Akademie der Künste / Pariser Platz


Akademie der Künste / Pariser Platz
10117 Berlin,
Pariser Platz 4
Telefon: 030-200 57-10 00

Internet: Akademie der Künste / Pariser Platz
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vom 17.2. | 19 Uhr bis 02.04.2017

Titel: Selbstoptimierung


Künstler: SCHAUM
Werkabbildung
SCHAUM
Allegorie 1 (Selbstoptimierung)
2016 © SCHAUM


18. Februar – 2. April 2017
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin, Tel. 030 20057-1000, info@adk.de
Passage, täglich 10–22 Uhr, Eintritt frei

>> Ausstellungseröffnung mit Live-Performance: Freitag, 17. Februar 2017, 19 Uhr, Eintritt frei

Mit der Ausstellung „Selbstoptimierung“ in der Passage der Akademie am Pariser Platz geht die Rostocker Künstlergruppe SCHAUM der Frage nach, warum und wie sich der Fokus des Einzelnen immer mehr auf die eigene Person richtet. SCHAUM recherchiert mit bildästhetischen Mitteln Mechanismen übertriebenen Individualismusstrebens in der heutigen Zeit.

SCHAUM zum Konzept der Ausstellung: „Die Selbstoptimierung als Folge der Entpolitisierung spiegelt das Unwohlsein gegenüber einer persönlichen Meinung genauso wider wie die aussichtslose Suche nach individueller Glückseligkeit. Im Gegenzug dazu hat das wirtschaftliche Denken Einzug ins Private gehalten und lässt uns unseren Wert und unsere Einzigartigkeit nur mehr spüren, wenn wir unsere mentalen und physischen Möglichkeiten messbar und für jeden sichtbar optimieren. Der Prozess der Selbstoptimierung schließt nahezu alle Bereiche unseres Lebens ein und wird dadurch letztlich politisch.“

Werkabbildung
SCHAUM
Surrogat III
2015 © SCHAUM


Die Künstlergruppe SCHAUM arbeitet konzeptionell mit Fotografie, Malerei, Grafik, Objekt, Installation und Performance. Dabei entwickelt SCHAUM selbst-reflexiv kritische Ansätze zu Kunst und Kultur aus dem Selbstverständnis als exemplarisch kleinste sozial-gesellschaftliche Einheit.





vom 11.11.2015 | 20.00 Uhr bis 17.01.2016

Titel: Mafalda und Eternauta retten die Welt. Die kritische Kunst des argentinischen Comics


Künstler: Héctor Germán Oesterheld, Solano Francisco Lopéz

Fassadeninstallation am Akademie-Gebäude Pariser Platz und Akademie-Gespräch zur Eröffnung am 11. November 2015


Hugo Pratt Corto Maltese © Cong S.A., Switzerland. All rights reserved

Mit einer Fassadeninstallation am Pariser Platz, einem Akademie-Gespräch sowie einer Broschüre, gestaltet von dem Künstler REP, widmet sich die Akademie der Künste der kritischen Kunst des argentinischen Comics. Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel hat für die Installation sechs argentinische Künstler, die seit den 1950er Jahren mit Humor, scharfer Kritik und visionärer Einbildungskraft ganze Generationen geprägt haben, ausgewählt: den Schriftsteller Héctor Germán Oesterheld, die Zeichner Solano Francisco López und Alberto Breccia, Hugo Pratt und Quino sowie mit Miguel Repiso (REP) einen Vertreter der neuen Generation. Szenen ihrer bedeutendsten Comics sowie exemplarische Zeichnungen werden ab dem 11. November täglich von 16 bis 22 Uhr auf die Fassade des Akademie-Gebäudes am Pariser Platz projiziert. Im Akademie-Gespräch zur Eröffnung am 11. November um 20 Uhr diskutieren Jeanine Meerapfel, Miguel Repiso (REP), der Verleger Johann Ulrich (avant-verlag) und die Autorin Anna Kemper über die politische und künstlerische Aktualität der Comic-Kunst in Argentinien. Das auf Deutsch und Spanisch geführte Gespräch wird simultan übersetzt.


Quino Mafalda © Quino

Comics sind aus der Gesellschaftskritik Argentiniens nicht wegzudenken. Einige der weltweit angesehensten Vertreter der Comic-Kunst entstammen der sogenannten „Argentinischen Schule“. Entstanden Ende des 19. Jahrhunderts in den USA, verbreitete sich die neue Kunstform mit ihrer innovativen Kombination von Bildfolgen, Lautmalerei und Figuren-Sequenzen schnell. Argentiniens großer Zeitungsmarkt brachte Anfang der 1920er Jahre eine eigene Riege kreativer Zeichner hervor. Nach den Goldenen Jahrzehnten der 1940er bis 1960er Jahre behaupteten sich die Comics im Widerstand gegen die Diktatur in den 1970er Jahren.


Héctor Germán Oesterheld und Alberto Breccia, Eternauta, © avant-verlag, 2015

Die in Berlin vorgestellten Künstler haben biografische Wurzeln in Deutschland, Paraguay, Italien, Spanien und dem Libanon; in ihrer Kunst spiegelt sich das kritische Gewissen und das imaginäre Bewusstsein einer Einwanderungsgesellschaft. Die Installation würdigt in ihrem Titel die zwei bekanntesten argentinischen Comicfiguren: Eternauta ist der Held in El Eternauta von Héctor Germán Oesterheld (1919-1978) und Solano Francisco Lopéz (1928-2011); die Science-Fiction-Geschichte spielt in Buenos Aires und erzählt von dem Widerstand gegen eine Invasion von Außerirdischen. Das sensible und neunmalkluge Mädchen Mafalda ist eine weltbekannte Schöpfung von Quino (Joaquín Salvador Lavado, geb. 1932).

In Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Argentinien und dem Literaturhaus Stuttgart. Mit freundlicher Unterstützung von avant-verlag, Verlag Schreiber & Leser, Cong.

3. Akademie-Gespräch [und …] zur Eröffnung der Fassadeninstallation
„Mafalda und Eternauta retten die Welt. Die kritische Kunst des argentinischen Comics“
Mittwoch, 11. November 2015, 20 Uhr, Ticket € 5/3
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin, Tel. 030 200 57-1000
Laufzeit der Installation: 11. November – 17. Januar 2016, Projektion täglich 16-22 Uhr

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin





vom 2.8.2014 | 11 Uhr bis 28.09.2014

Titel:


Künstler: Karin Sander


Karin Sander 1:5, 2012, Foto © Karin Sander

Die Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste stellt jährlich das Werk eines ihrer Mitglieder im Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg vor.

Die diesjährige Ausstellung ist Karin Sander gewidmet und gibt bis zum 28. September Einblicke in das Schaffen der Künstlerin, deren Ausstellungen in Auseinandersetzung mit dem Kontext und den vorgefundenen Gegebenheiten des jeweiligen Ortes entstehen. Der Fokus liegt dabei auf deren Veränderungen, symbolischen Werten und auf der Interaktion zwischen Arbeit, Betrachter und Institution.
Die Ausstellung beginnt im Kurt Tucholsky Literaturmuseum, wo Geschichte, Schichten und Strukturen zum Thema werden. Mit ihren Städtebüchern bringt Karin Sander den öffentlichen Raum mit seinen Oberflächen in Buchform in das Museum, neben Orten aus aller Welt wird sich Rheinsberg einreihen. Erweitert wird die Ausstellung durch eine Arbeit der Künstlerin, die den neu restaurierten barocken Spiegelsaal des Schlosses direkt und im übertragenen Sinn reflektiert.

Karin Sander, geboren in Bensberg, lebt und arbeitet in Berlin und Zürich. Sie studierte Freie Kunst und Kunstgeschichte an der Kunstakademie Stuttgart und am I.S.P., Whitney Museum, New York. Seit 2007 hat sie eine Professur für Architektur und Kunst an der ETH Zürich, Schweiz. Ihre Arbeit wurde in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt. Ihre Werke befinden sich u. a. in den Sammlungen des National Museum, Osaka, Japan; Staatsgalerie Stuttgart; The Museum of Modern Art und dem Metropolitan Museum, New York und dem Hirshhorn Museum, Washington, USA.

Karin Sander
Ausstellung 02. August bis 28. September 2014

Ausstellungsort:
Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg
16831 Rheinsberg, Tel. 033931 39007
tucholsky-museum.de
dienstags bis sonntags 10-17.30 Uhr, 4 / 3 €, Kombiticket 10 / 7 €

Eröffnung: Samstag, 02. August 2014, 11 Uhr
Es sprechen Peter Böthig, Leiter des Kurt Tucholsky Literaturmuseums Schloss Rheinsberg, und der Kunsthistoriker Hubertus Butin

Die Ausstellung wurde realisiert als Kooperation der Akademie der Künste, Berlin, des Kurt Tucholsky Literaturmuseums, Schloss Rheinsberg sowie der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.





vom 31.1.2014 | 19 Uhr bis 30.03.2014

Titel: Traumprotokolle -Filmische Präsentation


Künstler: Hanna Schygulla

Kino Traum, 1978/2005
(eingefügte Szene aus Rio das Mortes, 1970, Regie: Rainer Werner Fassbinder)
© Hanna Schygulla

Ausstellungseröffnung: Freitag, 31. Januar 2014, 19 Uhr, Eintritt frei
Mit Hanna Schygulla und Dieter Kosslick

Hanna Schygulla wurde Ende der 1970er Jahre durch die Fassbinder-Filme „Die Ehe der Maria Braun“ und „Lili Marleen“ zum internationale Star des deutschen Films. In dieser Zeit entstanden auch ihre ersten eigenen Videoarbeiten. Anstelle einer klassischen Dokumentenausstellung zu Leben und Werk von Hanna Schygulla werden in der Akademie der Künste ab dem 1. Februar 2014 ihre Kurzfilme gezeigt. Damit wird ein Teilbereich ihres Schaffens vorgestellt, der der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt ist.

„Angefangen hat es mit dem Träumen, denn wenn wir schlafen und träumen, erwacht in uns ein Dichter, der uns mit gewagten Bildern und Worten das sagt, was unser Wachsein uns verbirgt. Auf Grund von kurzen Aufzeichnungen habe ich einige Träume mit offenen Augen vor meiner laufenden Videokamera nacherlebt.“, beschreibt Hanna Schygulla die Intention für ihre Videos. Entstanden sind die „Traumprotokolle“ (1978/79), die sie mit minimalen Mitteln selbst produzierte und in denen sie teilsweise auch mitwirkte. Die sehr persönlichen und zugleich rätselhaften Videominiaturen spiegeln ihre inneren Vorstellungswelten, reflektieren aber auch reale Begebenheiten. Daneben werden Projekte zu sehen sein wie „Hanna Hannah“ (2006/2007), in dem sie sich ins Labyrinth des Holocaust-Mahnmals mitten in Berlin begibt, im Gedenken an jene Jüdin Hannah, nach der Hanna Schygullas Mutter sie benannt hat. In „Traumtunnel“ (2005) wechseln die Bilder in eine magische Unterwelt, in die eine Frau, 27 Jahre älter und im Heute, den Zuschauer mit den Themen des Verlustes, des Todes und der Versöhnung konfrontiert.


Schwester, 1978/2005
© Hanna Schygulla

Während der Laufzeit finden zwei Begleitveranstaltungen mit Hanna Schygulla statt. Ihre Gesprächspartner sind Andres Veiel (25.02.2014) und Max Moor (06.03.2014).

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin
In Kooperation mit Maison Européenne de la Photographie, Paris, und Le Fresnoy, Lille
Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

1. Februar – 30. März 2014

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. 030 20057-1000
info@adk.de

Di–So 11–19 Uhr, Eintritt EUR 5/3, bis 18 Jahre und dienstags von 15 bis 19 Uhr Eintritt frei




vom 29.8.2013 | 19 Uhr bis 08.12.2013

Titel: ARTE POSTALE


Künstler: Bilderbriefe, Künstlerpostkarten, Mail Art


CL Francke, Rotterdam/Niederlande, an Guillermo Deisler, Plovdiv/Bulgarien, 1.7.1986, Das Paradies der Arbeiter, Mail Art-Karte mit Collage, 10,5 x 14,7 cm, Guillermo-Deisler-Sammlung, Akademie der Künste, Berlin

Die Ausstellung ARTE POSTALE zeigt Bilderbriefe und Künstlerpostkarten aus den Archiven der Akademie und gewährt erstmals auch Einblick in ihre große
Mail Art-Sammlung. Darüber hinaus präsentiert sie ausgewählte Künstlerpost und Postkartenentwürfe von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen.
Die einmalige Schau von bisher noch nie oder selten gezeigten Arbeiten umfasst knapp 700 Exponate, darunter auch Plakate und Objekte sowie ungezählte Beiträge einer aktuellen Mail-Art-Aktion.

Im historischen Teil der Ausstellung breitet die Akademie Schätze aus ihren Archivbeständen aus. Hier finden sich Briefe und Postkarten von George Grosz, Else Lasker-Schüler, Max Pechstein oder auch Zeichenbotschaften von Bernhard Heisig, Bernard Schultze, Werner Stötzer und Joachim John, die an die Akademie adressiert waren. Zu den zahlreichen gezeichneten, gemalten, collagierten, druckgrafisch oder typografisch bemerkenswerten Postsendungen von Künstlern und Künstlerinnen anderer Sparten zählen die Briefe der Architektengemeinschaft Gläserne Kette, Postalisches von Hans Scharoun, aquarellierte Botschaften von Sarah Kirsch und Peter Rühmkorf, Bilderbriefe von Einar Schleef, Grüße und Kurzkommentare von Robert Wilson, Luigi Nono und György Ligeti.



Joseph Beuys, Kassel, an Klaus Staeck, Heidelberg, 15.8.1977, Holzpostkarte, Siebdruck, Bleistift auf Fichtenholz, 10,5 x 14,8 x 3,5 cm, Sammlung Staeck, © Edition Staeck, Heidelberg / VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Eric Tschernow

Einen Schwerpunkt der Schau bilden Postsendungen von herausragenden Protagonisten der DDR-Mail-Art-Szene und ihren Korrespondenzpartnern in Ost und West, darunter auch von den in ihrer Heimat politisch verfolgten Mail Artisten Clemente Padín und Jorge Caraballo (Uruguay) sowie Edgardo-Antonio Vigo (Argentinien). Mit subversiver Energie und pointierter Metaphorik auf der Wort- und Bildebene verstanden sie es, staatliche Kontroll- und Regelinstanzen zu unterlaufen, den Horizont ästhetisch und gedanklich zu erweitern und über Grenzen hinweg politische und soziale Solidargemeinschaften zu bilden.

Wie wichtig für Fluxus- und Konzeptkünstler und viele andere Kunstschaffende im Westen die Postkarte als künstlerisches Medium und von welcher generellen Bedeutung für die Freundschaft unter Künstlern der Austausch von Bildern und Worten per Post war und ist, führt ein weiterer Ausstellungsteil vor Augen. Er ist der Edition Staeck und der Künstlerpost gewidmet, die Klaus Staeck von zahlreichen Künstlern und Künstlerinnen erhielt. Zu seinen Korrespondenten gehören Joseph Beuys, Dieter Roth und Daniel Spoerri, Hanne Darboven, James Lee Byars, Jean-Jacques Lebel, aber auch Andy Warhol, Emil Schumacher und Jonathan Meese.



Daniel Spoerri, Marienplatz und Frauenkirche, 1972, Postkarte der Edition Staeck, Offsetdruck, 10,5 x 14,8 cm, Sammlung Staeck, © Edition Staeck, Heidelberg / VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Das Ergebnis einer anlässlich der Ausstellung initiierten Mail-Art-Aktion zum Thema „Academy/Akademie“ verdeutlicht, wie sehr auch im Zeitalter des Internets das analoge Netzwerken und künstlerische Agieren im „kleinen Format“ ein Bedürfnis ist und Freude macht.

Begleitend zur Ausstellung, kuratiert von Rosa von der Schulenburg, erscheinen ein Katalog und Reprints von ausgewählten Postkarten sowie zwei für die Ausstellung von Klaus Staeck gestaltete Postkarten und ein Zweierset mit von ihm entworfenen Sondermarken. Mit besonderer Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste sowie der Deutschen Post AG

Katalog:
ARTE POSTALE
Bilderbriefe, Künstlerpostkarten, Mail Art aus der
Akademie der Künste und der Sammlung Staeck
Rosa von der Schulenburg im Auftrag der AdK (Hg.)
AdK, Archiv, Berlin 2013
125 Farb-Abb., 136 S., ISBN 978-3-88331-198-2
Preis in Ausstellung / Buchhandel 20 €

Postkarten-Edition
Die Edition mit Reprints von ausgewählten Motiven aus der Ausstellung und einer hierfür von Klaus Staeck gestalteten Postkarte ist in der Ausstellung bzw. im Buchladen der Akademie käuflich zu erwerben.

Ausstellungsdauer: 30. August – 08. Dezember 2013

Führungen sonntags 11 Uhr, donnerstags 17.30 Uhr,
zu allen Schul- und Ferienworkshops,
darüber hinaus für Schulklassen nach Vereinbarung
In Zusammenarbeit mit dem Meininger Hotel
>> ausführliche Informationen unter adk.de/kunstwelten

Öffnungszeiten dienstags bis sonntags 11-19 Uhr / geöffnet am Feiertag (03.10.)

Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre und am 1. Sonntag im Monat Eintritt frei

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. (030) 200 57-1000





vom 31.1.2013 | 19 Uhr bis 26.05.2013

Titel: Nothing to declare? Weltkarten der Kunst nach ´89


Künstler: Dokumentarische Ausstellung mit künstlerischen Positionen

Pieter Hugo, Nollywood, Chris Nkulo and Patience Umeh, Enugu, Nigeria 2008, © Pieter Hugo. Courtesy Stevenson, Kapstadt/Johannesburg und Yossi Milo, New York

>> Eröffnung: 31.01.2013, 19 Uhr, Eintritt frei
>> Tanzperformance Koffi Kôkô: 01.02.2013, 19 Uhr, Ticket Euro 15/12
>> Symposium: 02.-03.02.2013, Eintritt frei

In ihrer ersten Ausstellung 2013 dokumentiert die Akademie der Künste die Veränderung der Kunstszenen durch die Globalisierung. Die geopolitische Wende 1989 eröffnete das Zeitalter der weltweiten Biennalen, die das Schema von Zentrum („Westkunst“) und Peripherie verabschiedeten. „Nothing to declare?“ visualisiert die neuen Landkarten der aktuellen Kunstszenen und verweist auf die geopolitischen, sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Verflechtungen, die zur Auflösung des universalen Geltungsanspruchs der westlichen Moderne führten.
Im Zentrum der Ausstellung in der Akademie der Künste am Pariser Platz steht ein Panorama-Raum als Medieninstallation, der mithilfe umfangreicher Daten den Zeitablauf und die geografische Ausbreitung der globalen Kunstproduktion anschaulich macht. Mit den strukturellen Veränderungen korrespondiert auch die Bildung einer neuen kritischen Praxis in den Künsten. Ausgewählte Beiträge der Gegenwartskunst zeigen exemplarisch diesen Wandel. Zu sehen sind fotografische Arbeiten, Installationen und Filmbeiträge von 15 Künstlerinnen und Künstlern.


Ho-Yeol Ryu, Flughafen, 2005, © Courtesy Ho-Yeol Ryu

Das Ausstellungskonzept von „Nothing to declare?“ geht zurück auf die Ausstellung „The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989“ des ZKM im Museum für Neue Kunst in Karlsruhe. In Kooperation mit der Akademie der Künste wird das Projekt nun weiterentwickelt und neu präsentiert. Im Rahmenprogramm präsentiert die Akademie am 1. Februar in ihrem Haus am Hanseatenweg die Performance „La Beauté du Diable“ des Tänzers und Choreographen Koffi Kôkô. In einem vom Goethe-Institut Lissabon konzipierten Symposium vom 2. bis zum 3. Februar wird das Ausstellungsthema zudem im postkolonialen Zusammenhang diskutiert.

Künstlerische Positionen von AES Group, Rasheed Araeen, Halil Altındere, Manthia Diawara, Doug Fishbone, Thierry Geoffroy / Colonel, Pieter Hugo, Christian Jankowski, Ben Lewis, Nástio Mosquito, Nusra Latif Qureshi, Araya Rasdjarmrearnsook, Ho-Yeol Ryu, Zhou Tiehai, Miao Xiaochun

Ein Projekt des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und der Akademie der Künste, Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

1. Februar – 24. März 2013
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin, Tel. 030 20057-1000, adk.de
Di-So 11-19 Uhr, Eintritt Euro 6/4

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. +49(0)30 200 57-15 14
Fax +49(0)30 200 57-15 08
presse@adk. de




vom 2.12.12 | 11.30 Uhr bis 14.04.2013

Titel: Letzte Zuflucht Mexiko. Gilberto Bosques und das deutschsprachige Exil nach 1939


Künstler: Gilberto Bosques

Gilberto Bosques um 1940 in Marseille, Privatarchiv Laura Bosques, Mexiko-Stadt

3. Dezember 2012 – 14. April 2013
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin, Brücke und Passage
Tel. 030 20057-1000, info@adk.de
Öffnungszeiten: täglich 10-22 Uhr, Eintritt frei

Ausstellungseröffnung, Sonntag, 2. Dezember 2012, 11.30 Uhr
Mit Klaus Staeck, Francisco N. González Díaz und Christine Fischer-Defoy

Anhand von 25 ausgewählten Biografien, neun Thementafeln und zwei Medienstationen erzählt die Ausstellung von der Rettungsaktion des mexikanischen Diplomaten Gilberto Bosques (1892-1995), vom Leben der Berliner Exilanten im fernen Mexiko und von ihrer Rückkehr in das zerstörte Nachkriegsdeutschland. Als Konsul in Marseille versorgte Bosques von 1940 bis 1942 unter dramatischen Umständen zahlreiche deutsche und österreichische Flüchtlinge, die nach dem Vormarsch deutscher Truppen im Süden Frankreichs festsaßen, mit Visa, Unterkünften und Schiffspassagen. Zu ihnen gehörten viele Schriftsteller, Musiker und Künstler, unter ihnen Alexander Abusch, Hanns Eisler, Ludwig Renn, Anna Seghers, Steffie Spira, Jeanne und Kurt Stern, Bodo Uhse und Paul Westheim, deren Nachlässe im Archiv der Akademie der Künste überliefert sind. Ihre Erfahrungen im mexikanischen Exil werden in der Ausstellung dokumentiert. Bei ihrer Rückkehr nach Berlin liefen die „Mexikaner“ in der DDR Gefahr, als „Westemigranten“ denunziert und verfolgt zu werden.

Eine Ausstellung des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. (aktives-museum.de) in Kooperation mit der Akademie der Künste, dem Iberoamerikanischen Institut – Preußischer Kulturbesitz und dem Instituto de Investigaciones Interculturales Germano-Mexicanas A.C.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Publikation
Letzte Zuflucht Mexiko. Gilberto Bosques und das deutschsprachige Exil nach 1939
Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. (Hg.), Berlin 2012,
zahlreiche Farb- u. s/w-Abb., ca. 330 S., ISBN 978-3-00-039767-7, 20,00 €

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. +49(0)30 200 57-15 14
Fax +49(0)30 200 57-15 08
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vom 19.10. | 19 Uhr bis 25.11.2012

Titel: Eduardo Chillida in Deutschland. Vitrinenausstellung und Videodokumentation


Künstler: Eduardo Chillida

Eduardo Chillida, „Berlin“, Foto © Museo Chillida-Leku

Eröffnung: Freitag, 19. Oktober 2012, 19 Uhr

Grußwort: Gloria Mínguez Ropiñón, Kulturrätin der Spanischen Botschaft
Einführung: Robert Kudielka, Mitglied der Akademie der Künste
Akademie der Künste, Passage, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Anlässlich des 10. Todestages des spanischen Bildhauers Eduardo Chillida zeigt die Akademie der Künste in Kooperation mit der Fundación Chillida-Belzunce in der Passage des Akademie-Gebäudes am Pariser Platz eine Vitrinenausstellung und Videodokumentation zu dem spanischen Künstler. Im Mittelpunkt der von Ignacio Chillida kuratierten Präsentation stehen Chillidas Skulpturen im öffentlichen Raum in Deutschland und die Freundschaft mit dem Philosophen Martin Heidegger. Die Schließung des Chillida-Leku-Museums im spanischen Hernani am 1. Januar 2011 „aufgrund der Finanzkrise seit 2007“ (so die offizielle Begründung) ist ein exemplarisches Beispiel für das Zurückfahren der staatlichen Kunstförderung in Europa. Damit ist ein bedeutendes Zentrum für Kunst im Baskenland für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Die Hommage in der Akademie ist insofern auch Ausdruck der Besorgnis um die gegenwärtige Situation von Kunst und Kultur in Europa.

Eduardo Chillida, geboren 1924 in San Sebastián, war von 1991 bis zu seinem Tod 2002 Mitglied der Akademie der Künste. Er ist international nicht nur mit der Installation von zahlreichen Skulpturen im öffentlichen Raum bekannt geworden – die Skulptur vor dem Bundeskanzleramt in Berlin ist ein prominentes Beispiel dafür –, sondern auch durch das Buch „Die Kunst und der Raum“ mit einem Text von Heidegger und einer Serie von Litho-Collagen von Chillida.

Neben der Präsentation in der Akademie gibt es weitere Veranstaltungen zu Ehren Chillidas. Am 19. Oktober vormittags findet am Bundeskanzleramt, vor der Skulptur „Berlin“, für geladene Gäste eine „Hommage an Eduardo Chillida“ in Anwesenheit des Kanzleramtsministers Ronald Pofalla statt.
Am 25. und 26. Oktober folgt das von Ana María Rabe geleitete öffentliche Symposium „Das Format der Ideen“ in der Universität der Künste (weitere Informationen: udk-berlin.de).

Ausstellungsdaten:
20. Oktober – 25. November 2012
Eduardo Chillida in Deutschland. Vitrinenausstellung und Videodokumentation
Akademie der Künste, Passage, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
täglich 10-22 Uhr, Eintritt frei

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. +49(0)30 200 57-15 14
Fax +49(0)30 200 57-15 08




vom 7.9.2012 | 19 Uhr bis 04.11.2012

Titel: Der Alchimist - Lichtgrafisches Spätwerk


Künstler: Heinz Hajek-Halke

Ohne Titel, um 1963, C-Print, 39,7 x 29,6 cm, Foto: Heinz Hajek-Halke, © Michael Ruetz

>> Ausstellungseröffnung, Freitag, 7. September 2012, 19 Uhr, Eintritt frei
Mit Klaus Staeck, Akademie-Präsident, und Rolf Sachsse, Kurator

Was László Moholy-Nagy für die Fotografie des Bauhauses und der 1920er Jahre geleistet hat, schuf Heinz Hajek-Halke für die 1950er Jahre und die abstrakte Kunst. Dabei war Hajek-Halke (1898-1983) ein genuin fotografisch arbeitender Künstler: Was er in der Dunkelkammer an physikalisch-chemischer Arbeit vollbrachte, darf getrost als Alchimie bezeichnet werden; es wird noch heute von keinem digitalen Software-Programm erreicht.

Unter den großen Fotokünstlern des 20. Jahrhunderts war Heinz Hajek-Halke ein Einzelgänger, der keiner Schule angehörte und dennoch viele Andere beeinflusste. Schon in den frühen 1930er Jahren als Plakatkünstler berühmt, setzte seine künstlerische Reife in den 1950er Jahren ein. Er ist einer der großen Abstrakten und diesbezüglich einer der ersten Künstler in der Fotografie überhaupt.

Die Akademie der Künste besitzt aus seinem Spätwerk über 200 Lichtgrafiken, die erstmals umfassend in der Ausstellung am Pariser Platz präsentiert werden. Sie bietet eine der raren Wiederentdeckungen an, die zur Geschichte der künstlerischen Fotografie im 20. Jahrhundert noch zu machen sind.

Eine Ausstellung des Archivs der Akademie der Künste, Berlin. Kuratiert von Rolf Sachsse, in Zusammenarbeit mit Michael Ruetz und Rosa von der Schulenburg

Im Verlag Gerhard Steidl erscheint zur Präsentation eine Publikation in Deutsch und Englisch, herausgegeben von Michael Ruetz.

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie Berlin, mdf-berlin.de

Öffnungszeiten: Di-So 11-20 Uhr, Eintritt 6/4 €, am ersten Sonntag im Monat und unter 18 Jahre Eintritt frei

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. 030 20057-1000
Fax 030 200 57-15 08
info@adk. de




vom 5.6.2012 | 18 Uhr bis 12.08.2012

Titel: Choreographie der Massen. Im Sport. Im Stadion. Im Rausch.


Künstler: Gruppenausstellung

Olympiastadion Kiew Olympic Stadium, Kiev, gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Foto © Marcus Bredt

Die Akademie der Künste widmet sich im Jahr der Olympischen Spiele und der Fußball-Europameisterschaft dem öffentlichen Raum des Stadions. Eine Ausstellung am Pariser Platz geht der Faszination von sportlichen Großereignissen nach und stellt sie in einen besonderen Rahmen: den der Wechselwirkung von Sport, Architektur und Fankultur. Der Bogen spannt sich vom sakralen Hintergrund des Wettkampfes in der Antike bis zur heutigen Politisierung und Kommerzialisierung. Thematisiert wird das Stadion als Ort attraktiver Spektakel wie auch organisierter Gewaltausbrüche – das Sporterlebnis als Projektion von Völkerverständigung und Nationalismus, Fairness und Betrug. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (dt./engl.) im Jovis Verlag.


La Ola, Die Welle, Foto © Thomas Dietrich, Euskirchen

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin
In Kooperation mit gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin




vom 29.3.2012 | 19 Uhr bis 17.06.2012

Titel: John Cage und ... Bildender Künstler – Einflüsse, Anregungen


Künstler: John Cage, u.a.

John Cage, New York, 1990, Foto © Wulf Herzogenrath

John Cage (1912-1992) war als Komponist, Musiker, Philosoph, Literat und Denker so einflussreich und hoch geachtet wie kaum ein anderer Künstler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Doch seine Werke als bildender Künstler und sein Einfluss auf die Kunst sind weitaus weniger bekannt als seine Musik. Im Rahmen des Jahresprogramms „A Year from Monday“ zum 100. Geburtstag von Cage stellt die Akademie der Künste mit der Ausstellung „John Cage und …“ den bildenden Künstler Cage in den Mittelpunkt. Kuratiert von Wulf Herzogenrath, verknüpft die Schau Cages visuelles Werk mit der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Inhaltlich erweitert ist die Ausstellung ab dem 14. Juli im Museum der Moderne Salzburg zu sehen.


John Cage, 17 Drawings by Thoreau, 1978, Fotoradierung auf Hodomurapapier, 61,9 x 91,6 cm, Kunsthalle Bremen – Kupferstichkabinett – Der Kunstverein in Bremen, Foto: Lars Lohrisch, © The John Cage Trust

Ausgestellt sind Klanginstallationen, Arbeiten auf Papier, Notationen, Foto- und Filmdokumente – von John Cage selbst und von Anregern und Freunden, darunter Richard Buckminster Fuller, Marcel Duchamp, Robert Rauschenberg, Nam June Paik, Mark Tobey, Morris Graves. Erstmals zeigt die Schau mit zentralen Werken von Paul Klee, Alexej von Jawlensky, László Moholy-Nagy sowie Anni und Josef Albers die enge Verbindung zwischen Cages bildkünstlerischer Entwicklung und den Aufbrüchen der klassischen Moderne in Europa. Cage verfolgte diese aufmerksam; bereits als 22-jähriger erwarb er ein Bild von Jawlensky, und 1939 organisierte er Ausstellungen von Klee, Kandinsky und Jawlensky.


Anni Albers, Knoten, 1947, Gouache auf Papier, 43,2 x 51,1 cm, The Josef and Anni Albers Foundation, New York, © The Josef and Anni Albers Foundation, New York / VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Der Kunsthistoriker und Kurator Wulf Herzogenrath leitete den Kölnischen Kunstverein (1973-89, hier organisierte er 1978 die erste Einzelausstellung mit Werken von Cage in Europa), war Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin (1989-94) und Direktor der Kunsthalle Bremen (1994-2011).

>> Ausstellung in Kooperation mit dem Museum der Moderne Salzburg (2. Station 14.7.-7.10.12)
Begleitend erscheint der DuMont Dokumente-Band „John Cage und ...“, 320 Seiten, 24,90 Euro

Ausstellungseröffnung, Donnerstag, 29. März 2012, 19 Uhr

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin




vom 24.4.12 | 19 Uhr bis 28.05.2012

Titel: Akademie-Stipendiaten zeigen aktuelle Werke


Künstler: Gruppenausstellung

John Gerrard: Grow Finish Unit (near Elkhart, Kansas), 2008, Still (from realtime 3D). Courtesy: John Gerrard, Thomas Dane Gallery

In der Ausstellung „Junge Akademie 2012“ zeigen Stipendiaten der Akademie der Künste aktuelle Arbeiten. Die Schau eröffnet und begleitet den „Monat der Stipendiaten“, die jährliche Plattform der jungen internationalen Künstler, die an den Stipendiatenprogrammen der Akademie teilnehmen. Vier Positionen - Bilder in 3D, Wand-Zeichnungen, Performance-Skulptur, Installation - sind in zwei Sälen am Pariser Platz zu sehen:

John Gerrards (Irland) Arbeiten sind komplexe digital bewegte Bilder in Realzeit. Seine virtuellen Räume stellen reale Gegebenheiten anhand von Dokumentationsfotos nach. In seiner 3D-Arbeit „Grow Finish Unit“ wird die extreme technische Funktionalisierung der Produktion von problematisiert. Auch für Steven Baelen (Belgien) und Clara Montoya (Spanien) ist die Auseinandersetzung mit Zeit und Raum von Bedeutung. Baelen arbeitet mit tagebuchartigen Bleistiftzeichnungen seines unmittelbaren Umfeldes, Kopien, Computerbearbeitungen und Projektionen, die er in wuchernde Wandzeichnungen transformiert. Montoya plant eine skulpturale Performance, bei der die Skulptur als täglich produzierende Maschine zum Werkzeug der anwesenden Künstlerin wird. Die Villa-Serpentara-Stipendiatin Katja Pfeiffer (Deutschland) geht in ihren Installationen aus Holz und Dachpappe den Fragen von Illusion und Wirklichkeit nach.
Im Rahmen der Ausstellung zeigt auch der Will-Grohmann-Preisträger Jan Wawrzyniak zwei Arbeiten.

Die Veranstaltungen des „Monats der Stipendiaten“ mit u.a. Lectures, Filmen und Lesungen folgen ab dem 26. April. Weitere Informationen zum Programm unter /junge akademie

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. +49(0)30 200 57-15 13
Fax +49(0)30 200 57-15 08
heilmann@ adk. de




vom 1.2.2012 | 18 Uhr bis 15.04.2012

Titel: Mario Adorf … böse kann ich auch


Künstler: Mario Adorf Archiv

Mario Adorf, Die zwölf Geschworenen, 1963, Foto: Felicitas Timpe

Mario Adorf ist einer der profiliertesten deutschen Schauspieler, ein Charakterdarsteller und Star des europäischen Films. Ob Schurke, Dandy, Patriarch – Adorf ist in vielen Rollen zuhause. Die Ausstellung am Pariser Platz zeigt, wie facettenreich er spielte, in internationalen Produktionen, im Neuen Deutschen Film, in seinen großen TV-Mehrteilern. Neben Filmausschnitten sind erstmals zahlreiche Fotos, Plakate, Briefe und Manuskripte aus Mario Adorfs umfangreichem privatem Archiv zu sehen.

Im Nachkriegsdeutschland galt er als der Filmbösewicht schlechthin. Nach seiner eindrucksvollen Charakterstudie des Triebmörders Luedke in Robert Siodmaks „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957) legten ihn die europäischen Western der sechziger und die italienischen Mafiafilme der siebziger Jahre auf den Typ des brutalen Schurken fest. Doch Mario Adorf entzog sich diesem Rollenklischee. In internationalen Filmen von Jerzy Skolimowski, Robert Enrico oder Claude Chabrol bewies er seine Wandlungsfähigkeit und profilierte sich als Charakterdarsteller. Deutsche Autorenfilmer wie Edgar Reitz, Michael Verhoeven, Reinhard Hauff, Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff besetzten ihn mehrfach, so u. a. Reitz in „Die Reise nach Wien“ (1973) und Schlöndorff in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Die Blechtrommel“ (1978/79). Später spielte Adorf in populären Fernsehproduktionen wie „Via Mala“ (1985) von Tom Toelle oder „Der große Bellheim“ (1992) von Dieter Wedel. Die Ausstellung nähert sich thematisch dem Kosmos Mario Adorf und zeichnet anhand seiner beeindruckenden knapp sechzigjährigen Schauspielkarriere auch wichtige Kapitel der europäischen Filmgeschichte nach.

Die Akademie der Künste hat 2009 das Mario Adorf Archiv übernommen. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation. Begleitveranstaltungen sind in Vorbereitung.

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Öffnungszeiten Di-So 11-20 Uhr
Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre und am 1. Sonntag im Monat frei
Tickets Tel. 030 20057-1000, ticke t@ adk. de





vom 28.6.11 | 19 Uhr bis 14.08.2011

Titel: Käthe-Kollwitz-Preis 2011


Künstler: Janet Cardiff & George Bures Miller


Träger des Käthe-Kollwitz-Preises 2011 sind Janet Cardiff und George Bures Miller. Anlässlich der Auszeichnung präsentiert das kanadische Künstlerpaar vier Arbeiten in der Akademie der Künste. In der Ausstellung am Pariser Platz wird die Konstruktion und Dekonstruktion von akustischer Wahrnehmung und illusionistischen Räumen fokussiert. Denn die wirklichen Vorgänge von Cardiff & Millers Geschichten entstehen beim Begehen und Betrachten erst mit der visuell-sinnlichen Wahrnehmung. Durch Erinnerung und Vorstellung an und von Räumen, Objekten und Zusammenhängen öffnet sich eine weitere Ebene. Als Betrachter-Zuhörer ist man zwischen Traum und Traumata, Erschrecken und Neugierde hin und hergerissen. Oft passt das, was man sieht, nicht mit dem zusammen, was man hört – oder aber der Klang lässt sich dem imaginierten Ort nicht zuordnen. Die erstmals in Deutschland gezeigte Arbeit „Killing Machine“ (2007) ist eines dieser faszinierend-narrativen Hauptwerke: Der Foltermaschine im Raum ausgesetzt, erlebt der Besucher einzig durch Licht und eine technisch komplexe Sound-Komposition die bis ins Unerträgliche gesteigerte Maltraitierung eines fiktiven Opfers. Während das wechselnde Licht und der leere „Behandlungsstuhl“ die innerlich schmerzende Erfahrung befördern, banalisiert eine Diskokugel die Situation. Das narrative Moment der Arbeit spielt sich einzig in unseren Köpfen ab.



Janet Cardiff (Jg. 1957) und George Bures Miller (Jg.1960) leben in Berlin und Kanada. Das Künstlerpaar ist mit zahlreichen Werken in privaten und öffentlichen Sammlungen weltweit vertreten. Sie beteiligten sich international an vielen Gruppenausstellungen und Biennalen. Weltweit anerkannte Museen und Galerien wie Modern Art Oxford, Museu d’Art Contemporani de Barcelona - MACBA, Mathildenhöhe Darmstadt, luden die Künstler in den vergangenen Jahren zu Einzelausstellungen ein.

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung: Dienstag, 28. Juni 2011, 19 Uhr
Laudatio: Wulf Herzogenrath
Mit: Janet Cardiff, George Bures Miller, Prof. Klaus Staeck, Der Botschafter von Kanada, Seine Exzellenz Dr. Peter M. Boehm

Laufzeit der Ausstellung: 29.06. – 14.8.2011

Abbildungen:
- Porträt Janet Cardiff/George Bures Miller
© Gunnar Geller
- The Killing Machine | 2007, Janet Cardiff & George Bures Miller
Photo: Seber Ugarte & Lorena Lope
Courtesy die Künstler, Luhring Augustine, New York & Galerie Barbara Weiss, Berlin

Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte
Tel. 030 200 57-1000
adk.de
dienstags bis sonntags 11-20 Uhr, Eintritt € 5/3
Am 1. Sonntag im Monat und bis 18 Jahre Eintritt frei




vom 28.6.2011 | 20 Uhr bis 14.08.2011

Titel: Ausgewählt:


Künstler: Gina Burdass


>> Eröffnung: Dienstag, 28. Juni 2011, 20 Uhr, Eintritt frei
Es sprechen: Robert Kudielka, Direktor der Sektion Bildende Kunst, Akademie der Künste
Bridget Riley, Mitglied der Akademie der Künste

In der Ausstellungsreihe „Ausgewählt“ stellen Mitglieder der Akademie der Künste aktuelle künstlerische Positionen vor, die sie interessieren, begeistern oder zum Widerspruch reizen. Für diesen Sommer hat Bridget Riley, Mitglied der Sektion Bildende Kunst, die Londoner Malerin Gina Burdass nach Berlin eingeladen.



Burdass’ klein- und mittelformatige Farbkompositionen verstricken den Betrachter in ein lebhaftes Spiel von Bezügen. In den Gemälden geht es um die Zeichnung mit Farbe und die Erschließung von Räumlichkeit mittels Farbe. Gina Burdass unterteilt ihre Gemälde in strenge rechteckige Farbpaneele, die sich präzise voneinander absetzen oder miteinander korrespondieren, so dass eine Rhythmisierung entsteht. Anlässlich der Ausstellung von Gina Burdass wird das 2005 für die Akademie der Künste realisierte Wandbild Composition with Circles 5 von Bridget Riley dem Publikum zugänglich gemacht.

„Gina [Burdass] besitzt den Mut und die Hartnäckigkeit, die notwendig sind, wenn man sich auf die Beschäftigung mit etwas einlässt, das so reich, machtvoll und zugleich schwer zu fassen ist wie die Farbe.“ (Bridget Riley)

Gina Burdass, 1951 in England geboren, lebt und arbeitet in London. Sie studierte dort am Hammersmith College of Art and Building und an der Central School of Art and Design Malerei. Zwischen 1986 und 1991 arbeitete sie als Assistentin von Bridget Riley in Frankreich.

Abbildungen:
- Gina Burdass, Nine Square Series 13, 2010
Foto: Peter Abrahams, Copyright: Gina Burdass
- Gina Burdass, Lilac Across, 2011
Foto: Peter Abrahams, Copyright: Gina Burdass

Di-So 11-20 Uhr,
Eintritt € 5/3, bis 18 Jahre und am 1. Sonntag im Monat frei
Ticket gilt auch für die Ausstellung „Käthe-Kollwitz-Preis 2011“

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. 030 200 57-1000
voigtlaender @ adk. de
adk.de




vom 14.5.11 | 11 Uhr bis 07.08.2011

Titel: … ließ hier ein ´T` aus, fügte da ein ´S ein…


Künstler: Hermann Pitz


Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg
16831 Rheinsberg, Tel. 033931 39007
tucholsky-museum.de

Di - So 10-12.30 Uhr und 13-17.30 Uhr
Eintritt 3 / ermäßigt 2 Euro

Eröffnung: Sonnabend, 14. Mai 2011, 11 Uhr
Es sprechen Peter Böthig, Leiter des Kurt Tucholsky Literaturmuseum, und Robert Kudielka, Direktor der Sektion Bildende Kunst, Akademie der Künste. Eintritt frei

25. Juni 2011, 11 Uhr: Künstlergespräch mit Michael Schwarz. Eintritt frei

Die Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste stellt jährlich das Werk eines ihrer Mitglieder im Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg vor. Die diesjährige Ausstellung ist dem Konzeptkünstler Hermann Pitz gewidmet und gibt bis zum 7. August mit zum Teil vordem noch nicht gezeigten Arbeiten einen Einblick in das aktuelle Schaffen. Der Titel verweist auf Kurt Tucholskys Buch „Rheinsberg – Bilderbuch für Verliebte“ und die Zeilen über Claires Wirbeln der Worte bis zur Unkenntlichkeit, „die kaum glaubhaft sind, jedoch mit der Wahrheit übereinstimmen“.



Neben Fotoarbeiten sind Objekte, Zeichnungen und Manuskripte ausgestellt. In der fotografischen Serie „actions returning in a circle“ (Newcastle, 2010), die erstmals als Objekte im Raum präsentiert werden, sind die aufgenommenen Gegenstände zu einer verzerrten Spur des Lichtes auf dem Fotopapier geworden. Aus dem Abstand von Spiegel und Akteur entstehen Bilder, auf denen die Menschen auf dem Kopf stehen können, linsenförmige Einschreibungen lassen das eigene Gesicht in Doppelungen simultan aufscheinen oder Landkarten zu den Rändern hin verschwimmen. Sie erinnern an Pitz’ Installationen mit Spiegelobjekten und sind durch ihre fließenden, farbigen Strukturen oder Linien und die Unschärfe von Teilen des Abgebildeten bestimmt. Es geht um Wahrnehmung, die sich überraschend als Huldigung des analogen Bildes enthüllt.

Hermann Pitz, 1956 in Oldenburg geboren, lebt in München und Aichach. 1975-80 Studium an der Hochschule der Bildenden Künste, Berlin. 1980 gemeinsam mit Raimund Kummer und Fritz Rahmann Gründung der Künstlerinitiative BÜRO BERLIN. Durch seine Lehrtätigkeit ist Pitz der Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam, und der Akademie der Bildenden Künste, München, verbunden. Mitglied der Akademie der Künste seit 1997. Zahlreiche Einzelausstellungen und Teilnahme an Gruppenausstellungen wie der documenta 8 und 9 in Kassel (1987 und 1992) und zuletzt in Lissabon „1+1+1=3“, Culturgest Organizaçao cultural da Caixa Geral de Depósitos.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg.

>> Über eine redaktionelle Berichterstattung oder einen Hinweis würden wir uns sehr freuen!
Anbei zwei Pressefotos. Die Veröffentlichung ist kostenfrei im Rahmen der aktuellen Berichterstattung über die Ausstellung. Nutzungszeitraum: 6 Wochen vor Eröffnung bis 4 Wochen nach Beendigung der Ausstellung. Nennung der Credits zwingend erforderlich.

Abbildung:
- Hermann Pitz
Rotes Ohr, 2010
Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag, 78 x 55 cm
Foto: Anita Edelhofer
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
- Hermann Pitz
Garten, 2010
Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag, 78 x 55 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. +49(0)30 200 57-15 14
Fax +49(0)30 200 57-15 08
adk.de




vom 12.4.11 | 19 Uhr bis 08.05.2011

Titel: Junge Akademie 2011


Künstler: Stipendiatenausstellung


In der Ausstellung „Junge Akademie 2011“ zeigen Stipendiaten der Akademie der Künste aktuelle Arbeiten. Die Schau eröffnet und begleitet den „Monat der Stipendiaten”, die Plattform der internationalen Stipendiatenprogramme der Akademie. Vier Künstler bespielen mit Filmen, Fotografien, Installationen, Zeichnungen die Black Box am Pariser Platz:



Silvana Santamaria berichtet anhand von aktuellen Recherche-Fotografien aus dem Senegal über ihr Spielfilmprojekt zum Thema illegaler Flüchtlinge aus Afrika. Anton Gonopolski bietet eine interaktive Kommunikation zu seinem neuen Opernfilm „28 ½ opera-seria“ an. Mittels einer Karaoke-Anlage kann der Besucher eine der Chorstimmen zum Film beitragen. Maria Mohr gewährt mit dem preisgekrönten Kurzfilm „Cousin Cousine“ einen poetischen und dokumentarischen Einblick in familiäre Beziehungen. Tanja Kwapil hat Zeichnungen, die sie während ihres Berlin-Aufenthaltes anfertigte, in eine Installation eingebaut.



Die Veranstaltungen des „Monats der Stipendiaten” mit Filmen, Lesungen und Vorträgen finden im Mai statt. Weitere Informationen unter adk.de

Abbildungen:
- Maria Mohr
Filmstill „cousin cousine”
Foto © Maria Mohr
- Silvana Santamaria
Illegaler Flüchtling mit Polizist auf Sizilien, beim Verkauf von selbstgebrannten CD’s
Foto © Silvana Santamaria
- Anton Gonopolski
Filmstill „28½ opera-seria“, Opernfilm 2011
Foto © Anton Gonopolski

Ausstellungsdauer: 13. April bis 8. Mai 2011

Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte
Di-So 11-20 Uhr, Tel. 030 200 57-1000
Eintritt frei




vom noch bis 13.03.2011

Titel: Eine Hommage. Bilanz einer Künstlerfreundschaft Polke/Staeck


Künstler: Sigmar Polke


Klaus Staeck schaut in seiner Hommage an Sigmar Polke (1941-2010) auf eine vier Jahrzehnte währende Arbeitsfreundschaft und widmet einem der bedeutendsten Künstler Deutschlands eine sehr persönliche Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste. Diese Freundschaft mit Polke beruhte auch darauf, dass Staeck nicht nur Verleger oder Galerist sondern ebenso der Künstlerkollege war. Auf die Frage, wie es dazu kam, dass das größte Kontingent seiner Editionen bei Staeck publiziert wurde, antwortete der Künstler lapidar: „Er hat den Drucker, hat die Logistik, hat den Vertrieb und die Künstler.“



Die Ausstellung am Pariser Platz zeigt 90, teils großformatige Blätter Polkes aus mehreren Jahrzehnten, Objekte wie den Apparat, mit dem eine Kartoffel eine andere umkreisen kann, die berühmte „Kartoffelmaschine“ von 1969, sowie Zeugnisse und Fotografien aus einem Künstlerleben. Staeck öffnet seine privaten Archive und dokumentiert eine Vertrautheit, die er auch fotografisch begleitete. So werden erstmals Fax-Korrespondenzen präsentiert, die Sigmar Polke zu spielerischem Umgang reizte, Entwürfe, bearbeitete und gestaltete Rechnungen, Einladungen, Kataloge. Das Material zeigt den politischen und öffentlichen Künstler Polke.

Die Ausstellung zeigt darüber hinaus die Werkgruppe Wir Kleinbürger! Zeitgenossen und Zeitgenossinnen.Das zehnteilige Ensemble aus den Jahren 1974-1976 nimmt durch die einzigartige Vielfalt von Figuren, Zeichen und Zitaten aus populären Bildwelten einen zentralen Stellenwert im OEuvre Polkes ein. Es ist mit Hilfe der Michael & Susanne Liebelt-Stiftung in die Akademie-Ausstellung gelangt.



Die Ausstellung „Sigmar Polke – Eine Hommage“ wird kuratiert von Klaus Staeck und Kirsten Klöckner in Zusammenarbeit mit Dorothee Böhm, Petra Lange-Berndt, Michael Liebelt und Dietmar Rübel.
Dank an die Michael & Susanne Liebelt-Stiftung (Hamburg) und Erhard Klein (Bad Münstereifel).

Abbildung:
- Sigmar Polke und Klaus Staeck, 1997
Foto: Kirsten Klöckner, © VG Bild-Kunst
- Sigmar Polke: I got the Blues, 2008
Serigraphie auf Karton, 55 x 75 cm
Edition Staeck, © VG Bild-Kunst
- Das kann doch kein Motiv sein, 2000
Stempelobjekt, Holz und Gummi, 7 x 7 cm
(Stempelfläche), 7,5 x 8 x 8 cm (Stempel), © VG Bild-Kunst

Laufzeit 14.01. – 13.03.2011

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin-Mitte
Tel. 030 200 57-1000

Öffnungszeiten dienstags bis sonntags 11-20 Uhr
Eintritt € 6/4
bis 18 Jahre Eintritt frei. Am 1. Sonntag im Monat Eintritt frei

adk.de




vom 28.10.11 | 19 Uhr bis 08.01.2011

Titel: FRAGMENT


Künstler: Miroslaw Balka


Miroslaw Balkas Installationen und Skulpturen wurden bereits direkt nach den gesellschaftlichen Umbrüchen 1989 international ausgestellt, u.a. auf der Biennale in Venedig, der Documenta und jüngst in der Tate Modern in London und dem Museo Reina Sofia in Madrid. In seinen Werken setzt Balka einen starken Fokus auf die eigene erlebte katholische Erziehung, die kollektive Erfahrung der gebrochenen Geschichte Polens und die Verbrechen an der Menschheit im 20. Jahrhundert.

Die Ausstellung FRAGMENT stellt erstmals in Berlin am Pariser Platz in diesem Umfang rund 12 zum Teil mit skulpturalen Elementen verbundene Videoprojektionen aus dem letzten Jahrzehnt vor, die dem flüchtigen Medium des Films einen konkreten Ort und gleichsam körperlich-räumliche Präsenz geben. Die Videoarbeit BlueGasEyes (2004) zeigt eine Komposition aus Flammenkränzen eines Gasherds auf zwei Salzfelder: Die sich leicht bewegenden Lichtkreise haben eine beinahe hypnotische Wirkung. Die Schönheit dieses Bildes aber vermischt sich mit dem Zischen des Gases, das seine natürliche Unschuld in der Geschichte des 20. Jahrhunderts verloren hat. Direkter noch erzählt Carrousel (2004) aus der Sammlung der Tate London in vier zirkulierenden Großprojektionen von dem Konzentrationslager Majdanek, nahe Lublin.

Ausstellungen im Rahmen des Themenschwerpunkts „BLICKWECHSEL. Künstlerische Dialoge mit Polen“, einem Projekt der Akademie der Künste und des Polnischen Instituts Berlin: adk.de

Abbildung: Miroslaw Balka, BlueGasEyes (Detail), 2004
© Künstler, Courtesy Gladstone Gallery, New York and Brussels

Öffnungszeiten: Di-So 11-20 Uhr

Akademie der Künste
Pariser Platz, alle Säle
Tel. 030 200 57-1000
Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre und am 1. Sonntag im Monat frei
*Ticket gilt am selben Tag auch für die Ausstellung „Der Stand der Bilder“ (Hanseatenweg)




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Berlin Daily 19.09.2017
Kollwitz - Ein Leben in Leidenschaft
19 Uhr: D 2017, Dokumentarfilm, Regie: Yury Winterberg und Henrike Sandner
Galerie Parterre Berlin | Danziger Straße 101 | Haus 103 | 10405 Berlin

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