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Berlin Daily 18.07.2019
Klanginstallation (im Rahmen Biennale di Venezia)

22.03 Uhr: von Natascha Süder Happelmann in Zusammenarbeit mit Jessica Ekomane, Maurice Louca, DJ Marfox, Jako Maron, Tisha Mukarji, Elnaz Seyedi. In Rahmen der Sendereihe Freispiel. zu hören auf: Deutschlandfunk Kultur

(Einspieldatum: 31.07.2003)

Das Bauhaus wohnt

Die Meisterhäuser in Dessau

Als nach zähen Verhandlungen 1926 die Stadt Dessau und der Direktor des Bauhauses Walter Gropius sich einig wurden, sollte nicht nur ein neues Lehrgebäude in Dessau errichtet werden, sondern auch Wohnhäuser für die sieben Bauhaus Meister.
Gropius entwarf für sich als Direktor ein Einfamilienhaus und in unmittelbarer Nachbarschaft drei Doppelhäuser für die heutigen Ikonen der Klassischen Moderne: Feiniger und Moholy-Nagy, Muche und Schlemmer und im letzten Haus Kandinsky und Klee.
Dessau gewann damit das Ringen um den Standort der "Hochschule für Gestaltung" und Gropius hatte endlich genug Freiraum, um viele seiner Ideen vom neuen Bauen in die Realität umzusetzen.
Im Laufe der Jahre 1999/2000 wurde das Doppelhaus Kandinsky-Klee rekonstruiert und 2002 die beiden Hälften von Muche und Schlemmer. In nächster Zukunft sollen auch das Haus von Gropius, heute kaum erkennbar, und die Doppelhaushälfte von Moholy-Nagy wiederhergestellt werden. Darüber hinaus wird momentan die ursprüngliche Gartengestaltung wiederbelebt.
Zeitgleich zu diesen überaus eindruckvollen musealen, politischen und denkmalpflegerischen Tätigkeiten ist vor kurzem ein kleines Buch in ausdrucksstarkem Design erschienen.
Auf 90 Seiten wird ein übersichtlich strukturierter Einstieg in die Auseinandersetzung mit den Meisterhäusern in Dessau und damit in die Anfänge der Modernen Architektur angeboten, verfasst von Wolfgang Thöner, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bauhaus Dessau.
Jedes der vier Häuser wird einzeln anhand von zeitgenössischen Abbildungen, Plänen und Fotografien des aktuellen Bestandes vorgestellt. Der besondere Schwerpunkt der Bearbeitung liegt neben fachlichen historischen Aspekten auf dem kulturellen und privaten Leben der Menschen in den Meisterhäusern. Es entsteht eine Skizze des architektonischen und kunsthistorischen Gesamteindruckes der Jahre 1926-33 für das Bauhaus Dessau.
Als begleitende Lektüre zur Erkundung der Gebäude ist das Buch auch zur Auffrischung von Vorhandenem ideal geeignet. Leider wurde nicht jede Abbildung beschriftet und die Zuordnung der ansprechenden Fotografien gestaltet sich zuweilen etwas schwierig.

"Das Bauhaus wohnt" von Wolfgang Thöner
erschienen im E.A.Seemann Verlag, Leipzig 2002
12,90 EUR, broschiert, 21 cm
100 Abb. davon 25 in Farbe
86 Seiten
ISBN 3-86502-070-4

meisterhaeuser.de

Ps.: Ob heute tatsächlich noch die Rede sein sollte von der Frau, die "ihrem Mann eine ebenbürtige Partnerin beim Entwickeln seiner Visionen wie beim Verfassen seiner Texte" gewesen sei, bleibt fraglich. Wenn es dabei um die bedeutende Fotografin des Bauhauses Lucia Moholy geht, ist dieser Satz mehr als nur gedankenlos.


Stella Hoepner-Fillies

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