(Einspieldatum: 09.08.2004)

Luise und Erich Mendelsohn: Eine Partnerschaft für die Kunst

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Im Frühjahr dieses Jahres fand in der Akademie der Künste in Berlin eine Ausstellung über "Erich Mendelsohn, Dynamik und Funktion" statt. Begleitend dazu ist neben dem Katalog ein Buch über Erich Mendelsohn und seine Frau Luise Mendelsohn, geborene Maas, erschienen.
Herausgeberinnen dieses Buches sind Ita Heinze-Greenberg und Dr. Regina Stephan, Kuratorin der Ausstellung.
Erich Mendelsohn (1887-1953) wird zu recht als einer der interessantesten Architekten der Moderne genannt. Er baute in Deutschland, England, Palästina und in den Vereinigten Staaten. Seine wichtigste Schaffensperiode fand allerdings in Berlin der späten 20er Jahre - vor seiner Emigration in März 1933 - statt. Als eines seiner bekanntesten Objekte gilt der Einsteinturm in Potsdam.
Luise Mendelsohn (1894-1980) entschied sich, nach einer mehrjährigen und aussichtsreichen Ausbildung zur Cellistin, ihre eigene Karriere zu beenden, um sich ganz dem künstlerischen Schaffen ihres Mannes zu widmen. Dennoch begleitete die Musik das Ehepaar ihr ganzes Leben lang und spielte auch in Erich Mendelsohns architektonischem Schaffen eine wichtige Rolle.
Zu den musikalischen Veranstaltungen in ihrem Privathaus Am Rupenhorn in Berlin erschien gelegentlich auch Albert Einstein, den Luise Mendelsohn als "ausgezeichneten Musiker, technisch gesehen allerdings (als) ein Amateur" einschätzte.
Der rege, 43 Jahre andauernde Briefwechsel zwischen den beiden Künstlern ist Schwerpunkt der Publikation. Chronologisch überzeugend strukturiert, werden im Buch alle Lebensabschnitte von Mendelsohns Jugend in Ostpreußen bis zu den letzten gemeinsamen Jahren in den USA anhand der Briefe, Erinnerungen von Freunden und Ausschnitten Luise Mendelsohns bisher unveröffentlichter Autobiographie vorgestellt.
Jeweils durch kurze zusammenfassende Texte eingeleitet, entstehen in den einzelnen Kapiteln -Momentaufnahmen vergleichbar- Bilder der Freundschaft zwischen den Eheleuten.
Auch wenn es schwerlich jemals tiefgehende Einblicke in eine Beziehung geben kann, so steht dieses Buch für den Versuch dafür. Und die unterschiedlichen Wege, auf die der Leser sich begibt, um den Protagonisten durch ihre "Partnerschaft für die Kunst" zu folgen, sind eindrucksvoll und aussagekräftig.

ISBN 3-7757-1414-6
Hrsg. Ita Heinze-Greenberg, Regina Stephan
Text von Oskar Beyer, Ilse Goldenzweig, Walther Harich, Ita Heinze-Greenberg, Richard Hunter, Luise Maas, Erich Mendelsohn, Luise Mendelsohn, Hans Schiller, Regina Stephan
Hatje Cantz 2004. 176 Seiten, 45 Abb, 25,00EUR

Stella Hoepner-Fillies

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