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(Einspieldatum: 17.12.2002)

Neue Architektur an der Kunsthochschule Weißensee

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Am Donnerstag, den 5.12.02 sind in Berlin zwei neue Gebäudeteile der Kunsthochschule Weißensee der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Mit ihrer Fertigstellung ist das Werkstattensemble der Kunsthochschule in der Bühringstraße komplettiert worden und ein weiterer kleiner Schritt erfolgt, um den akuten Platzmangel der Hochschule zu mindern.
Aber auch nach Bezug der Räumlichkeiten bleibt ein Defizit von 2000 Quadratmeter zu verzeichnen. Die fertiggestellten Objekte sind Teile des Werkstattringes, der sich im Nord-Westen des denkmalgeschützten Haupthauses der Hochschule aus den 50er Jahren befindet. Ein Gebäudeteil ist schon 1999 bezogen worden, daran anschließend sind nun das Eckgebäude und ein weiterer Werkstattriegel den Nutzern übergeben.
Der sogenannte "Barackenersatzbau" ist im eigentlichen Sinne ein Neubau und bezieht den unglücklichen Namen aus seinem Finanzierungsmodell: Für Neubauten wären keine Gelder vorhanden gewesen, für den Ersatz eines bestehenden Gebäudes jedoch schon. Ausführende Architekten waren Thomas Fiel und Martin Jennrich in Zusammenarbeit mit dem Büro Prof. Rainer W. Ernst, dem Rektor der KHB. In Anbetracht der hochschulpolitischen Lage ist ein möglichst kostengünstiges Bauen realisiert worden. Die Baukosten entsprechen den prognostizierten 2,5 Millionen Euro. Notwendige Erschließungsflächen wurden minimiert und weitestgehend nach außen verlegt. Alle Werkstätten sind flexibel nutzbar und nur mit dem Notwendigsten ausgestattet worden. So verzichteten die Architekten z. b. auf Fußleisten, verwendeten offene Kabelführungen und ließen den Fußbodenestrich schwarz anmalen.
In der Fassadengestaltung jedoch werden die finanzpolitischen Argumente von den ästhetischen Prämissen überlagert. Der Neubau im Sinne der Moderne tritt in einen lebhaften architektonischen Dialog mit dem gegenüberliegenden Bau von Selman Selmanagic und dem Werkstattgebäude von 1999.

Verbunden wurden die Werkstattbereiche durch ein Eckgebäude, eine Hommage an Mart Stam, der nach kurzen 3 Jahren als Direktor 1952 Hausverbot in der Kunsthochschule erhielt. Hier sind nicht nur die originalen Mart Stam Steckdosen, sondern auch seine Farben aus der Weißenhofsiedlung in Stuttgart verwendet worden. Das räumliche Erscheinungsbild ist in deutlicher Weise den architektonischen Entwurfsgedanken der 20er Jahre geschuldet. Eine Vorgehensweise, die ohne ihren modernen Entstehungszeitraum zu verleugnen, beachtliches leistet. Leider konnten die Architekten nicht umhin von „gesampelter Architektur„ zu sprechen, was ihrem eigenen Gebäude nicht gerecht wird.
Am Rande sei die Möglichkeit beschrieben, einen echten Baufehler zu besichtigen. Aufgrund des vergessenen Wartungsschachtes am Fahrstuhl wird das ganze architektonische Gestaltungsprinzip der Schaufassade an einer Stelle mit Sichtbeton gesprengt. Schade um die leicht beeinträchtigte Glanzleistung. copyright: shf Kunsthochschule Berlin-Weißensee Brühringstraße 20 13086 Berlin kh-berlin.de

Stella Hoepner-Fillies

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