museum FLUXUS+


museum FLUXUS+
14467 Potsdam,
Schiffbauergasse 4f
Telefon: 0331-60 10 89 0

Internet: museum FLUXUS+
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vom 6.4.2017 bis 30.09.2017

Titel: DADAUNDFLUXUS - Dokumente zweier Bewegungen


Künstler: Themenausstellung
Werkabbildung
Wolf Vostell, Hommage à Otto Dix, 1993, © VG BILD-KUNST, Bonn 2017

DADAUNDFLUXUS - Dokumente zweier Bewegungen
Sonderthema in der Dauerausstellung im museum FLUXUS+
6. April bis zum 30. September 2017; Mi - So 13:00 – 18:00 Uhr
Veranstaltung DADA POTSDAM am 21. April 2017

Dada war wie Fluxus eine Revolte, die nicht auf die Konservierung in Museen abzielte. Die Auswirkungen beider Bewegungen auf die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts wird aber heute zweifelsfrei von der Kunstgeschichte akzeptiert. „Dada – Dokumente einer Bewegung“ titelte eine Ausstellung des Düsseldorfer Kunstvereins 1958 und präsentierte Großfotos, Plakate, Handzettel, Manifeste und Broschüren, um die Dada-Bewegung in Erinnerung zu rufen. Gesehen, verinnerlicht und weiterentwickelt hat dies nicht zuletzt die junge Künstlergeneration der 50er/60er Jahre. DADAUNDFLUXUS zeigt ab dem 6. April 2017 „Dokumente zweier Bewegungen“ in einer Sonderschau in der Dauerausstellung im museum FLUXUS+ in Potsdam.
Am Freitag, dem 21. April 2017 findet die abendliche Veranstaltung DADA POTSDAM statt.

1917 kaufte Marcel Duchamp in einem Sanitärhandel ein Urinal und erklärte es zur Kunst, ein außerhalb der Kunst gefundenes Objekt, ein „Ready-made“, „La Fontaine“ der Titel, signiert mit dem Pseudonym „R. Mutt". Der bürgerliche „Mythos um den Künstler“, den Schaffensprozess und die Bedeutung des Werkes wurde durch diesen skandalösen Akt erschüttert. Seitdem versuchen Künstler_innen den Kunstbegriff neu zu definieren. Was in den letzten fünfzig Jahren als Fluxus verwirklicht wurde, hat seine Ursprünge bereits vor 100 Jahren. Dada kämpfte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gegen gesellschaftliche Konventionen.

Dada und Fluxus gleichen sich darin, dass zeitgleich, international Künstler_innen mit den Normen brachen. Musik, Sprache und Bildwerk wurden neu definiert und die Genre miteinander vermischt. Kunstschaffende als Spiegel ihrer Zeit, reflektieren gesellschaftliche Vorgänge jeglicher Art und reichen dies durch das Kunstwerk weiter. Bei vergleichbaren Situationen werden ähnliche Aktionen hervorgerufen. Dada und Fluxus finden in bzw. nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ihre Anfänge. Nicht nur die Gräuel des Kampfes an sich, sondern auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, die dazu führten, stehen in der künstlerischen Auseinandersetzung. Beiden Bewegungen liegen Provokation, Traditionsbruch, Protest und Widerstand gegen die bürgerliche Gesellschaft und ihre Werte und Normen zugrunde.

Ausgewählte Aspekte und Parallelen beider Kunstbewegungen werden durch dieses Sonderthema präsentiert. Dies lässt die Exponate der Fluxus-Akteure in der Sammlungspräsentation unter einem neuen Blickwinkel stehen. Bestimmte Werke der Dauerausstellung werden in den Vordergrund gerückt, wie beispielsweise die Hommage von Wolf Vostell an Otto Dix, eine Druckgrafik aus dem Jahr 1993. Vostell schuf sie als er in der Kunstgalerie Gera, in der Geburtsstadt Dix´, die Retrospektive "Leben = Kunst = Leben" hatte.

Dokumente, Kunstdrucke, Fotos, Manifeste sowie Filme werden zum Sonderthema gezeigt. Uwe Döbbekes Portrait „Hannah Höch“ und die Dokumentation „Was ist Dada?“ vom Schweizer NZZFormat ergänzen detailreich die Sonderschau. Der Film “Psst pp Piano“ von Gregor Zootzky verdeutlicht in besonderer Weise die Radikalität der Avantgarde und spannt den Bogen von Hugo Ball über John Cage zu Nam June Paik und Mary Bauermeister, deren Werke im Erdgeschoss des Museums gezeigt werden, und die von der Kriegs- und Wiederaufbauzeit in den 50er Jahren in Deutschland stark beeinflusst wurde.

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

Werkabbildung
(c) Duo "Klang-Zeichen" (Weimar)

Am Freitag, dem 21. April 2017 findet hierzu die abendliche Veranstaltung DADA POTSDAM statt.

Zwei Ereignisse rahmen diesen Veranstaltungsabend. Das Datum ist das neunjährige Jubiläum des museum FLUXUS+. Im Jahre 2008 eröffnete das private Museum am Standort Schiffbauergasse und brachte so Fluxus nach Potsdam. Aber auch Dada hat Wurzeln in der Landeshauptstadt. Kurt Schwitters hat 1925 seine (noch nicht vollendete) "Sonate in Urlauten" erstmals im Hause der Verlegerin Noa Kiepenheuer in Potsdam aufgeführt.

Wir laden herzlich zu der Abendveranstaltung DADA POTSDAM ein.
18.30 Uhr
Einlass – Eintritt frei

Programm:
19.00 Uhr Begrüßung durch Heinrich Liman, Geschäftsführer des museum FLUXUS+
anschließend Einführung Eckhard Siepmann „DADA UND FLUXUS UND WIR“

Eckhard Siepmann war von 1976 bis 1995 Geschäftsführer des Werkbund-Archivs. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum der Dinge. 1977 erschien in Berlin in der Elefanten Press sein Buch „Montage: John Heartfield. Vom Club Dada zur Arbeiter - Illustrierten Zeitung“.
Siepmann kuratierte 2015 in Berlin in der Marheineke Markthalle die Ausstellung „KreuzbergDada - 100 Jahre Grosz-Heartfield-Konzern. 1915-1920“.

19.30 Uhr Duo "Klang-Zeichen" (Weimar)
Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn/Röhrenradio/Stimme
Michael von Hintzenstern, Harmonium/Röhrenradio/Stimme

Das Duo „Klang-Zeichen“ ist aus dem „Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) hervorgegangen, das eng mit Karlheinz Stockhausen zusammenarbeitete und bisher in 30 Ländern gastierte. Es knüpft an Traditionslinien des Dadaismus an und ist durch die musikalischen Positionen von Erik Satie und John Cage geprägt.




vom 18.5.2017 | 19 Uhr bis 18.06.2017

Titel: museumFLUXUS+studis 2017


Künstler: Gruppenausstellung
Werkabbildung
"The Two Faces" von Günay Shamsiyeva
Painting with objects, Öl und Acryl auf Leinwand, 60x80cm, 2015/16, Berlin


Ausstellung museumFLUXUS+studis 2017
im atrium des museum FLUXUS+ 19. Mai – 18. Juni 2017
Vernissage Donnerstag, dem 18. Mai 2017, 19:00 Uhr

Das museum FLUXUS+ lädt am 18. Mai 2017 im Rahmen des Studierendenwettbewerbes museumFLUXUS+studis herzlich zur Vernissage der diesjährigen Gemeinschaftsausstellung von sieben Studierenden verschiedener Hochschulen aus Potsdam und Berlin ein. Vertreten sind Studierende aus der Filmhochschule Babelsberg in Potsdam, der Universität der Künste in Berlin und aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Werkabbildung
"Luft" von Daniel Ewinger
Öl und Lack auf Leinwand, 75x90 cm, 2016


Vom 18. Mai bis zum 18. Juni 2017 werden Daniel Ewinger, Flavia Stagi, Günay Shamsiyeva, Madelen Isa Lindgren, Maria Naidyonova, Rene Brodrecht und Vanessa Farfán ihre Arbeiten im museum FLUXUS+ präsentieren.

Werkabbildung
"Opaco" von Flavia Stagi
Acryl und Öl auf Leinwand, 140x200 cm, 2017


Dem Publikum wird ein breites Spektrum künstlerischer Techniken geboten. Ausgestellt werden Aquarelle, Acryl- und Ölmalerei, Videoarbeit, konzeptionelle Kunst aus den Bereichen Pop-Surrealismus und Kunst-Theorie-Projekte. Thematisch greifen die Studierenden unter anderem die Themen Formen, Fläche und Körper sowie gesellschaftliche Herausforderungen, evolutionäre Prozesse und urbane Fragestellungen auf.

Werkabbildung
Videoausschnitt des Videos "Retrospektive" von Madelen Isa Lindgren
Filmlänge 9,20 min, 2016


Die Ausstellung in der Schiffbauergasse 4f in Potsdam bietet Nachwuchskünstlern und -künstlerinnen eine Möglichkeit, sich als Kunstschaffende außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können die Studierenden beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb sammeln und den Umgang mit Kritik dem Ausstellungspublikum und der Presse erlernen.

Werkabbildung
"Torso 2" von Maria Naidyonova
Öl auf Leinwand, 2017


Die Gemeinschaftsausstellung wird auch dieses Jahr wieder kostenfrei von Mittwoch bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr zu sehen sein. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 19.00 Uhr werden die Nachwuchskünstler und -künstlerinnen anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen.

Werkabbildung
"Zeichnung Codierung Berlin" von Vanessa Farfan
Zeichnung auf Papier und Graphitpulver auf dem Boden, 57x285x40 cm, 2016/17 (Fotografiert von Laura Soria)


Das Projekt museumFLUXUS+studis wird durch die ,AktionKulturAllianzen´ der Allianz Kulturstiftung und durch die Allianz Generalvertretung Roskos & Meier OHG (Berlin) unterstützt und finanziert.

Werkabbildung
"rain" von Rene Brodrecht
Aquarell, Marker, Kugelschreiber und Bleistift, 42x59 cm, 2016


museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 24
E-Mail: office@fluxus-plus. de
Ansprechpartner: Judith Lenz, Andrea Podzun




vom 15.2. bis 19.02.2017

Titel: My Life in Flux - and Vice Versa


Künstler: Emmett Williams
Werkabbildung

Zum 10. Todestag des Fluxus-Künstlers Emmett Williams

„My Life in Flux - and Vice Versa“

Der US-Amerikanische Dichter und Performance-Künstler Emmett Williams verstarb am 14. Februar 2007 im Alter von 81 Jahren in Berlin. Ihm zum Gedenken zeigt das museum FLUXUS+ in der Ausstellung #permanentFLUXUS vom 15. – 19. Februar 2017 als Filmdokumentation eine Auswahl seines autobiografischen Werkes „My Life in Flux - and Vice Versa“.

Emmett Williams las alle 16 Kapitel der Autobiographie selbst vor und wurde hierbei von Hanno Baethe gefilmt. Die Produktion des Films erfolgte durch Thomas Marquard und Marlene Frei. Auf VHS-Videokassetten festgehalten wurden hieraus 16 Bände mit einer Spiellänge von insgesamt 17 Stunden, die in einer künstlerisch gestalteten Box als Edition Marlene Frei, Zürich, 1998 in einer 48er Auflage herausgegeben wurden. Eine dieser Boxen befindet sich in der Dauerausstellung des museum FLUXUS+.

Emmett Williams gehörte zu den Begründern der Fluxus-Bewegung, die maßgeblich die Kunst nach 1945 beeinflusste. Aktionskunst, Dichtung und Musik formten sein Gesamtwerk. Er war einer der wichtigsten Protagonisten der experimentellen Poesie. Sein Arbeitsprinzip spielte mit humorvollen Einlagen, Überraschungen und dem Zufall. Buchstabengedichte mit sinnreichen Wortverdrehungen prägten sein Œuvre.

Geboren am 4. April 1925 in Greenville (South Carolina, USA) kam Emmett Williams als Angehöriger der US-Army nach dem 2. Weltkrieg erstmalig nach Europa. Er arbeitete von 1957 bis 1959 im Darmstädter Kreis für Konkrete Poesie und der Pariser Domaine Poétique. 1962 nahm er an George Maciunas „Fluxus - Internationalen Festspielen Neuester Musik“ teil und war fortan regelmäßig an den Konzerten und Veranstaltungen beteiligt.

1966 bis 1970 war er Chefredakteur der legendären „Something Else Press“, New York. Seine Gedichte und Anthologien, vor allem zur konkreten Poesie, zählen zu den wichtigsten Beiträgen in diesem Bereich.

1990 wurde Emmett Williams zum Präsident des Internationalen Künstlermuseums im polnischen Lodz ernannt und 1996 mit dem Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Emmett Williams lebte den überwiegenden Teil seines Lebens in Europa, zuletzt mit seiner Frau, der Künstlerin Ann Noël in Berlin. Sein autobiografisches Werk „My Life in Flux - and Vice Versa“ wurde 1992 veröffentlicht.

Durch die Bekanntschaft zwischen Künstler und Sammler kam es dazu, dass seine Figuren namens "Little Men" im Jahr 2008 Fluxus nach Potsdam in das museum FLUXUS+ brachten. Das Museumsprojekt war Emmett Williams bekannt und er befürwortete, dass seine vierfarbigen Illustrationen für die Aussengestaltung des Museums genutzt werden.

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
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vom 22.9.2016 | 19 Uhr bis 02.02.2017

Titel: Hommage à Ben Patterson


Künstler: Ben Patterson

Ben Patterson, Poem No.6, 2008, Courtesy museum FLUXUS+

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam, Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr
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Ausstellung #permanentFLUXUS
im atrium im museum FLUXUS+
ab 16. September 2016

Hommage à Ben Patterson
am 22. September 2016, 19.00 Uhr


Zum Sommerende gibt es einen Neuanfang. Ab September eröffnet das museum FLUXUS+ eine permanente Fluxus-Dokumentation im atrium.
Sonderausstellung permanentFLUXUS
ab 16. September 2016


Besucher erhalten fortan eine umfassende, eintrittsfreie Einführung in diese internationale Kunstbewegung, die sich um 1960 formierte und auch nach über fünfzig Jahren nicht aufhört zu fließen und aktuell zu sein. permanentFLUXUS wird Darstellungen über Künstler, Performances, Scores, Events und Festivals geben.
Zu den Protagonisten der Bewegung gehören George Maciunas, Wolf Vostell, Benjamin Patterson, Emmett Williams, Dick Higgins, Alison Knowles, Yoko Ono, Tomas Schmit, Ben Vautier, Robert Filliou, Joseph Beuys und viele andere. Nach Dada war Fluxus vor ungefähr fünfzig Jahren der zweite Angriff auf das bürgerliche Kunstwerk. Es zählt die schöpferische Idee und die Einbindung des Lebens in die Kunst und der Kunst in das Leben.
Fluxus entstand um 1960 in New York und Tokio, sowie in den deutschen Städten Köln, Düsseldorf, Darmstadt und Wiesbaden. übersetzt heißt das lateinische Wort fließend/vergänglich. In diesem Sinne bezeichnet die Kunstrichtung einen fließenden übergang von Kunst und Leben, gleichzeitig weist sie auf die Vergänglichkeit aller Dinge hin.
Die Künstler, die im Laufe der Jahre im Fluxus-Kontext auftraten, vereinte die Vorgehensweise, im Grenzbereich der Gattungen Musik, bildende Kunst, Literatur und Theater zu agieren. Meist geschieht dies in einer Aktionsform, die ganz bewusst Geschehnisse aus unterschiedlichen Lebensbereichen kompositorisch aneinander reiht und das Publikum einbindet.
Wer in den digitalen Medien #FLUXUS sucht, erhält einen breitgefächerten Eindruck über diese Kunstbewegung, über die Künstler der ersten Netzwerke bis hin zu heutigen Künstler, die die Einheit von Kunst und Leben aufzeigen. #permanentFLUXUS wird ab sofort „online“ und „in real“ Informationen über diese Aspekte geben.

Am 25. Juni 2016 verstarb Ben Patterson im Alter von 82 Jahren in Wiesbaden. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Fluxus-Bewegung. Neben seinem internationalen Wirken und seiner Zeit in Wiesbaden hat Ben Patterson auch viele Aufenthalte in Berlin und Potsdam, insbesondere im museum FLUXUS+ gehabt.
Ihm zum Gedenken findet am 22. September in der permanentFLUXUSAusstellung eine Hommage à Ben Patterson statt. Es sprechen Heinrich Liman (Geschäftsführer museum FLUXUS+) und Dr. Olga Wewerka (Kunsthistorikerin).
Es performt der Kontrabassist Heiko Maschmann.

KÜNSTLERINFO zum 22. September 2016

Ben Patterson *1934 in Pittsburgh / USA † 2016 in Wiesbaden /Deutschland studierte Kontrabass, Komposition und Dirigieren und hat 1956 sein Studium mit dem Bachelor of Music an der University of Michigan abgeschlossen. Er spielte in Orchestern in Kanada und im 7th US Army Symphony Orchestra Stuttgart. 1960 reiste Patterson nach Köln, um beim Festival der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik zuzuhören und Karlheinz Stockhausen kennenzulernen. Er lernt John Cage kennen, der ihn auf ein Contre Festival in Mary Bauermeisters Studio mitnahm. Dort fanden Lesungen und Konzerte „Neuester Musik“ (Neo-Dada) u.a. mit Paik, Patterson und anderen "radikalen" Künstlern statt, die Grundlage der späteren Fluxus-Bewegung wurden. Seit 1960 hatte Patterson eine Vielzahl von Ausstellungen, Aktionen, Performances etc. in Museen und Galerien in der ganzen Welt.
1962 war er mit George Maciunas und Emmett Williams an der Vorbereitung der FLUXUS Festspiele Neuester Musik in Wiesbaden beteiligt. Er führte unter anderem die Variationen für Kontrabass auf.

1963 ging er wieder zurück nach New York und arbeitete an der New York Public Library, studierte Bibliothekswissenschaften und begann eine Karriere im Kulturmanagement.

1988 begann er erneut als Künstler zu arbeiten. Zum 20-jährigen Fluxus- Jubiläum und auf der Biennale in São Paulo führte er einige Performances auf. Er hatte auch eine große Einzelausstellung in der Emily Harvey Gallery in New York mit Installationen und Assemblagen. Im Jahr 1992 kehrte er nach Deutschland, Wiesbaden zurück. Er beteiligte sich 2007 an der Ausstellung FLUXUS EAST des Künstlerhaus Bethanien, Berlin, welche die FLUXUS-NETZWERKE in Mittelosteuropa thematisierte. 2012 wurde Ben Patterson mit dem Kulturpreis der Stadt Wiesbaden ausgezeichnet. Seine Kompositionen „Paper Piece“ und „Variations for double bass“ zählen zu den klassischen Fluxus-Stücken.
Ben Patterson arbeitete in verschiedenen medialen Bereichen: Solo- Perfomances, gemeinsame Auftritte mit anderen Fluxus-Künstlern, Konzertabende mit improvisierter elektro-akustischer Musik. Außerdem betätigt er sich als bildender Künstler und schuf humorvoll-ironische Objekte und Collagen.

Heiko Maschmann, geboren 1967, begann erst im Alter von siebzehn Jahren Kontrabass zu spielen. Unter der Anleitung von Jörg Linowitzki (NDR Hamburg) wurde er bereits eineinhalb Jahre später als Jungstudent in die Musikhochschule Lübeck aufgenommen. Von 1987 bis 1991 absolvierte er dort auch sein Hauptstudium. Anschließend wechselte er zu Prof. Wolfgang Güttler. 1992 wurde Maschmann als Stipendiat in die Stiftung "Villa Musica" des Bundeslandes Rheinland-Pfalz aufgenommen.
Von Anfang an hatte er eine besondere Vorliebe für Kammermusik und zeitgenössische Musik. So sammelte er u.a. Erfahrungen beim Ensemble Modern, aber auch mit Karlheinz Stockhausen, Peter Eötvös und Pierre Boulez. Seit 1993 ist er Mitglied im Philharmonischen Orchester Kiel.
Benjamin Patterson performte im September 2015 in Dortmund und Heiko Maschmann wirkte als Teil des Publikums an einem Happening des FLUXUSKünstlers mit.
Im persönlichen Gespräch danach regte Ben Patterson an, eine eigene Version seiner "Variations for Double Bass" zu erarbeiten. Das hat Heiko Maschmann getan. (weitere Informationen: dunked.com)

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Fax: (0331) 60 10 89 - 10
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vom 18.11.2016 bis 01.02.2017

Titel: Neue Werke in der Sammlung - Querschnitt durch das Œuvre


Künstler: Mary Bauermeister

Mary Bauermeister, „Needless needles“, Lichttuch (1962/63), Courtesy museum FLUXUS+

Neue Werke in der Sammlung
Querschnitt durch das Œuvre der Künstlerin Mary Bauermeister

ab Freitag, 18. November 2016 im museum FLUXUS+

Schwerpunkte der Dauerausstellung des museum FLUXUS+ sind Arbeiten des Künstlers Wolf Vostell und Werke von Künstlern der Fluxus-Bewegung und deren Umfeld seit den 1960er Jahren. Die Präsentation von vier zeitgenössischen Künstlern rundet die Sammlung im Obergeschoss ab und ermöglicht einen Blick auf eine heutige Interpretation der Maxime „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst“. Die neue, ergänzende Dokumentationsausstellung #permanentFLUXUS ist bereits seit September 2016 im atrium eintrittsfrei Besuchern zugänglich. Ab dem 18. November 2016 wird in der Dauerausstellung im Erdgeschoss ein Querschnitt durch das Œuvre der Künstlerin Mary Bauermeister präsentiert.

Es gibt in Mary Bauermeisters Œuvre verschiedene Werkgruppen, die sich durch spezifische Materialien und unterschiedliche Techniken ausdrücken. Die Arbeiten zeigen im Erdgeschoss des Museums die fantastische Vielfalt der Künstlerin Mary Bauermeister.

Feinlinien-Zeichnungen, skulpturenhafte Strohhalm- und Steinbilder, Pünktchenbilder, ein Glaslinsenkasten, ein Lichttuch, landschaftsplanerische Ideen und eine umgekehrte Deutschlandfahne zeugen von der Komplexität des Gesamtwerkes und dem kompositorischen Können der Künstlerin.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite.

Der Eintritt in das museum FLUXUS+ beträgt 7,50 Euro, ermäßigt 6,00 bzw. 3,00 Euro.

Die Dauerausstellung ist mittwochs bis sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

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vom bis 01.09.2016

Titel: Sommerprogramm!


Künstler: Verschiedenes


Pünktlich zum Sommeranfang versenden wir unser Sommerprogramm!

Acht Jahre gibt es das museum FLUXUS+ am Standort Schiffbauergasse in Potsdam. Neben der Dauerausstellung wurden kontinuierlich Werke verschiedener Künstler in Wechselausstellungen gezeigt. Sowohl Fluxus- als auch Gegenwartskunst bestimmten das Programm. Namhafte, nationale und internationale Künstler stellten ihre Arbeiten aus.

Über diese Ausstellungsperiode gibt es jetzt eine Broschüre, deren Inhalte im Sommer auch an den Wänden des atriums zu sehen sind. Die work-in-progress-Ausstellung, ergänzt mit Exponaten, Filmen und Archivfotos, ermöglicht einen Rückblick auf diese spannende Zeit der Sonderausstellungen im museum FLUXUS+, die seit der Eröffnung im April 2008 stattfanden.

Sonderausstellung Rückblick 8 Jahre atrium 2016
22. Juni – 01. September 2016

Weitere Sommertermine:

16./17. Juli 2016 – Stadt für eine Nacht auf der Schiffbauergasse
27./28. Juli 2016 – Ferienprogramm im museum FLUXUS+
Sonntags 15.00 Uhr – FLUXUS+Teatime mit Felix Dubiel (Piano)
2x monatlich - öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung

(siehe auch fluxus-plus.de)

Zum Sommerende gibt es einen Neuanfang. Ab September 2016 eröffnet das museum FLUXUS+ eine permanente Fluxus-Dokumentation im atrium.

Sonderausstellung permanentFLUXUS
ab 16. September 2016
Besucher erhalten fortan eine umfassende Einführung in die internationale Kunstbewegung, die sich um 1960 formierte und auch nach über fünfzig Jahren nicht aufhört zu fließen und aktuell zu sein.

Es gibt viele Informationen über diese Kunstbewegung, über die Künstler der ersten Verbindungen zurzeit von George Maciunas bis hin zu heutigen Akteuren, die die Einheit von Kunst und Leben künstlerisch abbilden.

permanentFLUXUS wird Darstellungen über Künstler, Performances, Scores, Events und Festivals geben.

Zu den Protagonisten der Bewegung gehören George Maciunas, Mary Bauermeister, Wolf Vostell, Benjamin Patterson, Emmett Williams, Dick Higgins, Alison Knowles, Yoko Ono, Tomas Schmit, Ben Vautier, Robert Filliou, Joseph Beuys und viele andere. Nach Dada vor 100 Jahren war Fluxus vor ungefähr 50 Jahren der zweite Angriff auf das bürgerliche Kunstwerk. Es zählt die schöpferische Idee und die Einbindung des Lebens in die Kunst und der Kunst in das Leben.

Die Dauerausstellung mit Werken von Wolf Vostell, zahlreichen Fluxus-Künstlern und Costantino Ciervo, Hella De Santarossa, Lutz Friedel und Sebastian Heiner ist auch während der Sommerzeit mittwochs bis sonntags von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Das Team vom museum FLUXUS+ freut sich auf Ihren Besuch.

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
info@fluxus-plus. de
https://facebook.com/museumFLUXUSplus




vom 12.5.2016 | 19 Uhr bis 12.06.2016

Titel: museumFLUXUS+studis 2016


Künstler: Gruppenausstellung

Copyright Neels Voqt

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 12. Mai 2016 um 19.00 Uhr
Die Ausstellung läuft bis zum 12.Juni 2016.

Im April fand das Auswahlverfahren für die diesjährige Ausstellung museumFLUXUS+studis im atrium statt. In der Schiffbauergasse 4f in Potsdam wird den jungen Künstlern eine Möglichkeit geboten, sich außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb gesammelt und der Umgang mit Kritik der Besucher und Presse erlernt werden.


Copyright Hanna Sprenger

Es wurden sieben Studierende verschiedener Hochschulen aus Berlin und Frankfurt/Oder aus den Studiengängen Bildende Kunst, Kulturwissenschaften und Textildesigns ausgewählt.

Witalij Frese, Lara Smirek, Merav Leibküchler, Neels Voqt, Johannes Jakobi, Hanna Sprenger und Lisa Braun werden konzeptionelle Arbeiten, Malereien, Zeichnungen und Installationen präsentieren.


Copyright Merav Leibküchler

Die Gemeinschaftsausstellung wird auch dieses Jahr wieder kostenfrei von Mittwoch bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr zu sehen sein. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 12. Mai 2016 um 19.00 Uhr werden die jungen Kunstschaffenden anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen.

Zur Ausstellung erscheint Ende Mai ein Katalog.

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vom 27.2. | 17 Uhr bis 01.05.2016

Titel: point the way : with different material


Künstler: Mary Bauermeister

Mary Bauermeister, Strohhalmbild, Remake, 1960-2015, Foto Johann Camut


im atrium im museum FLUXUS+
28. Februar 2016 – 1. Mai 2016
Vernissage: Samstag, 27. Februar 2016 - 17:00 Uhr
Filmpremiere – 19:00 Uhr


Bereits zum dritten Mal kommt Mary Bauermeister mit ihren Werken in einer Einzelausstellung nach Potsdam in das museum FLUXUS+. Erstmalig 2012 kam die international bekannte Künstlerin in die Schiffbauergasse und setzte sich mit Friedrich II. und den preußischen Tugenden auseinander. Hierauf folgte eine Sonderausstellung 2014 über ihre garten- und landschaftsplanerischen Planungen und Entwürfe aus den 70/80er Jahren. Parallel wurde der von Johann Camut erstellte Dokumentationsfilm über ihr Werk der 50er und 60er Jahre gezeigt.
Im Februar 2016 zeigt das museum FLUXUS+ nun ausgewählte, exzellente Feinlinien- Zeichnungen in Originalen aus den 60er Jahren und aktuelle Ergänzungen dieses Werkkomplexes. Die von Johann Camut kuratierte Ausstellung wird weiterhin skulpturenhafte Strohhalm- und Steinbilder zeigen.

„ point the way : with different material „

Den Höhepunkt ihrer Arbeiten erreicht Mary Bauermeister in der Komplexität der Linsenkästen aus den 1960er Jahren.
Wenn man sich auf den Inhalt des Kastens einlässt, verschwindet die eigene Umwelt für einen Moment in einen neuen kleinen Kosmos. Die unterschiedlichen Materialien sind nicht einfach zusammengetragen, sondern bilden, nicht zuletzt durch die Feinzeichnungen, eine Einheit. Jeder Linsenkasten, individuell gestaltet mit Holz, Steinen, Restmaterialien der Maler, wie Farbtuben, Pinsel, Stifte und das Ganze über mehrere Ebenen, beklebt mit konkaven und konvexen Linsen unterschiedlichster Größen, lässt uns in ein Universum eintauchen. „ point the way : with different material „ möchte diese außergewöhnlich komplexe
Werkgruppe hier jedoch nicht zeigen.

Es gibt in Bauermeisters Oeuvre verschiedene Werkgruppen, die sich durch ein spezifisches Material ausdrücken. Die Strohhalme zum Beispiel sind 1960 zum ersten Mal von der Künstlerin aufgegriffen worden. Das Zerschneiden der Halme in unterschiedliche Größen, dann das Aufkleben auf eine vorher mit phosphoreszierender Farbe bestrichene Holzplatte, lassen die Fläche wie eine Landschaft erscheinen. Die Halme sind so aufgetragen, dass sie sich untereinander aufrecht berühren. Wenn man sich hin und her bewegt, und dabei in die Halme sieht, entstehen dynamische kleine Landschaften, die sich vom vorherigen statischen Erscheinungsbild abheben.
Der Einsatz des eigenen Körpers durch Hin-und-her-Bewegungen ist bei Bauermeister auch in anderen Werkgruppen zu finden.

Die Steinbilder haben eine eigene Formsprache, die sich nicht nur in der Grundform äußert, sondern auch im Farbfluss, der wiederum auch eine Formsprache impliziert. Die spiral -und quadratförmigen Bilder laden zum Berühren ein. Das Streicheln der durch das Meer glatt polierten Steine zeigt uns, wie einzigartig die Natur Formen hervorzubringen weiß. Hinzu kommen die Steintürmchen, die sich nach oben verjüngen, und uns an das Minarett von Samarra erinnern lassen. Ein Material, ein gefundenes Material, das Bauermeister an verschiedenen Stränden in Europa sammelt.

Die „Pünktchenbilder“, die Bauermeister in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre entwickelt hat, zeigen uns, wie sie intuitiv Materialien in ihrer Ausdrucksform miteinander verbindet. Sie verleiten uns, abzutauchen in ein Universum, wie das lange Hineinsehen in einen Sternenhimmel. Hier wird auch phosphoreszierendes Tempera punktuell aufgetragen. Am Tag ist es ein anderes Bild als in der Dunkelheit, wenn es mit Schwarzlicht angeleuchtet wird.

Die Feinlinien-Zeichnungen aus dem Werk „ORPLID“ von 1979 werden zum ersten Mal als Ganzes ausgestellt.
Diese Zeichnungen erinnern ebenfalls an Landschaften. Die Künstlerin zieht mit Tusche eine Linie, macht einen Absatz, zieht weiter und endet scheinbar spontan. Von vorne geht es weiter, mit einer neuen Linie. Keine Linie berührt eine andere. Jede steht für sich und dennoch bilden sie im Gesamten eine Aussage. Sieht man genauer hin, ist durch das gezielte Setzen der Absätze ein Wort zu lesen, wie „Zeit“, „Silence“, „Zukunft“ oder „gewesen“. Würde man diesen Zeichenvorgang mit der modernen Drucktechnik des Computerzeitalters in Vergleich setzen, ist es, als ob man ein kompliziertes Gebilde strukturell auf dem Bildschirm zusammenführt. Bauermeisters Intuition scheint diese einzigartigen Zeichnungen wie ein Drucker wiederzugeben. Aber nicht eine Reihe nach der anderen, sondern diagonal über das Blatt huscht ihre Hand von einer Linie zur nächsten und lässt Rätselhaftes sichtbar werden.

Johann Camut, Dez. 2015

Wir freuen uns, Sie bei der Vernissage am Samstag, 27. Februar 2016 - 17:00 Uhr begrüssen zu dürfen. Die Künstlerin ist anwesend.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung bitten wir Sie ins T-Werk im Nachbargebäude Schiffbauergasse 4E, zum 2. Teil der Dokumentation von Johann Camut über die international bekannte Kölner Künstlerin und Performerin Mary Bauermeister. Eintritt frei.

Mary Bauermeister – Die 70er und 80er Jahre
Ein Dokumentarfilm von Johann Camut
D 2015, Farbe, ca. 76 Min., Blu-ray
Produktion/Kamera/Schnitt: Johann Camut
Musik/Sounddesign: Janis Klinkhammer

Mit: Mary Bauermeister, Lise Bauermeister, Sofie Bauermeister, Matthias von der Bank, Wibke von Bonin, Bazon Brock, Wulf Herzogenrath, Rudolf zur Lippe, Hauke Ohls, Kerstin Skrobanek, Leopoldo Siano

Der zweite Teil der Dokumentation wird die Zeit der Rückkehr nach Europa aufgreifen. In den 70er und 80er Jahren beschäftigt sich die Künstlerin unter anderem intensiv mit Grenzwissenschaften, Kunst im öffentlichen Raum sowie Land Art. Medial empfangene Texte, die in den Linsenkästen und in feinen Linienzeichnungen wiedergegeben werden, sind wichtige Aspekte aus dieser Zeit. Das Mythisch-Spirituelle in Bauermeisters Werken wird bis heute unterschätzt.
Insgesamt steht die Entstehung und Weiterentwicklung des künstlerischen Schaffens von Mary Bauermeister durch die Nutzung neuer Materialen und deren Zusammenspiel im Fokus der Dokumentation. Diese Entwicklung wird mit fachlichen Kommentaren von allen Beteiligten aufgezeigt werden und als roter Faden durch den Film führen.
Zu Gast: Mary Bauermeister, Künstlerin und Johann Camut, Regisseur

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
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vom 21.11.2015 | 19 Uhr bis 21.02.2016

Titel: Must-have


Künstler: Johanna Smiatek

Johanna Smiatek, bearbeiteter Filmstill, 2015, Copyright

Johanna Smiatek zeigt in der Ausstellung "Must-have" neue Objekte und bewegte interaktive Arbeiten, die sich auf Rollenspiele, das Unterbewusste und Ambivalenzen innerhalb der Gesellschaft beziehen. Gold als Symbol jeglichen Begehrens spielt hier eine wichtige Rolle.

Im Grenzbereich zwischen dem Natürlichen und dem Künstlichen, zwischen Realität und Täuschung, zwischen moderner Technik und menschlicher Gefühlswelt thematisieren und ironisieren ihre Arbeiten Narzissmus, Mode, Glamour und andere Vorlieben. Durch elektrische Motoren und Bewegungsmelder haucht die Künstlerin alltäglichen Gegenständen ein subtiles Eigenleben ein und ermöglicht die Interaktion zwischen Betrachter und kinetischem Kunstobjekt. In der Ausstellung werden bewegte Objekte und interaktive sowie dreidimensionale Installationen gezeigt. Ergänzt werden die Arbeiten durch Zeichnungen.

Als kritische Beobachterin der Mechanismen der Gesellschaft, ihrer Medien und Mittel schaut Johanna Smiatek hinter die "Kulissen" und hinterfragt hierbei Ansichten, die in das allgemeine Bewusstsein übergegangen sind. Sie entwickelt ihre eigene "Kommunikationssprache", um Systeme zu entlarven und offenzulegen.

Ihre künstlerischen Medien umfassen Objekte, interaktive Installationen und Zeichnungen und führen zu dreidimensionalen Rauminstallationen oder installativen Arrangements. Funktionsweisen werden übertrieben oder ad absurdum geführt. Was man zu wissen glaubt, wird in Frage gestellt. Dinge werden "beseelt", bekommen ein Eigenleben oder etwas "Traumhaftes" und erhalten teilweise Fetischcharakter. Aufgezeigt werden hier Objekte und Gegenstände, die eine besondere Bedeutung für die eigene Identität erhalten und eine starke Wirkungsmacht ausüben. Es entstehen Bezüge zu Literatur, zu Film und alltäglichen Begebenheiten, die absurden Charakter annehmen.

Die Interaktion ihrer Arbeiten trifft im weiteren Sinne auch auf ihre Wandarbeiten zu, die durch die Verwendung von nicht fixierten Glimmerpigmenten eine Veränderung ermöglichen. Anweisungen/Verbote werden grafisch auf die Wand angebracht. Es entsteht eine Ambivalenz von Verbot und Aufforderung.

In neueren Arbeiten sind auch der Aspekt des Lichtes und das Medium des Videos hinzugekommen, beides interagiert mit dem Betrachter.

Beispielsweise zeigte sie in der von Mark Gisbourne kuratierten Rohkunstbau- Ausstellungsreihe in Potsdam eine interaktive begehbare Spiegel-Lichtinstallation, die nicht nur das Thema der Selbstreflexion behandelte, sondern auch eine Sequenz einer "traumhaft" vergangenen Kulturlandschaft zeigte.

Interaktive Spiegelarbeiten spielen in ihrem Werk eine große Rolle. Ein besonders gutes Beispiel hierfür sind ihre "vibrierenden" Spiegel, die sie 2009 im Georg-Kolbe-Museum Berlin (Romantische Maschinen), 2011 in der Hamburger Kunsthalle und 2012/2013 in Innsbruck in der Galerie im Taxispalais zeigte. Johanna Smiatek nimmt an internationalen kuratierten Ausstellungen teil und stellte gemeinsam aus mit namhaften Künstlern, wie James Lee Byars, Tony Cragg, Gerhard Richter, Timm Ulrichs, Olaf Nicolai, Matt Collishaw, Anna und Bernhard Blume, Fischli/Weiss, Björn Melhus, etc..

Für 2015/2016 erhält die Künstlerin ein Stipendium auf Schloß Balmoral / Rheinland Pfalz. Zum Dada-Jubiläumsjahr 2016 nimmt sie teil an einer Ausstellung im Arp-Museum Bahnhof Rolandseck.

Wir freuen uns, Sie bei der Vernissage am Samstag, 21. November 2015 um 19:00 Uhr begrüssen zu dürfen. Die Künstlerin ist anwesend.

Die Ausstellung ist bis zum 21. Februar 2016, Mi – So von 13 – 18.00 Uhr, eintrittsfrei zu sehen. Bitte Sonderöffnungszeiten zum Jahreswechsel beachten.

Johanna Smiatek - „Must-have“ - mit freundlicher Unterstützung von: KriskaDECOR (Spain) und POLYchem Handelsges.m.b.H (Austria)

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vom 3.9.2015 | 19 Uhr bis 15.11.2015

Titel: ALLER GUTEN DINGE SIND DREI - Spielarten des Triptychons


Künstler: Gisela Schlicht

Gisela Schlicht, 24 Stunden, Triptychon, Mittelteil, 2009

Ausstellung: 04. September bis 15. November 2015, Mi – So von 13 – 18 Uhr

Vernissage: Donnerstag, 3. September - 19:00 Uhr

Bereits 2008 präsentierte das museum FLUXUS+ im atrium Malerei und Collage der Berliner Künstlerin Gisela Schlicht, die die Frage „Was ist Fortschritt“ kritisch beleuchteten. Im Mittelpunkt der Werkgruppe stand die Arbeit „Nachrichten des Tages“. Die aus Pressefotos von Krieg und Zerstörung zusammengesetzte Collage in raumgreifender Kreuzform ist ein zeitloses Dokument von Barbarei, vom Menschheitsdrama zwischen Religion und Gewalt.

Das Werk der Malerin Gisela Schlicht ist komplex und facettenreich, mit unverwechselbarer Ausdruckskraft und jenseits von Moden und Trends.

In diesem Herbst zeigt das museum FLUXUS+ im atrium eine neue Werkgruppe von Gisela Schlicht. Ihre unterschiedlichen Bildwelten im dreigeteilten Format thematisieren Fragen zur Widersprüchlichkeit des menschlichen Daseins, nach Schicksal und Endlichkeit.

ALLER GUTEN DINGE SIND DREI - Spielarten des Triptychons heißt die aktuelle Ausstellung. Das traditionsbeladene dreiteilige Bildformat fasziniert die Künstlerin seit vielen Jahren. Von christlichen Glaubensinhalten entlastet und frei von Regeln der klassischen Ausformung, entfaltet das Triptychon Dynamik, bietet Offenheit und lässt Gestaltungsvielfalt zu. In unserer Gesellschaft ist Drei mit Spiel und Ordnung verbunden, wir kennen den Dreiklang und den Dreisatz, das Märchen verleiht der Zahl magische Kraft.

Wir freuen uns, Sie bei der Vernissage am Donnerstag, dem 3. September 2015 um 19.00 Uhr begrüßen zu dürfen. Die Künstlerin ist anwesend.

Künstlerinfo:

1942 in Berlin geboren
1970–75 Studium Freie Kunst an der UdK, Berlin, Prof. Bachmann
1979–80 Teilnahme am Modellversuch Künstlerweiterbildung, FB11 der UdK, Berlin
seit 1980 Freischaffende bildende Künstlerin

1981–87
Leitung von kunstpädagogischen Projekten
1. Preis Wandmalereiwettbewerb Berlin-Kreuzberg
Entwurf, Planung und Ausführung von Kunst-am-Bau-Projekten in Berlin: Charlottenburg, Kreuzberg, Neukölln, Tempelhof und Wedding
Gutachterin bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur (Referat Kunstwettbewerbe)
Freie Mitarbeit im Malersaal der SCHAUBÜHNE, Berlin
Ausführung von Bühnenbildern

zahlreiche Einzelausstellungen und Beteiligungen an Gruppenausstellungen im In- und Ausland: Aachen, Berlin, Hamburg, London, München, Potsdam, Weimar, Zürich

seit 1988
Auswahl:
Informel Groups, Kulturforum Villa Oppenheim, Berlin (EA)
Informelle Malerei, Galerie Büsch, Berlin (EA)
Klassische Moderne, Galerie Binhold, Berlin (GA)
Sommerausstellung, Atrium, Ludwig Forum, Aachen (EA)
Zeitform – 7 Berliner Künstlerinnen, Kleine Orangerie, Berlin (GA)
Skulpturen und Bilder aus der Berliner Kunstszene, Galerie Michael Schultz, Berlin (GA)
Works on paper, Serpentine Gallery, London (GA)
Einzelwesen, Galerie HOLOS, München (EA)
Postmoderne Menschlichkeit, Evangelische Kirche, Grüneberg (EA)
Zwillinge, Galerie Schoen und Nalepa, Berlin (GA)
Mutanten und Frohnaturen, Galerie art + life, Potsdam (EA)
Nachrichten des Tages, Atrium, Museum Fluxus+, Potsdam (EA)
Rhythmisch – Poetisch, ZELLERMAYER Galerie, Berlin (EA)

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0
Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10




vom 12.6.2015 | 19 Uhr bis 13.08.2015

Titel: FLUXUS IMPORT/EXPORT. Emmett Williams and his Adventures in Poland


Künstler: Gruppenausstellung


Emmett Williams, 2005, Ehrendoktor "International Artistis´Museum" , Lodz © Ann Noël

Vernissage: 12. Juni 2015 - 19h
Ausstellung: 13. Juni bis 30. August 2015, Mi – So von 13 – 18 Uhr


Die diesjährige Fluxus-Sonderausstellung im museum FLUXUS+ in Potsdam zeigt die spannende Verbindung eines amerikanischen Künstlers, der in Berlin lebte, nach Polen. Der Ideen- und Gedankenaustausch zwischen den Künstlern wird in der Ausstellung anhand von Zeichnungen, Künstlerbüchern und -texten, Installationen, Collagen und Filmen gezeigt.

Emmett Williams´ erster Besuch in Polen war 1945 mit einem Versorgungsboot aus Amerika auf dem Weg nach Danzig. Seine Mutter wurde in der Nähe von Warschau geboren und wanderte im Alter von 16 Jahren mit Ihrer Familie in die USA aus.

Im Jahr 1981 traf Emmett Williams Jaroslaw Kozlowski, als beide an der Hochschule der Künste in Hamburg lehrten. Kozlowski ist Professor an der Akademie für Bildende Kunst in Posen. Er eröffnete die alternative „Galeria Akumulatory 2“ und lud dort viele Künstler mit internationalem Ansehen, unter anderem Angehörige der Fluxusbewegung, während der 1970er und 80er Jahre, ein. Die Ausstellungen in der „Galeria Akumulatory 2 “ wurden sowohl von Studenten der Kunstuniversität, als auch von wichtigen Personen der Gesellschaft besucht.

Emmett Williams und seine Frau, die Künstlerin Ann Noël kamen 1981 das erste Mal nach Posen. Dort lernten sie Andrzej Dluzniewski und Cezary Staniszewski kennen, die Galerien in Warschau führten und Thomasz Wilmanski, der die „Galeria AT“ im Keller der Universität in Posen hatte, die bis heute existiert. Sie trafen weiterhin die Künstler Joanna Adamczewska, Wlodzimierz Borowski und Hanna Luczak.

Ihre Zusammenarbeit mit Dluzniewski´s „Galeria Piwna“ führte zur Ausstellung „ON/OVER“ in der „National Gallery of Warsaw“ im Jahr 1987, die außerdem Werke von Piotr Rypsons Sammlung enthielt, welche Sie wiederum mit Staniszewskis „Galeria Riviera Remont“ zu den internationalen Kunstseminaren „ETCETERA l & ll“ 1987 und ´88 führte. Hierzu lud Emmett Williams 50 seiner internationalen und polnischen Künstler- Freunde ein.

Jaroslaw Kozlowski erhielt 1985 ein „DAAD Künstlerstipendium“, um für ein Jahr in Berlin zu leben und zu arbeiten. Ein weiterer DAAD – Gast in diesem Jahr war Ryszard Wasko. Er schrieb bereits mit dem ersten „Construction in Progress“ – Event, 1981 in Lodz und 1985 in München, Kunstgeschichte. Des Weiteren war er Kurator der Ausstellung „PS1“ in New York. Emmett Williams und Ann Noël freundeten sich mit seiner Familie an. Als sie 1990 wieder nach Lodz zurückkehrten, eröffnete Ryszard Wasko das „International Artists´ Museum“ und erklärte Emmett Williams zu dessen Ehrendirektor bzw. Präsident. Es fanden viele “CinP” – Events in Israel, Australien und Polen während des gesamten Jahrzehnts statt. Ein weiterer Künstler aus Lodz, Wojciech Bruszewski, ein Gast des „DAAD – Künstlerprogramms“ aus den frühen 1980ern, war ebenfalls in die Organisation des Museums involviert.

Im filmraum des museum FLUXUS+ wird der Film “Rub-a-Dub-Dub” über ein “Fluxus- Banquet” von 1995 von Maria Wasko gezeigt.

Wir freuen uns, Sie bei der Vernissage am Freitag, dem 12. Juni 2015 um 19.00 Uhr begrüssen zu dürfen.

Kuratoren: Ann Noël und Jaroslaw Kozlowski
Werke von Emmett Williams, Ann Noël, Jaroslaw Kozlowski, Andrzej Dluzniewski, Cezary Staniszewski, Thomasz Wilmanski, Joanna Adamczewska, Wlodzimierz Borowski, Hanna Luczak, Ryszard Wasko, Maria Wasko, Wojciech Bruszewski


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Exhibition FLUXUS IMPORT/EXPORT
Emmett Williams and his Adventures in Poland
museum FLUXUS+
13. June – 30. August 2015 in the atrium
Opening Friday, 12. June 2015 – 7 p.m.

The current Fluxus-Exhibition in the museum FLUXUS+ in Potsdam shows the exciting connection between an American artist Emmett Williams, who lived in Berlin, with his polish friends. The exchange of the artists´ thoughts and ideas will be represented with the help of drawings, artbooks and texts, installations, collages and films.

Emmett Williams first trip to war-ravaged Poland was on a cattle boat bringing livestock from America to Danzig in 1945. His mother had been born in the town of Przasnysz near Warsaw and came to the USA when she was 16 years old.

Williams met Jaroslaw Kozlowski in 1981 when they were teaching at the Hochschule der Künste in Hamburg. Kozlowski is Professor at the University of Fine Arts in Pozan. He founded the alternatve Galeria Akumulatory 2 there, to which he invited a great many international artists during the 1970´s and 1980´s, including those from the FLUXUS group. Williams and his wife, the artist Ann Noël, went for the first time to Poznan to exhibit at the Akumulatory 2 in 1981. The gallery was a meeting place for students, artists and intellectuals. It was there that they met Andrzej Dluzniewski and Cezary Staniszewski (who ran galleries in Warsaw), Tomasz Wilmanski (the artist who runs the Galeria AT in Poznan) and other Polish artists: Joanna Adamczewska, Wlodzimierz Borowski and Hanna Luczak.

Emmett´s and Ann´s association with Dluzniewski´s Galeria Piwna led to the exhibition ON/OVER at the National Gallery of Warsaw in 1987, and that with Staniszewski´s Galeria Riviera Remont, to the International Seminars on the Arts, ETCETERA I & ETCETERA II, in 1987 and 1988, to which Emmett Williams invited about fifty of his international artist-friends together with a similar number of Polish artists.

Jaroslaw Kozlowski received a stipendium from the DAAD Berliner Künstlerprogramm in 1985. Another DAAD guest was Ryszard Wasko. He had made history with the first “Construction in Process” event in Lodz (1981) and later one in Munich (1985). In 1990 Ryszard Wasko opened the International Artists´ Museum in Lodz and declared Emmett Williams to be its Honorary Director/President. There were “CinP” events all through the next decade, there as well as in Israel, Australia and Poland. Another artist from Lodz, Wojciech Bruszewski, also resident in Berlin during the early 1980s, was involved with the organization of the Artists Museum. The exhibition at the Museum FLUXUS+ will present works and photo/video documentation of all these artists/friends, including a film by Maria Wasko of a Fluxus Banquet made in 1995.

We are looking forward to welcoming you to the opening on friday, 12 th June 2015 – 7 p.m.
Curators: Ann Noël and Jaroslaw Kozlowski
Artists: Emmett Williams, Ann Noël, Jaroslaw Kozlowski, Andrzej Dluzniewski, Cezary Staniszewski, Thomasz Wilmanski, Joanna Adamczewska, Wlodzimierz Borowski, Hanna Luczak, Ryszard Wasko, Maria Wasko, Wojciech Bruszewski

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam,
Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10
Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun
info@fluxus-plus. de / (0)331 60 10 89 22




vom 7.5.2015 | 19 Uhr bis 07.06.2015

Titel: museum FLUXUS+studis 2015


Künstler: Gruppenausstellung

Ruth Beck "Metamorphose 1", Tape auf MDF-Platte, 2012

Vernissage: 07. Mai 2015 - 19h
Ausstellung: 08. Mai bis 07. Juni 2015, Mi – So von 13 – 18 Uhr

In der diesjährigen Gemeinschaftsausstellung museumFLUXUS+studis werden elf Studierende verschiedener Hochschulen aus Potsdam und Berlin ihre Arbeiten ausstellen.

Vom 7. Mai bis zum 7. Juni 2015 werden Anna Slobodnik, Thomas Mader, Ruth Beck, Theresa Rutscheidt, Anna Innokenteva, Sarah Wohler, Nushin Isabelle Yazdani und Daniel Birnbaum, Han Shen, Irem Schwarz und Magdalene Loda ihre Arbeiten im atrium des museum FLUXUS+ präsentieren.

Dem Publikum wird ein breites Spektrum künstlerischer Techniken geboten. Ausgestellt werden Öl-Gemälde, Objekte, Videoarbeiten und interaktive Installationen.

Die Ausstellung in der Schiffbauergasse 4f in Potsdam bietet Nachwuchskünstlern eine Möglichkeit, sich als Kunstschaffende außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können die Studenten beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb sammeln und den Umgang mit Kritik der Ausstellungsbesucher und der Presse erlernen.

Die Gemeinschaftsausstellung wird auch dieses Jahr wieder kostenfrei von Mittwoch bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr zu sehen sein. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 7. Mai 2015 um 19.00 Uhr werden die Nachwuchskünstler anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen.

Das Projekt museumFLUXUS+studis wird durch die ´AktionKulturAllianzen` der Allianz Kulturstiftung und durch die Allianz Generalvertretung Roskos & Meier OHG (Berlin) unterstützt und finanziert.

Organisation
museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 24
Fax: (0331) 60 10 89 10
E-Mail: office@fluxus-plus.de
URL: fluxus-plus.de
Ansprechpartner: Lisa Röhle, Andrea Podzun

Übersicht der Studentinnen und Studenten der Gemeinschaftsausstellung museumFLUXUS+studis 2015

Anna Slobodnik - (geb. 1990 in Moskau, Russland) studiert im 10. Semester Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin. In ihren Öl-Gemälden beschäftigt sie sich mit sinnlichen Alltagseindrücken und der Verbindung zwischen Dargestelltem und Darsteller. Das Motiv selbst tritt in den Hintergrund, um die Farben und den Farbauftrag an sich zum Betrachter sprechen zu lassen.

Thomas Mader - (geb. 1984) studiert Bildende Kunst im 5. Semester an der Universität der Künste in Berlin. Er setzt sich in seinen Werken oft mit Fragen der Nationalität auseinander. So auch in seiner Fahnenserie „Asian space race – future flags“, welche die Erforschung des Weltraums aus militärischen, finanziellen und nationalstaatlichen Interessen der Länder Japan, China und Indien thematisiert. Die nationalen Symbole der Länder werden verformt und in den Raum verlagert, die Erde aber verbleibt in den jeweiligen Landesfarben.

Theresa Rutscheidt - (geb. 1992 in Düsseldorf) studiert im 4. Semester Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin. Mit ihren Objekten aus ungewöhnlichen Materialien und zukünftigen Produktideen kritisiert sie gesellschaftliche Kommunikationspraktiken, die aktuell durch die zunehmende Technisierung und Flexibilisierung der Kommunikation entstanden sind.

Anna Innokenteva - (geb. 1989 in Neryungri, Russland) studiert Bildende Kunst im 4. Semester an der Universität der Künste in Berlin. In ihren Arbeiten spiegeln sich persönliche Kindheitserinnerungen an ihren Heimatort und an das Kommune-Haus „Narkomfin“ in Moskau wider. Mit verschiedensten Materialien wie Ölfarbe, Spray oder Ölkreide stellt sie auf der Leinwand die Veränderung des Lebens durch Utopie in den Mittelpunkt.

Sarah Wohler - (geb. 1983) studiert Bildende Kunst im 5. Semester an der Universität der Künste in Berlin. In ihrer Malerei beschreibt sie das Gewerbegebiet als Spannungsort zwischen ökonomischer Prosperität und dem gleich-zeitigen Eindruck völliger Gesichtslosigkeit und Austauschbarkeit. Die abstrakten Gemälde ermöglichen eine Annäherung, Untersuchung und ästhetische Aneignung des Gewerbegebiets als einem „Nicht-Ort“ im Sinne Marc Augés.

Han Shen - (geb. 1987 in Hangzhou Zhejiang, China) studiert Bildende Kunst im 7. Semester an der Universität der Künste in Berlin. Er stellt in seinen Gemälden spontane Farben und Linien in den Vordergrund, die instinktive Reaktionen durch Erinnerung darstellen. Seine Werke setzen sich mit dem Zeichnen selbst auseinander.

Nushin Isabelle Yazdani - (geb. 1987 in Berlin) Interfacedesign im 4. Semester und Daniel Birnbaum (geb. 1987 in Templin) Produktdesign im 4. Semester haben an der Fachhochschule Potsdam ein Musical Interface entwickelt, welches als Weltradio dient. Mit dieser interaktiven Weltkarte kann man in Echtzeit erfahren, welche Musik von Bewohnern der unterschiedlichsten Länder gerade gehört wird.

Irem Schwarz - (geb. 1984 in Berlin) studiert im 2. Master-Semester Montage an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. In ihrer Videoinstallation „Aber behalt´s für dich“ ergeben Auszüge aus Musikvideocharts, persönliche Schilderungen sexueller übergriffe und feministische Slogans eine brisante Auseinander-setzung über aktuelle Frauendarstellungen, Klassifikationen und Klischees.

Magdalene Loda - (geb. 1985 in Strzelce Opolskie, Polen) studiert im 5. Semester Europäische Medienwissenschaften an der Universität Potsdam. Ihre Installation „Vāri“ thematisiert das Verhältnis zum körpereigenen Rohstoff Urin. Sie deutet den natürlichen Ausscheidungsprozess von Urin an und möchte humorvoll zum offenen Diskurs über Eigenurintherapien anregen, um Möglichkeiten des eigenen Körpers zu entdecken.

Ruth Beck - (geb. 1987 in Heilbronn) studiert im 6. Semester des Masterstudiums Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft an der Universität Potsdam. In ihrer Bachelorarbeit befasste sie sich mit Ideen und Motiven der Romantik, der Sehnsucht nach einer größeren und weiteren Welt und schließlich mit der Veränderung und Verwandlung eines Werkes durch den Betrachter. In „Metamorphose 1“ formen abziehbare Tapes ein romantisches Fenstermo-tiv. Der Betrachter selbst ist Teil des Werkes, indem er 1 bis 2 Tapes abzieht.

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vom 6.3.2015 | 19 Uhr bis 03.05.2015

Titel: Das Nächtliche Atelier


Künstler: Lutz Friedel

Lutz Friedel "Nächtliches Atelier", 2012/13, Courtesy museum FLUXUS+

"DAS NÄCHTLICHE ATELIER"
Ausstellung: 7. März - 3. Mai 2015 im atrium

Über einen Zeitraum von fünf Jahren entstand „DAS NÄCHTLICHE ATELIER“, ca. 30 Bilder mit Studien und Skizzen. Lutz Friedel hat eine pathetische, ironische Bilderreise durch die Kunstgeschichte geschaffen. Dargestellt ist eine Gruppe Maler verschiedenster Zeiten. Van Gogh, Bacon, Beckmann, Kirchner, Rembrandt, Dix, Picasso, Menzel, Liebermann, Goya, Grundig, El Greco, Kollwitz, Balthus, Delacroix und viele weitere Meister sind auf den Werken des neuen Bilderzyklus vereint. Ebenso finden sich Motive der Meister wie Velazquez‘ „Infantin“ oder das Gesicht aus Munchs Bild „Der Schrei“.

Zu diesem Gruppenbild schuf Lutz Friedel Variationen, änderte die Farben, Licht- und Schattenverhältnisse, fügte weitere Figuren hinzu, platzierte sie neu und verfeinerte die Konturen oder ließ sie verschwimmen. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Wiederholung der Situation.

Ein Katalog mit einem Text von Hans-Dieter Schütt ist seit letztem Jahr erhältlich, der Einblicke in die einzelnen Entstehungsphasen der Werke ermöglicht. Hierin heißt es: „Das nächtliche Atelier“ zeigt Gebeugte, Niedergeschlagene, Fragende, Vorwurfsvolle, Scheue, Beiseiteblickende, Selbstvergessene, Furchtsame, Zurückweichende, Finstere, beinah wesenlos Harrende. Die Nacktheit und das Hochgeschlossene; das Skelett und der Bauch; der Tanz und die Erstarrung; die wilde Jugend und das gezügelte, deprimierte Alter.“

Als Ort für das Zusammentreffen wählte Lutz Friedel ein imaginäres Atelier, als Zeitpunkt die Nacht. Zwei Gegebenheiten, die der Situation etwas Intimes und Geheimnisvolles verleihen. Die Blicke der Gemalten, mehrheitlich auf den Betrachter gerichtet, fordern zur Auseinandersetzung mit diesem Zusammentreffen heraus. Ergänzt wird die Menschengruppe durch wenige Objekte, wie eine Staffelei, eine Malerpalette und eine Wendeltreppe, die dem Raum nach oben eine Öffnung in den „Malerhimmel“ schafft.

Seit 2008 entstand dieser Werkzyklus, gemalt in Öl auf Leinwand. Die Formate wechseln von 30 x 40 cm bis zum größten Bild mit 200 x 230 cm. Ein vom Künstler ausgewählter Teil der Arbeiten, zuzüglich einiger Portraitstudien der Dargestellten werden nun bis zum 3. Mai 2015 eintrittsfrei im atrium des museum FLUXUS+ ausgestellt.

Der Ausstellungsbereich Lutz Friedels in der Dauerausstellung im museum FLUXUS+ im Obergeschoss zeigt noch bis Anfang Mai Arbeiten des Zyklus "Et in Arcadia ego - Ein Totentanz". Anschließend wird dort „DAS NÄCHTLICHE ATELIER“ zu sehen sein.

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+
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Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10
Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun





vom 4.12.2014 | 17 Uhr bis 28.02.2015

Titel: EVER MIND - surreale Innenwelten als szenografische Entwurfswerkstatt


Künstler: Gruppenausstellung

Courtesy museum FLUXUS+

museum FLUXUS+, Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam

Vernissage Donnerstag, 4. Dezember 2014, 17.00 Uhr
Ausstellung bis 28. Februar 2015


Eine Gemeinschaftsausstellung des Studienganges Szenografie der FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG KONRAD WOLF im Rahmen des Jubiläums: 60 JAHRE HOCHSCHULE FÜR FILM UND FERNSEHEN "KONRAD WOLF".

Prof. Angelica Böhm arbeitet mit Studentinnen und Studenten im Studiengang Szenografie an dem Projekt PLATTFORM FÜR INTROSPEKTION. Hier werden surreale Innenwelten als szenografische Entwurfswerkstatt erprobt. Unterstützt wird die Lehre von Digital Artist Jan Schneider.

Die ausgestellten Ergebnisse des Projektes spiegeln die einzelnen Arbeitsschritte von den ersten Ideen und Skizzen über die konzeptionellen Malereien bis zum szenografischen Experimentalfilm wider. Gezeigt werden szenografische Ideen, die sich dem tradionellem Studiobau entziehen und mit digitalen Technologien verwirklicht werden. Es entstehen kurze filmische Sequenzen und Bilder, in denen die Realität verzerrt und surreal interpretiert wird.

Die Arbeiten entstanden in mehreren Phasen. Aus dem Jahr 2014 zeigen sechs Studierende ihre großformatigen Malereien, deren Proportionen an die von Kinobildern erinnern. Entstanden sind sie unter dem Titel „Snapshot in my Mind“ in einem einwöchigen Workshop auf Schloss Wrodow bei Penzlin. Die digitale Weiterverarbeitung in Potsdam-Babelsberg ließ anschließend die Filmsequenzen entstehen, welche neben den Leinwänden präsentiert werden. Frau Prof. Angelica Böhm und die Studenten Fion Hoppmann, Mick Kloecker, Celina Hollaender, Martina Dimitrova, Clara Wanke und Campbell Caspary werden bei der Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Ergänzend werden die Ergebnisse gleichlautender Arbeitsaufträge aus älteren Jahrgängen gezeigt. Dazu gehören Arbeiten aus dem Projekt „Labyrinth in the Mind“ von Myrna Drews, Felicitas Müller und Anna Kotarska sowie andere Projekte von Angelica Böhm, Jan Schneider, Franziska Löwe und Gisela Hesser.

Ein Szenenbildner entwirft künstlerisch und konzeptionell das räumlich-visuelle Erscheinungsbild eines Filmes. Die ausgewählten und inszenierten Landschaften, Räume und Gegenstände verbildlichen die Geschichte eines Drehbuchs in enger Abstimmung mit Regie, Kamera und Kostümbild.

Die Begrüßung zur Vernissage spricht Heinrich Liman, Geschäftsführer des museum FLUXUS+. Anschließend sind Gespräche mit den Szenografinnen und Szenografen über die Arbeiten möglich.




vom 6. September 2014 | 16.00 Uhr bis 23.11.2014

Titel: Ausstellung KUNST(T)RÄUME - Kunst am Bau und Freiraumgestaltung


Künstler: Mary Bauermeister


Entwurfszeichnung Atelier Mary Bauermeister für die Bundesfernmeldestelle Bonn, 1981 - 1986. "KRISTALL-BAUM und Prismensplitterlandschaft“

Anlässlich des 80. Geburtstages der charismatischen Künstlerin Mary Bauermeister zeigt das museum FLUXUS+ die Sonderausstellung KUNST(T)RÄUME und lädt zur Vernissage am 6. September um 16.00 Uhr ein. In der Ausstellung im atrium des museum FLUXUS+ wird der besondere Aspekt des vielfältigen Raumes – unseres Lebensraumes – aus dem facettenreichen Werk der Künstlerin gezeigt: Planungen und Entwürfe aus den 70/80er Jahren für Wettbewerbe sowie Entwürfe für Privatgärten wie für das Auswärtige Amt, die Kölnische Rückversicherungs-AG oder die Landeszentralbank. Aquarellierte Entwürfe, künstlerisch bearbeitete Ausführungszeichnungen und Fotodokumentationen der Bauphasen geben umfassende Einblicke in die Projekte. Eine aktuelle Ergänzung findet die Ausstellung durch eine Vision für den Schirrhof der Schiffbauergasse. Um 18.30 Uhr folgt die Premiere des Dokumentarfilms „Mary Bauermeister / Leben und Werk der 50/60er Jahre“ von Johann Camut im T-WERK. Der Eintritt zur Ausstellung und Filmpremiere ist frei.

Zur Finissage am 22. November 2014 lädt das museum FLUXUS+ zusammen mit der Bundesstiftung Baukultur von 14.00 - 17.00 Uhr zum ersten Potsdamer BaukulturSalon - "KUNST(T)RÄUME" - Kunst und Öffentlichkeit" ein. Der Potsdamer BaukulturSalon der Bundesstiftung Baukultur ist ein neues Veranstaltungsformat, das Potsdamer Themen für aktuelle baukulturelle Fragen aufgreift. Thema der interdisziplinären Podiumsdiskussion wird die Bedeutung von Kunst für den öffentlichen Raum, dessen Belebung und Aufwertung, der inhaltlichen und formalen Möglichkeiten und der Nachhaltigkeit von Kunst sein. Es werden Mary Bauermeister, Susanne Titz, Direktorin des Museums Abteiberg in Mönchengladbach, Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D. und Gründungsdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam, und weitere Teilnehmer diskutieren.

Seit 1957 arbeitete Mary Bauermeister als freie Künstlerin in Köln, wo sie 1960 das „Atelier Mary Bauermeister“ gründete. Mit Konzerten neuer Musik, Lesungen und Ausstellungen war dies ein Dreh- und Angelpunkt für gleichgesinnte junge Kreative. Hier ist der europäische Ursprungsort der späteren Fluxus-Bewegung zu finden. Ab 1962 hatte Bauermeister Einzelausstellung im Stedelijk Museum (Amsterdam), anschließend in der Bonino Gallery (New York) und ab 1972 in der Galeria Arturo Schwarz (Mailand). Auf dem Höhepunkt ihrer amerikanischen Karriere verließ Bauermeister 1972 New York um sich in Rösrath bei Köln niederzulassen. Von hier organisierte sie ihre internationalen Ausstellungen und beschäftigte sich mit Grenzwissenschaften, die sie in ihre vielfältigen Gartengestaltungs- und Kunstprojekte einfließen ließ.

Generell verändert die Kunst der Mary Bauermeister das Sehen, die Sehweise. Kunstbetrachtung wird zur Entdeckungsreise. Bei ihrer Freiraumplanung arbeitet die Künstlerin mit Pflanzen, die durch Spiralen aus Findlingen und Kieselsteinen wachsen, Wasserflächen, in denen sich die Strahlen der Sonne durch Kristalle und Prismen brechen, in Spektralfarben reflektieren. Sie fordert mit ihrer „Kunst im öffentlichen Raum“ das kreative Potential des Betrachters.

Programm und Ablauf am 6. September 2014
16:00 Uhr Vernissage der Ausstellung KUNST(T)RÄUME
Die Begrüßung spricht Heinrich Liman (Geschäftsführer museum FLUXUS+), gefolgt von einer Ansprache von Frau Dr. Anne Schmedding (Bundesstiftung Baukultur / Architekturhistorikerin). Mary Bauermeister ist anwesend und liest aus ihrem Briefwechsel mit Nam June Paik.

18:30 Uhr Filmpremiere - Dokumentarfilm „Mary Bauermeister“ (Teil 1)
von Johann Camut im T-WERK - Internationales Theaterzentrum Potsdam
Der Dokumentarfilm soll in drei Teilen die Komplexität und Vielseitigkeit des künstlerischen Schaffens von Mary Bauermeister zum Ausdruck bringen. Johann Camut zeigt im ersten Teil Interviews, Statements und die filmische Darstellung der Frühwerke aus den 50er/60er Jahren. Insgesamt steht die Entstehung und Weiterentwicklung des künstlerischen Schaffens von Mary Bauermeister durch die Nutzung neuer Materialen und deren Zusammenspiel im Fokus der Dokumentation.

T-Werk,
Schiffbauergasse 4E,
14467 Potsdam

(direkt neben dem museum FLUXUS+)

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fax: (0331) 60 10 89 - 10
Fon: (0331) 60 10 89 - 27
E-Mail: vanessa.liman@fluxus-plus.de




vom 13.6.2014 | 19 Uhr bis 31.08.2014

Titel: Kostbarkeiten aus der Sammlung M. J. Wewerka


Künstler:

"Eichhörnchen", 1991, Milan Knizak - VG Bild-Kunst 2014, Fotograf: Jürgen Baumann

Kostbarkeiten aus der Sammlung M.J. Wewerka
im museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Ausstellung bis 31. August 2014
Vernissage: Freitag, 13. Juni 2014, 19.00 Uhr

Die Galerie M.J. Wewerka in Berlin zeichnete sich durch die bewusst gewählte Vielfalt der seit 1973 ausgestellten Künstler aus. Raum fanden Kunstrichtungen und Stile wie Fluxus, Objekt- und Konzeptkunst, Performance, Pop-Art mit Techniken wie Malerei, Zeichnung, Grafik, Skulptur und Fotografie. In der Absicht, Annäherungen zu Literatur, Theater und Musik zu schaffen, wurden die Ausstellungen oft von Lesungen, Konzerten und Theateraufführungen begleitet. (Galeristische Laufbahn siehe Rückseite)
Als Impulsgeber engagierte sich Michael J. Wewerka jahrzehntelang unkonventionell für den Kunststandort Berlin. Stets seiner Zeit voraus hat er das kreative Potenzial Berlins erkannt und sich unabhängig von Kultur- und Wirtschaftspolitik dafür eingesetzt.

Erstmals zeigt Michael J. Wewerka Werke seiner Sammlung in Potsdam. Im atrium des museum FLUXUS+ sind die „Kostbarkeiten“ in den Sommermonaten zu sehen. Die Ausstellung präsentiert eigens vom Galeristen ausgewählte Arbeiten von Fluxus-Künstlern wie Wolf Vostell, Milan Knizak, Emmett Williams, Ann Noel und Al Hansen. Arbeiten der Berliner Künstler Manfred Schling, Elke Lixfeld, Walter Heinrich und Ilja Heinig werden den internationalen Fluxus- Vertretern entgegengestellt und ergänzen die Ausstellung.
Auch Werke von Martin Kippenberger, der den Neuen Wilden zuzuordnen ist, befinden sich in der Sammlung Wewerka. Er arbeitete in der Tradition von Dada und Fluxus an der Demontage des traditionellen Kunstbegriffs, mittels Provokationen und Spott. Zwei Zeichnungen von Kippenberger werden gezeigt. Der Architekt, Designer und Künstler Stefan Wewerka, dessen Markenzeichen verzerrte und verdrehte Möbel sind, war der Onkel des Sammlers. Er hatte in den 60er Jahren in Köln Verbindung zu den Avantgarde- und Fluxus-Künstlern, die sich im Atelier von Mary Bauermeister trafen. Von ihm wird ein Werk die Ausstellung komplementieren.

So spannend und vielseitig wie sich die Wewerka Galerie dem Publikum präsentierte, so interessant und mannigfaltig ist nun die Ausstellung im atrium des museum FLUXUS+. Die Ausstellungseröffnung ist am Freitag, dem 13. Juni 2014, um 19.00 Uhr und gezeigt wird, was dem Sammler gefällt, denn auch der Galerist präsentierte stets das, was ihm gefiel.

Michael J. Wewerka wird zur Vernissage anwesend sein und liest aus dem Buch „AUSSTELLUNG. DIE GALERIE“ / Geschichte der Wewerka Galerie Berlin. Die Begrüssung zur Vernissage spricht Heinrich Liman, Geschäftsführer des museum FLUXUS+ und führt anschließend ein Gespräch über die ausgestellten Werke mit Michael J. Wewerka.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 27
Fax: (0331) 60 10 89 - 10
E-Mail: vanessa.liman@fluxus-plus.de




vom 8.5.2014 | 17 Uhr bis 09.06.2014

Titel: museum FLXUS+studis


Künstler: Gruppenausstellung

Sultan Acar, Skulptur, Graphit auf Pvc auf Holz 40 cm, 2014

Am 7. April 2014 fand das Auswahlverfahren für die diesjährige Ausstellung museumFLUXUS+studis 2014 im atrium statt.

Die Jury hat aus einer Vielzahl eingereichter, überzeugender Bewerbungen sieben Studenten verschiedener Hochschulen aus Berlin ausgewählt. Vom 9. Mai bis zum 9. Juni 2014 werden Sultan Acar, Johannes Fuchs, Xiaohua Huang, Nele Köhler, Martin Maeller, Elisabeth Scharler und Linda Werner ihre Arbeiten im atrium des museum FLUXUS+ präsentieren.

Dem Publikum wird ein breites Spektrum künstlerischer Techniken geboten. Ausgestellt werden bildhauerische Werke, Collagen, Holzschnitte und Malerei, die an der Kunsthochschule Weißensee und an der Universität der Künste entstanden sind.

Die Ausstellung in der Schiffbauergasse 4f in Potsdam bietet Nachwuchskünstlern eine Möglichkeit, sich als Kunstschaffende außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können die Studenten beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb sammeln und den Umgang mit Kritik der Ausstellungsbesucher und der Presse erlernen.

Die Gemeinschaftsausstellung wird auch dieses Jahr wieder kostenfrei von Mittwoch bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr zu sehen sein. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 8. Mai 2014 um 17.00 Uhr werden die Nachwuchskünstler anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen.

Das Projekt museumFLUXUS+studis wird durch die ´AktionKulturAllianzen` der Allianz Kulturstiftung und durch die Allianz Generalvertretung Roskos & Meier OHG (Berlin) unterstützt und finanziert.

Organisation
museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 24
Fax: (0331) 60 10 89 10
E-Mail: office@fluxus-plus.de
Ansprechpartner: Amelie Wägerle, Andrea Podzun

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr




vom 31.1.2014 | 19 Uhr bis 04.05.2014

Titel: Der stille Raum


Künstler: Jörn Grohtkopp

Jörn Grothkopp, Koi-F.b. 2013 Öl/ Lw, Detail

Der in Berlin lebende Maler gibt in seiner Ausstellung „Der stille Raum“ einen ausgewählten Einblick in seine Werkgruppen. Quallen und Koi-Karpfen bekommen einen besonderen Raum und ziehen den Betrachter in eine Welt der schwebenden Balance. Die Bilder von Jörn Grothkopp fordern eine besondere Art der Wahrnehmung. Es sind bildlich reduzierte Momentaufnahmen, die stillstehen, aber auch einen gefangenen Bewegungsablauf in sich tragen. Die Zeit erfährt eine Beruhigung.
In dem im November 2013 beim Kerber Verlag erschienen Katalog schreibt Thomas Thiel: „Grothkopp schafft mit der Malerei nicht nur eine Übersetzung seiner eigenen Seherfahrung, sondern vermittelt damit auch dem Betrachter neue Schauerlebnisse. Hier lassen sich Parallelen zwischen einem Aquariumsbesucher und dem Betrachter seiner Bilder herstellen.“
Unserem gewöhnten Auge wird die klassische Perspektive des Hintergrundes verweigert, trotzdem schafft Jörn Grothkopp in seinen Bildern einen Raum. Jenen Raum in dem seine Sujets lautlos schweben, als Gruppe oder als Individuum. Teils vor einer gleißend weißen, teils vor einer tiefschwarzen Leinwand erscheinen die strukturierten Lebewesen und ziehen den Betrachter in eine meditative Stille.
Jedes Gemälde stellt nur einen Ausschnitt aus einer Gesamtsituation dar, die in der Hängung einer Ausstellung wieder zu einem größerem Szenarium werden. Die kräftigen rot-orangen Koi-Flecken auf den Fischen oder die zarten bläulichtranspareten Körper der Quallen schaffen jene Kontraste, die unsere Wahrnehmung herausfordern und beschäftigen. Das Gefühl einer schwerelosen Bewegung überträgt sich auf den Betrachter.
„Das Suchen und Finden der räumlichen Bezüge der einzelnen Kois durch den sich einsehenden Betrachter ist für Grothkopp ein wichtiger Teil, der Zeit für den Wahrnehmungsprozess erfordert. Wir Betrachter wollen Bezüge herstellen und die räumlichen Bewegungen zuordnen. Gerade dies versucht der Maler mit den erstaunlich einfach scheinenden, aber raffinierten Mitteln der Verschränkung zu konterkarieren. Die rotorangen Flecken auf den Kois täuschen über die eigentliche Form der Fische hinweg, insbesondere wenn sie als Schwarm gemalt sind. Wir stellen fest, dass unser Auge ständig von den Farbformen der Flecken zu den Formen der Fische zu springen sucht – unsere Wahrnehmung wird geschärft, weil in dem großen weißen Feld keine weiteren Anhaltspunkte zur räumlichen Orientierung gegeben werden.“, schreibt Wulf Herzogenrath im gleichen Katalog.

Die Begrüssung zur Vernissage spricht Heinrich Liman, Geschäftsführer des museum FLUXUS+ und führt anschließend ein Künstlergespräch mit Jörn Grothkopp über die ausgestellten Werkgruppen.

Die zitierten Texte stammen aus dem neuen Katalog:
Jörn Grothkopp. Kerber Verlag, November 2013.
Deutsch/englisch, 160 S. mit 127 Abb., 22 x 28 cm,
ISBN 978-3-86678-887-9, € 38,-
Es handelt sich um Ausschnitte der Texte von
Wulf Herzogenrath “Schweben in Weiß” und Thomas Thiel “Malerei – Muster – Analyse”


Ausstellung: 01. Februar bis 04. Mai 2014, Mi – So von 13 – 18 Uhr

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 27
Fax: (0331) 60 10 89 - 10
E-Mail: vanessa.liman@fluxus-plus.de





vom 8.1. bis 31.01.2014

Titel: Made in Potsdam


Künstler: Festival
Made in Potsdam
im museumsshop des museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam

Ausstellung 8. bis 31. Januar 2014

Am 8. Januar startet in der Schiffbauergasse in Potsdam das Festival „Made in Potsdam“ der fabrik - Internationales Zentrum für Tanz und Bewegungskunst und des Kunstraum Potsdam. Anlässlich dieses Festivals des Tanzes, der Bildenden Kunst und Musik gibt es erstmalig eine Sonderpräsentation im museum FLUXUS+. Der museumsshop bietet ab dem 8. Januar 2014 Werke ausgewählter Potsdamer Designer, Handwerker und Künstler insbesondere Grafiken, Skulpturen und Designkollektionen und Accessoires.

Das Design des freischaffenden Potsdamers Sebastian Voigt kommt in vielen Farben daher. Seine Tischleuchte „DinA 4“ kann höchst individuell Verwendung finden und bietet eine große Farbpalette von Kunstseideschirmchen und Textilkabeln.


märzdesign

Ebenso sind die Bezugsstoffe, Rollen und die Größe des rollenden Sitzmöbels „hop`n roll – Freude an der Bewegung“ in Art und Farbe variabel. Der „hop`n roll“ wird von märzdesign zusammen mit dem Raumausstatter und Polsterer Kusche aus Potsdam hergestellt. Der museumsshop präsentiert den „hop`n roll BASIC: antik“ und „KIDS: pico“

Als Neupotsdamer begeistert der Grafitzeichner Ralf Wilhelm Schmidt der seit 2009 als Autodidakt zeichnet. Mit seinen feinnervigen Bleistiftzeichnungen versucht er "…die Verbindung zwischen Mensch und Natur, das so genannte ´Einssein` ins Bewusstsein zurückzurufen…" Zum Jahresstart sehr interessant ist der handsignierte Kunstkalender 2014.


Marie Gloede

Die Potsdamer Märchenerzählerin Marie Gloede filzt in bunten Farben Fantasie-Blumen, die als Anstecker vielseitig Verwendung finden können und Anke Beditsch, Kunst-Studentin der Uni Potsdam fertigt nützliche Pins.

Die Künstlergruppe Ornament & Versprechen setzt sich in ihren Darstellungen mit Grundlagen bei Entscheidungen einzelner Personen auseinander. Die Arbeiten verstehen sich als Gesamtkonzept, welche durch ihr gestalterisches Moment zu Multiples werden. Sie präsentieren ihre „Metamorphosen“-Porzellanteller“ wie althergebrachte Wandschmuckteller, jedoch im neuen Stil.


Robert Steinmüller

Als besonderes Highlight wird das Unikat „Lesen lieben lernen - Ein Abenteuerbuch für Legastheniker“ von Robert Steinmüller ausgestellt. Robert Steinmüller studiert Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Potsdam und erhielt für sein Abenteuerbuch für Legastheniker den ersten Preis in der Nachwuchskategorie des Brandenburger Designpreises 2013.

Zu guter Letzt können alle, die es verpasst haben, die unidram`13 -Tragetaschen oder T-Shirts im letzten November zu kaufen, die Textilien mit den legendären Schriften des Internationalen Theaterfestival Potsdam erneut erwerben.

Präsentiert und zum Kauf angeboten werden die Produkte vom museumsshop vom 8. bis zum 31. Januar 2014, mittwochs bis sonntags von 13.00 – 18.00 Uhr.
Am Donnerstag, dem 9. Januar ist der museumsshop bis 20.00 Uhr geöffnet, anlässlich der Vernissage der Ausstellung INTERVENTIONEN IM RAUM im Waschhaus Kunstraum.

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10
Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun




vom 30.11.2013 | 17 Uhr bis 26.01.2014

Titel: TRY AGAIN


Künstler: Costantino Ciervo

Costantino Ciervo, "TRY AGAIN", 2013, Videoskulptur

Ausstellung vom 30. November 2013 bis 26. Januar 2014
Vernissage: Samstag, 30.11.2013, 17.00 Uhr
Costantino Ciervo wird anwesend sein.

In der Ausstellung "TRY AGAIN" werden neue Videoskulpturen und eine Installation, die eigens für die Ausstellung entstand, gezeigt. Costantino Ciervo thematisiert und kritisiert in den Arbeiten subtil und mit hintergründiger Ironie gesellschaftspolitische und philosophische Themen und Fragestellungen aus Wirtschaft, Politik, Technologie und Kommunikation. Im Zentrum stehen Begriffe wie Wettbewerb, Kontrolle, Macht und Freiheit. Das plastische Werk dieses Künstlers und Denkers ist klar, konsequent und auf das Wesentliche reduziert. Die kühle und sterile Ästhetik von Oberflächen aus poliertem Edelstahl und Spiegeln kombiniert Ciervo kontrastreich mit spielerischen Bildinhalten und erzählerischen Videoclips. In den bewegten Bildern tauchen mal symbolträchtig bunte Luftballons auf, es wird Fingerklatschen gespielt oder geflügelte Kichererbsen schwirren durch die Luft. Die Videoskulpturen erinnern in der Komplexität ihres Aufbaus und der Verschlüsselung der Botschaft in den (filmischen) Bildern an ein ins Dreidimensionale übertragenes Rebus.

Costantino Ciervo (*1961) ist in Neapel geboren und aufgewachsen. 1980 bis 1982 studierte er zunächst Ökonomie und Politik an der Universität für Wirtschaft und Handel in Neapel. 1984 übersiedelte er nach (West-) Berlin und begann künstlerisch zu arbeiten. Parallel absolvierte er 1988 bis 1991 ein Studium der Philosophie und Kunstwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Ciervo, der sich mit Enthusiasmus und Leidenschaft dem Studium widmete, schloss es aus ökonomischen Gründen nicht ab. Theoretische Reflexionen, wissenschaftliche Fragestellungen und Analyse spielen für ihn weiterhin eine entscheidende Rolle und fließen in die künstlerische Arbeit und bisweilen auch in Vorträge oder Gastvorlesungen ein.

Neben der "Neuen Linken" ist Ciervos Werk theoretisch geleitet von Denkern des Poststrukturalismus wie zum Beispiel Michel Foucault. Darüber hinaus setzt er sich mit Philosophen wie Karl Marx und Baruch Spinoza sowie insbesondere postmodernem Denken auseinander, etwa Gilles Deleuze und Félix Guattari, bis in die heutige Zeit Antonio Negri und Darrow Schecter.

Costantino Ciervo zählt zu den vier zeitgenössischen Künstlern, die in der Dauerausstellung des privaten Kunstmuseums präsentiert werden und hat an mehreren Sonderausstellungen teilgenommen, darunter zwei Einzelpräsentationen im atrium 2010 und 2012. Außerdem befindet sich seine Lichtinstallation "The Ten Commandments" an der Außenfassade des Museums im Schirrhof.

"TRY AGAIN" ist eine Ausstellung zum Potsdamer Themenschwerpunkt "Wissenschaft" und läuft bis zum 26. Januar 2014 im atrium des museum FLUXUS+. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Öffnungszeiten Mi - So 13.00 - 18.00 Uhr

Geschlossen: 24.12. und 25.12.13
Geöffnet: 26.12. – 29.12. von 13:00 bis 18:00 Uhr
Geschlossen: 30.12. – 01.01.14
Geöffnet ab 02.01.14 wieder regulär von Mi-So von 13:00 bis 18:00 Uhr

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
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Fax: (0331) 60 10 89 - 10
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vom 25.10.2013 | 19 Uhr bis 24.11.2013

Titel: LUXUS+ eine Ausstellung der Klasse Prof. Held an der UdK Berlin


Künstler: Gruppenausstellung

courtesy museum FLUXUS+

Vernissage Freitag, 25.10.2013 um 19.00 Uhr

Im museum FLUXUS+ in Potsdam werden in einer Sonderausstellung Arbeiten von Studierenden der Fachklasse für Malerei von Prof. Burkhard Held an der Universität der Künste Berlin präsentiert. „LUXUS+“ beinhaltet verschiedene Positionen zeitgenössischer Malerei.

Die Präsentation ist der Herkunftsbedeutung des lateinischen Wortes „Luxus“ nach in mehrfacher Hinsicht eine Art „Verrenkung“. Nicht nur das Museum, in seiner eigentlichen Ausrichtung der Fluxus-Bewegung verpflichtet, öffnet sich hier wieder einmal mehr in einer leichten Verdrehung dem Feld aktueller Kunst. Auch die Studierenden mit ihren teils stark voneinander abweichenden Ansätzen nehmen in diesem Kontext luxuriösen Blickkontakt zueinander auf. Meint „Luxus“ darüber hinaus geläufiger weise einen Zustand des im Mehr-als-Notwendigen Schwelgens, so fragt das „Plus“ im Titel der Ausstellung danach, ob die Aufstockung eines ohnehin schon überdimensionierten Overflows überhaupt möglich ist. Die gegenwartsgemäßen Forderungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens lauten Flexibilität und Uneingeschränktheit. In welcher Weise werden diese Ansprüche aus der Perspektive der Maler und Malerinnen reflektiert?

Die Ausstellung lädt nicht zuletzt auch dazu ein, sich von diversen Standpunkten aus der Frage anzunähern, inwieweit die von Wolf Vostell und Anderen postulierte Gleichung von Kunst und Leben auch in der Gegenwart ihre Berechtigung hat.
Zur Vernissage am 25.10. begrüsst Heinrich Liman, Geschäftsführer des museum FLUXUS+ die Gäste. Die Studenten sprechen zu ihren Arbeiten.

Der Eintritt zu dieser Ausstellung ist frei.

Am 01. und 02.11.2013 gibt es leider nur eingeschränkte Besichtigungsmöglichkeiten, da neben anderen Spielstätten in der SCHIFFBAUERGASSE im Ausstellungsraum ein Figurentheater des Festivals UNIDRAM 2013 stattfindet.

Ausstellung: 26. Oktober bis 24. November 2013, Mi – So von 13 – 18 Uhr

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
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vom 16.8.2013 | 19 Uhr bis 20.10.2013

Titel: potsdam as a mad stop


Künstler: Pavel Schmidt

Pavel Schmidt, “Product of Italy”, 2009, Foto Beatrice Schmidt


museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Ausstellung 17. August bis 20. Oktober 2013
Vernissage Freitag, 16.08.13 um 19.00 Uhr

Der Titel der Ausstellung „potsdam as a mad stop“ ist ein Palindrom. Die Sprache spielt für Pavel Schmidt immer eine wichtige, begleitende Rolle und für Palindrome hat er eine charakteristische Vorliebe. So wie es ein „Wortspiel“ gibt, gibt es in seiner Kunst ein Objekt-Gegenstand-Spiel. Die Zusammenführung und Schaffung von Bedeutungen durch Aufhebung von ursprünglicher Funktionalität ergibt neue Anspielungsgründe (Jagdgründe). Ganze Textpassagen, handschriftlich oder in Form von Verbotstafeln und Gebrauchsanweisungen werden von Schmidt ins Bild, in seine Werke integriert.
Auch einige Künstler der Fluxus-Bewegung schufen um 1968 Palindrome, die in Form von Straßenschildern an der Außenwand des Düsseldorfer Restaurants des Schweizer Künstlers Daniel Spoerri, angebracht waren. In diesem Restaurant fanden zahlreiche Aktionen statt, zum Beispiel mit Joseph Beuys, Robert Filliou, Dieter Roth, Ben Vautier und Emmett Williams. Zwei Jahrzehnte später war Pavel Schmidt von 1986 bis ´89, nachdem er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München abgeschlossen hatte, Assistent von Prof. Daniel Spoerri am Lehrstuhl für Malerei und Grafik in München, welcher enge Verbindungen zur Fluxus-Bewegung hatte und heute als der bedeutendste Vertreter der Objektkunst angesehen wird. Diese Zusammenarbeit beeinflusste Pavel Schmidt weitgreifend und an dieser Stelle schließt sich der Kreis zwischen dem museum FLUXUS+ und den Werken des Schweizer Künstlers.
Regelmäßig stellt Schmidt seit 1980 in der Schweiz, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, Belgien und Frankreich aus und ist dementsprechend häufig unterwegs. Die Schweiz bleibt jedoch stetiger Bezugspunkt. 1991–92 arbeitete er erneut mit Daniel Spoerri an seinem „eaten by“-Projekt für den Schweizer Pavillon der Weltausstellung in Sevilla mit. Für sein künstlerisches Schaffen gewann er mehrere Preise, seine Arbeiten wurden u.a. im Badischen Landesmuseum, Karlsruhe, im Museum Tinguely, Basel und im Jüdisches Museum Berlin ausgestellt.
Skulpturen sind neben der Malerei und Aktionen ein Schwerpunkt seines Oeuvres. Sie entstehen als surrealistische Kombination von Fundgegenständen. Artefakte, in denen man den kulturgeschichtlich-kritische Ansatz von Schmidts Schaffen erkennt. Venus und David als Leitfiguren der christlich-antiken Mythologie sind heute weltweit zu Dekorationsgegenständen mutiert. Der Gartenzwerg ist ihr nordeuropäisches Pendant. Durch die Zerstörung und Wiederzusammenfügung dieser Trivialobjekte schafft Schmidt Neues. Im Sinne Duchamps gibt ihnen der künstlerische Eingriff ihre Aura zurück. In seinen Werken versucht Schmidt die Grenzen von Wort-Zeichen-Schrift-Bild auszuloten. Insbesondere die Texte von Franz Kafka beschäftigen Schmidt seit langer Zeit.
Von August bis Oktober ist eine Auswahl aus der Vielfalt des Schaffens Pavel Schmidts der letzten fünf Jahre im atrium des museum FLUXUS+ zu sehen. Ausgestellt werden insbesondere Objekte, Skulpturen, Arbeiten auf Papier. Davidstandbilder, Venusstatuen, Gartenzwerge, Eisenbahnpuffer, Blitzableiter und andere alltägliche Gegenstände gehören zur Sinnbildvielfalt mit der Pavel Schmidt unsere Gesellschaft, einem Fleischwolf gleich, durchdreht. Es sind Begegnungen mit Gegenständen, die ihrer Ursprungsbedeutung entleert sind, sozusagen in ein anderes Dasein versetzt wurden.
Zur Finissage am Sonntag, dem 20. Oktober wird es eine „Abschlussleselesung“ mit Pavel Schmidt und Monsignore Dies geben. Pavel Schmidt begibt sich lesend auf die Suche nach sprachimmanenten Wort-Sinn-Spielen. Der Bieler Musiker Monsignore Dies wird die Lesung durch musikalische Interventionen mit Schlag- und Kinderspielzeug und Kassettengeräten (verstörend) begleiten.

Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen und der Ausstellung ist frei.
Informationen über Pavel Schmidt im Schweizerischen Künstlerlexikon www. Sikart.ch.

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam, Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10




vom 7.6.2013 | 19 Uhr bis 11.08.2013

Titel: Performers


Künstler: Johnny Amore

Sophie Soni [ENG], Foto copyright Johnny Amore 2011

Es waren internationale Künstler der 60er Jahre, die die Ideen der Fluxus-Bewegung in die Kunst brachten und parallel ein neues Genre mitbegründeten: die Performance. Sie entwickelte sich aus der provokativen, oft das Publikum schockierenden Aktionskunst wie Fluxus und Happening. Aus Elementen der Bildenden und Darstellenden Kunst entstand diese Ausdrucksform, die sich oft kritisch mit der Gesellschaft und deren Kunstbegriff auseinander setzt. Eine Momentaufnahme in dieser Entwicklung versucht der Fotograf Johnny Amore mit seiner Foto-Serie „Performers“ festzuhalten.

Seit dem Studium an der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign München hatte Johnny Amore bereits zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, England, Holland, Spanien, der Schweiz, Estland und Finnland. Nun präsentiert er seine Portrait-Fotoarbeiten von Performancekünstlern im Sommer 2013 im museum FLUXUS+ in Potsdam.
Performers ist ein einzigartiges Fotoprojekt, dass die weltweit aktiven Künstler der Live Performance portraitiert. Es ist ein visueller Querschnitt der internationalen Performance-szene der letzten Jahrzehnte, der durch sein breites Spektrum auch ein künstlerisches Fotoarchiv mit einschließt.

Das Projekt ist keine Dokumentation der jeweiligen Performances, sondern eine Ansammlung von Persönlichkeiten, die in diesem historischen Moment Performancekunst als ihre künstlerische Sprache verwenden. Die Serie soll die Magie der Unreproduzierbarkeit der Performance bewahren, und doch zu ihrem Vermächtnis beitragen.
Fotografiert wurden unter anderem die Fluxus-Künstler Ben Patterson, Eric Andersen aber auch performativ arbeitende Künstlerinnen, die im museum FLUXUS+ vertreten sind, wie Ann Noël und Hella De Santarossa.

In der Ausstellung werden die Portraits in einer 2-Kanal-Installation zusammen mit der Fotoserie Performing Grounds gezeigt. Im Zusammenspiel beider Serien werden unendlich viele zufällige Bildpaare entstehen, die der Betrachter in Bezug setzt und ihnen so eine Bedeutung zuschreibt.

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+
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Fax: (0331) 60 10 89 - 10
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johnnyamore.de




vom 4.5.2013 | 19 Uhr bis 02.06.2013

Titel: museumFLUXUS+studis


Künstler: Gruppenausstellung

Inna Levinson "Sieben" © Inna Levinson

Am 4. April 2013 fand das Auswahlverfahren für die diesjährige Ausstellung museumFLUXUS+studis 2013 im atrium statt.

Die Jury hat aus der Fülle der eingereichten, überzeugenden Bewerbungen sieben Studenten aus Berlin und Potsdam ausgewählt. Vom 5. Mai bis zum 2. Juni 2013 werden Anja Spitzer, Diana Sprenger, Eriko Yamazaki, Inna Levinson, Kristin Albrecht, Michi Schneider und Valeska Rein ihre Arbeiten im atrium des museum FLUXUS+ präsentieren.

Dem Publikum wird ein breites Spektrum künstlerischer Techniken geboten. Ausgestellt werden bildhauerische Werke, Tuschezeichnungen und Malerei, die an der Kunsthochschule Weißensee erarbeitet wurden, Portraits in Mischtechniken und geformte Malerei aus Plastiline, die an der Universität der Künste in Berlin hervorgebracht wurden. Außer Konkurrenz wird Fredrik Gremmel von der Universität Potsdam eine eindrucksvolle Examensarbeit, die aufgrund ihrer Größe (insgesamt: 72 m²) nicht im Wettbewerbsverfahren berücksichtigt werden konnte, als Videofilm zeigen.

Die Ausstellung in der Schiffbauergasse 4f in Potsdam bietet Nachwuchskünstlern eine Möglichkeit, sich als Kunstschaffende außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können die Studenten beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb sammeln und den Umgang mit Kritik der Ausstellungsbesucher und der Presse erlernen.

Die Gemeinschaftsausstellung wird auch dieses Jahr wieder kostenfrei von Mittwoch bis Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr zu sehen sein. Bei der Ausstellungseröffnung am Samstag, 4. Mai 2013 um 19.00 Uhr werden die Nachwuchskünstler anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen. Das Projekt museumFLUXUS+studis wurde durch die "AktionKulturAllianzen" der Allianz Kulturstiftung und durch die Allianz Generalvertretung Roskos & Meier OHG (Berlin) unterstützt und finanziert.

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
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Ansprechpartnerin: Anke Beditsch




vom 15.2.2013 | 19 Uhr bis 28.04.2013

Titel: NINE 4 FIVE - Neue Werke in der Sammlung


Künstler: Gruppenausstellung

Detail, Mary Bauermeister, „don´t defend your freedom with poisened mushrooms“, Glaslinsenkasten, 1964 © M. Bauermeister


Anlässlich des 5jährigen Jubiläums des privaten museum FLUXUS+ in Potsdam wird eine Gemeinschaftsausstellung mit Arbeiten von neun Künstlern gezeigt. Mehrheitlich sollen diese „Neuen Werke in der Sammlung“ im Anschluss in die Dauerausstellung integriert werden.
Der ganz besondere Reiz der Ausstellung kommt von der Konsequenz, dass das gezeigt wird, was dem Sammler gefällt und ihn persönlich mit der Welt des Fluxus und ausgewählten Positionen zeitgenössischer Kunst verbindet.
Seit 2012 befinden sich in der Sammlung Arbeiten von Mary Bauermeister, die in den frühen 60er Jahren in Köln ein Atelier hatte, in dem sich die damalige Avantgarde traf. Unschätzbar ist deshalb der Wert, wenn einer ihrer Glaslinsenkästen von 1964 in die Dauerausstellung des Museums aufgenommen wird. Wie John Cage in Amerika, ist es Mary Bauermeister in Europa zu verdanken, dass die Fluxus-Bewegung ihren Weg fand. Aus dem Bereich „Fluxus und Freunde“ werden ebenfalls neue Ankäufe gezeigt. Ben Patterson setzte sich 2011 intensiv mit „seinen (amerikanischen) Präsidenten“ auseinander und die Arbeit „the prez steals my show“ entstand als Multipel. Barack Obama sprach vor Publikum in direkter Nähe der ausgestellten Werke von Ben Patterson in einem New Yorker Museum; so kam die Idee zu einer wunderbaren ironischen Collage.
Ann Noel, als jahrzehntelange Beobachterin und Begleiterin von Fluxus, stellte zusammen mit Alison Knowles 2010 in Potsdam aus und performte das Stück „Fluxus hors-d´oeuvres d´art“. Die im Ergebnis der Performance entstandenen kleinen Leinwände und weitere Arbeiten sind ausgestellt und der Film über die Performance kann gesehen werden.
Dieter Roth, der eigentlich antimuseal agierte und sich weigerte Materialien von Dauerhaftigkeit zu benutzen, wie mit den eat-art-Projekten und Arbeiten aus organischen Werkstoffen wie Schokolade oder Hasenköttel, schuf auch mehr als 500 Druckgrafiken in seinem Oeuvre. Zwei dieser Arbeiten aus den 70er Jahren ergänzen bereits vorhandene Drucke in der Sammlung.
Während der Zusammenarbeit und gemeinsamen Ausstellungen in den letzten Jahren mit den vier im museum FLUXUS+ vertretenden, zeitgenössischen Künstlern kam es zu mehreren Ankäufen. Es fand eine Erweiterung des Sammlungsbestandes statt, der bisher nur teilweise der Öffentlichkeit zugänglich war. Skulpturen, Objekte, Filme, Zeichnungen und Ölbilder lassen sich in dieser speziellen Ausstellung in einer Zusammenstellung sehen, wie sie wahrscheinlich kaum kuratorisch geplant werden würde. Das Interesse und die Auswahl des privaten Sammlers waren hier Vorgabe. Ausgewählte Arbeiten des facettenreichen bis humoristischen Zyklus „Totentanz“ von Lutz Friedel und eine durch Zeit, Raum und Liebe sich bewegende Balletttänzerin „En Manege“ (2010) von Hella De Santarossa sind zu sehen. Ebenso die völlig konträren Ausdrucksformen der gegenstandslosen, farbintensiven Malerei von Sebastian Heiner aus seiner Shanghai-Zeit und der Komplexität eines interaktiven Videoobjektes „Target“ (2010) von Costantino Ciervo.
Zu guter Letzt wird ein bisher nicht der Öffentlichkeit gezeigtes Frühwerk von Wolf Vostell gezeigt. „Extrema adura“, diese Gouachemalerei entstand bereits 1958 und ihr Titel zeugt von der intensiven Auseinandersetzung, mit dem für den deutschen Künstler neu entdeckten Kulturraum in Spanien. Dieses Werk öffnet und schließt den Kreis im atrium, und ergänzt ab Ende April den bereits jetzt gezeigten Querschnitt durch das Lebenswerk des Fluxus- und Happeningkünstlers, Videopioniers, Komponisten, Bildhauers, Grafikers und Malers Wolf Vostell im museum FLUXUS+.

Finissage der Ausstellung wird die „5 Jahre museum FLUXUS+“ – Feier am 21.04.2013 sein.

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 0
Fax: (0331) 60 10 89 - 10
E-Mail: vanessa.liman@fluxus-plusde




vom 21.4.2013 | 15-22 Uhr bis 22.04.2013

Titel: 5 Jahre museum FLUXUS+ / Jubiläumsfeier


Künstler: Geburtstagsevent

little men, Emmett Williams, museum FLUXUS+copyright

Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Sonntag 21.04.2013, 15.00 bis 22.00 Uhr
Das museum FLUXUS+ in Potsdam lädt ein, die „5“ zu feiern!

Seit 2008 gibt es das museum FLUXUS+ in Potsdam in der Schiffbauergasse mit den Schwerpunkten „FLUXUS, Wolf Vostell, Zeitgenössische Kunst“. Im atrium gab es zahlreiche, spannende Sonderausstellungen mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern. Grund genug, den Tag zu feiern!

Eröffnet wird die Veranstaltung offiziell um 15.00 Uhr. Als großes Geburtstagsevent gibt es eine „Hommage an Fluxus“, 5 Fluxus-Stücke der klassischen Art, moderiert von der Künstlerin Steffi Weismann. Parallel wird ein 5-Gang-FLUXUS-Fingerfood-Menue zu Ehren Wolf Vostell, Hella De Santarossa, Sebastian Heiner, Costantino Ciervo und Lutz Friedel geben. Jene Künstler, die in der Dauerausstellung des Museums präsentiert werden.

Anschließend eine neue Publikation vorgestellt und erstmalig der museumFLUXUS+orden verliehen.
Um 19.00 Uhr findet die Finissage der Ausstellung „NINE 4 FIVE - Neue Werke in der Sammlung“ statt. Das Grußwort spricht Staatssekretär Martin Gorholt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Steffi Weismann performt "LapStrap".
Musikalische Begleitung erhält die Feier mit "Five for Fluxus" von Felix Dubiel am Klavier und zu späterer Stunde von JAYFEX mit POP - ROCK – JAZZ.

Ausgewählte Arbeiten des Gemälde-Zyklus von Lutz Friedel "Et in Arcadia ego - Ein Totentanz" werden neu in der Dauerausstellung im Obergeschoss gezeigt.
5 Little Men von Emmett Williams feiern mit! Im Filmraum läuft der Dokumentationsfilm der Eröffnungsveranstaltung von Costantino Ciervo und Fluxus-Kids können Musikinstrumente selber bauen.
Wer eine Loskarte ausfüllt, kann an der FLUXUS+Verlosung teilnehmen. Die Eintritts-Buttons sind im Vorverkauf im museumshop (Mi - Sa 13-18 h) oder an der Tageskasse erhältlich. Eintritt für den ganzen Tag / das ganze Haus beträgt - wie könnte es anders sein - 5 Euro.
mehr Informationen auf fluxus-plus.de

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 22
Fax: (0331) 60 10 89 - 10




vom 16.11.2012 | 19 Uhr bis 21.01.2013

Titel: TREASURE TROVE – Eine Fundgrube öffnet sich


Künstler: Gruppenausstellung

Heart, Ann Noël, Foto: Ann Noël

Zum Finale des Jubiläumsjahres 50 JAHRE FLUXUS gibt es im museum FLUXUS+ Potsdam etwas ganz Besonderes zu sehen.

Künstler kaufen keine Geschenke für einander; sie tauschen Arbeiten Zeichnungen, Gegenstände, Drucksachen und Ähnliches. Emmett Williams und Ann Noël bekamen sehr viele solcher ARTefakte über die Jahre geschenkt. Die Werke aus dieser Fundgrube werden zum ersten Mal im museum FLUXUS+ zusammen ausgestellt. Das Plus in unserem Namen ist hier wieder einmal bedeutungsschwer.

Dank der in Berlin lebenden britischen Künstlerin Ann Noël konnte die Sonderausstellung TREASURE TROVE konzipiert und zusammengestellt werden. Sie ist bis Ende Januar 2013 im museum FLUXUS+ zusehen. Gezeigt werden Arbeiten von Fluxus-Künstlern
und Zeitgenossen wie AY-O, George Brecht, Dieter Roth, Robert Filliou, Richard Hamilton, Al Hansen, Geoffrey Hendricks, Dorothy Iannone, Alison Knowles, Nam June Paik, Ben Vautier, Tom Wasmuth und natürlich von Emmett Williams und Ann Noël.

Artists don´t buy presents for each other; they exchange work – drawings, objects, printed matter and the like. Emmett Williams and Ann Noël acquired a great many such ARTefacts over the years and those still in their treasure trove will be exhibited together for the first time in the museum FLUXUS+, the plus here being of real significance.

Emmett Williams gehörte seit den Anfängen in Wiesbaden 1962 der internationalen Fluxus - Bewegung an. Aktionskunst, Dichtung und Musik formten das Gesamtwerk des amerikanischen, international tätigen Künstlers. Ausgewählte Arbeiten von ihm befinden sich in der Dauerausstellung des museum FLUXUS+. Emmett Williams verstarb 2007 im Alter von 81 Jahren in Berlin. Seine "Little Men" brachten aber 2008 Fluxus performativ nach Potsdam.

Ann Noël ist eine vielseitige bildende Künstlerin, die sich vielfach an Performances und Ausstellungen mit Fluxus-Künstlern beteiligt hat. Ihre enge Verbindung mit dem museum FLUXUS+ hat sich in den letzten Jahren als äußerst wertvoll erwiesen. Seit 1980 lebt Ann Noël als freischaffende Künstlerin in Berlin. Ihr Werk umfasst Arbeiten auf Papier, Druckgrafik, Fotografie, Künstlerbücher, Editionen, Malerei, Objekte, Performance sowie raumgreifende Installationen. Emmett Williams und Ann Noël waren seit 1970 verheiratet und lebten seit 1980 in Berlin. Sie arbeiteten und performten stets als Künstlerpaar zusammen und schufen zeitgleich als eigenständige Künstler ihre eigenen Werke.

Ausstellung 17.11.12 bis 27.01.2013
Vernissage Freitag, 16.11.12 um 19.00 Uhr

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10
Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun
fluxus-plus.de




vom 26.10.2012 | 19 Uhr bis 11.11.2012

Titel: ausgezeichnet / gefördert


Künstler: Stipendiaten 2011-2012 der Hans und Charlotte Krull Stiftung
Konzept und Künstler
Die Hans und Charlotte Krull Stiftung präsentiert im museum FLUXUS+ die Stipendiaten und Projektförderungen aus den ersten beiden Jahren ihrer Fördertätigkeit 2011 und 2012. In der Ausstellung „ausgezeichnet / gefördert“ sind in Potsdam vom 27. Oktober bis zum 11. November 2012 Bilder, Filme, Objekte und Installationen von Gerrit M. Bekker, Costantino Ciervo, Sophie-Therese Trenka-Dalton, Claus Larsen, Ulrike Seyboth und Constanze Witt zu sehen. Mit der Ausstellung will die Stiftung nicht nur Ergebnisse ihrer Förderaktivitäten darstellen, sondern auch anderen die Gelegenheit geben, sich von den ausgezeichneten Werken überzeugen und faszinieren zu lassen.

Gerrit M. Bekker findet seinen künstlerischen Ausdruck sowohl in Malerei, Grafik und Bildhauerei als auch in Lyrik und Prosa. In allen Disziplinen und Gattungen schafft er eigenständige Werke, die immer wieder auch Grenzüberschreitungen aufweisen. So integriert er in vielen seiner gestisch-abstrakten, in Details als gegenständlich wahrnehmbaren Bilder textliche Anspielungen, die weitere Assoziationsräume öffnen. – In der Ausstellung wird er jüngst entstandene Tafelbilder in einer turmartigen Installation zusammenführen und als dreidimensionale Werkeinheit präsentiert.


Sophie-Therese Trenka-Dalton, The Royal Lion Hunt (Iraqi Embassy Berlin-Pankow), 2011

Sophie-Therese Trenka-Dalton hat in vielen ihrer Werke reale und imaginäre Räume untersucht, denen Zeichen mesopotamischer Kultur eingeschrieben sind. Über räumliche Collagen oder Buchprojekte thematisiert sie transkulturelle Aneignungsprozesse. Ihre Werke sensibilisieren für Verbindungen zwischen Orten, Kulturen und Epochen jenseits vertrauter Erfahrungen und Erzählungen. – In der Ausstellung zeigt sie eine großformatige Fotografie, die aus ihrer Auseinandersetzung mit der verlassenen Botschaft der Republik Irak in Berlin-Pankow hervorgegangen ist.


Costantino Ciervo: Videostill aus The Mouth of Truth, 2012

Costantino Ciervo hat aus Anlass des 300. Geburtstags Friedrich II. 2012 die Installation Macht der Freiheit oder Freiheit der Macht geschaffen. In der komplexen Installation aus Figuren, Objekten, Projektionen, Bildschirmen und gesprochenen Texten inszeniert der Multimediakünstler den ambivalenten Herrscher als Kristallisationspunkt für den zeitlosen Diskurs um Macht und Moral. – An der Ausstellung beteiligt er sich mit der Videoarbeit The Mouth of Truth, die Kinder beim Vorlesen aus dem Buch Kapitalismus und Freiheit des Ökonomen Milton Friedman zeigt.


Claus Larsen: Detailansicht der Skulptur Circuits, 2011

Claus Larsen konstruiert Maschinen, die Vertrautes bewegen, aber zugleich Klänge, Lichteffekte und Schwingungen erzeugen, die verwundern, verwirren und bisweilen beunruhigen. Seine Stahl-gebilde könnten aus dem Bergbau oder der Schwerindustrie stammen, tatsächlich sind sie aber äußerst unproduktiv, ambivalent und selbstreferentiell. – Prototypisch hierfür steht die Arbeit Circuits, die in der Ausstellung und damit erstmals in Deutschland zu sehen sein wird.

Ulrike Seyboths abstrakte Bilder inspirieren Betrachter zu individuellen Deutungen: Farbflecken und Pinselschläge werden als eine Art Notenschrift, die Kompositionen als musikalische Malerei verstanden. Andere assoziieren Felder und Wüstenlandschaften oder entdecken sublime Referenzen auf das Licht, die Landschaft und die Architektur in Burgund. – An der Ausstellung wird sie mit einem Diptychon teilnehmen, so dass die Besucher ganz eigene Zugänge finden können.


Constanze Witt: Filmstill aus Rehpfad, 2012 (Foto: Patrik Metzger)

Constanze Witt hat in 30 kurzen Filmen animalische Fellwesen und kopflose Gestalten als Teil eines künstlerischen Forschungsprojekts in Szene gesetzt. In Rehpfad wird eine bedrohliche Welt entworfen, die mit ihren Schauplätzen und Erzählmotiven an die Conquista Mittel- und Südamerikas im 16./17. Jahrhundert erinnert. – In der Ausstellung werden Zeichnungen und Requisiten auf die Filme verweisen und darüber hinaus eigene Bedeutungen entfalten.

Eröffnung: Freitag, den 26. Oktober 2012, 19 Uhr
Laufzeit: 27. Oktober - 11. November 2012
Ort: museum FLUXUS+, Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten: Mi - So, 13 - 18 Uhr




vom 7.9.2012 | 18 Uhr bis 21.10.2012

Titel: Fluxus und die Anfänge der Medienkunst


Künstler: Gruppenausstellung

Birgit Hein, © museum FLUXUS+, 2012

Vernissage: Freitag, 07. September 2012
ab 18.00 Uhr Einlass im T-Werk
um 19.00 Uhr die maulwerker FLUXUS POTSDAM 2012
20.00 Uhr im atrium Hommage a Paik "Zen for Film" von / mit Prof. Birgit Hein

Im September 1962 fanden die ersten Veranstaltungen „Fluxus - Festspiele Neuester Musik“ statt. Jetzt wird international das Jubiläum 50 JAHRE FLUXUS gefeiert! Das museum FLUXUS+ präsentiert Performances, Filme und Sonderführungen. Am 7.9. spielen die maulwerker im T-Werk Fluxus-Scores aus den 60er Jahren und die Ausstellung „Anfänge der Medienkunst“ wird eröffnet. Zur Vernissage wird Nam June Paiks "Zen For Film" (1962-1964) den Betrachter dazu anhalten, der Bilderflut von außen eigene Bilder von innen entgegenzusetzen. Der Aktions- und Fluxuskünstler Stiliachus vergibt am 7. und 8.9. Kunstberechtigungsausweise.
Am 15.9. gibt es eine FLUXUS-FILM-SHOW mit Vortrag von Prof. Birgit Hein.

Die Sonderausstellung beschäftigt sich mit einem ausgewählten Aspekt der vielfältigen Ausdrucksformen der Fluxus-Bewegung: dem Medium Film. Mit der in Berlin lebenden Filmemacherin Prof. Birgit Hein wird das museum FLUXUS+ Einblicke in die Anfänge der Medienkunst geben. Der Film ist als Ausdrucksmittel heute ganz selbstverständlich in der Kunst angekommen. Doch wie sahen die Anfänge aus?
Die Geschichte der Medienkunst beginnt mit den Avantgardefilmen der 20er Jahre. Aus heutiger Sicht sind vor allem die theoretischen Schriften von Laszlo Moholy-Nagy wegweisend, der bereits 1925 fordert, alle zur Zeit verfügbaren optischen Techniken für die künstlerische Gestaltung zu nutzen. Dennoch wird die bildende Kunst bis zum Ende der 50er Jahre nahezu ausschließlich von den klassischen Kunstmedien dominiert.
Erst um 1960 beginnt mit der Happening- und Fluxus-Bewegung die Entwicklung der Medienkunst, die bis heute immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.
Fluxus stellt den künstlerischen Gestaltungsakt grundsätzlich in Frage. Die Loslösung von den traditionellen Kunstmedien und Gestaltungsprinzipien macht nun jedes Medium für die Kunst akzeptierbar und es wird möglich, die Grenzen zwischen den einzelnen Medien Film, Musik, Skulptur und Malerei aufzuheben.
Mitte der 60er Jahre arbeiten Maler, Bildhauer und Performer wie Andy Warhol, Robert Morris, Richard Serra, Joseph Beuys, Bruce Naumann, Carolee Schneemann und Yvonne Rainer auch mit Film. Auf dem New Cinema Festival 1965 in der Film-Makers Cinematheque in New York führen Künstler wie Stan Vanderbeek, Robert Rauschenberg und Claes Oldenburg Expander Cinema Performances auf. Nam June Paik präsentiert hier seinen "Zen For Film" zum ersten Mals als "lebenden Film".
1966 stellt George Maciunas die Fluxusfilm Anthology zusammen mit Filmen von Wolf Vostell, George Brecht, Yoko Ono und anderen, welche in der Ausstellung gezeigt wird.
Zu dieser Zeit entsteht der Begriff der "Expanded Arts". Unter dieser Überschrift erscheint 1966 das Sonderheft der Zeitschrift Film Culture mit einem Diagramm von George Maciunas, das alle zeitgenössische Avantgardekunst mit einander verbindet.
Den ersten Höhepunkt der Verbindung von Kunst und Technik stellen 1966 in New York die "9 Evenings of Theater and Engeneering" dar, wo Künstler wie Robert Rauschenberg und John Cage mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten, um Performances mit neuen Technologien wie Videoprojektionen und drahtloser Tonübertragung zu entwickeln, die es bis dahin in der Kunst noch nicht gegeben hatte.
Ende der 60er Jahre verändert sich die Kunstszene, denn die meisten Künstler ersetzen nun Film durch Video. Nam June Paik und Wolf Vostell entwickeln ihre Videobänder und Installationen. Video wird das neue Kunstmedium in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


© museum FLUXUS+, 2012

Öffnungszeiten: Mi-So 13-18 Uhr

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Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
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vom 8.6.2012 | 19 Uhr bis 19.08.2012

Titel: Zopf ab


Künstler: Mary Bauermeister in Potsdam

Mary Bauermeister © privat

Zur Finissage am Sonntag, den 19. August 2012 liest Mary Bauermeister ab 15:00 Uhr aus ihrem Buch "Ich hänge im Triolengitter: Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen" Edition Elke Heidenreich. Für die musikalische Begleitung dieser Veranstaltung sorgen der Cellist Georg Faust und Mary Bauermeister, die auf Echorohr und Klavierklangrahmen spielt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Mit Mary Bauermeister (*1934, Frankfurt/M) startet das museum FLUXUS+ in der Schiffbauergasse in Potsdam die Feierlichkeiten zum Jubiläum "50 Jahre Fluxus". Mary Bauermeisters „Prä-Fluxus“-Aktivitäten trugen erheblich zur Entwicklung von Fluxus in Deutschland bei. In den Jahren 1960–61 schaffte sie es mit Konzerten, Lesungen und Ausstellungen, ihr Atelier in Köln bekannt zu machen. Man traf sich nach Konzerten des Westdeutschen Rundfunks (WDR), um Neues in der Kunst, Musik und Literatur auszuprobieren. Mit Nam June Paik, Benjamin Patterson, John Cage, Christo, H.G.Helms und vielen anderen begründete Mary Bauermeister die Avantgarde der Nachkriegszeit. In den USA folgten Freundschaften mit Robert Rauschenberg, Tinguely, Niki de St. Phalle, Joe Jones, Jasper Jones, Andy Warhol und anderen Künstlern und Musikern. In der Kölner Zeit lernte Mary Bauermeister den Komponisten und Erfinder der elektronischen Musik Karlheinz Stockhausen kennen. Es entwickelte sich eine tiefe Beziehung, die beide Persönlichkeiten lebenslang stark beeinflusste. Bereits 1962 hatten sie eine gemeinsame Ausstellung im Stedelijk Museum, Amsterdam. Im Anschluss ging Mary Bauermeister nach New York, wo sie große Erfolge erzielen konnte. Aus diesem Grund kam der Brief des Fluxus-Organisators George Maciunas zu spät, in dem er fragte, ob das erste Fluxus-Festival im Kölner Atelier stattfinden könnte. Anfang der 70er Jahre kehrte Mary Bauermeister nach Deutschland zurück und begann sich mit Geomantie zu beschäftigen. Sie widmete sich der Planung von Gärten mit Wasserflächen, Kristallen und Prismen, die sie für öffentliche und private Auftraggeber weltweit ausführte.

Seit Jahren beschäftigt sich Mary Bauermeister kritisch mit „Friedrich“ und den von ihm propagierten konventionellen preußischen Tugenden. Das Friedrich 300-Jahr regte sie an, ihre langjährige Beschäftigung in einer neuen Arbeit für ihre Ausstellung im museum FLUXUS+, einer Rauminstallation, auf ihre eigene, überraschende Art zu kommentieren. Die deutsche Fahne flicht sie zu einem überdimensionalen Zopf, der sich durch den Raum schlingt, bis am Ende die Farben umgedreht gold-rot-schwarz sind, eine neue Fahne entsteht und damit auch eine neue Gesinnung - „Zopf ab“.

„Alte Zöpfe abzuschneiden“, darin war Mary Bauermeister immer eine Meisterin. Die bekanntesten Werkgruppen ihres Oeuvres sind optische Kästen, in denen sich Zeichnungen durch geschliffene Linsen einer Metamorphose unterziehen, sowie Prismen-, „Pünktchen“-Bilder und Steinkollagen. Eine Staffelei mit Linsenscheibe und Elementen mit Farbspektrum und die großformatige Arbeit „Brush stroke“ stehen hierfür Zeugnis in der Potsdamer Ausstellung. Die dokumentarische Gegenüberstellung des Kölner Ateliers und Arbeiten aus ihrem Skizzenbuch „Ein Tag in New York“, die sie zu ihrer Ausstellung zum 75. Geburtstag verwirklicht hat, vervollständigen das Ensemble der Sonderausstellung, die bis zum 19. August zu sehen ist.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 8. Juni 2012 um 19.00 Uhr wird es ein Konzert von Mary Bauermeister mit Klangrohr und Klavierkorpus geben.

Mary Bauermeisters Arbeiten sind in vielen Museen und Sammlungen in den USA, Europa und Deutschland vertreten. Sie hatte zahlreiche Einzelausstellungen und war an wichtigen Gruppenausstellungen weltweit beteiligt. Ihre Autobiographie „Ich hänge im Triolengitter“ erschien 2011 in der Edition Elke Heidenreich.
Um einen legendären Abend im Kölner Atelier dreht sich der 2-D-Animationsfilm „psst pp Piano - Hommage à Mary Bauermeister“ von Gregor Zootzky, welcher während der Zeit der Sonderausstellung im museum FLUXUS+ gezeigt wird.

Die Ausstellung entstand mit freundlicher Unterstützung der Schüppenhauer Galerie+Projekte, Köln. Wir danken auch dem Brandenburgischen Klavierhaus, Potsdam, der Credit Suisse (Deutschland) AG, NL Berlin und Gregor Zootzky, Köln für die Kooperationen.

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 22
Fax: (0331) 60 10 89 10
Ansprechpartner: Andrea Podzun
E-Mail: info @fluxus-plus. de




vom 4.5.12 | 19 Uhr bis 03.06.2012

Titel: museumFLUXUS+studis 2012


Künstler: Gruppenausstellung

Anastasia Mikhaylova, o.T., 2011

museumFLUXUS+studis 2012
Eine Sonderausstellung im atrium

EINLADUNG zur Ausstellungseröffnung
Freitag, 4. Mai 2012 - 19.00 Uhr
museum FLUXUS+, Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam

Ausstellung 5. Mai – 3. Juni 2012

Vom 5. Mai bis zum 3. Juni 2012 werden Antje Schoßig, Anastasia Mikhaylova, Caroline Corleone, Jan Gasser, Tobias Hildebrandt, Viola von Zadow und Wojtek Scherp ihre Arbeiten im atrium des museum FLUXUS+ präsentieren.

Dem Publikum wird ein breites Spektrum künstlerischer Techniken geboten. Ausgestellt werden Skulpturen und Gemälde, die an der Kunsthochschule Weißensee entstanden sind, eine Videoarbeit und Druckgrafiken, die an der Universität Potsdam hervorgebracht wurden, Fotografien einer Studentin der HTW Berlin, sowie Ölmalerei eines Studenten an der Fachhochschule Potsdam.

Die Ausstellung in der Schiffbauergasse 4f in Potsdam bietet den Nachwuchskünstlern die Chance, sich als Kunstschaffende außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können die Studenten beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb sammeln und den Umgang mit Kritik der Ausstellungsbesucher und der Presse erlernen.

Im März fand das Auswahlverfahren für die diesjährige Ausstellung museumFLUXUS+studis 2012 im atrium statt. Die Jury hat sich aus der Vielzahl, der eingereichten, überzeugenden Bewerbungen für die sieben Studenten aus Berlin und Potsdam entschieden.

Die Gemeinschaftsausstellung wird auch dieses Jahr wieder kostenfrei mittwochs bis sonntags von 13.00 bis 18.00 Uhr zu sehen sein.

Bei der Eröffnung am 4. Mai 2012 um 19.00 Uhr werden die Nachwuchskünstler anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen.

Wir freuen uns, Sie bei der Vernissage begrüßen zu dürfen.

Das Projekt museumFLUXUS+studis wurde durch die "AktionKulturAllianzen" der Allianz Kulturstiftung und durch die Allianz Generalvertretung Roskos & Meier OHG (Berlin) unterstützt und finanziert.

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
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vom 10.2.2012 | 19 Uhr bis 29.04.2012

Titel: Macht der Freiheit oder Freiheit der Macht


Künstler: Costantino Ciervo

yes / no, Costantino Ciervo 2011

Am 24. Januar jährt sich der Geburtstag von Friedrich II., genannt der Große (1712-1786) zum dreihundertsten Mal. Leben und Wirken des mythenumwobenen preußischen Königs sind aufs engste mit Potsdam und Schloss Sanssouci verbunden. Aus diesem Grund würdigen die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Stadt Potsdam und Kulturland Brandenburg sowie weitere teils internationale Akteure den Preußenkönig mit dem Thema „Friedrich 300“ auf vielfältige Art und Weise. Auch das museum FLUXUS+ in der Schiffbauergasse widmet sich dem legendären König mit der Sonderausstellung „Macht der Freiheit oder Freiheit der Macht“ des Multimediakünstlers Costantino Ciervo.

Costantino Ciervo, (*1961 in Neapel, seit 1984 in Berlin) wird in einer komplexen Rauminstallation Friedrich den Großen als animierte Videoprojektion auf zwei Schaufensterpuppen „zum Leben erwecken“. Der Künstler setzt sich dabei mit der höchst widersprüchlichen Persönlichkeit des Monarchen auseinander im Kontext der Begriffe Macht und Freiheit.

Der Machtbegriff ist aus den sozialphilosophischen, demokratie- und kulturtheoretischen Diskussionen nicht wegzudenken. Insbesondere Theorien Hannah Arendts und Michel Foucaults Machtphilosophie haben Macht aus der klassischen engen Verschränkung mit Herrschaft, Zwang und Gewalt gelöst und ihre produktiven Effekte freigelegt. Strukturmerkmale des Machtdenkens und Machtwirkungen durchdringen demnach alle (menschlichen und gesellschaftlichen) Bereiche wie Wissen, Recht/Verfassung, Politik, Sprache, Medien, Körper, Anerkennung etc.

Zwei frei im Raum platzierte Figuren mit einem „Hautüberzug“ aus getrockneten Hülsenfrüchten werden umringt von acht Monitoren und einer Videoprojektion an den Wänden. Die beiden Puppen führen einen fiktiven Dialog, ein Schlagabtausch von ausgewählten Zitaten aus Niccolò Machiavellis Schrift „Il Principe“ (dt. „Der Fürst“, von 1513) und dem sogenannten „Antimachiavell“ von Friedrich II. Letzteres ist eine politische Schrift des jungen Kronprinzen zur Widerlegung der Grundsätze des Florentiners und ersten politischen Denkers der Neuzeit (Rudolf Augstein), der politisches Handeln von religiöser Moral trennte. Die Monitore zeigen sprechende Konterfeis heutiger (diktatorischer) Machthaber, die einzelne Sätze aus Machiavellis „Fürst“ zitieren. Die Filmprojektion mit authentischen Bildern aus der jüngeren deutschen Geschichte und aktuellem Filmmaterial des arabischen Macht und Freiheit bis in die Gegenwart.

Die Frage mit der Rudolf Augstein seinen kritischen Artikel „Von Friedrich zu Hitler?“ anlässlich des 200. Todestages Friedrichs des Großen im Nachrichtenmagazin Der Spiegel (2006) enden ließ, ist immer noch berechtigt und müsste heute lauten: Vor dreihundert Jahren wurde er geboren. Soll man ihn feiern?

Costantino Ciervo ist einer der vier zeitgenössischen Künstler, die in der Dauerausstellung des privaten Kunstmuseums präsentiert werden. Mit seiner Lichtinstallation „The Ten Commandments“ ist er zudem auf dem Schirrhof vertreten. Zuletzt wurden seine Werke in der Sonderausstellung mit Performance „PROSTITUTION OF SIGNS“ 2009 in der Schiffbauergasse ausgestellt. Die neue Installation wird bis Ende April im atrium des museum FLUXUS+ zu sehen sein.

Das Kunstprojekt wurde durch die „Hans und Charlotte Krull Stiftung“, Berlin gefördert.

Ausstellung Costantino Ciervo - Macht der Freiheit oder Freiheit der Macht
im museum FLUXUS+
Ausstellung 11. Februar – 29. April 2012 - FRIEDRICH 300
Vernissage Freitag, 10. Februar 2012, 19.00 Uhr

Performance “Destroy Linear Time” mit C. Ciervo und Vorstellung des Ausstellungskatalogs am 30. März um 19 Uhr.

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
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vom 18.11.11 | 19 Uhr bis 29.01.2012

Titel: Fluxus, Film und Fernsehen


Künstler: Wolf Vostell

Berlinerin (1994), Wolf Vostell, © VG Bild 2011

Wolf Vostell - Fluxus, Film und Fernsehen
Eine Sonderausstellung im Rahmen des Themenjahres „2011 Potsdam - Stadt des Films“

Das museum FLUXUS+ beteiligt sich am Jahresthema "2011 Potsdam - Stadt des Films". Kamen doch die Werke des ersten fernsehkritischen Künstlers Deutschlands durch die Eröffnung des Museums in die Brandenburgische Landeshauptstadt. So wie der Festival-Text schreibt, sind „bewegte Bilder allgegenwärtig“. Genau dies hatte Wolf Vostell (1932 – 98) bereits in den Anfängen des Fernsehens – in den 50er und 60er Jahren – erkannt und künstlerisch aufgearbeitet zur Diskussion gestellt.

Für Wolf Vostell war der Fernseher, neben dem Auto und dem Flugzeug, ein Phänomen der Zeit nach dem II. Weltkrieg. Kritisch nahm er die Wirkung dieses Massenmediums auf den Menschen wahr und bereitete durch die Aufnahme der Fernsehapparate in seine Happenings, Assemblagen, Konzerte und Bildwerke diesem Objekt den Weg in die Kunst. Er kombinierte klassische Bildelemente mit den bewegten, elektronischen Bildern des Fernsehens.
Im Mittelpunkt der Sonderausstellung steht ein Bronzetorso mit Fernsehgerät im Bauch, "BERLINERIN", 1994. Mit beeindruckender Klarheit kombinierte der Künstler vermeintlich unvereinbare Elemente und Materialien. Es handelt sich um ein Spätwerk und verdeutlicht, dass das Thema „Beeinflussung durch das Fernsehen“ sein gesamtes Werk durchdringt. Eine weitere Bronze "AUTO-TV-HOCHZEIT", 1995, ist erstmalig in Potsdam zu sehen.
Als die internationale Kunstbewegung Fluxus in den 60er Jahren entstand, gehörte Wolf Vostell zu den ersten Protagonisten. Für ihn bestand die Leistung von Fluxus darin, dass alles Musik sein kann, so auch das Abreißgeräusch einer Plakatwand oder die Destruktion eines Fernsehers. Die Ausstellung zitiert einige wichtige Fluxus-Arbeiten aus den Bereichen Konzert, Oper und Kunstschule.
Wolf Vostell arbeitete in Zyklen. Ein Thema wurde von ihm über längere Zeiträume immer wieder aufgegriffen und in verschiedenen Ausdrucksformen dargestellt. In diesem Zusammenhang entstanden in den 60er und 70er Jahren Filme, welche die Aussagen des Gesamtwerkes komplettierten, unterstrichen, ergänzten und dokumentierten. Diese Filme sind durch Wiederholungen und Endlosschleifen von kurzen Aufnahmen von Handlungen gekennzeichnet. Die gezeigten Handlungsteile sind aus ihrem Zusammenhang gelöst und oft akustisch mit einem durchdringenden Sirenenton untersetzt. In der Sonderausstellung können sechs Kurzfilme aus den 60er Jahren gesehen werden.

Ergänzend gibt es die Möglichkeit, den Film „Wolf Vostell – Zwischen Berlin und Malpartida“ von Ernst-Michael Wingens (TV-Dokument Köln) zu sehen.
Im Filmraum des Museums wird während der Zeit der Sonderausstellung der Film „Desastres“, 1972, 45 Minuten gezeigt.



Die Vernissage findet am 18. November um 19.00 Uhr statt.
Begrüßung: Heinrich Liman, Geschäftsführer der museum FLUXUS+ gGmbH
Einführung: Birgit Hein, Prof.em. für Film und Video der HBK Braunschweig

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 22Fax: (0331) 60 10 89 - 10
info @ fluxus-plus. de





vom 23.9. | 19 Uhr bis 13.11.2011

Titel: Et in Arcadia ego - Ein Totentanz


Künstler: Lutz Friedel


"Totentanz", die seit dem 14. Jahrhundert aufgekommene Darstellung der Gewalt des Todes über das Menschenleben in allegorischen Gruppen, ist der Titel des neuen Werkzyklus von Lutz Friedel. Seine sehr persönliche Sicht auf dieses Thema führt durch furios gemalte Bildfindungen, die zwischen Trauer und Entsetzen, Ironie, Sarkasmus und schwarzem Humor changieren.

„Et in arcadia ego“ dieser lateinische Ausspruch, sinnverwandt mit dem bekannteren „memento mori“, wurde Anfang des 17. Jahrhunderts u.a. von dem französischen Barockmaler Nicolas Poussin als Thema aufgegriffen. Diese Phrase vermittelt, dass der Tod auch in Arkadien, diesem paradiesischen Phantasieort, zugegen ist.

Lutz Friedel führt diese Gedanken aus dem Mittelalter und den Anfängen der Neuzeit in das aktuelle Leben. Erinnern manche seiner Arbeiten an die Gemälde alter Meister wie Rubens, Velazquez, Rembrandt und andere, denen er hier malerisch seinen Respekt zollt, so sind sie doch neue Schöpfungen, mit expressivem Farbauftrag erstellte Werke, die uns in der heutigen, schnelllebigen Zeit den Spiegel vorhalten und uns an die Endlichkeit erinnern. Ob Sportler oder Trinker, Papst oder Arzt, Alt oder Jung, Mann oder Frau, Bildhauer oder Maler – dem „Sensenmann“ kann man nicht entrinnen und schon gar nicht den Zeitpunkt seines Erscheinens beeinflussen. Das lebendig dargestellte Skelett findet sich auf jedem Werk, tanzend, musizierend, beobachtend, auf jeden Fall seine Anwesenheit zeigend.

Seit 2009 entstand dieser Werkzyklus, gemalt in Öl auf Leinwand oder Malpappe. Insgesamt schuf Lutz Friedel ca. 300 Arbeiten zu diesem Thema. Überwiegend handelt es sich um kleinformatige Bilder von 30 x 40 cm, aber auch auf größere Formate bis zu 190 x 200 cm wurde der „Totentanz“ gemalt.

Ein vom Künstler selbst ausgewählter Teil der Arbeiten wird nun für sieben Wochen im atrium des museum FLUXUS+ ausgestellt. Zeitgleich werden in der Galerie Berlin Arbeiten der Serie zu sehen sein. Im November schließt sich eine Ausstellung in der Hohenzollerngruft des Berliner Domes an.

Das Werk Lutz Friedels hat nichts mit der Fluxus-Bewegung der 60er Jahre zu tun. Trotzdem haben seine Arbeiten einen eigenen Ausstellungsbereich im Museum, da seine Bilder und Skulpturen Teil der dort ausgestellten Privatsammlung „Zeitgenössische Künstler“ sind. Im Obergeschoss des museum FLUXUS+ sind Lutz Friedels beeindruckende „Selbstporträts zwischen 1635 und 2008“ zu sehen. Auch zwei der zentnerschweren Eichenholzköpfe aus dem "Walhall der Nichtse", mit ihren charakterstarken Gesichtszügen, sind im Haus ausgestellt und faszinieren die Besucher.

Druckfrisch kann das Buch "Et in Arcadia ego - Ein Totentanz", erschienen im Münchner Hirmerverlag, erworben werden. 192 Seiten mit 120 Abbildungen in Farbe und 20 in schwarz-weiß mit Beiträgen von Sigrid Damm, Matthias Flügge und Eckhard Hollmann (Herausgeber). Dieser Band erscheint auch limitiert als Sammler-Edition in Varianten mit je einem Gemälde oder einem Pastell.

Wir freuen uns, Sie bei der Vernissage am 23. September begrüßen zu dürfen.
Der Künstler ist anwesend.

Abbildung: Der Tod und der Maler, Lutz Friedel, 2010

weitere Veranstaltungen:
sonntags Klavierlivemusik: FLUXUS+ Teatime mit Felix Dubiel 15 - 17.30 Uhr eintrittsfrei
Herbstferienprogramm im museum FLUXUS+
Öffentliche Museumsführungen:
09.09.2011, 25.09.2011, 14.10.2011, 30.10.2011 jeweils 16:00 Uhr
Kosten p.P. 4,50 Euro zuzüglich regulärem Eintrittspreis.

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 22Fax: (0331) 60 10 89 - 10
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vom 24.6.2011 | 19 Uhr bis 11.09.2011

Titel: 3 Jahre museum FLUXUS+ / 3 Jahre Follow Fluxus


Künstler: Asli Sungu und Ben Patterson
Sonderausstellung anlässlich des dreijährigen Bestehens des museum FLUXUS+ Asli Sungu und Ben Patterson sind bei der Vernissage anwesend.

Im atrium des museum FLUXUS+ wird von Juni bis September 2011 die Sonderausstellung „3 Jahre museum FLUXUS+ / 3 Jahre Follow Fluxus“ zu sehen sein. Stellvertretend für die Künstler der Fluxus-Bewegung der 60er Jahre, welche in Wiesbaden ihren legendären Anfang hatten wurde Ben Patterson (*1934 in Pittsburgh, USA; Teilnehmer der Internationalen Festspiele Neuester Musik, 1962, Wiesbaden) eingeladen seine Arbeit „Blame it on Pittsbourgh; or, Why I became an artist.“ zu zeigen. Fast ein halbes Jahrhundert später war er es, der mit in der Jury von „Follow Fluxus“ war und die junge Künstlerin Asli Sungu (*1975 in Istanbul, lebt und arbeitet in Berlin) als 3. Stipendiatin auswählte. Vor allem ihre jüngsten Videoarbeiten haben die Jury überzeugt. Die Künstlerin verwendet einfachste Mittel zur Fassung komplexer und universaler Themen. Mit genauem Blick auf Alltagshandlungen werden diese von ihr detailliert analysiert, einer neuen Versuchsanordnung unterworfen und obsessiv weitergetrieben. Asli Sungu zeigt u.a. die Videoarbeit UNVERMEIDBAR.

2008 eröffnete das museum FLUXUS+ auf dem Gelände der Schiffbauergasse mit einer großen Festveranstaltung. 50 „little men“ von Emmett Williams kamen und „brachten Fluxus nach Potsdam“. Ben Patterson dirigierte und führte diese bunten, musizierenden Figuren als „Marching Band“ über den Schirrhof. In der Dauerausstellung werden seither Aktionsrelikte, Objekte, Installationen, Collagen, Assemblagen und vieles mehr gezeigt. Schwerpunkte der Sammlung sind Arbeiten von Wolf Vostell und Werke von verschiedenen Künstlern der Fluxus-Bewegung. Hierzu zählen auch viele Arbeiten von Ben Patterson.

Ebenfalls 2008 wurde erstmalig das Wiesbadener Stipendium „Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen“ vergeben. Ziel ist es, internationale, junge Künstler/Innen zu fördern, die in ihrem Werk die Ideen der Kunstbewegung Fluxus aufgreifen und hierdurch die Kunstströmung lebendig halten. Die Gründung des Stipendiums geht auf die „Fluxus Festspiele Neuester Musik“ zurück, die 1962 in Wiesbaden stattfanden. Während des Arbeitsstipendiums werden den Stipendiaten Wohn- und Studioräume zur Verfügung gestellt. Im Anschluss findet eine Ausstellung statt, zu der eine Publikation erscheint. Veranstalter sind die Stadt Wiesbaden und der Nassauische Kunstverein. Bisherige Stipendiaten waren bisher Emily Wardill, Jimmy Robert, Asli Sungu und Katerina Sedá.

Eingerahmt wird die Gemeinschaftsausstellung durch die Retrospektive „3 Jahre museum FLUXUS+ / 3 Jahre Follow Fluxus“, welche eine Dokumentation des Wiesbadener Stipendiums und der Fluxus-Ausstellungen in Potsdam seit 2008 gibt.

Die Frage „Why I became…“ darf sich jeder Ausstellungsbesucher stellen und vielleicht durch das Kreieren eines eigenen Wappens beantworten. Ben Patterson bietet hierzu Unterstützung! Die Vorfreude auf das Jahr 2012 „Ein halbes Jahrhundert Fluxus“ dürfte sich mit dieser Ausstellung sicher einstellen und auch die Gewissheit: Fluxus ist lebendig!

Wir danken dem Nassauischen Kunstverein und der Stadt Wiesbaden für die Kooperation bei der Vorbereitung dieser Ausstellung, sowie cine plus Media Berlin für die technische Unterstützung.



ASLI SUNGU
Die Berliner Künstlerin Asli Sungu arbeitet in den Medien Video, Installation und Foto.

Sungus Arbeiten setzen sich oft mit dem Prozess des Versagens auseinander oder der Nicht-Erfüllens bestimmter Ansprüche, die von der Umwelt oder der Gesellschaft an den Einzelnen gestellt werden. So auch in ihrer Serie „Home Accidents“. Hier wurden Spuren des Versagens oder gar durch unprofessionelle Handhabung verursachte Schäden im Haushalt wie angebrannte Tischplatten, vergessene Spaghettireste im Topf oder zerkratzte Holzbrettchen in Originalgröße und Form abfotografiert und auf das Ursprungsobjekt gedruckt. (Zit. Galerie Lena Brüning)

Während ihres Aufenthaltes in Wiesbaden im Rahmen des Stipendiums „Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen“ produzierte die Künstlerin eine Fotocollage und zwei neue Video-Filme. Die Hilflosigkeit des Menschen angesichts von Situationen, die außer Kontrolle geraten, wird in allen drei Arbeiten reflektiert. Während in den beiden Videoarbeiten der Gegensatz von Chaos und Kontrolle, die im Alltag abrupt aufeinander treffen, gezeigt wird, behandelt die Fotocollage ein stark autobiografisches Moment.

In dem Video UNVERMEIDBAR (2010) bahnen sich Missgeschicke im Kontext alltäglicher Geschehnisse an: Ein Glas mit Wasser droht über die Tischkante zu kippen, oder Milch in einem Topf ist kurz vor dem Überkochen. Im letzten Moment greift eine Person, die Künstlerin selbst, aus dem Off ein und versucht, die Eskalation im Alltäglichen zu verhindern – doch die Berührung gelingt nicht, das Bild ist eine Reflexion.

Die lakonische Bildsprache von Asli Sungu unterstreicht ihren künstlerischen Blick. Die analytischen Arbeiten gleichen einer Versuchsanordnung. Dafür verwendet sie ausschließlich minimalistische Mittel, um die Wahrnehmung der Komplexität von Alltagserscheinungen zu steigern. Der Betrachter wird dabei vom scheinbar objektiven Beobachter zum selbstreflexiven Teilnehmer.

Asli Sungu hat bereits international ausgestellt, zum Beispiel im Rahmen der Instanbul Biennale 2007, in der Schweiz und in Seoul, Korea und erhielt im Jahr 2008 den renommierten Förderpreis der Villa Romana. 2010 wird sie einen Studienaufenthalt in London verbringen und an der Ausstellung „Reise ohne Rückkehr“ teilnehmen, gefördert durch die Delfina Foundation.



BEN PATTERSON
Ben (Benjamin) Patterson wurde 1934 in Pittsburgh, USA geboren. Er erhielt 1956 den Bachelor in Musik an der Universität in Michigan. Von 1957-59 spielte Patterson Kontrabass in verschiedenen Orchestern wie Symphony Orchestra Halifax, N.S. (Kanada), 7th US Army Symphony Orchestra Stuttgart, Symphony Orchestra Ottawa (Kananda).

1959/60 kam er nach Köln, um sein Studium um die neue Musik von Stockhausen zu erweitern, was jedoch wegen gegenseitigem Unverständnis scheiterte. Er machte die Bekanntschaft mit Paik, Cage, Cunningham, Tudor, Vostell und Mary Bauermeister. Seit 1960 hatte er eine Vielzahl von Ausstellungen, Aktionen, Performances etc. in Museen und Galerien in der ganzen Welt.

Im Herbst 2007 beteiligte er sich an der Ausstellung FLUXUS EAST des Künstlerhaus Bethanien, Berlin, welche die FLUXUS-NETZWERKE IN MITTELOSTEUROPA thematisiert und als Wanderausstellung in Tallinn, Budapest, Krakau und Vilnius zu sehen war.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des museums FLUXUS+ am 21.4.2008 führte er mit Ann Noël die Performance „THE SON OF MAN TRIO“ von Emmett Williams (1963) auf. Im Anschluss leitete er als Bandleader die „Little Men“, welche Fluxus nach Potsdam brachten, als „Emmett Williams Marching Band“ in das „atrium“ des Museums.

In den Räumen der Fluxus-Dokumentation im Erdgeschoß des museum FLUXUS+ sind mehrere Assemblagen des vielseitigen Künstlers ausgestellt. Dokumentationsfilme seiner Performances laufen regelmäßig im Videoraum.

Heute lebt und arbeitet Ben Patterson in New York und Wiesbaden. Seine Kompositionen „Paper Piece“ und „Variations for Double bass“ zählen zu den klassischen Fluxus-Stücken.

Abbildung:
- UNVERMEIDBAR, Asli Sungu, 2010,Video-Still
- Blame it on Pittsbourgh..., Ben Patterson, 1991, Ausschnitt

Öffnungszeiten: Mi – So von 13 – 18 Uhr

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 27
Fax: (0331) 60 10 89 - 10
URL: fluxus-plus.de




vom 6.Mai | 19 Uhr bis 13.06.2011

Titel: museumFLUXUS+studis


Künstler: Gruppenausstellung


museumFLUXUS+studis bietet Studenten zum 2. Mal die Möglichkeit ihre Arbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung der Öffentlichkeit zu zeigen. Auch dieses Jahr werden die museumFLUXUS+studis eintrittsfrei zu sehen sein. Bewerbungen für das nächste Jahr werden im Januar 2012 entgegengenommen. Das Museumsteam freut sich auf viele interessierte Besucher und angeregten Austausch zwischen Studenten und Besuchern.

museumFLUXUS+studis 2011
Anfang des Jahres 2011 konnten sich die Studenten mit ihren Arbeiten im museum FLUXUS+ bewerben. Am 24.2.2011 wählte daraufhin die Jury die musuemFLUXUS+studis aus. Die Jury bestand aus einer Vertreterin des Museums, einer Vertreterin der museum FLUXUS+ Ausstellung 2010 und dem Sammler Heinrich Liman.

Insgesamt wurden sieben Studenten aus Berlin und Potsdam ausgewählt, die vom 06. Mai bis zum 13. Juni 2011 im atrium des museum FLUXUS+ ihre Arbeiten zu verschiedenen künstlerischen Themen vorstellen. Die Studenten von der Kunsthochschule Weißensee, der Universität Potsdam, sowie der Fachhochschule Potsdam zeigen Werke, die im Rahmen ihres Studiums entstanden sind. Zu sehen sind Fotografien, Grafiken, Gemälde, Collagen, „Fundstücke“ und eine Plastik.
Der Ausstellungsaufbau erfolgte in Zusammenarbeit mit den Studenten. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 6. Mai 2011 werden die Nachwuchskünstler anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen können.

Das Projekt museumFLUXUS+studis ermöglicht den Studenten sich außerhalb des universitären Betriebes zu präsentieren und sich zu profilieren. Auf diese Weise können sie beruflich relevante Erfahrungen im Ausstellungsbetrieb sammeln und den Umgang mit Kritik der Ausstellungsbesucher und der Presse erlernen.

Während des Ausstellungszeitraums besteht die Möglichkeit die Arbeiten der Studenten im museum FLUXUS+ käuflich zu erwerben.

Kristin Albrecht
zeigt Zeichnungen und Malereien, in denen Konstruktion und Dekonstruktion eine wichtige Rolle spielen. Ihre Werke zeigen gewaltige Stahlkonstruktionen und Maschinen, die sich vor atmosphärischer Szenerie aufbauen und gen Himmel erheben. Die verschieden geschaffenen Industrielandschaften wirken zum Teil bedrohlich, zum Teil verlassen. Chaosartige Anordnungen und reine, intensive Farben erzeugen Dynamik und Kraft der dargestellten Maschinen und Konstruktionen.

Maik Bass
präsentiert eine Plastik aus Styropor mit dem Namen „Dolores Fleisch“. Zum Thema „Masse will schweben“ entwickelte er eine organische Form, die sich spannungsreich in die Höhe dreht. Die Plastik stellt ein riesiges, geschwollenes menschliches Ohr dar, gleichzeitig hält ihre Form aber auch zahlreiche andere Assoziationen bereit.

Steve Gödickmeier
ist mit Malereien und Collagen vertreten, die an Shocking Art und radikalen Realismus erinnern. Im Mittelpunkt stehen meist Themen wie der menschliche Alltag und die Gesellschaftskritik. Oftmals treffen ordinäre Elemente auf scheinbar banale Gegenstände und Situationen. Ungewöhnliche Kompositionen und mehrdeutige Motive lassen die Arbeiten auf den ersten Blick „extrem“ und surreal erscheinen. Der Stil passt sich den Themen entsprechend an und reicht von Abstraktion bis zu Photorealismus und von Bleistift über Ölfarbe bis zu Salz und Teer.

Kyoung Eun Gu
stellt Zeichnungen und Malereien aus, in denen immer die Motive Handschuhe, Kakteen und Menschengesichter auftauchen. Diese erzählen in unterschiedlichen Kompositionen verschiedene Geschichten. Hinter den Motiven stecken wichtige Bedeutungen, die zunächst unklar bleiben sollen.

Marie Morassutti-Vitale
zeigt Schwarzweiß-Fotografien von verschiedenen Betten, in denen sie selbst geschlafen hat. Nach dem Aufstehen beobachtet sie, wie sie das Bett verlassen hat. Die Bettwäsche, eine warme Decke und ein Kissen lassen sich modellieren wie Tusche auf Papier. Es scheint wie eine abstrakte Zeichnung, die die Geschichte einer Nacht mit stillen Wörtern erzählt.

Katharina Quecke
präsentiert Zeichnungen, die durchzogen von rhythmischen Linien und Farbflächen, Bewegung und Lebendigkeit erkennen lassen. In ihren Arbeiten öffnen sich abstrakte Räume in denen sich Traum und Wirklichkeit, Humor und private Mythologie berühren. Figurative Konkretheit und abstrakte Verallgemeinerung stehen nebeneinander und scheinen miteinander zu kommunizieren. Es gibt kein Stillstand, keine Vollendung in der Zeichnung. In ihr steckt vielmehr die Suche, der Ansatz, das Irren, die Korrektur.

Martha Stolt
stellt Collagen und „Fundstücke“ aus. In ihren Collagen, für die sie zum Teil eigene Fotos verwendet, nimmt sie auseinander was zusammengehört und fügt in einer anderen Konstellation das zusammen, was zusammengehören kann. Sie schafft Bindungen. Die neue Zusammenstellung erzählt eine neue Geschichte, die ihren Ursprung mitbringt und anderem Kontext an zusätzlicher Bedeutung gewinnt. Mit ihrem „Zusatzgepäck 2010“ zeigt sie eine Sammlung verschiedener Objekte, wie Steine, Rinde, Scherben oder den Schädel eines toten Vogel. Sie spielt mit dem Phänomen ein Entdecker sein zu wollen und sammelt auf ihren Wegen in den Winkeln ihres Rucksacks verschiedene Dinge, denen sie anschließend einen Namen gibt und durch Ort und Zeit ihre Herkunft bestimmt.

Abbildung: Kristin Albrecht, Stadt, 2011, Copyright Kristin Albrecht

Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr

museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10
Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun, Antje Steinhagen
info @ fluxus-plus. de




vom 12.2.11 | 19 Uhr bis 30.04.2011

Titel: Die Zukunft ist keine Zukunft


Künstler: Amaru Cholango


Von Februar bis Ende April stellt Amaru Cholango im museum FLUXUS+ als Rauminstallation das Kunstwerk "Die Zukunft ist keine Zukunft" aus. Eine verbrannte Wohnungseinrichtung und der Schein, der noch züngelnden Flammen bestimmen die geschaffene Szenerie.



Amaru Cholango ist Quechua-Indianer, wurde in den Anden Ecuadors geboren und erhielt eine schamanische Erziehung, welche seine Kunst bis heute prägt. Der weise Mensch, der Yachag (Schamane) ist in der materiellen und in der geistigen Welt zu Hause und vermag die Kräfte der beiden Welten miteinander zu versöhnen. Ebendies beabsichtigt Amaru Cholango unter anderem mit Hilfe von Ritualen und Worten in seiner Kunst. Ziel ist die Vergeistigung der Kunst, Ihre therapeutische Nutzung und damit das unmittelbare Handeln in der Welt und ihre Veränderung.

Nach einem Geologiestudium und einem Lehrauftrag für Mathematik in Quito, führte sein Schicksal Amaru Cholango als Stipendiant nach London. Dort entdeckte er die bildende Kunst, studierte Kunst in London, Basel und Bremen, lebte und arbeitete in Paris, Trier und Köln und hat heute sein Atelier in Bonn. Auch in seinem Heimatland Ecuador ist er immer wieder künstlerisch aktiv.

Aus dem Konzept zum Kunstwerk "Die Zukunft ist keine Zukunft":
Die Geschichte der Menschheit und der Erde verläuft im immer wiederkehrenden Auf und Ab. Auf eine Blütezeit folgt unweigerlich der Untergang. Dem Tief wiederum, folgt das Entstehen neuer Kulturen an anderen Orten.
Die Zeit fließt wie ein großer Fluss, unaufhörlich, nie still stehend. Quelle und Mündung im Meer der Unendlichkeit. Die Vergangenheit liegt unveränderbar hinter uns, bildet unser Schicksal. Ihre Spuren sind eingeprägt im Gedächtnis der Welt.


Die Gegenwart ist nur ein wundersamer flüchtiger Hauch zwischen dem Gewesenen und dem Kommenden. Kaum seiend, schon vergangen.
Und dieses Große, Unabwendbare, auf uns Zukommende mit dem Namen Zukunft? Hat die Vergangenheit der Zukunft schon eine unveränderbare Form aufgezwungen oder können wir diese Form frei nach unserem Willen schaffen? Weder noch, die Zukunft wird sowohl durch Notwendigkeit als auch durch Freiheit und durch den freien Willen geschaffen.

Und wie steht es um die Zukunft der Menschheit und der Erde? Faulte die Frucht bevor sie reifen konnte? Unsere gesellschaftliche Entwicklung steckt in einer Sackgasse: wirtschaftlich, politisch, kulturell und vor allem spirituell. Wir brauchen neue Ideen und Lebensformen, das Denken des Undenkbaren. Noch schläft der wahre Mensch in uns, erst in der Zukunft wird er aufwachen.

Vielleicht ist die Kunst die Hebamme einer neuen Welt. Von der Sehnsucht nach dem Kommenden umweht, als Vorahnung der Zukunft, weckt sie die seelischen Kräfte des Menschen. In der heutigen Zeit der Dekadenz findet der Künstler seine Aufgabe im kompromisslosen Aufdecken von Lügen und Verfall unserer Zeit. Und auch die Kunst selbst stirbt mit ihrer Zeit, um noch einmal zu blühen in einer neuen Zeit.

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 12. Februar 2011 um 19.00 Uhr ist der Künstler anwesend und performt „Quo vadis“ – Wohin gehst du?“ Die Performance findet im Nachbargebäude, auf der großen Bühne des T-Werkes statt. Eintritt ist frei. Anschließend wird die Ausstellung im museum FLUXUS+ eröffnet.
Die Ausstellung wurde mit freundlicher Unterstützung und durch die Schirmherrschaft des Botschafters von Ecuador, Herr Horacio Sevilla Borja realisiert.

Finissage der Ausstellung DIE ZUKUNFT IST KEINE ZUKUNFT

Amaru Cholango - Vortrag / Diskussion "Leben und Tod im Schamanismus"

Der Vortrag „Leben und Tod im Schamanismus“ beschäftigt sich mit der Einstellung des Schamanismus gegenüber Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Hässlichkeit und Schönheit. Was bedeuten Entstehung und Verwesung in der Natur und für unsere „Pachamama“? Und in der Kunst?

am 30.04.11 um 17.00 Uhr im atrium im museum FLUXUS

Abbildung: Copyright museumFLUXUS+

Hinweis nächste Ausstellungseröffnungen:
museumFLUXUS+studis, 6. Mai 2011

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Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun





vom 10.9.10 | 19 Uhr bis 30.01.2011

Titel: In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken


Künstler: Hella De Santarossa


Ekstatisches Tanzen ist Grenzüberschreitung, entrückt Menschen in virtuelle Bewusstseinswelten. Ihre zuckenden, biegenden, schwebenden, vereinigten Körper mutieren zu flackernden Spiegelbildern flüchtiger Wünsche und Fantasien... Die bildende Künstlerin Hella De Santarossa liebt wilden Tanz, sei es Ballett, vor allem aber nächtliche Disco-Szenen mit scharfen Kerlen und flitternden Frauen, die auf der Suche nach Liebe einander bezirzen und ausweichen, sich dann wieder autistisch verlieren in der unendlichen Synthese von Musik, Licht, Schweiß und Leibern.

Als Protagonistin der „Berliner jungen Wilden“ hat „Hella S.“ mit ihrer berühmten Werkreihe „Disco-Bilder“ der Jugendbewegung „Mods“ in den achtziger Jahre ein Denkmal gesetzt. Diese säuberliche Disco-Kultur hatte – im Gegensatz zu den von ihnen bekämpften dreckigen „Rocker“-Bewegung - noch exakte Regeln, was gepflegten Tanzstil, Aussehen, Frisur, saubere Kleidung und persönlichen Benimm angeht.

Heute, in 2010: Hella S. zeigt künstlerisch das aktuelle „Jetzt-Programm“ nächtlicher Disco-Sessions. Sie wickelt und klebt es in brandneuen Skulpturen, fast noch feuchten Bildern. Flackernde Lichter beleuchten das Ensemble, das man partiell und zum Disco-Sound stakkatohaft sieht... und erlebt. Hetero, Homo, Lesben, Single, Drogen, Gaga-Kleider, Normalos... Frühere Grenzen (Mods! Rocker!) lösen sich heute auf in den Clubs und in dem dampfenden Gewühl registriert und fotografiert und modelliert und malt Hella S. das, was sie im Kontrast zu damals fühlt und sieht.

Als vielseitige „Crossart“-Pionierin animiert sie Material-Mixturen über alle Sinne, mischt Bild und Ton, fragmentiert ihre Impressionen - der Kunst-Betrachter soll sie je nach Fantasie - neu zusammensetzen können zu un-formierten Tanz-Szenen, die mit einem Blick unmöglich zu erfassen sind. Disco-Menschen-Massen sind optisch kaum bleibend festzuhalten, weil sie im Takt von Light & Sound changieren, auftauchen, in dunklen Club-Ecken und Bars wieder verschwinden. Mit ihnen zerfranst der allgegenwärtige Paarungstraum von Liebe, sofort in der heißen, stampfenden Nacht.

In Hella De Santarossa’s neuem Disco-Ensemble im atrium im museum FLUXUS+ bilden acht Bilder im Viereck den Rahmen, quasi den entgrenzten Horizont. In der Mitte des Viereckigen produzieren sich vier ekstatische Tänzer(Innen) aus Holz, Ton, Stoff, Kleister, schlagen imaginäre Pfauen-Räder, beschallt aus Disco-Lautsprechern. Die Paarungsrituale ändern sich, die Ziele nicht:

Die Ziele sind: In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken!

Die Künstlerin wird am Freitag, dem 10. September 2010, 19.00 Uhr zur Vernissage anwesend sein. Die neuen Werke können käuflich erworben werden.

Weitere Werke aus fünf verschiedenen Werkgruppen von Hella De Santarossa sind in der Dauerausstellung im museum FLUXUS+ zu sehen. Museumsführungen: 10.09./26.09./08.10./31.10./12.11./28.11./10.12.2010 - 16.00 Uhr

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vom 25.6.10 | 19 Uhr bis 29.08.2010

Titel: IN AND OUT THE WINDOW


Künstler: Alison Knowles und Ann Noël
IN AND OUT THE WINDOW, der Titel der Ausstellung erinnert an ein Kinderlied, einen Reigentanz. Die Tanzenden reichen sich die Hände, öffnen mit den Armen "Fenster", nehmen den Nächsten mit. Das Lied endet mit "And see what you can see!" - genau diese Forderung stellt sich in der Ausstellung.

Die amerikanische Künstlerin Alison Knowles zählt zu den Gründungsmitgliedern der Fluxus-Bewegung und erarbeitete zahlreiche Fluxus-Performances wie "The Identical Lunch" (1969) oder "Make a Salad" (1962). Andere ihrer Arbeiten gehören zur Klangkunst oder wurden als Hörspiele konzipiert. In ihrem Werk sucht Alison Knowles die Verbindung zur Natur und deren Wandel.
In der jetzigen Ausstellung werden begehbare Rahmen ihre Arbeiten tragen und den Besucher zum Durchschreiten einladen. In der Nachbarschaft gefundene Objekte hängen an Schnüren im Raum. Der ursprüngliche Sinn bleibt wie ein Traum in der Erinnerung. Drei Meter Tuch spannt sich über eine Wand und zeigt Kuriositäten, ganz im Sinne von Fluxus, als das Leben zur Kunst erklärt wurde.

Ann Noël ist eine vielseitige bildende Künstlerin, die sich mehrmals an Performances und Ausstellungen mit Fluxus-Künstlern beteiligt hat. Sie wird in Berlin von der Emerson Galerie und in Zürich von der Galerie & Edition Marlene Frei vertreten.
Für die jetzige Ausstellung lässt sie farbige Foto-Collagen mit ausgewählten Papierfundstücken und Texten (Kinderreimen) lebendige Geschichten erzählen. Die Künstlerin präsentiert neue Mix-Media-Arbeiten und farblich übermalte Namenstafeln aus den Texten ihrer Tagebücher 1989-2001 unter dem Titel "CONFLUX II". Während der Performance am Freitag, 25. Juni 2010 werden 12 kleine Leinwände als "FLUXUS HORS_D´OEUVRES D´ART" fertig gestellt.

In mehr als 40 Jahren kreuzten und trafen sich die Wege der beiden Künstlerinnen immer wieder. Nun zeigen Sie in ihrer gemeinsamen Ausstellung, wie aus künstlerisch verarbeiteten Fundstücken Collagen und Assemblagen werden. Zahlreiche Werke der Beiden sind Teil der Sammlung des museum FLUXUS+ in Potsdam.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 25.06. um 19.00 Uhr sind die Künstlerinnen anwesend und performen "Fluxus hors d´oeuvres" und "Fluxus with tools". Für diese Eröffnungsveranstaltung bittet das Museum um einen Kostenbeitrag von 10,- / ermäßigt 6,- Euro. Ein Besuch der Dauerausstellung bis 22.00 Uhr ist in diesem Eintritt enthalten.

Das Museum enthüllt um 21.00 Uhr anlässlich dieser Vernissage die "Hommage à Emmett Williams"; eine beleuchtete Außenwandinstallation. Die "Little Men" vom Fluxus-Künstler Emmett Williams werden von nun an auf der Havelseite des Museums farbenfroh die Besucher der Schiffbauergasse grüßen und in das Museum bitten.

Hinweis nächste Ausstellung im atrium im museum FLUXUS+:
10.09. Vernissage Hella De Santarossa "In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken."

Weitere Informationen unter fluxus-plus.de

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vom 4.6.10 | 17 Uhr bis 18.06.2010

Titel: museumFLUXUS+studis


Künstler: Gruppenausstellung
In diesem Sommer startet das museum FLUXUS+ ein neues Projekt!
museumFLUXUS+studis bietet Studenten die Möglichkeit für 2 Wochen ihre Arbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung der Öffentlichkeit zu zeigen.

Namhafte, nationale und internationale Künstler wie Emmett Williams, Gisela Schlicht, Ann Noël, Ben Patterson, Wolfgang Hainke, Eric Anderson, Sebastian Heiner, Lutz Friedel u. a. stellten ihre Arbeiten hier bereits im atrium aus. Einmal im Jahr werden nun die museumFLUXUS+studis eintrittsfrei zu sehen sein. Bewerbungen für das nächste Jahr werden im Januar 2011 entgegengenommen. Das Museumsteam freut sich auf viele interessierte Besucher und angeregten Austausch zwischen Studenten und Besuchern.

Vom 04. bis 18. Juni 2010 werden 6 Studenten des Fachbereichs Kunst der Universität Potsdam im atrium des museum FLUXUS+ ihre Arbeiten zu verschiedenen künstlerischen Themen vorstellen. Hierbei handelt es sich um Examensarbeiten, Vorbereitungsarbeiten für die fachpraktischen Prüfungen oder um Semesterabschlussarbeiten verschiedener künstlerischer Bereiche.
Im Rahmen der fachpraktischen Prüfung im Studiengang Kunst der Universität Potsdam, ist jeder Student angehalten eine, seine, Ausstellung zu organisieren. Um eine solche Ausstellung bestücken zu können, beschäftigen sich die Studenten über mehrere Semester mit einem Thema und versuchen hierzu künstlerische Umsetzungen zu finden. Diese sollen dann in der fachpraktischen Prüfung präsentiert werden.
Da es den zukünftigen Kunstlehrern ein Anliegen ist Kunst zu vermitteln bzw. künstlerisches Denken zu fördern, wird hier auch mal gezeigt, was "eigentlich der Pauker so macht".

Anke Beditsch zeigt Druckgrafiken auf Papier zum Thema "Abhängigkeiten". Das Experimentieren mit unterschiedlichen handwerklichen Drucktechniken und die Auseinandersetzung mit dem Thema ließ eine Serie von Aquatinten entstehen.

Forster Herchenbach stellt abstrakte Malerei um die Beschäftigung mit Improvisationsmusik u. a. von John Cage vor. Acrylfarben, Ölfarben, Ölkreiden und Kohlekreiden auf Leinwand bilden neue Strukturen und Rhythmen - Bass und Schlagzeug spielen sich entgegen.

Antje Köhler präsentiert Skulpturen zum Thema "Exponentiales Wachstum". Die Beschäftigung mit dem mathematischen Phänomen des Wachstums durch Verdoppelung ließ mehrteilige Skulpturen entstehen.

Anja Kühnrich bietet abstrakte Malerei auf Leinwand, entstanden im Rahmen der fachpraktischen Prüfung im Studiengang Kunst der Universität Potsdam. Die Auseinandersetzung mit den Techniken und Prinzipien der autonomen Malerei und einer gestischen und experimentellen Malweise lassen Farbwelten nur der Malerei willen entstehen.

Sylvia Lehmann stellt Malereien zum Thema "Zwischenräume - Spielräume" aus. Informelle Bildräume entstehen durch eine spielerisch-experimentelle Malweise - die künstlerische Auseinandersetzung mit den Räumen „dazwischen“.

Cindy Reinisch lässt sich auf abstrakte Malerei auf Leinwand zum Thema "Herzschlag" ein. Verschiedene Malerische Techniken lassen unterschiedliche Oberflächen entstehen, die ein spannendes Zusammenspiel der Flächen hervorbringen.

Hinweis nächste Ausstellungen im atrium im museum FLUXUS+
25.06.2010 Vernissage und Performance,
Alison Knowles und Ann Noël zur Ausstellung IN AND OUT THE WINDOWS

Weitere Informationen unter fluxus-plus.de

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 - 22
Fax: (0331) 60 10 89 - 10
info@fluxus-plus.de





vom noch bis 28.05.2010

Titel: PARALLELWELTEN


Künstler: Gruppenausstellung
TAGTOOL-EVENT und Performance "PARALLELWELTEN"
DIE.PUNTIGAM, RAPUNZEL BRÄUTIGAM u.a. im atrium im museum FLUXUS+
Freitag, 12. Februar 2010, 19.00 Uhr

Ausstellung bis zum 28. Mai 2010, Mi – So 13.00 bis 18.00 Uhr, montags und dienstags geschlossen

Achtung: Preview TAGTOOL-EVENT in Potsdam – Draußen, in der Stadt. Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben! Voraussichtlich am 6./7.2.2010

Am Freitag, dem 12. Februar 2010, ab 19.00 Uhr choreographiert Die.Puntigam ein Stück, das den Betrachter miteinbezieht. Mit Papier, Farbe, Linie und Licht verwandelt der Künstler den Ausstellungsraum im museum FLUXUS+. Eine Innenauskleidung des Raumes lässt das atrium zum begehbaren Kunstwerk werden. Die.Puntigam malt, direkt auf Papierbahnen und mittels tagtool Lichtformationen auf Wände, Türen, Säulen, Performer und Gäste...

Rapunzel Bräutigam, David Timm und Beatrix von Schrader, Akteure des Ausdruckstanzes und der Musik, performen zum Auftakt der Ausstellung „PARALLELWELTEN“. Malerei, Klang und Bewegung ergänzen sich, spielen miteinander, fordern sich heraus, die Bereiche von Stillstand bis hin zur Ekstase auslotend und den ganzen Raum in Schwingung versetzend. "Der Betrachter beeinflusst mit seiner Anwesenheit den Ablauf und wird darauf hingewiesen, dass er derjenige ist, der das Bild letztendlich lebendig macht. Tanz und Musik sind das Bühnenbild, in dem die Atmosphäre vom "Jetzt" ankommt".
(Zit. Die.Puntigam, Leipzig 2006)

In der Ausstellung „PARALLELWELTEN“ trifft männliches und weibliches Prinzip aufeinander und schafft Neues. Die polaren Kräfte des Lebens drücken sich inDie.Puntigams bewegten Bildern und in Rapunzel Bräutigams statischen Figuren aus. Zu den grafischen Arbeiten an den Wänden und auf dem Fußboden stellt Rapunzel Bräutigam ihre archaischen, mythologischen Frauenfiguren in den Kontext; aus Erde gemacht, Hüterinnen der Erde, den Erdbewohnern Aug in Aug gegenüber. Die Rauminstallation und eine Filmdokumentation der Performance können bis Ende Mai eintrittsfrei gesehen werden.

Die Ausstellung endet mit einem großen Finale am Freitag, 28. Mai 2010, 21 – 24 h im atrium im museum FLUXUS+ und auf dem Schirrhof der Schiffbauergasse. Die.Puntigam entfernt die Papierbahnen mit seinen gemalten Werken aus dem atrium und bringt sie auf den Schirrhof zum Verbrennen. Rapunzel Bräutigam bringt ihre Skulpturen ebenfalls auf den Schirrhof. Die Werke gehen in die nächsten Elemente über. Teile der Papierbahnen werden benutzt, um die Ton-Skulpturen zu umhüllen, damit sie auf dem Schirrhof in einem ca. 2 stündigen Verfahren gebrannt werden. Die Plastiken verfestigen sich und bekommen jetzt Farbe und endgültige Form. Alle von Die.Puntigam bemalten Papierbahnen, die keine Käufer während der Ausstellung gefunden haben, werden in Schall, Asche und Rauch aufgehen. Ein Musiker aus Wien begleitet das Event mit Percussion.

Kartenreservierung für die Tagtool-Performance am 12.02.2010 unter 0331 6010890 oder info@fluxus-plus.de Eintritt 10,- / 6,-
museum FLUXUS+ Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam,
Öffnungszeiten: Mi - So 13.00 – 18.00 Uhr
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0 Telefax: 0331 / 60 10 89 - 10
Internet: www.fluxus-plus.de
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KÜNSTLERINFO

DIE.PUNTIGAM
Dieter Puntigam ist 1974 in Graz geboren. Absolvent der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Auswahl bisheriger Performances: Teatro Graz; Peterskirche Leipzig (mit David Timm Jazz Sextett); Museumsquartier Wien – Comicactionperformance; Forum Stadtpark, Graz: „Freizeichen“; Live-Painting Galerie Zeitkunst, Maffini; „Porno-Orakel“ Zeichenperformance Non-Stop-Kino, Graz; „Sonn – Wend“, Schloss Schönau; „Fluc-Mensa“ und „Deutschmeistersaal“, Vienna; San Francisco & Maui, Hawaii; Kunsthaus Essl / Klosterneuburg; Pottenstein; Cabaret Renz und Cafe Shultz, Vienna; Alte Ziegelfabrik, Graz; Galerie Artpark, Linz, XYStudios und NSDL-Werf, Amsterdam; CellCity, Gneixendorf, Art of the flow, Newalk/CT, lebt und arbeitet
- www.greensun.at

RAPUNZEL BRÄUTIGAM
Rapunzel Bräutigam wurde 1966 in Leipzig geboren. Sie ist Absolventin der „Hochschule für Kunst und Design – Burg Giebichenstein“ / Halle, wo sie Freie Bildhauerei und Keramik studierte. Ihr Diplom war als Einzelausstellung mit Performance 2003 in der „Galerie für Zeitgenössische Kunst“ / Leipzig zu sehen („maenaden“). Ergänzt wurde das Studium durch den einjährigen Arbeitsaufenthalt in der Werkstatt „da Flayssiere“ / Montpelliere. Das Ineinandergreifen verschiedener Genres in der späteren Zusammenarbeit mit Künstlern auf Schloss Schönau / Wien kam Bräutigams eigenem Ansatz entgegen. Die Verknüpfung von Plastik, Malerei und Performance zieht sich kontinuierlich durch ihre künstlerische Laufbahn. (Ausstellungsbeteiligungen in D,Ö, NL) Rapunzel Bräutigam lebt und arbeitet heute in eigener Werkstatt in Potsdam. Sie ist Mutter von zwei Kindern.

DAVID TIMM
David Timm wurde 1969 in Waren (Müritz) geboren. Er war Mitglied und 1. Präfekt des Leipziger Thomanerchores. Nach dem Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig absolvierte er ein Meisterklassenstudium Klavier in Leipzig ergänzt durch einen Studienaufenthalt am Mozarteum Salzburg. Seit 2005 ist er Leipziger Universitätsmusikdirektor und Leiter des Leipziger Universitätschores. Er konzertierte als Pianist und Organist in zahlreichen europäischen Ländern, den USA und Japan.

BEA VON SCHRADER
Beatrix von Schrader ist Tanzperformerin und Tanzpsychologin. Sie wurde 1968 in Linz geboren (Österreich). Inspiriert von Tanzpionierinnen der 20er Jahre, dem Unterricht von Vertretern des Butoh sowie dem Modernen Ausdruckstanz und Ansätzen der Tanztherapie entwickelte die Künstlerin die Plattform „ACCORDANCE“ (spiritueller Ausdruckstanz). Die Absicht der Übereinstimmung sowohl von Körper und Geist als auch vom Medium „Tanz“ mit dem „Hier und Jetzt“ bezüglich in der Kommunikation mit anderen Künstlern und deren Medium wird zum Schöpfungsprozess im aktuellen Geschehen. Aus „ACCORDANCE“ entstanden seit 2003 Performances wie: „Cocoon“, „Der Engel vor der Karlskirche“, „Rosenelfe“ als auch Veranstaltungen und Workshops, seit 2005: Beteiligung an Performances mit Die.Puntigam und Rapunzel Bräutiam

TAGTOOL
Zum ersten Mal in Bulgarien wurde an der Akademie für Musik, Tanz und bildende Kunst Plovdiv das Live-Performance Instrument Tagtool gezeigt. Vier deutsche und österreichische Musiker, Comic- und Animationskünstler vermittelten an der Akademie jungen SzenographInnen in Bauworkshops und Performance-Konzerten ihre Kenntnisse. Mittels Zeichnungen, Musik und Animation entstehen drinnen wie draußen auf Häuser- und Leinwänden durch Tagtool hinreißende Live-Geschichten. Tagtool ist ein Open-source Instrument für eine Live-Animation von soeben gemalten Bildern und kann von Fachleuten und Laien überall, wo sich innovative Technik, Kunst und kreativer Geist treffen, umgesetzt werden.
Quelle: www.tagtoll.org

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
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vom 4.9.09 | 19 Uhr bis 30.01.2010

Titel: PROSTITUTION OF SIGNS - Performance und Ausstellung


Künstler: Costantino Ciervo

Costantino Ciervo (*1961 in Neapel, lebt und arbeitet seit 1984 in Berlin) ist ein international bekannter multimedialer Künstler. Er ist einer der vier zeitgenössischen Künstler, die in der Dauerausstellung des privaten Kunstmuseums an der Schiffbauergasse präsentiert werden. Anfang des Jahres wurde seine Lichtinstallation "The Ten Commandments" auf dem Schirrhof der Schiffbauergasse installiert und jetzt werden neue Arbeiten in einer Sonderausstellung im atrium des museum FLUXUS+ zu sehen sein.

In der Potsdamer Ausstellung zeigt Costantino Ciervo ein neue Serie von Projektzeichnungen zu seiner monumentalen Videoinstallation mit dem Titel "Perversion of Signs". Die Medienpyramide mit 84 Monitoren wurde im Frühjahr 2009 im Museum CentrePasquArt in Biel (Schweiz) erstmals präsentiert. Eigens für die Potsdamer Ausstellung erstellt der Künstler darüber hinaus eine neue Videoinstallation mit 21 Monitoren und ebenso vielen alten Stühlen. Die Videoclips auf den 21 Monitoren nehmen Bezug auf das Thema "Perversion der Zeichen". Man sieht in den Videos Männer und Frauen unterschiedlichen Alters und verschiedener sozialer Herkunft, die dabei sind, unterschiedliche Piktogramme, Logogramme, Ideogramme und Symbole aus farbiger Zuckerschrift abzulecken und zu verschlucken. Die grafischen Zeichen beschwören Begriffe herauf, die verbunden sind mit der allgemeinen Existenz, wie zum Beispiel: Frieden, Gewalt, Religion. Und Zeichen, die das Leben in der heutigen Gesellschaft heraufbeschwört, wie etwa Sicherheit, Information, Kommunikation, Geld, Wirtschaft, Terrorismus, Demokratie, Markt.



Der Politikwissenschaftler Darrow Schecter beschreibt im neuesten Katalog die Intentionen Ciervos folgendermaßen: Es sei "ein Irrglaube, Macht als ungleich aufgeteilte homogene Einheiten eines metaphorischen Machtzentrums zu verstehen, das eine kleine Anzahl mächtiger Leute vor einer viel größeren Menge relativ Machtloser schützt. Und genauso problematisch ist es, sich Macht als unsichtbaren Kern hinter dem sichtbaren Äußeren eines metaphorischen Machtgebäudes vorzustellen. Ciervos Installationen lassen erkennen, dass die Oberfläche, im gerade angeführten Sinne, nicht die undifferenzierte äußere Erscheinung jenes Gebäudes ist. Er stellt das unmittelbar sichtbare Erscheinungsbild in Frage, indem er zeigt, dass wenn jemand etwas Köstliches oder Attraktives ableckt, das Sichtbare (Lächeln, Lachen) nur scheinbar mit der sprachlich vermittelten Idee (Lust, Freude, Erfolg) verschmolzen ist. Um genauer zu sein, erzeugt Macht ein beeindruckendes Bild von Harmonie und Deckungsgleichheit zwischen Sehen und Denken, doch Ciervos Installationen zwingen den Betrachter, die Bedingungen und die Wirklichkeit dieser sichtbaren Harmonie zu hinterfragen."

Der Kunsthistoriker Heinz Stahlhut spricht im gleichen Zusammenhang in Bezug auf Ciervos Installationen von einer "subversiv-anarchische(n) Kraft einer bei der Domestizierung des Körpers verdrängten Wahrnehmungstätigkeit", die der Künstler einsetzt gegen die "schleichende Vereinnahmung des Sehens zugunsten der Profitmaximierung."

Auch die Performances des Künstlers sind komplexe Inszenierungen mit Gruppen von Darstellern. So auch die sinnlich vielfältig ansprechende Performance "PROSTITUTION OF SIGNS", welche zur Vernissage am 4. September aufgeführt wird. Die Ausstellung "PROSTITUTION OF SIGNS", in der Projektzeichnungen käuflich erworben werden können, läuft bis Ende Januar 2010. Ab Herbst 2009 wird ein Dokumentationsvideo der Eröffnungsperformance im Museum zu sehen sein.

Abbildung: Costatino Ciervo, "Visible-Invisible", 2009, 20-Kanal Videoinstallation

Ansprechpartner im Museum: Andrea Podzun
fluxus@bsm-excursion.de oder (0)331 60 10 89 22

Mit freundlichen Grüßen
Ihr museum FLUXUS+

BSM excursion GmbH & Co. art + life KG
Schiffbauergasse 4F, 14467 Potsdam

Fon: (0331) 601089 - 0
Fax: (0331) 601089 - 10
E-Mail: info@fluxus-plus.de
URL: bsm-excursion.de




vom 6.6.09 | 19.30 Uhr bis 30.08.2009

Titel: APPUNTAMENTO IN VIER SÄTZEN


Künstler: Sebastian Heiner, Ekles Duo

Einladung zum "APPUNTAMENTO IN VIER SÄTZEN"
SEBASTIAN HEINER / EKLES-DUO
im atrium im museum FLUXUS+
ab Samstag, dem 06. Juni 2009 – 19.30 Uhr

Ausstellung bis zum 30. August 2009,
Di – So 12.00 bis 20.00 Uhr, montags geschlossen

An den Samstagen im Juni gibt es vier Verabredungen der besonderen Art in Potsdam.
Das atrium im museum FLUXUS+ wird zum Atelier des Malers Sebastian Heiner und zur musikalischen Bühne des EKLES-DUO.
Seien Sie dabei, wenn diese experimentelle Sinfonie Farbtöne und Klangformate verschmelzen lässt und erleben Sie dieses einzigartige, Gattungsgrenzen übergreifende Kunstprojekt live im museum FLUXUS+.
Die entstandenen Werke können ab dem 7. Juni außerhalb der Aufführungen (dienstags bis sonntags von 12.00 bis 20.00 Uhr) kostenlos gesehen werden und sind bis zum 30. August im atrium im museum FLUXUS+ ausgestellt.

APPUNTAMENTO IN VIER SÄTZEN
06.06.2009, 1. Satz con moto, bewegt, 90 Minuten
13.06.2009, 2. Satz Adagio, getragen, 90 Minuten
20.06.2009, 3. Satz Scherzo, scherzhaft, 90 Minuten
27.06.2009, 4. Satz "Finale Furioso, rasend, 60 Minuten

Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Einlaß ab 19.00 Uhr.

Aufgrund der begrenzten Plätze bitten wir um telefonische oder e-mail-Kartenreservierung.
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0, fluxus@bsm-excursion.de
Die Eintrittskarten liegen für Sie an der Abendkasse des Museums für 15,- € (ermäßig 10,- EUR / Steuerkarten 8,- EUR) bereit. Bei Besuch einer der ersten drei Veranstaltungen erhalten Sie automatisch eine Karte für das „Finale Furioso“ am Samstag, dem 27.06.2009.

(Für kostenlose Pressekarten wenden Sie sich bitte an podzun@bsm-excursion.de podzun@bsm-excursion.de"

SEBASTIAN HEINER - Einst Meisterschüler an der Hochschule der Künste Berlin bei Klaus Fußmann lebt und arbeitet der Künstler in Berlin und in Bejing, China, wodurch sich oft eine Hinwendung zur asiatischen Kultur und die Auseinandersetzung mit ihr in seinen Werken widerspiegelt. Die plastischen Farben werden teilweise mit unkonventionellsten Medien auf die Leinwand gebracht, wie z.B. mit Reisigbesen, Fliegenklatschen oder dem eigenen Körper.



EKLES-DUO – Das Streben des derzeit innovativsten Cello-Klavier-Duo aus Berlin gilt der Suche nach neuen Wegen und Ausdrucksformen in der Musik. Gemeinsam arbeiten sie seit mehreren Jahren an verschiedenen Projekten.
Sebastian Selke hat seinen Abschluss an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ gemacht und ist Cellist beim Deutschen Filmorchester Babelsberg. Daniel Selke erhielt den Abschluss als Diplom-Pianist in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater. Das Duo schlägt eine kreative Brücke zwischen der so genannten E- und U-Musik. Tondokumente und Hintergrund-informationen unter eklesduopresents.com.

Abbildung:
- SEBASTIAN HEINER im Atelier in Beijing
- EKLES-DUO im atrium im museum FLUXUS+
in der Ausstellung Lutz Friedel - BABYLON IN ARKADIEN

museum FLUXUS+
Betreiberin des Museums: BSM excursion GmbH & Co. art + life KG
Schiffbauergasse 4f, Schirrhof
14467 Potsdam
Öffnungszeiten: Di - So 12.00 – 20.00 Uhr, montags geschlossen
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0, Telefax: 0331 / 60 10 89 – 10
info@fluxus-plus.de
fluxus-plus.de





vom 19.02.09 | 19.00 Uhr bis 17.05.2009

Titel: Babylon in Arkadien


Künstler: Lutz Friedel
Die Ausstellung "Babylon in Arkadien" zeigt Arbeiten des 1948 in Leipzig geborenen und jetzt in Berlin und im Havelland lebenden Künstlers Lutz Friedel.

Der Ausbildung an den Kunsthochschulen von Dresden und Leipzig folgte ein dreijähriges Meisterschülerstudium an der Akademie der Künste zu Berlin bei Prof. Bernhard Heisig.

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten "Turm zu Babel" I – IV, großformatige Bilder (200 x 170 cm), stehen in ihrer metaphorischen Expressivität formal und zeitlich im Zusammenhang zu den in der ständigen Präsentation des museum FLUXUS+ gezeigten Arbeiten.

Italien / Arkadien, das Sehnsuchtsland der deutschen Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, hat Friedel nach seiner Ausreise aus der DDR Mitte der Achtziger Jahre mehrmals auf Studienreisen besucht. Mit Goethes Italienreise im Gepäck folgte er aber nicht den Spuren der Romantiker und Nazarener. Die Schönheit des Landes, das berühmte, oft verklärte Licht des Südens fast ganz ignorierend, war die Ausbeute dieser Reisen eine andere. Bilder der eruptiven Kraft des Stromboli-Vulkans und der riesige, gar nicht poesievolle Schlund des Vesuv-Kraters fanden dagegen seine Aufmerksamkeit.



Interessant ist auch die aus 20 kleinformatigen (35 x 40 cm) Tafeln bestehende Serie vom Ausbruch des Ätna auf Sizilien. Die Radiomeldung davon 2001 veranlasste den Künstler spontan zum Aufbruch zum Ort des Geschehens. Die Parallelität zu den rauchen Trümmern der Ereignisse im gleichen Jahr in New York spiegelt sich fast zufällig, in dieser spannenden Serie.

Ergänzend sind noch die fünf Kopfskulpturen zu erwähnen. Die aus massiven Eichenstämmen gehauenen und gesägten "Köpfe" sind eine Auswahl aus hundert, seit 1991 entstandenen Arbeiten des Themas. Überlebensgroß, bis zu einen Meter hoch, sind diese, manchmal 3 Zentner schweren, Arbeiten.
"Ihre Individualität ist eine im Arbeitsprozess gezogene Summe einzelner Beobachtungen, die sich jeder charakterologischen Festlegung entzieht. Das macht ihr Geheimnis aus, wir wissen nicht, mit wem wir es zu tun haben, obwohl wir jeden von ihnen zu kennen glauben." Matthias Flügge – Text zur Ausstellung "Walhall der Nichtse" im Dom zu Brandenburg 2003.

Zur Vernissage spricht Andreas Hüneke, Potsdamer Kunstverein e.V.
Lutz Friedel wird anwesend sein und freut sich darauf, Sie zur Eröffnung dieser Ausstellung bei uns begrüßen zu dürfen.

Abb.:
- Lutz Friedel "Köpfe", Eichenholz, entstanden 1991 - 2007
- Lutz Friedel, "Der Turm zu Babel", 1994 Öl/Lwd.,100 x 140 cm

Einladung zur Vernissage der Ausstellung
"Babylon in Arkadien" - Lutz Friedel
im atrium im museum FLUXUS+
Donnerstag, 19. Februar 2009 – 19.00 Uhr

museum FLUXUS+
Betreiberin des Museums: BSM excursion GmbH & Co. art + life KG
Schiffbauergasse 4f, Schirrhof, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten: Di - So 12.00 – 20.00 Uhr, montags geschlossen
Telefon: 0331 / 60 10 89 - 0, Telefax: 0331 / 60 10 89 – 10
info@fluxus-plus.de,
fluxus-plus.de
Weitere Informationen: atrium-potsdam.de
Der Eintritt in das atrium ist frei.




vom 25.4.09 | ab 16 Uhr bis 26.04.2009

Titel: JUBILÄUM - 1 Jahr museum FLUXUS+


Künstler:
am 25.04.2009 ab 16:00 Uhr

Im April 2008 wurde das museum FLUXUS+ in der SCHIFFBAUERGASSE eröffnet. Das Museum ist seitdem ein wichtiger Begegnungs- und Lernort geworden, der aus der Museenlandschaft der Region Berlin-Potsdam nicht mehr wegzudenken ist.
Aus diesem Grund wird am 25. April 2009 ab 16:00 Uhr ein großes Geburtstagsfest gefeiert.

Geburtstagsüberraschung für die Besucher sind:

- Neue Werke in der Dauerausstellung,
- FLUXUS+Livemusik mit dem Otto Hamborgs Connexion Projekt ab 19:00 Uhr
- Einweihung der Außenwandinstallation auf dem Schirrhof "The Ten Commandments" von Costantino Ciervo ab 21:00 Uhr
- museum kids – Nachmittagsprogramm.
- Das atrium zeigt Malerei und Holzskulpturen von Lutz Friedel.
- Der art+life-shop überrascht mit unkonventionellen Design-Accessoires
- Das Café bietet Spezialitäten und Snacks zur Stärkung.

am 25.04.2009, Schiffbauergasse 4f, Potsdam




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Berlin Daily 26.05.2017
Culture & Populism
19 Uhr: Panel mit Adam Broomberg, Inaya Fanis Hodeib, Karin Sander, Nasan Tur u.a. Moderation Lanna Idriss. In Kooperation mit FLAX, Arab Fund for Arts and Culture und Hands Off Our Revolution
Akademie der Künste | Hanseatenweg 10 | 10557 B

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