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(Einspieldatum: 16.06.2003)

Hoyer und Schindele in der Choriner Straße

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Wenn vier Architekten zusammen durch Berlin wandern, bleibt von der Stadt nicht viel übrig. Vieles wird verrissen, einiges könnte besser sein, und das meiste ist der Rede nicht wert. Wenn dann aber doch ein kleines Objekt das Interesse aller weckt, gleicht es einem mittleren Wunder.

In der Choriner Strasse 20/21 wurde einem Altbau ein neues Dachgeschoss gegeben und an seine Seite drei zusätzliche Räume angebaut.
Der vom Altbau sichtbar abgesetzte Neubau legt sich wie eine Klammer um das Vorhandene, ohne dessen Eigenständigkeit in Frage zu stellen. Die sichtbare Ausgewogenheit ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn als planerischer Grundgedanke diente das Prinzip einer Waage.
Auf der einen Seite der Waage steht das - allerdings über die gesamte Länge - durchlaufende Dachgeschoss, und an der anderen Seite hängen drei übereinander geschichtete Container.
Tatsächlich ist diese Struktur auch statisch umgesetzt worden, die drei angebauten Räume hängen an den Trägern oberhalb des letzten Altbaugeschosses.
Neben der sieben Meter hohen Durchfahrt fallen außerdem die großflächigen Fensterformate und die Ausarbeitung der Volumina durch Vor- bzw. Rücksprünge ins Auge.

Innenräumlich werden die neu entstandenen Flächen seitlich an die Wohnungen angeschlossen, aber über die gesamte Tiefe belichtet und belüftet. Die Räume sind durch einen Höhenversprung in zwei Teile gegliedert: vorne erhält die Küche ihre Orientierung zur Straße, hinten zur Hofseite liegt das Bad.
Im oberen Container befindet sich jedoch die offene Erschließung zum Dachgeschoss.
Es sind einfache Räume von Funktionalität und schlichter Schönheit entstanden, die lediglich durch einen überdimensionierten Anteil der türkisenen Farbgestaltung etwas getrübt wird.
Also wandern die vier Architekten weiter, genießen das Wunder, sind gebührend beeindruckt und freuen sich. Es ist schon erstaunlich, was Berliner Architektur an Kleinigkeiten zu bieten hat.

Später stellt sich heraus, dass die Erweiterung von dem Architektenduo Hoyer und Schindele stammt, bekannt geworden vor zwei Jahren mit ihrem bemerkenswerten Mehrfamilienhaus in der Auguststraße 62.

hoyerundschindele.de
(In Kürze wieder funktionstüchtig.)

Stella Hoepner-Fillies

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