | 19 Uhr: Kuratorenführung

Edition

Anlässlich der Ausstellung hat Christian Jankowski eine Siebdruck-Edition im Format DIN A1 aufgelegt, die über das Haus am Lützowplatz erworben werden kann. Drei Blätter in einer Kartonmappe, Auflage 20 (+ 5 AP + 5 EP), nummeriert und signiert: 900 €. Preis gilt nur während der Dauer der Ausstellung.

Weitere Informationen:
hal-berlin.de/service/editionen/

Weitere Informationen:
hal-berlin.de/ausstellung/christian-jankowski/

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Öffnungszeiten:
Di-So, 11-18 Uhr




vom 25.5. | 19 Uhr bis 16.10.2016

Titel: HaL Hofskulptur #1


Künstler: Reijiro Wada

HaL-Hofskulptur #1, Reijiro Wada, Drawing for "Portal Landscape", 2015

Mittwoch, 25. Mai 2016, 19 Uhr
Laufzeit der Präsentation: 26. Mai bis 16. Oktober 2016

Zur Einweihung der Skulptur “Portal Landscape” von Reijiro Wada im Innenhof vom Haus am Lützowplatz am laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Einführung
Marc Wellmann

Der japanische Bildhauer Reijiro Wada (*1977) eröffnet mit “Portal Landscape” ein neues Ausstellungsformat im HaL. Im jährlichen Rhythmus wird das gepflasterte Geviert im Hof als Plattform für eine Skulptur dienen, die dort während der Sommermonate unabhängig von anderen Projekten des Hauses ein Publikum erhält.

“Portal Landscape” ist eigens für diese Präsentation geschaffen worden und nimmt die Proportionen und Maße einer Pflasterung im Hofgarten des HaL auf. Die Skulptur besteht aus zwanzig doppelwandigen Glaspanelen, die von einer sternförmigen Rahmenkonstruktion gehalten werden. Zwischen den Glasplatten befindet sich ein Hohlraum, der auf gleicher Höhe mit Wasser befüllt wird und dadurch eine einheitliche Horizontlinie bildet, die alle Panele miteinander verbindet. Durch die Einwirkungen des Sonnenstandes und der sich verändernden Lufttemperatur verdampft das Wasser und kondensiert wieder an den Innenseiten der Scheiben. Durch diesen mikroklimatischen Prozess ist die Sichtbarkeit der Skulptur von einem permanenten Wandel geprägt. Die feste Materie der Rahmenkonstruktion und des Glases kontrastiert mit den ephemeren Qualitäten des Wassers als bildhauerisches Material. Entscheidend ist auch das Verhältnis des von den transparenten Glasscheiben umfassten Innenraums zu dem Raum der Betrachtenden außerhalb der Skulptur. Beide Bereiche sind kaleidoskopartig rein visuell miteinander verbunden, aber durch die Pforten aus Glas voneinander getrennt. Die Horizontlinie des Wasserstandes ist in der Syntax der Skulptur eine Grenze zwischen zwei Elementen. Ebenso bilden die Glasscheiben eine Barriere zu dem unerreichbaren Inneren der Konstruktion.

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Öffnungszeiten:
Di-So, 11-18 Uhr




vom 23.6.2016 | 19 Uhr bis 04.09.2016

Titel: Der feine Riss. Zeitgenössische Malerei auf dem historischen Feld


Künstler: Gruppenausstellung

Christoph Steinmeyer, Troy, 2014, Öl auf Leinwand, 180 x 180 cm, Courtesy Galerie Michael Janssen, Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Mit: Ernie Luley Superstar, Franziska Maderthaner, Nguyen Xuan Huy, David Nicholson, Axel Pahlavi, Deborah Poynton, Till Rabus, René Schoemakers, Christoph Steinmeyer und Alex Tennigkeit

Eröffnung Donnerstag 23. Juni 2016, 19 Uhr

Begrüßung:
Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann, Vorstandsvorsitzender

Einführung:
Dr. Marc Wellmann, Kurator der Ausstellung


Franziska Maderthaner, Europa vor dem Regen, 2016, Öl und Acryl auf Leinwand, 150 x 200 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Die Ausstellung „Der feine Riss – Zeitgenössische Malerei auf dem historischen Feld“ bringt Malerinnen und Maler zusammen, die das Medium an klassische künstlerische Techniken binden und zugleich das historische Gewicht der Gattung mit einer radikal subjektiven Schaffenshaltung beantworten. Das handwerkliche Ethos malerischer Durcharbeitung als extrem zeitaufwändige künstlerische Praxis steht dabei in antagonistischer Spannung zur nervösen, flüchtigen Komplexität unserer heutigen Kultur, wie sie sich auf unterschiedlichen Ebenen in den Werken niederschlägt.


Nguyen Xuan Huy, Waiting until the Sun sets, 2015, Öl auf Leinwand, 220 x 450 cm, Courtesy Galerie Rothamel

Kommende Veranstaltungen

19. Juni 2016 | 17 Uhr: Künstlergespräch im Rahmen der Ausstellung BLANKS (Studiogalerie)
Weitere Informationen: hal-berlin.de/studio-galerie/

29. Juni 2016 | 20 Uhr: Yvonne Reiners, Performing Encounters #2 (Studiogalerie)
Weitere Informationen: hal-berlin.de/veranstaltung/performing-encounters/

1. Juli 2016 | 16 Uhr: Der feine Riss, Kuratorenführung im Dialog mit Dr. Marc Wellmann und Christoph Tannert
Weitere Informationen: hal-berlin.de/veranstaltung/feine-riss-christoph-tannert

4. Juli 2016 | 20 Uhr: Lesung Kainszeichen, Carl Gustav Jung – Wotan und Nach der Katastrophe
Weitere Informationen: hal-berlin.de/veranstaltung/lesung-kainszeichen-7/

12. Juli 2016 | 19.30 Uhr: Art, anyone?! Pecha Kucha Art Night
Weitere Informationen: hal-berlin.de/veranstaltung/art-anyone/

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Öffnungszeiten:
Di-So, 11-18 Uhr

Der Eintritt ist bis auf wenige Sonderveranstaltungen kostenlos!

Bürozeiten:
Mo-Fr., 9-16 Uhr




vom 17.3.2016 | 19 Uhr bis 05.06.2016

Titel: It Will Be!


Künstler: Mathilde ter Heijne

Foto: Daniel Wiesmann

Eröffnung
Donnerstag, 17. März 2016, 19 Uhr

Begrüßung
Dr. Maren Ziese / Vorstand

Grußwort
Mirya Gerardu / Kulturreferentin, Botschaft des Königreichs der Niederlande

Einführung
Dr. Marc Wellmann / Künstlerischer Leiter HaL

Musik
Melissa Logan (Chicks On Speed)

Soundperformance
Rostrum (Franziska Böhmer, Veronica Brovall, Katrin Plavcak, Ulrika Segerberg)


Ausstellung vom 18. März bis 5. Juni 2016


Foto: Mathilde ter Heijne

It Will Be! setzt sich mit den Geschlechterrollen unterschiedlichster kultureller Hintergrunde und deren Bezug zum Handwerk des Nähens auseinander. Ziel ist, in einem gemeinsamen Prozess Veränderungspotentiale zu erkennen und auszuschöpfen. Dafür stellten die zahlreichen TeilnehmerInnen des Projektes, die von Flüchtlingsgemeinschaften bis zu Handarbeitsgruppen reichen, hunderte dreieckige Kissen und Sitzelemente her. Jedes Modul repräsentiert eine Stimme, eine eigenständige kreative Schöpfung mit einer persönlichen Textbotschaft, die in den Korpus einer großen, immer weiter wachsenden Raumskulptur eingearbeitet wird – eine veränderliche, fließende, zerfallende und sich wieder zusammensetzende Form. Das Projekt fordert die ZuschauerInnen und TeilnehmerInnen auf, sich politische und soziale Utopien zu vergegenwärtigen, in denen Selbstermächtigung, kreative Problemlosung und kultureller Austausch im Vordergrund stehen. Es findet ein Programm mit Gesprächen, Performances und anderen Veranstaltungen statt.


Foto: Monika Dovarch

Die Projektpräsentation im Haus am Lützowplatz wird gemeinsam mit dem Verein Mama Afrika e.V. und dem Kollaborativ ƒƒ e.V. organisiert und ist eine Weiterführung von Mathilde ter Heijnes Projekten Olacak! (DEPO, Istanbul 2010) und It Will Be! (Museum für Neue Kunst, Freiburg 2014).

Im Rahmen der Ausstellung It Will Be! von Mathilde ter Heijne finden folgende Veranstaltungen statt:

Donnerstag, 7. April 2016, 19.00 – 23.00 Uhr
Cut Flower - Hommage to Hadja Kitagbe Kaba
Gespräch (auf Englisch)
Tiranke Diallo (Mama Afrika e.V.)
Diana Craciun (Balance)
Idah Nabateregga (Terre des Femmes)
Colette Tchoumbou (Assobul)
Music: Sister Fa

Samstag-Sonntag, 16. – 17. April 2016, 20.00 – 8.00 Uhr
ƒƒ Night Circle
Feminist Matter
fffffff.org
Anmeldung erforderlich

Dienstag, 19. April 2016, 18.00 – 21.00 Uhr
Lotus Geranium Bouganville Tulpe
LGBTQI Offener Abend
Participatory Performance: ≫Sensorium≪
Melissa Steckbauer

Mittwoch, 27. April 2016, 19.00 – 21.00 Uhr
Gibt es einen Krieg zwischen Kunst und Markt?
Podiumsdiskussion
Julia Voss (FAZ)
Peter Weibel (ZKM)

Donnerstag, 12. Mai 2016, 19.00 – 21.00 Uhr
From Erogenous Zone to War Zone
Gespräch rund um sexuelle Selbstbestimmung (auf englisch)
Laura Meritt
Paola Cappucci
Gaia Novati

Donnerstag, 19. Mai 2016, 19.00 – 21.00 Uhr
Transfer, Passing on
Gespräch (auf englisch)
QuerQuilters, Textile Artists and Crafters, Berlin DIY Crafters
Sound performance: Uber das Weben von Hypertext
GDM & Van Tin

Weitere Informationen zu dem Projekt und den Veranstaltungen unter:
itwillbe.org

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vom 21.1.2016 | 19 Uhr bis 06.03.2016

Titel: Captured Motion


Künstler: Anette Rose

Anette Rose, ›# 23 stricken – high speed‹, 2016, HD, Einkanalvideo, Loop, Videostill

ANETTE ROSE
CAPTURED MOTION
22. JANUAR - 06. MÄRZ 2016
Please scroll down for English version

Eröffnung 21. Januar 2016, 19 Uhr

Begrüßung:
Peter Senft
Vorstand

Grußwort:
Edit Molnár / Marcel Schwierin
Leiter Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg

Einführung:
Dr. Marc Wellmann
Künstlerischer Leiter HaL

„Captured Motion“ untersucht Prozesse industrieller Automatisierung, die unsere Arbeitswelten zunehmend prägen. Das Ausstellungsprojekt ist eine Fortsetzung von Anette Roses Langzeitprojekt „Enzyklopädie der Handhabungen“ (seit 2006). Rose beobachtet, wie Handarbeit durch Automaten ersetzt wird, aber auch, wie Hände Automaten mit Gesten erklären. Gezeigt wird eine raum-zeitliche Montage noch nicht ausgestellter Videos, die Rose als Artist-in-Residence am Institut für Textilforschung und im Motion Capture-Labor der RWTH Aachen filmte. Der Ausstellungstitel – „Captured Motion“ – spielt auf die künstlerischen und wissenschaft­lichen Verfahren an, mit denen Maschinen- und Körperbewegungen visuell, akustisch und haptisch „eingefangen“ werden. Unterschiedliche Perspektiven und Bewegungsnotationen werden kaleidoskopartig zusammengestellt. Zu sehen sind einerseits Aufzeichnungen der Bewegungsabläufe komplexer Maschinen, etwa einer Radialflechtmaschine, andererseits Motion Capture-Aufnahmen von Ingenieuren, deren Gesten die Maschinen beschreiben. Die entstehenden Linien der redebegleitenden Handbewegungen korrelieren mit den Fäden, aus denen sich das Leitmotiv der Installation ergibt: Ein Geflecht von Ausdrucksbewegungen bildet flüchtige Skulpturen, während Maschinen Fäden führen, spannen, legen, wirken, kreuzen und verflechten.


Anette Rose, ›#19 wirken – automatisiert‹, 2015, HD, Einkanalvideo, 5´46´´, Loop, Videostill

Anette Rose (*1962 in Bünde) studierte an der Hochschule für Künste Berlin sowie dem Central Saint Martins College of Art in London. Als Künstlerin arbeitet sie zu Gesten des Narrativen (u.a. „16 Traumstücke“, ZDF – Das kleine Fernsehspiel, 2001) sowie zu Schnittstellen zwischen Handarbeit und maschineller Fertigung („Enzyklopädie der Handhabungen“). Rose ist derzeit Stipendiatin der Stiftung Niedersachsen am Edith-Russ-Haus für Medienkunst in Oldenburg.

„Captured Motion“ wurde 2012 vom Exzellenzcluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ der RWTH Aachen gefördert.

Besonderer Dank gilt Prof. Dr. Irene Mittelberg (Human Technology Centre), Adjunct Prof. (Clemson Univ.) Dr.-Ing. Yves-Simon Gloy (Institut für Textiltechnik), Dipl.-Szen. Hannah Groninger und Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Thomas H. Schmitz (Lehrstuhl für Bildnerische Gestaltung) der RWTH Aachen.

Die Ausstellung “Captured Motion” ist eine Kooperation mit dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst in Oldenburg, gefördert von der Stiftung Niedersachsen und mit freundlicher Unterstützung der Käthe-Dorsch und Agnes-Straub-Stiftung.

“Captured Motion” wird kuratiert von Dr. Marc Wellmann in Kooperation mit Vanja Sisek.

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Opening: January 21, 2016, 7 p.m.

“Captured Motion” examines processes of industrial automation that increasingly impact our working environments. It is a continuation of Anette Rose´s long-term project “Encyclopaedia of Manual Operations” (since 2006). Rose observes how manual work is replaced by machines, but also how hands explain machines with gestures. On display is a spatio-temporal montage of hitherto unexhibited videos which Rose filmed as an artist-in-residence at the Institute for Textile Technology and the Motion Capture Laboratory at the RWTH Aachen. The exhibition´s title – “Captured Motion” – alludes to the artistic and scientific procedures by means of which mechanical and physical movements can be visually, acoustically and haptically “captured". In a kaleidoscopic manner, the installation brings together various perspectives and movement notations. It includes videos showing movements of complex textile machinery, for instance a radial braiding machine, as well as motion captures of engineers describing these machines gesturally. The lines of the gestures correlate with the threads that form a kind of leitmotif of the installation. A network of expressive movements establishes volatile sculptures, while machines run threads, knit, enmesh, cross, weave and intertwine.


Anette Rose, ›Enzyklopädie der Handhabungen. 2006 – 2010. Bildmontage #96-97‹ Bielefeld (Kerber Verlag) 2011, 33,6 x 24 cm

Anette Rose (*1962 in Bünde) studied at the University of the Arts Berlin and Central Central Saint Martins College of Art in London. As an artist she has worked on narrative gestures (e.g. “16 Dream Fragments”, ZDF – Das kleine Fernsehspiel, 2001) as well as on the interface between manual work and mechanical production (“Encyclopaedia of Manual Operations”). Rose is currently a grant recipient of the Foundation of Lower Saxony at the Edith-Russ-Haus for Media Art in Oldenburg.

“Captured Motion” was funded in 2012 by the excellence cluster “Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer” at the RWTH Aachen.

Special thanks go to Prof. Dr. Irene Mittelberg (Human Technology Centre), Adjunct Prof. (Clemson Univ.) Dr.-Ing. Yves-Simon Gloy (Institut für Textiltechnik), Dipl.-Szen. Hannah Groninger und Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz (Lehrstuhl für Bildnerische Gestaltung) at the RWTH Aachen.

The exhibition „Captured Motion“ is a cooperation with the Edith-Russ-Haus for Media Art in Oldenburg, with support of the Foundation of Lower Saxony with generous support by the Käthe Dorsch and Agnes Straub Foundation.

“Captured Motion” is curated by Dr. Marc Wellmann in Cooperation with Vanja Sisek.

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vom 26.11.2015 | 19 Uhr bis 10.01.2016

Titel: Attitudes - Stipendiaten/innen der Friedrich-Ebert-Stiftung


Künstler: Gruppenausstellung

Yevgenia Belorusets, Die Siege der Besiegten, 2015, Fotoserie, Copyright Yevgenia Belorusets

Mit Yevgenia Belorusets, Elena Dormeier, Soso Dumbadze, Sarah Held, Franziska Kabisch, Marie Kirchner, Thanh Long, Mariam Mekiwi, René Patzwaldt, Laura Popplow, Neda Saeedi und Jana Kerima Stolzer

Kuratiert von Marcel Odenbach
und Beate Eckstein

Eröffnung: Donnerstag, 26. November 2015, 19 Uhr

Begrüßung
Dr. Maren Ziese
Vorstand Haus am Lützowplatz und Leitung Bildung und Vermittlung, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

Kurt Beck
Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung

Einführung
Dr. Noemi Smolik
Kunstkritikerin

Moderation
Pia Bungarten
Leiterin der Abteilung Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Ausstellung vom 27. November 2015 bis 10. Januar 2016

Wenn überall auf der Welt politische Konflikte und Krisen neu in den Blick geraten und uns näher rücken, ist es nicht verwunderlich, dass junge, zeitgenössische Kunst sich dazu positioniert, in einem kritischen Diskurs auseinandersetzt und schließlich eine eigene künstlerische „Haltung“ dazu entwickelt.


Jana Kerima Stolzer, Untitled progress (because of personal needs) Part 2, 2014, Videoinstallation, Copyright Jana Kerima Stolzer

Die Ausstellung „Attitudes“ vermittelt, wie sich gesellschaftspolitisches Engagement – als eine wesentliche Voraussetzung der Förderung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung – in der künstlerischen Arbeit der Geförderten niederschlägt. Fotografie und Videokunst sind von jeher die künstlerischen Medien, mit denen Künstlerinnen und Künstler am unmittelbarsten und zeitnah auf gesellschaftspolitische Umbrüche auf nationaler und internationaler Ebene reagieren können, aber auch Fragen nach der eigenen Identität in einer sich immer schneller veränderten Welt stellen.

Marcel Odenbach, Professor für Film und Video an der Kunstakademie Düsseldorf, hat in Zusammenarbeit mit Beate Eckstein anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Friedrich-Ebert-Stiftung zwölf künstlerische Positionen der letzten fünf Jahre Förderung identifiziert, die dies in ihren künstlerischen Arbeiten thematisieren.

Die auf der diesjährigen Biennale Venedig präsentierte Fotoserie „Arbeit als Gegenwehr“ von Yevgenia Belorusets beispielsweise zeigt auf ihren in der Kriegsgegend der Ostukraine aufgenommenen Fotografien weder Panzer noch Gewehre, sondern das Alltagsleben der Menschen im Donbass. Soso Dumbadze aus Georgien wiederum, befasst sich mit Herrschaftszeichen und -symbolen und zeigt in „Die Parallele“ eine verblüffend-entlarvende Gegenüberstellung von Putin und Saakaschwili anhand dokumentarischen, raffiniert komponierten Filmmaterials. Die Ikonographie von (männlicher) Repräsentation und Macht hingegen beschäftigen Franziska Kabisch und Sarah Held, während die ägyptische Künstlerin Mariam Mekiwi in ihrer narrativen autobiographischen Videoarbeit „Where do the characters go when the story ends“ ihre Schulzeit an einer christlich-konfessionellen Schule in Alexandria reflektiert.


Marie Kirchner, Das Parlament der Dinge, 2015, Installation, (Detail), Copyright Marie Kirchner

Skulpturen und Installationen zu Themen wie Postkolonialismus und künstlerischer Recherche von weiteren Kunststudierenden ergänzen neben anderen Foto- und Medienarbeiten die Ausstellung, die ab 28. Januar 2016 auch in der Bundeskunsthalle in Bonn gezeigt wird.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Noemi Smolik und zahlreichen Abbildungen.

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vom 13.11.2015 | 19 Uhr bis 20.12.2015

Titel: YOU CAN FEEL IT


Künstler: Gruppenausstellung

Markus Siegfried Fiedler, Acid, 2015,Bienenwachs, Mikrofonständer, Kunsthaar,Latex, Papier, Lack, 130 x 70 x 205 cm,courtesy the artist

KURATIERT VON JONNY STAR - Studio Galerie
14. NOVEMBER – 20. DEZEMBER 2015

Eingeladene Künstler:
Thomas Behling (GER), Sindy Butz (GER/US), Anke Cott (GER), Markus Siegfried Fiedler (GER), Franciscus & Franciscus (NL), Monica Germann & Daniel Lorenzi (CH), Reinhold Gottwald (GER), Sol Kjøk (US), Honey McMoney (US), Jen Ray (US), Römer + Römer (GER), Raven Schlossberg (US), Ann Schomburg & Sascha Boldt (GER), Jonny Star (GER), Annette Stemmann (GER), Sador Weinsčlucker (GER), Nadine Wottke (GER)

Mit “You Can Feel It” werden Behauptungen aufgestellt und überprüft, die sich auf die gezeigten Arbeiten und auf das Feld beziehen, welches erzeugt wird, wenn Künstler*, künstlerische Werke und Gäste in einem privaten oder privat inszenierten Raum zusammen treffen. Es wird davon ausgegangen, dass in früheren Kulturen bildnerischer Ausdruck und gemeinschaftliche Rituale ganz selbstverständlich Orientierungshilfen gaben, die das Überleben einer Gemeinschaft gestalteten und dazu dienten, Schwierigkeiten bei der Gemeinschaftsbildung zu überwinden. Auch wird davon ausgegangen, dass Räume, gefüllt mit künstlerischem Ausdruck, Erfahrungsräume sind, und dass Kunst transformatorische Kraft besitzt, die Menschen brauchen, um sich zu erkennen und Gemeinschaften zu bilden.


Franciscus & Franciscus, Madonna of Otrobanda, 2015,Lambdaprint auf Dibond, 76 x 61 cm, 1/5,courtesy the artists

“You Can Feel It” formt solch einen Erfahrungsraum. Die künstlerischen Werke, die anwesenden Künstler und die Gäste, die in dem privat inszenierten Raum der Studiogalerie zusammentreffen, werden als gleichwertig angesehen. Durch das Zusammenbringen von verschiedenen künstlerischen Arbeiten in einem Raum, entsteht, neben der Bedeutung des Einzelwerks, eine neue Gesamtoberfläche und somit ein neuer gemeinsamer Inhalt. Die gezeigten visuellen Arbeiten leisten gemeinsam einen performativen Akt. Live Performances haben die Kraft, neben ihrem Einzelausdruck, die Werke, den Raum und die Anwesenden zusammenzubringen. Durch Interdisziplinarität erhöht sich die Intensität des neu entstandenen Feldes. Wichtig ist, die einzelnen Disziplinen nicht hierarchisch voneinander abzugrenzen. Der privat inszenierte Raum erzeugt, im Gegensatz zum White Cube, eine Intimität, die das Feld des geschaffenen Erfahrungsraums wiederum erhöht. Die gezeigten Kunstwerke sind mehr als ihre Oberfläche. Die Arbeiten besitzen eine „Seele“, einen Inhalt, der kognitiv oder emotional erfasst werden kann, wobei unser persönliches Erleben und unser kollektives Gedächtnis eine vorrangige Rolle spielen. Das ist für Menschen, die sich mit Kunst beschäftigen, nichts Neues, vielmehr wird es als eine Voraussetzung des Kunstschaffens angesehen. Doch verhält es sich mit vielen Werken, die uns umgeben und allgegenwärtig sind, anders. Viele dieser Werke, für den kapitalistischen Kunstmarkt produziert und mit der Vorstellung einer „Greatness“ des vorrangig männlichen Künstlers ausstaffiert, werden als Kunstwerke deklariert, obwohl sie entseelte reine Oberfläche sind und sich tatsächlich nur für eine konstruierte Geldanlage eignen. You Can Feel It!
Jonny Star© SUPERUSCHI, Berlin
*Hier wird bewusst, im Gegensatz zu vielen Texten anderer Autoren, ausschließlich das Wort „Künstler“ benutzt und das „und Künstlerinnen“ nicht hinzugefügt. Nach 30 Jahren Bewusstseinsarbeit bezüglich dem Sprachgebrauch der deutschen Sprache und der Notwendigkeit der Verwendung von „innen“ und „Innen“ (die Sprache formt das Denken) ist Jonny Star zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Ansatz in eine Sackgasse und nicht zur gewünschten Gleichberechtigung von Frauen führt. Dieser Ansatz erzeugt eine „Anstrengung“ und eine merkwürdige „Nische“ und wird auch nach über 40 Jahren Feministischer Linguistik nur sporadisch angewendet, ausgrenzend benutzt oder lediglich, um sich „politisch korrekt“ zu geben. Doch war er Voraussetzung für Jonny Stars neuer feministischer Strategie, in der, geht es um eine Gruppe, ausschließlich die männliche Form benutzt wird und in diese alle Geschlechtlichkeiten hinein gedacht- und gefühlt werden, um sich so der patriarchalen deutschen Sprache zu ermächtigen, sie neu zu definieren und im besten Falle die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verändern. Hier geht es also um eine strategische und gewollte „Unsichtbarmachung“ von Frauen, in der Hoffnung, den vorherrschenden male bias im realen Sprachgebrauch zu durchbrechen, der zum ständigen gedanklichen Einbezug von Männern, jedoch nicht von Frauen führt.


Anke Cott, Schrankwände ausverkauft (2), 2015,Synthetic Painting, Print auf Leinwand, 150 x 100 cm courtesy the artist

Mit You Can Feel It präsentiert die in Berlin lebende Künstlerin und Kuratorin Jonny Star eine weitere interdisziplinäre SUPERUSCHI Show, für die sie Künstler aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und den Vereinigten Staaten eingeladen hat. Gezeigt werden Fotografie, Malerei, Objekte, Zeichnung, Plastik, Collage, Video und Live Performances. Ein Großteil der beteiligten Künstler stellt zum wiederholten Male gemeinsam aus, zuletzt, gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin, in der Rush Arts Gallery in New York City. SUPERUSCHI, eine Plattform, die Jonny Star 2013 initiierte, um in ein-abendlichen oder mehrwöchigen Gruppenshows intime Räume der Begegnung und des Dialogs für Künstler sowie deren Gäste zu schaffen, ganz im Geiste einer Sozialen Plastik. In diesen Shows werden in der Regel simultan und gleichberechtigt verschiedene Disziplinen und Traditionen gezeigt und Events veranstaltet.


HINWEIS: Wegen Ausstellungsumbaus in der vorderen Galerie des HaL ist die Studiogalerie vom 16. – 26. November 2015 geschlossen.

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin




vom 10.9.2015 | 19 Uhr bis 15.11.2015

Titel: REVIEW


Künstler: Andreas Koch

Andreas Koch, „Ein großer Künstler in Berlin“, 1998, Lichtkasten, 16 x 20 x 30 cm

11. SEPTEMBER - 15. NOVEMBER 2015
Eröffnung: Donnerstag, 10. September 2015, 19 Uhr

Andreas Koch ist auf unterschiedlichen Feldern des Berliner Kunstbetriebs tätig und auch als Autor, ehemaliger Galerist oder Buchgestalter bekannt. Nun widmet das Haus am Lützowplatz seinem künstlerischen Werk eine erste institutionelle Einzelausstellung in seiner Wahlheimatstadt. Unter dem Titel „Review“, der auch auf die Entgrenzung seiner künstlerischen Praxis als Mitgründer und Herausgeber des einflussreichen Kunstmagazins „von hundert“ anspielt, versammelt die Ausstellung zentrale Arbeiten der letzten 20 Jahre und experimentiert in dieser Zusammenschau von zusammen gedachten Werken mit dem Format der Retrospektive eines 45 Jahre alten Künstlers. Andreas Koch hat den Typus des zeitgenössischen Künstlers zu einem „Arbeiter am System Kunst“ erweitert (Thomas Wulffen).

Ausgangspunkt seines vielschichtigen Werkes, das sich vor allem in fotografischen und filmischen Arbeiten manifestiert, aber auch Zeichnungen und Skulpturen umfasst, ist das Verhältnis von Wahrnehmung und Repräsentation. Andreas Koch operiert in diesem Spannungsfeld mit Verschiebungen, Überblendungen und Maßstabsversetzungen, die die visuelle Präsenz der Wirklichkeit auf überraschende Weise durchdringen und hinterfragen. Die Ausstellung im Haus am Lützowplatz präsentiert beispielsweise eine fotografische Aufsichtsreproduktion seiner früheren Wohnung und aller in ihr enthaltenen Gegenstände im Abbildungsmaßstab 1:1 (Wohnung, 2004). Nach einem ähnlichen Prinzip hat Andreas Koch aus hunderten von Einzelbildern beide Seiten eines gebrauchten Duschvorhangs reproduziert, der in derselben Größe und räumlichen Anordnung wie das Original skulptural installiert wird (Duschvorhang, 2005). An der Schnittstelle von Zwei- und Dreidimensionalität ist der Hyperrealismus ein wiederkehrendes Merkmal seiner von einem eigentümlichen Humor und präziser Selbstreflexion getragenen Arbeiten. Andreas Koch ist „ein Kartograph, der die Welt, die er vermisst, entstellt.“ (Carolin Meister). Als Motiv seiner Wahrnehmungs-Experimente wählt er häufig sein privates, häusliches Umfeld, sowie Berliner Straßen und Plätze, zu denen er eine besondere Beziehung pflegt, wie etwa die Adalbertstraße in Kreuzberg oder der Rosenthaler Platz in Mitte.


Andreas Koch, „Mein Balkongeländer im Maßstab 2:1“, 2010, Stahl, verzinkt, 2:1, 2010, Stahl verzinkt, 221 x 404 x 164 cm

Andreas Kochs aus fotografischen Einzelbildern geschnittene filmische Arbeiten sind größtenteils als in sich selbst mündende Loops angelegt, bei denen die körperlose Kamera einer unaufhaltsamen Vergrößerungsfahrt folgt. In der Ausstellung im Haus am Lützowplatz wird das bislang aufwändigste Film-Projekt des Künstlers erstmals präsentiert (Lass uns Freunde bleiben, 2015). Für Andreas Koch war daran sowohl der Einsatz von miteinander kommunizierenden Darstellern neu als auch die Integration einer Textebene, in der mittels sich überlagernder, künstlich eingesprochener Monologe Themen wie Alter, Post-Internet-Kunst oder Bildproduktion behandelt werden.

Andreas Koch (*1970 in Stuttgart) lebt seit 1992 in Berlin und studierte an der HdK Berlin bei Prof. Dieter Appelt und Prof. Christiane Möbus. Er ist neben seiner Arbeit als Künstler auch Buchgestalter, Autor und Herausgeber der Kunstzeitschrift vonhundert. Von 1996 bis 2004 betrieb er mit Sybille Kesslau die Galerie Koch und Kesslau.



Anlässlich der Ausstellung im Haus am Lützowplatz erscheint eine Sonderediton dieser Arbeit:
Rosenthaler
Andreas Koch
Rosenthaler Platz, 2000
Tintenstrahldruck
60 x 80 cm (Papiergröße)
signiert und nummeriert
Auflage: 20 + 1 AP
Preis: je 800,- Euro (ungerahmt)
Die Editionsnummern werden in der Reihenfolge der Bestellungen vergeben.

Zwei diskursive Veranstaltung sind im Rahmen der Ausstellung geplant
Donnerstag, 1. Oktober 2015, 18.30 Uhr
„Vom Abenteuerspielplatz ins Soho-Haus? – Wege der Professionalisierung im Berliner Kunstbetrieb während der letzten 20 Jahre“
Podiumsdiskussion mit u.a. Oliver Körner von Gustorf, Rüdiger Lange, Christian Nagel und Claudia Wahjudi

Donnerstag, 5. November 2015, 18.30 Uhr
„Kunstkritik in Berlin jetzt – Steigbügelhalter, Korrektiv oder überflüssig?“
Podiumsdiskussion mit u.a. Elke Buhr, Gerrit Gohlke, Kolja Reichert

jeweils moderiert von Andreas Koch und Marc Wellmann (Künstlerischer Leiter HaL)

Haus am Lützowplatz, Lützowplatz 9, 10785 Berlin




vom 2.07. 19.00 Uhr bis 30.08.2015

Titel: LIEBE UND LYRIK SIND ZWECKFREI


Künstler: Galli

Einladung zur Ausstellungseröffnung

LIEBE UND LYRIK SIND ZWECKFREI
MALEREI, ZEICHNUNG UND KÜNSTLERBÜCHER
VON GALLI
KURATIERT VON FRANK WAGNER


Galli, o. T., Auszug aus dem Zeichenbuch 2008 – 2013

BEGRÜSSUNG
Dr. Maren Ziese
Vorstand

Dr. Marc Wellmann
Künstlerischer Leiter

EINFÜHRUNG
Frank Wagner
Kurator der Ausstellung

Die Künstlerin ist anwesend.

Ausstellung vom 3. Juli bis 30. August 2015

Die 1944 geborene Malerin Galli stellt die Eindrücke des Alltags wie die der Mythologie als verquere, magische Szenerien dar. Ihre Zeichnungen und Bilder erzählen vom Ringen mit den Banalitäten des Tages wie von rätselhaft-zauberischen Momenten, von Sexualität und Sehnsucht, Frust und Durchsetzungswillen und dem Humor des sich Verhedderns wie dem Ulk verdrehter Wortbilder und dem Genuss am Irrsinn des Scheiterns. In der Ausstellung werden neben Gallis Künstlerbüchern, „weggemalte Karteikarten“ und Notizheften auch Papierarbeiten und eine Auswahl von Leinwänden präsentiert.

Galli wurde bekannt als in den späten 1970er Jahren, West-Berlins Kunstszene mit einer neuen, heftigen Form meist figurativer Malerei internationales Aufsehen erregte. Doch anders als die Malerinnen und Maler der „Neuen Wilden“ wurden Gallis Bilder jener Tage vor allem durch den Strich, die Linie und das Zeichnerische geprägt, was ihren Gemälden zugleich Leichtigkeit und Intellektualität verlieh. Galli ging zudem in der Behandlung einer spezifischen Körperlichkeit ihren ganz eigenen Weg, der auch von zeitkritischen Anspielungen und feministischen Tendenzen geprägt ist. Bis heute sind es diese Elemente, die ihre gesamte künstlerische Produktion bestimmen. In den letzten Jahren hat Galli ihre zeichnerische Arbeit immer weiter entwickelt und verfeinert. In ihren Büchern zeichnet sie ganz entspannt facettenreich das Leben und den Alltag heute.

Weitere Informationen:
hal-berlin.de

VERANSTALTUNGEN

Donnerstag, 9. Juli 2015 | 18.30 Uhr
Gespräch mit Galli und dem Kunsthistoriker Thomas Deecke (Berlin)

Samstag, 29. August 2015 | 20.00 Uhr
Metamorphosen der Figuration – Gallis Bilderwelten
Vortrag und anschließendes Ausstellungsgespräch mit der Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin Barbara Straka (Berlin/Potsdam)
(im Rahmen der Langen Nacht der Museen 2015)
Während der Langen Nacht der Museen ist das Haus bis 2.00 Uhr morgens geöffnet

Wir freuen uns auf Ihren Besuch !


Bitte besuchen Sie auch unsere Facebook-Seite mit brandneuen Fotoimpressionen, tagesaktuellem Medienecho und Einladungen zu allen Veranstaltungen
facebook.com/hal
(Registrierung nicht erforderlich!)

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Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel.: +49 30 261 38 05
Fax : +49 30 264 47 13
Mail: office@hal-berlin.de
WWW : hal-berlin.de

Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!

Verkehrsanbindung:
U1, U2, U3, U4 Nollendorfplatz




vom 23.4.2015 | 19 Uhr bis 21.06.2015

Titel: BLACK BANDITS


Künstler: Gruppenausstellung

Uwe Henneken, Marie Malaise, 2007, Eisen, Stahl, Aluminium und Holz, lackiert, 110 x 250 x 180cm

Eröffnung: Donnerstag, 23. April 2015, 19 Uhr

Mit Werken von: Johannes Albers, Thomas Behling, Olivia Berckemeyer, John von Bergen, Marc Bijl, Norbert Bisky, Emmanuel Bornstein, Thorsten Brinkmann, Jeanno Gaussi, Axel Geis, Philip Grözinger, Ursus Haussmann, Uwe Henneken, Jenny Löbert, Jonathan Meese, Deimantas Narkevičius, Gerhard Richter, Römer + Römer
Kuratiert von Marc Wellmann

hal-berlin.de/black-bandits

Das Haus am Lützowplatz befasst sich in Form einer Ausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler – darunter Norbert Bisky, Jeanno Gaussi, Jonathan Meese und Deimantas Narkevičius – mit dem Namensgeber des Platzes im Bezirksteil Tiergarten. Ludwig Adolph Wilhelm Freiherr von Lützow wurde im Februar 1813 Befehlshaber einer preußischen Freiwilligeneinheit, die für den Krieg gegen Napoleon aufgestellt wurde. Ihre Mitglieder wurden nicht unter Zwang im Rahmen einer staatlich verordneten Mobilmachung eingezogen, sondern setzten im Verständnis eines patriotisch gestimmten Freiheitskampfes ihr Leben aufs Spiel. Ihre mitgebrachte Kleidung wurde einheitlich schwarz gefärbt, woraus sich insbesondere für die Kavallerie der Lützower der Beiname Schwarze Jäger ableitete. Das Lützowsche Freikorps war militärisch nicht sonderlich erfolgreich, erlangte jedoch im Zuge der National- und Freiheitsbewegung des Vormärz große Bekanntheit. In ihm kämpfte ein besonders hoher Anteil von Künstlern und Intellektuellen. Neben Friedrich Ludwig Jahn und Karl Friedrich Friesen, den Begründern der paramilitärisch ausgerichteten Turnbewegung in Berlin, zählten dazu der Pädagoge Friedrich Fröbel, der Theologe Heinrich Herrmann Riemann, die Maler Philipp Veit, Friedrich Olivier und Georg Friedrich Kersting sowie die Dichter Joseph von Eichendorff und Theodor Körner.


Norbert Bisky, r.e., 2009, Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm, Foto: Bernd Borchardt, Credits: VG Bild-Kunst, Bonn, Sammlung des Künstlers

Die Ausstellung hat keine rein geschichtliche Aufarbeitung des Themas zum Ziel. Im Bewusstsein der Stärke und auch aktuellen Brisanz des historischen Narrativs setzt sie auf die Autonomie der zeitgenössischen Werke im Hinblick auf einen dadurch geöffneten Resonanzraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es geht bei den Arbeiten, die zum Teil speziell für die Ausstellung geschaffen wurden, nicht um die Illustration von Geschichte, sondern um die Markierung von Brüchen und Verwerfungen beim Prozess des Erinnerns der Ereignisse vor zweihundert Jahren und deren Spuren im heutigen kollektiven Bewusstsein.


Olivia Berckemeyer, Krieg, 2012, Aus der Serie: Die Apokalyptischen Reiter, Bronze, 44 x 28 x 40 cm, Credits: VG Bild-Kunst


Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9
10785 Berlin




vom 12.3.2015 | 19 Uhr bis 12.04.2015

Titel: Gegen den Tag


Künstler: Angelika Arendt, Alexandra Baumgartner, Fides Becker, Anna Lehmann-Brauns

Alexandra Baumgartner, Ohne Titel, 2014, angebrannte Collage auf Spiegel, 26 x 21 cm

Angelika Arendt, Alexandra Baumgartner, Fides Becker, Anna Lehmann-Brauns

Eröffnung: 12.3.2015 | 19 Uhr

BEGRÜSSUNG
Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann
Vorstand

EINFÜHRUNG
Dr. Marc Wellmann
Künstlerischer Leiter

Ausstellung vom 13. März bis 12. April 2015


Angelika Arendt, Ölspur, 2014, Tusche/Aquarell/Tempera /Papier,30 x 24 cm

Die Ausstellung “Gegen den Tag” bringt vier in Berlin lebende Künstlerinnen zusammen, deren Werke in jeweils unterschiedlichen Medien ihren Schwerpunkt haben. Gegenüber der vermeintlichen Eindeutigkeit des Faktischen bringen sie die Schattenseiten der Dinge zum Leuchten, befragen das Sichtbare im Unsichtbaren und durchstreifen die Welt des
Doppelbödigen und Irrationalen.

Weitere Informationen:
hal-berlin.de/ausstellung/gegen-den-tag

Brandneue Fotoimpressionen, tagesaktuellem Medienecho und Einladungen zu allen Veranstaltungen
https://facebook.com/HaL.Berlin
(Registrierung nicht erforderlich!)


Fides Becker, Die Verwandlung, 2014, Acryl und Eitempera auf Leinwand, 28 x 24 cm

Haus am Lützowplatz
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Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!

Verkehrsanbindung:
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Bus M29, 100, 106, 187, N26 Lützowplatz


Anna Lehmann-Brauns, Barneys aus der Serie JULIA, WEGE ZUM GLÜCK, 2007-2014, C-print auf Aluminium, 60 x 80 cm




vom 29.1.2015 | Uhr bis 01.03.2015

Titel: BERLINER KÖPFE. 100 LICHTZEICHNUNGEN


Künstler: Jacques H. Sehy

Jacques H. Sehy, René Block aus der Serie “Berliner Köpfe”, 2013, Lichtzeichnung, Größe variabel

Eröffnung am Donnerstag, 29. Januar 2015, 19 Uhr

ES SPRECHEN
Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann
Vorstand

Tim Renner
Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten

Dr. Marc Wellmann
Künstlerischer Leiter

EINFÜHRUNG
Hanns Zischler

Ausstellung vom 30. Januar bis 1. März 2015

Die Projekt-Idee
Die Berliner Kulturlandschaft befindet sich in pausenloser, ja fast schon atemloser Dynamik. Für diese aktuelle Kreativität und Innovation der Stadt stehen Persönlichkeiten mit Esprit und Gestaltungskraft, deren Wirkung weit über die Metropole hinaus spürbar ist. Für Jacques H. Sehy (*1945), selbst von 1965 bis 1975 in Berlin zu Hause und heute in Hamburg lebend, ist die Portrait-Serie der “Berliner Köpfe” (2012-2014) eine Hommage an die eindrucksvolle Kulturszene und eines Teils ihrer Protagonisten.

Die Auswahl der Porträtierten ist als wesentlicher Aspekt der insgesamt dreijährigen künstlerischen Arbeit anzusehen und bildet den persönlichen Radius des Fotografen ab. Die 100 Berliner Köpfe sind Menschen, die Jacques H. Sehy schon seit Langen kannte oder zu denen er auf unterschiedliche Weise in Kontakt trat. Dieser Prozess war von verschiedenen Schwierigkeiten begleitet und führte auch nicht immer zu dem erwüscnhten Ergebnis. Das Projekt war, wie vorab geplant, mit der Aufnahme des 100. Porträts abgeschlossen. Es ist damit nicht nur ein topographischer, auf Berlin beschränkter Personenkreis, sondern auch ein von der investierten (Lebens)Zeit des Künstlers begrenzter Ausschnitt.
 

Jacques H. Sehy, Installation aus 100 Lichtzeichnungen der Serie “Berliner Köpfe”, 2011-14, Größe variabel

Die künstlerische Konzeption der Lichtzeichnungen
Die Fotografie ist seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert, bis in die heutige digitale Welt, immer noch das Medium der Wahl, wenn es um das Portrait geht. Aber seit geraumer Zeit ist die Portraitfotografie auch als Form künstlerischer Auseinandersetzung etabliert, gespeist von unerschöpflicher Fantasie, forciert von stetig neuen technischen Möglichkeiten.
 
Die Lichtzeichnungen des Projekts der “Berliner Köpfe” und die daraus entwickelte Installation bedienen sich ausschließlich analoger Technologien in schwarz/weiß Fotografie. Diese Verwendung minimaler Mittel und Methoden einerseits, unterstreicht andererseits die ins Kosmische reichende Idee der künstlerischen Konzeption.
 
Die Portraitfotografie in der Kunst erhält mit der Lichtzeichnung eine konzentrierte Dimension visueller Darstellung. Sie ist eine spezielle Methode der Sichtbarmachung, eine Gratwanderung zwischen Hervorhebung und Begrenzung, Akzentuierung und Zurückhaltung. Obwohl diese Portraits das Authentische, Unverwechselbare, das Solitäre eines Menschen zeigen, bleibt dessen individuelle Anonymität weitgehend gewahrt. Charakter und Eigenart der Persönlichkeiten werden auf eine abstraktere Ebene überführt.

In weiteren Darstellungsschritten wird diese Abstraktion gesteigert und überhöht. Die Portraits der Einzelpersonen werden in der geplanten Installation gruppiert und in immer kompaktere Zusammenhänge integriert. Das Material wird weiter verdichtet. Schließlich verschwindet das spezifische Bild nahezu vollständig im Universum der Menge ohne jedoch verloren zu sein. Das Portrait und auch die Gruppen bleiben unauflösbarer Grundbestandteil des Gesamtwerkes.
 

Jacques H. Sehy, Shermin Langhoff aus der Serie “Berliner Köpfe”, 2013, Lichtzeichnung, Größe variabel

Individualität und Gemeinschaft spiegeln sich in dieser künstlerischen Idee. Impulse, Initiativen und Ideen Einzelner sind unabdingbare Antriebskräfte für gesellschaftliche Innovations- und Entwicklungsprozesse, an denen gerade die Kultur maßgeblichen Anteil besitzt.
 
über den Prozess der “Lichtzeichnung” mittels Langzeitbelichtung schreibt die Künstlerin und Autorin Carmen Hillers: “Der Fotograf Jacques H. Sehy geht auf eine ungewöhnliche und sehr intuitive Weise mit Licht und Schatten um, wenn er im völligen Dunkel des Ateliers den Strahl seiner Lampe wie einen Dirigierstab über Gesichter oder Körper führt. Diese Lichtzeichnungen, bei denen Sehy bewusst auf vordergründige Schönungsabsichten verzichtet, verhelfen nicht nur dem Betrachter der Fotos zu ebenso erstaunlichen wie irritierenden Anblicken. Auf diese Weise porträtiert zu werden ist ein besonderes Erlebnis. In der Dunkelheit hat das Gesicht und sein Ausdruck, mit der man der Außenwelt entgegenzutreten pflegt, keine Relevanz mehr; es ist vielmehr die Begegnung mit dem ganz Eigenen, das sich in der Intimität des schwarzen Raums abspielt. Die Fotos, auf denen neben den elfenbeinschwarzen Flächen an verschiedenen Stellen ein Auge, ein Mundwinkel oder Züge des Gesichts hervortreten, ermöglichen so einen Blick auf die terra incognita des Innern; für den Betrachtenden, wie den Betrachteten, gleichermaßen ein spannendes und intensives Unterfangen.”

Haus am Lützowplatz
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Tel.:+49 (0)30 – 261 38 05




vom 13.11.2014 | 19 Uhr bis 18.01.2015

Titel: EINE PYRAMIDE FÜR MICH


Künstler: Erik Niedling

Erik Niedling auf der Steinsburg, 2012, Foto: Ingo Niermann

Eröffnung: Donnerstag, 13. November 2014, 19 Uhr

Begrüßung: Prof. Dr. Alexandra von Stosch für den Vorstand
Einführung: Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter

 
Erik Niedling (*1973) hat sich als konzeptueller Fotograf einen Namen gemacht, indem er die Aneignung von Geschichte und das Ephemere ins Zentrum verschiedener Werkserien stellt. In Folge einer seit 2006 andauernden Kollaboration mit dem Schriftsteller Ingo Niermann erfuhr sein künstlerischer Ansatz eine neue Ausrichtung.
 
Nach der gemeinsamen Arbeit an der Idee der Großen Pyramide realisierten sie 2010 zusammen den Dokumentarfilm The Future of Art. In Form eines Roadmovies erzählt dieser von den Begegnungen mit verschiedenen Protagonisten des zeitgenössischen Kunstbetriebs (u.a. Hans Ulrich Obrist, Boris Groys, Olafur Eliasson, Harald Falckenberg, Damien Hirst) sowie der Entwicklung des Konzeptes des Pyramidenberges durch Ingo Niermann: Eine mindestens 200 Meter hohe Pyramide soll aus einem existierenden Berg herausgeschlagen werden. Nach der Beisetzung ihres Besitzers wird die Pyramide wieder mit dem zuvor abgetragenen Material bedeckt, um die ursprüngliche geologische Form wieder herzustellen. War die Idee (und Finanzierung!) dieses Werks ursprünglich an die Figur eines einzelnen Sammlers geknüpft, übertrug sie Ingo Niermann am Ende der Dreharbeiten an Erik Niedling, der sie seitdem als strukturgebendes Denkmodell seiner künstlerischen Arbeit verwendet.
 
 
Erik Niedling, Untitled # 14, 2014, Aus der Serie Pyramid Mountain Photographs / From the series Pyramid Mountain Photographs, Inkjet-Print auf Barytpapier / Inkjet-Print on baryt paper, 24 x 30 cm, Courtesy Exile, New York / Berlin

Eine radikale Fortsetzung der Kollaboration zwischen dem Künstler und dem Schriftsteller manifestierte sich darauf im Projekt Mein letztes Jahr, bei dem Erik Niedling im Zeitraum vom 1. März 2011 bis 29. Februar 2012 nach einer von Ingo Niermann in einem früheren Zusammenhang verfassten Anweisung (Drill) konsequent ein Jahr lang lebte, als sei es sein letztes. Am Ende des Projektes, das u.a. in Form eines Tagebuchs dokumentiert ist, stand eine Ausstellung im Sommer 2012 im Neuen Museum Weimar. Sie war als Grabkammer des Pyramidenberges konzipiert, in der Erik Niedling nicht nur bestattet werden möchte, sondern die auch als künftiger Aufbewahrungsort für sein biographisches und künstlerisches Archiv dienen soll. Die Monumentalität des Bauwerks – nach behördlichen Widerständen wurde dessen potentielle Realisierung aktuell von Deutschland aus auf das Territorium der Russischen Föderation verlegt – rührt nicht aus dem Anspruch, sich eine solche Grabstätte in irgendeiner Weise verdient zu haben. Vielmehr wird damit der bereits auf antike Vorbilder zurückgehende Mythos des jungen und genialischen Künstlers von Niedling kritisch reflektiert und Fragen der eigenen Endlichkeit und des Verschwindens behandelt.
 
 
Erik Niedling, Untitled, 2014, Aus der Serie Pyramid Paintings / From the series Pyramid Paintings, Ruß auf Leinwand / Soot on canvas, 164 x 124 cm, Courtesy Exile, New York / Berlin 
 
Die Ausstellung im Haus am Lützowplatz basiert auf den weiteren überlegungen zur Realisierung des Pyramidenbergs nach Erik Niedlings Weiterleben über den 29. Februar 2012 hinaus. Er versteht die überschreitung dieser Datumsgrenze als regelrechte Wiedergeburt mit beträchtlichen Auswirkungen auf die eigene künstlerische Haltung sowie auf das Verständnis von der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft. Im Zentrum der Ausstellung, die aktuelle Werke aus den Jahren 2012 bis 2014 vereint, stehen neben den am Computer bearbeiteten Pyramid Mountain Photographs die Pyramid Paintings, bei denen Niedling den Ruß von verworfenen und vernichteten Malereien als Farbmittel für abstrakte gestische Notationen verwendet. Erst wenn Niedling die Arbeit an den Pyramid Paintings so weit perfektioniert hat, dass sie ihm in längerer Folge ausnahmslos zufrieden stellen, findet die Serie ihre Vollendung. Nachdem Niedling in seiner Serie Teilchen (2012) den Ruß seiner aussortierten Arbeiten auf Glasplatten einfing, reibt er ihn in den Pyramid Paintingsauf den Bildträger Leinwand und knüpft damit an eine bis zur Höhlenmalerei zurückreichende Bildtechnik an. Niedlings Malerei ist ein Innehalten vor der übergroßen Herausforderung, den Pyramidenberg zu realisieren. Der Wechsel von Schöpfen und Zerstören gleicht den Zyklen des Lebens, der Abschluss der Serie dem Tod in Perfektion.


Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

04. Dezember 2014, 18.30 Uhr
Give up your bank account! Geld funktioniert nicht mehr.
Kunst wird zur Leitwährung: Über die Bank der Blicke, in die wir alle einzahlen.
Vortrag von Kolja Reichert, Kunstkritiker

Anschließend Künstlergespräch zwischen Koja Reichert und
Erik Niedling, moderiert von Marc Wellmann
hal-berlin.de/veranstaltung/give-up-your-bank

15. Januar 2015, 18.30 Uhr
Pyramid Dollar - das bessere Gold
Erik Niedling und Ingo Niermann
Emission einer durch den Pyramidenberg gedeckten Währung
hal-berlin.de/veranstaltung/pyramid-dollar

Ausstellung vom 14. November 2014 bis 18. Januar 2015.

Das Projekt findet im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie Berlin statt.

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Mittelthüringen.

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel.: +49 30 261 38 05
Fax : +49 30 264 47 13
Mail: office@hal-berlin.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!

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vom 11.9.2014 | 19 Uhr bis 02.11.2014

Titel: INECHT


Künstler: Iris Kettner
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 11. September 2014, 19 Uhr

Begrüßung: Thomas Isenberg für den Vorstand
Einführung: Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter



Iris Kettner, No Name, 2014, Anzug aus ca. 30 zerschnittenen Kleidungsstücken sowie Gummischläuchen, gehäkelt, Foto: Sebastian Bolesch

Ausstellung vom 12. September bis 2. November 2014

Das Haus am Lützowplatz – Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V. (HaL) zeigt die bislang umfangreichste Einzelausstellung der in Berlin lebenden Bildhauerin Iris Kettner.

Iris Kettners lebensgroße Skulpturen irritieren durch ihr hohes Maß an Lebensähnlichkeit. Auf den ersten Blick sind sie so sehr in einer Alltäglichkeit angesiedelt, dass man dazu neigt, ihren Kunstcharakter zu vergessen, bis man auf die fein gesetzten Brüche und Unstimmigkeiten aufmerksam wird. Häufig sind die Figuren in ungewöhnliche Körperhaltungen gebannt, die von Verletzlichkeit oder Unterwürfigkeit künden. Sie wirken etwas mitgenommen, als ob sie nur vorläufig und provisorisch zusammengehalten werden. Die Künstlerin formt sie aus Packmaterialien und Lumpen, die mit Klebeband über Holzkonstruktionen gewickelt und mit gebrauchten Kleidungsstücken angezogen werden. Die Fragilität ihres Gemachtseins scheint auf bedrohliche Lebenszusammenhänge zu verweisen. Die Köpfe der Figuren bleiben stets gesichtslos. In ihrer Anonymität spiegeln sich Wahrnehmungsstrukturen der Verdrängung, welche sich insbesondere in einer Großstadt herausbilden.


Iris Kettner, Gang #2 , 2005, Kleidung, Schuhe,, Textilien, Watte, Holz, Gips, Klebeband, Höhe 40 bis 145 cm, Foto: Thomas Bruns

Die Künstlerin nennt ihre Arbeiten „Dummies“, ein Begriff, der für Puppen in Form und Gewicht eines Menschen verwendet wird, die bei der Unfallforschung oder bei Rettungsübungen eingesetzt werden. In diesem Sinne handelt es sich bei den Arbeiten von Iris Kettner um figurative Stellvertreter, zu denen wir schwellenlos Kontakt aufnehmen können. Trotz ihres gleichsam prekären Zustandes scheinen sie beseelt. Ihre Wirkung basiert im Wesentlichen auf einer Projektionsleistung der Betrachter, mit der sich eine Art ‘Einverleibung’ der Skulpturen vollzieht. Die getragenen Kleidungsstücke haben sich indes mit dem menschlichen Körper ganz tatsächlich auf materieller Ebene verbunden und verleihen den Arbeiten ein zweites Leben, das jedoch seine Künstlichkeit nicht bestreitet. Iris Kettner betreibt mit ihren Skulpturen eine Hybridisierung zwischen Kunst und Leben, was sich bei der aktuellsten Arbeit, No Name, zu einem von ihr selbst in der Öffentlichkeit getragenen Kostüm aus Altkleiderresten steigert.


Iris Kettner, Ohne Titel , 2009, Kleidung, Textilien, Holzkonstruktion, Höhe 35 bis 75 cm, Foto: Thomas Bruns

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, hrsg. von Marc Wellmann im Auftrag vom Haus am Lützowplatz, mit einem Text von Bettina Carl
64 Seiten, 16,5 x 24 cm, farbig, Preis in der Ausstellung: 12 €

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
24. September 2014, 18.30 Uhr
Künstleringespräch mit Iris Kettner

8. Oktober 2014, 18.30 Uhr
Kuratorenführung im Dialog
Dr. Marc Wellmann im Rundgang durch die Ausstellung zusammen mit Dr. Julia Wallner, Direktorin des Georg-Kolbe-Museums, Berlin

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Haus am Lützowplatz
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vom 10.7.2014 | 19 Uhr bis 31.08.2014

Titel: hortus semper virens -


Künstler: Gruppenausstellung

Daniel Chluba, Burnout, 2013 (1 min), Videostill, Copyright: Daniel Chluba

Mit Werken von:
Samuel Ash
Julien Borno
Daniel Chluba
Cathy Cocat
Lisa Drost
Jonas Maria Droste
Giulia Giannola
Anja Gieschler
Florian Goldmann
Charlotte Gröbig
Dominique Heidmann
Anna Herrmann
Maud Janecke
Azusa Kuno
Tamar Magradze
Christiane Möbus
Lisa Peters
Birte Reinhardt
Anissa Taibi
Katharina von Hagenow
Greta Warnken
Tim Wulff

Es sprechen:
Dr. Klaus Uwe Benneter für den Vorstand
Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit freundlicher Unterstützung der UdK Berlin.

Veranstaltungshinweis:

20. Juli 2014 | 15.00 Uhr
Verbrechen & Strafe
Performance von Dominique Heidmann
mit anschließender Diskussion
hal-berlin.de/verbrechen-strafe/

Im Sommer 2014 beendet Christiane Möbus ihre Lehrtätigkeit an der Universität der Künste Berlin. Aus diesem Anlass zeigt das Haus am Lützowplatz die Ausstellung hortus semper virens mit Werken ihrer letzten Klasse sowie von Meisterschülern und Meisterschülerinnen. Christiane Möbus, die ebenfalls mit einem Werk in der Ausstellung vertreten ist, blickt zurück auf eine insgesamt 35jährige Lehrtätigkeit. Von 1979 bis 1981 übernahm sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, an der sie selbst von 1966 bis 1970 bei Emil Cimiotti studiert hatte. 1981/82 erhielt sie eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, worauf 1982 die Berufung als Professorin an die HBK Braunschweig erfolgte. Nach einer Gastprofessur an der Kunsthochschule Valand der Universität Göteborg 1989/90 wechselte Christiane Möbus durch die Initiative von Michael Schoenholtz im Frühjahr 1990 auf einen Lehrstuhl für Bildhauerei an die damalige Hochschule der Künste Berlin, die seit 2001 den Titel Universität der Künste trägt. Christiane Möbus unterrichtete als Professorin eine Reihe mittlerweile namhafte Künstler wie unter anderem Silva Agostini, Tina Born, Karin Brunnermeier, Peter Dobroschke, Niki Elbe, Ha Cha Youn, Bertram Hasenauer, Eliana Heredia, Andreas Koch, Alicja Kwade, Marta Leite, Susanne Lorenz, André Marose, Susanne Ring, Nada Sebestyén, Rainer Splitt, Celina Gonzalez Sueyro, Asli Sungu, Anita Tarnutzer, Philip Topoloavac, Sophie-Therese Trenka-Dalton, Jorinde Voigt oder Markus Wirthmann. Celina Gonzalez Sueyro hat als Projektleiterin dem Ausstellungsprojekt im Haus am Lützowplatz wesentliche Impulse verliehen.
 
Christiane Möbus ist eine engagierte und empathische Lehrerin, die ihren Studenten mit größtmöglicher Offenheit begegnet. Ihre Klassen repräsentieren einen gleichfalls offenen beziehungsweise erweiterten Begriff von Skulptur, der sich auf verschiedene Medien und Arbeitsweisen erstreckt. Als sozusagen kleinsten gemeinsamen Nenner lässt sich möglicherweise eine ähnliche künstlerische Haltung im Hinblick auf das Interesse am Narrativen und der konzeptionellen überformung von Materialien und Fundstücken benennen. Christiane Möbus‘ einzigartige künstlerische Position, die sich von Beginn ihrer Karriere an jeglicher Kategorisierung oder Eingruppierung verweigerte, speist sich neben einer präzisen Beobachtungsgabe vor allem aus einer spielerischen Leichtigkeit und den transformativen Kräften des – zum Teil auch abgründigen – Humors. Hierin folgen oder ähneln viele ihrer Studenten Christiane Möbus.


Christiane Möbus, hula hoop, 1994/2002, C-Print 235 x 137 cm, Copyright: Die Künstlerin, VG Bild-Kunst, Bonn 2014
 
Der Titel der Ausstellung ist das Ergebnis eines längeren Diskussionsprozesses zwischen der Professorin und ihrer Klasse. Er lautet in freier übersetzung „immergrüner Garten“ und nimmt Bezug auf eine gleichnamige Publikation des Botanikers und Zeichners Johann Simon von Kerner (1755-1830), deren erste Ausgabe 1795 in Stuttgart erschien. Bis 1829 publizierte von Kerner in mehreren Lieferungen ein umfassendes Tafelwerk, das über 700 heimische Nutz- und Gartenpflanzen zeigt. Von Kerners sowohl künstlerische als auch wissenschaftliche Fertigkeiten wurden unter anderen von Alexander von Humboldt wahrgenommen, der ihn einlud, an einer Weltumsegelung teilzunehmen, wozu es jedoch nie kam. In Kombination mit dem ebenfalls zusammen mit der Klasse ausgewählten Archivbild des zerstörten Lützowplatzes, mit der Ruine von Otto Lessings Herkulesbrunnen öffnet sich ein grundsätzlich positiv gestimmter Assoziationsraum. Zwei Frauen pflegen im Frühling 1946 ein nach Kriegsende angelegtes Feld: In jedem Ende steckt auch ein Anfang.
 

Azusa Kuno, Räume der Haare, work in progress seit 2010, Zustand im September 2013, Menschliche Haare, gesammelt bei Frisören in Berlin und Graz, Maße variabel (hier: 5 x 3 x 5 m), Installation Universität der Künste Berlin, Klasse Christiane Möbus, Courtesy: Die Künstlerin

Das Projekt von Christiane Möbus und ihrer Klasse ist nunmehr die 13. Ausstellung, die im Format „Professor and Students“ im Haus am Lützowplatz stattfindet. Die Reihe wurde 1995 von der früheren Künstlerischen Leiterin, Karin Pott, begründet und beinhaltete bislang Kooperationen mit unter anderen Manfred Pernice (2013), Valérie Favre (2010), Tony Cragg (2006), Ulay (2004), Katharina Sieverding (2003), Rebecca Horn (2001), Marina Abramović (1999), Leiko Ikemura (1998) und Wolfgang Peuker (1995). Das Konzept sieht die Präsentation von Arbeiten von Professoren unterschiedlicher Kunsthochschulen mit ihren StudentInnen in einer gemeinschaftlich erarbeiteten Gruppenausstellung vor. Bislang gab es Kooperationen mit der Kunsthochschule Weißensee (1995), der Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt a.M. (1995), der HdK/UdK Berlin (1998, 2001, 2003, 2006, 2010, 2013), der Kunsthochschule Braunschweig (1999), der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (2004), der Sheffield Hallam University (2005) sowie der Akademie der Künste Posen (2007). Neben der Sichtbarmachung von Unterschieden und Parallelen zwischen den Lehrenden und Studierenden steht dabei ein generationsübergreifender Dialog im Zentrum des Formats, der auch Fragen nach der Lehrbarkeit und Professionalisierung von Kunst aufwirft.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit freundlicher Unterstützung der UdK Berlin.

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel.: +49 30 261 38 05
Fax : +49 30 264 47 13
Mail: office@hal-berlin. de

Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!

Verkehrsverbindung:
U1, U2, U3, U4 Nollendorfplatz
Bus M29, 100, 106, 187, N26 Lützowplatz





vom 8.4.2014 | 19 Uhr bis 29.06.2014

Titel: Die Halluzinierte Welt – Malerei am Rand der Wirklichkeit


Künstler: Gruppenausstellung

Tilo Baumgärtel, Helia, 2013, 200 x 150 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy Galerie Kleindienst, Leipzig, Foto: Uwe Walter, Berlin

Eröffnung: Dienstag, 8. April 2014, 19 Uhr
Es sprechen: Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann für den Vorstand und Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter
Ausstellung vom 9. April bis 29. Juni 2014
Öffnungszeiten Di-So 11-18 Uhr
Eintritt frei!

Mit Werken von:
Tilo Baumgärtel
Emmanuel Bornstein
GL Brierley
Philip Grözinger
Eckart Hahn
Ruprecht von Kaufmann
Michael Kirkham
Bernhard Martin
Justine Otto
Alex Tennigkeit
Herbert Volkmann


Halluzinationen lassen sich als Krise der Repräsentation beschreiben: Was wirklich scheint, ist lediglich das Produkt der Einbildungskraft oder einer Sinnestäuschung, hervorgerufen durch psychische Prozesse oder unter dem Einfluss narkotischer Substanzen. Entscheidend ist die Wirklichkeitsnähe der Halluzination beziehungsweise ihr Status als Realität in der Vorstellung des Halluzinierenden, welche von der echten Realität in wesentlichen Punkten abweichen kann. Derartige Erscheinungen wurden bereits in der Antike im Hinblick auf die kreative Macht menschlicher Fantasie und mitunter als göttlich inspirierte Visionen beschrieben, doch wurden sie ab dem 19. Jahrhundert zunehmend pathologisiert als Gegenstand der klinischen Psychiatrie. Wer etwas sieht, was andere nicht sehen, ist gemeinhin verrückt und steht außerhalb der normierten Gesellschaft.



Eckart Hahn, Abend, 2011, Acryl auf Leinwand, 80 x 60 cm, Sammlung Akselrad, Courtesy WAGNER + PARTNER, Berlin

Das Absonderliche, Verrückte und Abgründige steht nun im Mittelpunkt der Ausstellung „Die Halluzinierte Welt – Malerei am Rand der Wirklichkeit“ im Haus am Lützowplatz. Auf die Malerei übertragen verweist der Begriff Halluzination zunächst auf ein korruptes Verhältnis zur Wirklichkeit. Die Regeln der Mimesis scheinen außer Kraft gesetzt. Brechungen und Störungen treten in den Vordergrund, in denen das Medium der Abbildung selbst spürbar wird. Doch benennt der Begriff auch eine spezifische generative Fähigkeit der Malerei, eine eigenständige Sichtbarkeit zu erzeugen. Während etwa Skulpturen durch die Verhaftung an das Material stets ein Teil unserer tastbaren dinglichen Wirklichkeit bleiben, kann sich die Malerei als ungreifbares Fantasma von ihr lösen. Verwoben im alternativen Realitätsentwurf manifestieren sich unsere Triebe, Wünsche oder Ängste.



Justine Otto, Gesangverein Liederkranz, 2011, Öl auf Leinwand, 205 x 150 cm, Courtesy polarraum, Hamburg

Veranstaltungshinweise:

22. Mai 2014 | 18.30 Uhr
Im Gespräch
Nicole Zepter und ihr Buch “Kunst hassen”
Moderiert von Ralph Geisenhanslüke, DIE ZEIT
hal-berlin.de/veranstaltung

12. Juni 2014 | 18.30 Uhr
Kuratorenführung m Dialog
Marc Wellmann, Kurator der Ausstellung, im Gespräch mit Mark Gisbourne, Publizisit und freier Kurator
hal-berlin.de/veranstaltung

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vom 20.2.2014 | 19 Uhr bis 30.03.2014

Titel: Alexanderplatz


Künstler: Göran Gnaudschun

Göran Gnaudschun, Mel, Alexanderplatz, 2010

Göran Gnaudschun (*1971 in Potsdam) fotografiert seit 2010 am Berliner Alexanderplatz die Szene von jungen Ausreißern, Gestrandeten, Wohnungslosen, Punks und Selbstdarstellern.
Es gibt Erfahrungen mit längeren Gefängnisaufenthalten, Drogen und viel Alkohol. Diese Menschen passen in die Raster der normalen Gesellschaft nicht hinein: weder in die der Arbeitswelt und oft auch nicht in die der sozialen Fürsorge. Kaum einer ist in Berlin aufgewachsen, viele wollten aus der Provinz fliehen, möglichst weit weg: neu sein, anonym sein, die weite Welt ohne einen Cent in der Tasche erleben.


Göran Gnaudschun, Jennis mit Mond, Alexanderplatz, 2010

Kinder werden schnell erwachsen und Erwachsene werden schnell alt. Gnaudschun portraitiert die Menschen dort, immer darauf bedacht, eine Form von fast verschüttet geglaubter Würde und von Intensität ans Licht zu bringen. Er fotografiert Situationen, in denen sich Symbolhaftes zeigt, er führt Interviews über die Lebenswege der Protagonisten und schreibt selbst Texte über die Sicht des Fotografen auf das vielschichtige Phänomen Alexanderplatz.


Göran Gnaudschun, Sitzecke U 8, Alexanderplatz, 2011

Zur Ausstellung erscheint das Buch "Alexanderplatz" in der Fotohof edition Salzburg, gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst Bonn und die LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH.

Göran Gnaudschun lebt als Bildender Künstler und freiberuflicher Fotograf in Potsdam. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig von 1994 bis 2000 künstlerische Fotografie (Diplom), und von 2001 bis 2003 Bildende Kunst (Meisterschüler) bei Prof. Timm Rautert.
Er ist Mitglied der „lux-fotografen“ und „BerlinPhotoWorkshops“.

Monographien
„Neue Portraits“, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 2008
„Göran Gnaudschun – Fotografie“, Michel Sandstein Verlag Dresden 2005
„Vorher müsst ihr uns erschießen.“, Tilsner Verlag 2001
„LONGE – 44 LENINGRAD“, Katalog Potsdam 1998

Publikationen (Auswahl)
„Leipzig. Fotografie seit 18390“, Passage, Verlag, Leipzig, 2011
„Close The Gap/ Studium bei Rautert“, Kerber Verlag Bielefeld, 2008
„Mit Abstand ganz nah. Fotografie aus Leipzig“, Kerber Verlag Bielefeld, 2008
„Silver & Gold“, Verlag Walter König 2003;
„In einem reichen Land“ (Hrsg. Grass, Dahn, Strasser), Steidl Göttingen 2002;
„contemporary german photography“, Taschen Köln, 1997

Haus am Lützowplatz
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vom 12.6.2013 | 19 Uhr bis 09.02.2014

Titel: Industrielandschaften


Künstler: Oliver Jordan

Oliver Jordan, Unesco Weltkulturerbe Völklinger Hütte, 2008, Öl auf Leinwand, 445 x 325 cm, Sammlung Meiser, ©the artist

Erstmals ist in Berlin eine institutionelle Einzelausstellung des bedeutenden in Köln und in der Bretagne lebenden Malers Oliver Jordan zu sehen. Gezeigt werden seine zum Teil großformatigen Landschaftsbilder einer Industrieregion, in der der Künstler selbst aufwuchs und deren herbe Schönheit er in einer Vielzahl von Motiven festgehalten hat. Im Medium einer besonderen Maltechnik, die den grundsätzlichen realistischen Anspruch mit einem wilden, abstrakt-gestischen Farbauftrag verknüpft, entstehen berückende Szenarien, die das spezifische Licht, das Wetter und die Luft des Ruhrgebiets geradezu greifbar werden lassen.


Oliver Jordan, Verloren und gefunden in Blau, Hoeschwerke, Dortmund, 1992 Öl auf Leinwand, 145 x 95 cm, Courtesy of Galerie Seippel Köln, ©the artist

Der 1958 in Essen geborene Künstler studierte 1980-85 an der Kunstakademie Düsseldorf u.a. bei Anatol Herzfeld und im Kontext der Freien Internationalen Universität (FIU) bei Joseph Beuys. Als Sohn des Gewerkschaftlers Ruthard Jordan besuchte er schon zu Schulzeiten fast jedes Wochenende das Folkwang Museum und ließ sich dort vor allem von der Tradition einer realistisch-expressiven Malerei prägen, die er gegen jedweden Zeitgeist zu einer im aktuellen Kunstbetrieb einzigartigen Position ausformulierte. Als Vorbilder nennt er unter anderem Rembrandt von Rijn, Eugène Delacroix und immer wieder Adolph Menzel sowie die Zeitgenossen Francis Bacon, Frank Auerbach und Lucian Freud. Aber auch die abstrakten Drippings von Jackson Pollock stellen eine Bezugsgröße für Oliver Jordan dar, der seit den 1990er Jahren sowohl als Porträtist als auch als Maler von Stadtansichten und Landschaften internationale Anerkennung erfahren hat.


Oliver Jordan, Biologische Spüle 42° (Meiser Werk), 2008 Öl auf Papier, 35 x 32 cm, Sammlung Meiser, ©the artist

Die Bilder entstehen nach fotografischen Vorlagen im Atelier. In einem vielschichtigen Prozess der künstlerischen Verdichtung, angefangen bei Bleistiftzeichnungen über Ölskizzen bis hin zur geradezu körperlichen Arbeit an teilweise monumentalen Leinwänden, erhalten die Arbeiten ihren spezifischen Charakter durch eine Dialektik aus präziser formaler Setzung und freier, rhythmischer Dekonstruktion. In kraftvoller, virtuoser Behandlung des Malkörpers werden die in mehreren Schichten aufgebauten Bilder geradezu zu Wandobjekten, die sich bei Nahsicht in abstrakte Farbströme auflösen. Die menschenleeren Ansichten etwa der Völklinger Hütte, der von Strommasten durchsetzten Emscher Landschaft oder des Essener Nachkriegspanoramas unter tiefem, wolkenverhangenem Himmel sind durch die Struktur des pastosen Oberflächenreliefs von einer besonderen haptischen und koloristischen Sinnlichkeit geprägt. Gleichzeitig verfügt das jeweilige Motiv über eine verblüffende visuelle Präsenz, die sich gleichsam hinter der Malfläche zur Illusion entfaltet.

Weitere Informationen zum Künstler: oliverjordan.de

Die 2012 im Dumont-Verlag erschienene Publikation Oliver Jordan – Industrielandschaften ist während der Ausstellung zum Sonderpreis von 30,- Euro pro Exemplar erhältlich.


Begrüßung
Peter Senft für den Vorstand

Einführung
Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter

Die Ausstellung im Haus am Lützowplatz wurde ermöglicht durch freundliche Unterstützung der ThyssenKrupp AG.

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel.: +49 30 261 38 05
Fax : +49 30 264 47 13
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Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!




vom 13.9.2013 | 19 Uhr bis 10.11.2013

Titel: Better to reign in Hell, than serve in Heaven


Künstler: Jen Ray

Jen Ray, Barbelo, Performance, 2009, Foto: Franziska von Stenglin, Courtesy Wentrup Gallery, Berlin.

Jen Ray - Better to reign in Hell, than serve in Heaven
14. September – 10. November 2013
Eröffnung: Freitag, 13. September 2013, 19 Uhr

Haus am Lützowplatz, Lützowplatz 9, 10785 Berlin
Mehr Informationen zur Ausstellung und dem Begleitprogramm:
hal-berlin.de
jenrayart.com

Begrüßung: Dr. Alexandra von Stosch für den Vorstand
Einführung: Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter
Performance von Jen Ray: 20.30 Uhr
Aftershow Party in der Trompete mit NetworkAwesome.com, featuring Jason Forrest (DJ): ab 22 Uhr


Jen Ray, Ohne Titel (Meat), 2012, Courtesy Wentrup Gallery, Berlin.

Das Haus am Lützowplatz zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung der amerikanischen, in Berlin lebenden Künstlerin Jen Ray (*1970). Ihre großformatigen kolorierten Zeichnungen bestechen durch ihre akribisch-obsessive Ausführung und sind geprägt von Motiven aus unterschiedlichen Quellen der Populärkultur. Im Zentrum stehen ausschließlich Frauen, deren Macht, Schönheit und Grausamkeit inmitten einer abgründigen Fantasiewelt präsentiert werden. In berückenden Posen zelebrieren Jen Rays wehrhafte Amazonen den Sieg über das Patriarchat.

Einen wichtigen Aspekt ihrer Arbeit stellen seit 2009 Performances dar, die sie zum Teil mit der holländischen Künstlerin Mathilde ter Heijne konzipierte. Ihre Solo-Projekte begreift sie als szenische Realisierungen ihrer Zeichnungen. Jen Ray wurde 1991-1995 an der Winthorp University, Rock Hill in South Carolina ausgebildet und zog danach nach Atlanta, Georgia und später nach New York. Seit 2005 lebt und arbeitet sie in Berlin mit wachsender Anerkennung durch den internationalen Kunstbetrieb. Hier war sie bislang mit drei Einzelausstellungen in der Galerie Wentrup zu sehen neben Beteiligungen unter anderem im Grimmuseum sowie in der Galerie im Körnerpark. Weiterhin war sie involviert bei Projekten in der Kunsthalle Amersfoort, der Kunsthalle Mannheim sowie in Galerien in London, Paris, Wien, Atlanta, und New York.


Jen Ray, Ohne Titel (Easy Livin´), 2012, Courtesy Wentrup Gallery, Berlin.

Mit dieser Ausstellung beginnt das eigene Programm von Marc Wellmann als neuer Künstlerischer Leiter am Haus am Lützowplatz. Jen Rays „kritische Welthaltigkeit“, wie er es nennt, steht als Modell für die zukünftige Ausrichtung von Berlins ältestem Kunstverein, der 1960 gegründet wurde und seit der Wiedereröffnung des damaligen "Kulturzentrums" am Lützowplatz im November 1963 weit über 500 Ausstellungen an diesem Ort ausgerichtet hat; darunter Projekten mit Künstlern wie Konrad Klapheck (1964), Robert Capa (1964), Guiseppe Santomaso (1966), Markus Lüpertz (1970), Mario Merz (1974), Maria Lassnig (1978), John Hartfield (1978/79), Fritz Cremer (1986), Andy Warhol (1987), Tomi Ungerer (1996), Marina Abramovic (1999), Rebecca Horn (2001), Stanley Kubrick (2001), Katharina Sieverding (2003), Fritz Rahmann (2003) und Anthony Cragg (2006).





vom 10.7.2013 | 19 Uhr bis 31.08.2013

Titel: Tschajka 2


Künstler: Professor Manfred Pernice and Students, Universität der Künste Berlin

Klasse Pernice: Tschajka 2, 2013, Druck auf Papier, Mixed Media, 20,5 cm x 29,5 cm

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 10. Juli 2013, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 11. Juli – 31. August 2013 (33. Lange Nacht der Museen)

Es sprechen:
Klaus Uwe Benneter, für den Vorstand
Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter

mit Werken von:
Ayami Awazuhara, Marie Borges, Mitya Churikov, Sara Clarke, Eva Funk, David Iselin-Ricketts, Jeff Ko , Moritz Lacler, Zarah Landes, Stephanie Li, Anton Matzke, Philipp Modersohn, Hannah Molter, Anna Lucia Nissen, Charlotte de Oliveira, Manfred Pernice, Ari Sariannidis, Claudia
Scherling, Anna Szaflarski, Stefan Träger

Manfred Pernice und seine Klasse haben sich auf die speziellen Gegebenheiten der großen Galerie im Haus am Lützowplatz eingelassen und daraus ein Raumkonzept entwickelt, das auf einer Anfang des Jahres 2013 realisierten Klassenausstellung in einer Zahnarztpraxis am benachbarten Nollendorfplatz fußt und gleichzeitig die aktuelle Teilrenovierung der HaLAusstellungsräume mit aufnimmt. So werden die früher bewusst im gebrochenen Weiß gestrichenen Wände nun in einigen Räumen in Polarweiß erstrahlen, was als Assoziationskette über das Gefieder der Möwe (russisch: Tschajka) zurück zu den Weißabstufungen zeitgenössischer Dentalkosmetik führt. Die Ausstellung eröffnet einen Tag vor dem traditionellen Rundgang der UdK.


Foto: Klasse Pernice

Das Projekt der Klasse Manfred Pernice am Haus am Lützowplatz ist nunmehr die 13. Ausstellung im Format „Professor and Students“. Die Reihe wurde 1995 von der früheren Künstlerischen Leiterin des HaL, Karin Pott, begründet und beinhaltete bislang Kooperationen mit unter anderem Valérie Favre (2010), Anthony Cragg (2006), Rebecca Horn (2005 + 2001), Katharina Sieverding (2003), Marina Abramovic (1999) und Leiko Ikemura (1998). Das Konzept sieht die gemeinsame Präsentation von Arbeiten der Professoren mit ihren StudentInnen in einer gemeinschaftlich erarbeiteten Gruppenausstellung vor. Ein Aspekt dieser Ausstellungsreihe ist die Sichtbarmachung von Unterschieden und Parallelen zwischen den Lehrenden und Studierenden, verbunden mit einem generationsübergreifende Dialog im Medium einer Ausstellung, der auch Fragen nach der Lehrbarkeit und Professionalisierung von Kunst aufwirft.

Weitere Informationen: hausamluetzowplatz-berlin.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr

Eintritt frei!

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel.: +49 30 261 38 05
Fax : +49 30 264 47 13
Mail: office@hausamluetzowplatz-berlin.de




vom 7.11. | 11 Uhr bis 30.01.2005

Titel: "Arbeiten auf Papier"


Künstler: Caro Suerkemper, Vitek Marcinkiewicz





vom 22.2. | 11 Uhr bis 04.04.2004

Titel: "Ich bin ein ... was?"


Künstler: Emmett Williams





vom 30.11.03 | 11Uhr bis 15.02.2004

Titel: 40 Jahre Haus am Lützowplatz


Künstler: Gruppenausstellung - Haus am Lützowplatz (04)





vom 21.9. | 15Uhr bis 02.11.2003

Titel: "Letzte Tänze"


Künstler: Günter Grass





vom 23.2. | 11Uhr bis 06.04.2003

Titel: "mehrere Arbeiten (1972-2002)


Künstler: Fritz Rahmann





vom 6.10.02 | 11Uhr bis 17.11.2002

Titel: placebo


Künstler: Katrin v.Lehmann, Christiane Molan, Barbara Wille





vom 24.03.02 - 11.00 Uhr bis 02.05.2002

Titel: GO Klang-und Videoinstallationen


Künstler: Matthias Deumlich





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