(Einspieldatum: 23.04.2004)

Baukultur auf dem Weg in die Schulen


bilder
Die Bundesarchitektenkammer und der Rat für Baukultur luden am 22. April zu einer Veranstaltung in die brandenburgische Landesvertretung zum Thema "Baukultur macht Schule" ein.
Prof. Max Fuchs, Vorsitzender des Deutschen Kulturrates, fand in seinem Vortrag zur kulturellen Bildung gleich zu Beginn der Veranstaltung deutliche Worte zur ernüchternden Realität an den Schulen heute. Er sprach von der "strukturellen Demütigung" der Schüler im Gegensatz zu der dringend benötigten "strukturellen Anerkennung" und meinte damit die baulichen Gegebenheiten an Deutschlands Schulen, aber auch deren inhaltliche Ausrichtung. Seine überzeugenden Ausführungen bezüglich der leider völlig vernachlässigten Lebenskompetenzen im Gegensatz zu den viel berufenen Bildungskompetenzen ließen die Schulen in einem realistisch traurigen Licht erscheinen. Fuchs beschwor eine Ausweitung der Perspektive, was Schule sein könnte: ein Ort an dem Leistung Freude bereitet, an dem man aber auch geliebt wird, ohne Leistung zu erbringen.
Zwei ermutigendere Praxisberichte von Schülern aus Berlin und Rostock bereicherten im Anschluss die Zuhörer um eindrucksvolle Einblicke in projektbezogenes Engagement an den Schulen. Baukultur ist vermittelbar, egal ob Siebentklässler aus Berlin von "offener Bauweise" reden, als ob sie diese Worte seit 10 Jahren kennen, oder ob Schüler der Sekundarstufe II einen Architekturführer für Gebäude der "Neuen Sachlichkeit" in Rostock erarbeiten.
Die anschließende Diskussion zum Thema bestritten: Tilo Braune (Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen), Gitta Connemann (Vorsitzende der Enquete-Kommission), Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), Dr. Otto Seydel (Institut für Schulentwicklung) unter der Moderation von Dr. Claudia Schwalfenberg (Sprecherin des Rates für Baukultur).

Die Veranstaltung hatte den Charakter eines kleinen Statusberichtes. Die Initiativen der einzelnen Bundesländer wurden erwähnt, ebenso wie grundsätzliche Kritik am unkooperativen Verhalten der Kultusministerkonferenz.
Als sicher gelten kann: Es gibt keinen ausgearbeiteten Plan, die Zielsetzungen sind vielfältig und zum Teil auch konträr.
Aber, diese Veranstaltung hat die Diskussion bereichert und sie stärkt die Bestrebungen, Baukultur endlich als wichtigen Teil unserer Kultur in die Bildungsinstitutionen zu tragen. Ein längst überfälliges und dennoch in weiter Ferne liegendes Ziel.



Stella Hoepner-Fillies






Anmerkung der Redaktion zu :

ist bzw. war unter anderem vertreten bei der:

- Brucennial, 2014;
- Biennale Venedig 2007;
- Manif d’art 6,Québec, 2012;
- Manif d’art 6,Québec, 2012;
- Manif d’art 6,Québec, 2012;
- Manif d’art 6,Québec, 2012;
- Gwangju Biennale, 2012;
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007;
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007;
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007;
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007;
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007;
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007;
- Lyon Biennale, 2007;
- Lyon Biennale, 2007;
- Lyon Biennale, 2007;
- Lyon Biennale, 2007;
- Lyon Biennale, 2007;
- Lyon Biennale, 2007;
- Lyon Biennale, 2007; top

Kataloge/Medien zum Thema: Baukultur

top

Titel zum Thema Baukultur:

Bundesstiftung Baukultur mit Online-TV-Programm
Wer wissen will, wo was im Fernsehen zum Thema Baukultur läuft, hat ab sofort unter www.baukultur.tv die Möglichkeit, sich über das Online-TV-Programm der Bundesstiftung Baukultur einen Überblick zu verschaffen.

Baukultur auf dem Weg in die Schulen

Justitia auf dem Lande - Bad Liebenwerda und sein Amtsgericht

Baukultur in Brandenburg: Preis der Freiheit?

Baukultur in Brandenburg

top