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(Einspieldatum: 05.08.2002)

"rethinking, space, time and architecture" / Teil VII: Galerie Dittmar

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Die Galerie Dittmar nimmt mit der Ausstellung "Positionen zeitgenössischer Architekturphotographie" an dem Projekt "Rethinking: space, time and architecture" teil, dennoch findet sich darüber nichts in dem dazugehörigen Katalog.

Welches Kriterium zu diesem Ausschluss geführt hat, lässt sich nicht leicht bestimmen. Vielleicht liegt es daran, dass Dr. Dittmar fünf unterschiedliche Positionen der Architekturphotographie präsentiert, aber keinen Architekten direkt beteiligt. (Obwohl zwei der Photographen Architektur studiert haben.) Das hätte die Ausstellung allerdings mit ungefähr 15 anderen teilnehmenden Galerien gemein, die alle in den der Publikation genannt werden. Oder, sollte es an der mangelnden künstlerischen Präsenz liegen?

Die präsentierten Photographien lassen jedoch nicht den geringsten Zweifel über die Zuordnung der Architekturphotographie als Kunstgattung.


Klaus Kinold, Konferenz-Pavillon von Vitra, Weil am Rhein, Tadao Ando, 1994

Mit Klaus Kinold ist einer der renommiertesten Architekturphotographen Deutschlands vertreten, sein Ziel ist es: "Architektur zu zeigen, wie sie ist." Dennoch kann sich kaum jemand dem kontemplativen Charakter seiner Photographien verschließen.

Den vier Werken Kinolds gegenüber befinden sich Arbeiten von Mona Breede, die zum Teil sehr choreographisch arbeitet. Im Mittelpunkt steht hier der Mensch in seinem architektonischen Kontext.

Die Gegenüberstellung von zwei derart konträren Ansätzen beinhaltet ein erhebliches Potential an Interpretationsmöglichkeiten und verwandelt die Galerie in ein intensiv erlebbares Spannungsfeld.

Komplettiert werden diese beiden Positionen durch Arbeiten von Barbara Klemm, Ulrich Schwarz und Horst Schäfer. Deren sehr divergierenden Auffassungen, was Architekturphotographie heute sein kann, kommen ebenso klar wie bei Breede und Kinold zum Ausdruck. Eine Präsentation von Positionen in ihrer ganzen zeitgenössischen Vielfalt und unter Einbeziehung hervorragender Arbeiten.

Trotz intensiver Suche findet sich kein plausibler Grund, warum diese Ausstellung keinen Einlass in die Publikation des Galerieprojektes zum Architektur-Weltkongress gefunden hat. Es sei denn, die Suche wird auf nicht fachimmanenter Ebene fortgesetzt.

Ausstellungsdauer: 12.07.02-10.08.02

Galerie Dittmar / Auguststrasse 22 / 10117 Berlin

Stella Hoepner-Fillies

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