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B3 Biennale

(Einspieldatum: 08.12.2003)

Preis für Junges Berliner Architekturbüro

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Es gibt noch Erfolgsstorys.
Manchmal wird ein kleines Architekturbüro aus Berlin per Losverfahren an einem Wettbewerb im fernen Schwabenland beteiligt. Der Architekt ist unter 40 Jahre und fällt deshalb in die Kategorie der „jungen Büros“, die auch noch beteiligt werden müssen. Dann entwirft er eine Kiste, die stringenter nicht sein könnte und gewinnt.

Entworfen wurde ein Erweiterungsbau zum Landratsamt Ludwigsburg in der Nähe von Stuttgart. Gewonnen hat das Architekturbüro Kubeneck unter Mitwirkung von Christian Bauer, Timo Herrmann und Tom Kühne.
Mit ihrem Entwurf greifen die Architekten strukturelle Eigenheiten des Ortes auf: Das orthogonale Raster der Stadt, die voluminösen Solitäre der näheren Umgebung und die einem Campus gleichende Außenraumgestaltung. Ebenfalls ortsbezogen, ergänzen und vervollständigen sie Backsteinmauern, die das gesamte Grundstück umfassen.
Innenräumlich eher konventionell sind auf fünf Ebenen alle zusätzlich benötigten Flächen des Landkreises untergebracht. Die Erschließung ist ringförmig um ein bedachtes Atrium herum angeordnet, wobei an zwei Seiten des Innenhofes vielversprechende Aufenthaltsbereiche dem Publikum angenehme Wartezeiten versprechen.
Eine netzartige Fassadengestaltung erinnert an die historischen Fassaden der umliegenden Kasernen ohne ihre Hierarchisierung aufzunehmen und spiegelt die Flexibilität der dahinter liegenden Nutzungen. Strukturierte Lochbleche betonen trotz ihres vertikalen Formates durch unterschiedliche Farbgebung die horizontale Schichtung der Ebenen.
Die ruhige und autonom wirkende Architektur spricht eine klare und verständliche Sprache. (Ein Charakterzug, der vielen Berliner Neubauten abzusprechen ist.)
Natürlich ist so eine Kiste immer ein Wagnis, selbst den Architekten scheint ihre eigene Stringenz ein bisschen suspekt.



Aber:
Gute Architektur kann sich aus den umgebenden Faktoren ergeben. Sie muss das nicht, um gut zu sein, aber die Wahrscheinlichkeit liegt dann näher. Wenn neue Architektur sich zu ergeben scheint aus den realen Bezügen städtebaulicher Strukturen und vorhandener architektonischer Elemente, dann liegt ein seltener Glücksfall vor. Im Zusammenhang mit einem Bauherrn, der keine Angst vor Gradlinigkeit verspürt, kann der Glücksfall Realität werden. Selten genug.

Unter competitionline in der Rubrik „Ergebnisse nach Orten“ können Sie alle ausgezeichneten Büros, sowie die Aufgabenstellung einsehen.

Stella Hoepner-Fillies

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