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Berlin Daily 06.08.2020
Kurator*innengespräche

19 Uhr: Gespräche mit Rundgang durch die Sonderausstellung, im Rahmen der Ausstellung: Die Demokratie und Ihre Adler
Werkbundarchiv – Museum der Dinge | Oranienstraße 25, 10999 Berlin

(Einspieldatum: 31.03.2003)

Baukultur in Brandenburg: Preis der Freiheit?

Am vergangenen Donnerstag fand die fünfte und letzte Gesprächsrunde der Landeszentrale für politische Bildung zum Thema Baukultur statt.
Fünf Spezialisten diskutierten miteinander über die Fragestellung: "Baukultur – ein Mehrwert für Brandenburg?"
Kompetent und übersichtlich moderiert, wurde der Abend von der Stadtplanerin Elke Pahl-Weber aus Hamburg. Sie reduzierte das unübersichtliche Themenspektrum auf drei Kernfragen nach Inhalt, Trägern und Konsequenzen der Baukultur.

Was steckt drin in der Baukultur?
Für Arne Krohn, Baudezernent von Neuruppin, stand bei der Thematik das Stadtleben im Vordergrund und danach erst die Architektur. Er stellte für Neuruppin ein Stadtentwicklungskonzept bis zum Jahr 2006 vor, das sich stark auf den innerstädtischen Kernbereich beschränkt. Auch der Soziologe Dr. Göschel aus Berlin wollte Städte, "in denen eine Familie mit Kinder wohnen kann". Lebensqualität ist ihm wichtiger als ästhetischer Eindruck.

Wer sind die Träger von Baukultur?
Keine Architekten und Planer: über 70 % der gebauten Umwelt wurde nicht von Fachleuten errichtet. Dr. Thomas Drachenfels, Amtsleiter für praktische Denkmalpflege im Landesamt, fragte deshalb nach "der Stadt, die von den Bürgern getragen wird". Und fügte hinzu: "Die Denkmalpflege braucht das Feuer der öffentlichen Meinung".
Einig waren sich alle Fachleute darin, dass Geschmack nicht verordnet werden kann. Aber der Prozess, um Lebensqualität zu erzeugen, sollte strukturiert und vorgegeben werden.
Es gibt keinen breiten gesellschaftlichen Konsens mehr in der heutigen Gesellschaft, "ist das vielleicht der Preis der Freiheit?" (Dr.Göschel)

Baukultur im Strukturwandel?
Hathumar Drost, Leiter der Complan GmbH in Potsdam, plädierte an ein tolerantes Brandenburg, welches die Ergebnisse der Prozesse im Strukturwandel akzeptieren könne.
Dr. Göschel dagegen betonte, dass Strukturwandel ein viel zu beschönigendes Wort sei, es fände ein Schrumpfungsprozess von enormen Ausmaß statt, in der die Architektur nur eine untergeordnete Bedeutung einnehmen würde.

Was wirklich wichtig ist in Bezug auf die Baukultur in Brandenburg erwähnte der Neuruppiner Baudezernent am Schluss:"Reden, reden, reden, aber nichts schön reden."
Dann kommt immer etwas dabei raus.


Stella Hoepner-Fillies

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Titel zum Thema Baukultur:

Bundesstiftung Baukultur mit Online-TV-Programm
Wer wissen will, wo was im Fernsehen zum Thema Baukultur läuft, hat ab sofort unter www.baukultur.tv die Möglichkeit, sich über das Online-TV-Programm der Bundesstiftung Baukultur einen Überblick zu verschaffen.

Baukultur auf dem Weg in die Schulen

Justitia auf dem Lande - Bad Liebenwerda und sein Amtsgericht

Baukultur in Brandenburg: Preis der Freiheit?

Baukultur in Brandenburg

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