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Berlin Daily

(Einspieldatum: 16.09.2008)

Szenestadt vs. Ausstellungsstadt. >Metropolitan Views: Kunstszenen in Berlin und London<

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>Metropolitan Views: Kunstszenen in Berlin und London< erschienen im Deutschen Kunstverlag.

All die Off-Spaces, Produzentengalerien und Künstler-Parties lassen Berlin als die vielleicht hippste europäische Kunstmetropole erscheinen, in der sich eine durch Internationalität geprägte Künstlerszene gebildet hat. London dagegen ist vor allem für die hochkarätigen musealen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst bekannt und ist mit der erst 2003 gegründeten Frieze Art Fair Standort einer der wichtigsten Kunstmessen zeitgenössischer Kunst weltweit. So zumindest die These der Autoren des beim Deutschen Kunstverlag veröffentlichten Buchs >Metropolitan Views. Kunstszenen in Berlin und London<.

Ausgehend von der Charakterisierung Berlins als die Stadt, in der die meisten international anerkannten Künstler leben im Vergleich zu London, das als die Metropole beschrieben wird, die die interessanteren Kunstmuseen besitzt, ergründen die Autoren des Buches die Unterschiede, Vorteile, Nachteile und Trends der Kunstszenen in beiden Großstädten. Auf 120 Seiten wird das Städteduell in 22 Aufsätzen ausgetragen. In die Kapitel >Staatliche Museen<, >Kunstlaboratorien<, >Alternative Ausstellungsräume<, >Sammler< und >Messen und Märkte< unterteilt liefert das zwar in schwarz-weiß gedruckte aber dennoch ansprechend gestaltete Softcoverbuch so den Stoff für einen “Kampf der Giganten“. Im Direktvergleich treten hier die Tate Gallery gegen den Hamburger Bahnhof, die Whitechapel Art Gallery gegen die Kunst Werke, der Groucho Club gegen das Grill Royal und die Frieze Art gegen das Artforum an. Die einzelnen Aufsätze sind gut recherchiert und glänzen durch Detailwissen, sind aber dennoch unterhaltsam geschrieben und gut zu lesen. Glücklicherweise haben es die Autoren vermieden, die jeweiligen Institute abzuurteilen und sie in “Gut“ und “Böse“ zu klassifizieren. Stattdessen vermögen sie es, neutral die jeweiligen Bedingungen der Kunstorte zu skizzieren und bringen dabei oftmals interessante Hintergründe zum Vorschein. So referiert z.B. Franziska Sollte in ihrem Text >Die Kunst zu Markte tragen< über die Geschichte der Kunstmessen und Izabela Dabrowska klärt in >Strategien künstlerischer “Selbstvermarktung“< über den Ursprung der Produzentengalerie auf. Zur Auflockerung gibt es außerdem spannende Interviews mit Susanne Pfeffer (Kuratorin in den Kunst-Werken), André Marose (Künstler), Iwona Blazwick (Leiterin der Whitechapel Art Gallery) und Mathew Slotover (Gründer des Kunstmagazins Frieze).

Zwar liefern die Autoren keine wirkliche Begründung dafür, warum sie sich für den Vergleich dieser beiden Kunstmetropolen entschieden haben und etwa New York als große Kunststadt außen vor lassen, doch ist >Metropolitan Views< ein nettes Lesebuch, das zum entspannten Schmökern einlädt, gleichzeitig aber auch als Einführung in die Szene oder kleiner Reiseführer genutzt werden kann. Im Anhang nämlich finden sich alle wichtigen Adressen.

Metropolitan Views: Kunstszenen in Berlin und London
Hrsg. Conny Becker, Charlotte Klonk, Friederike Schäfer, Franziska Sollte
Deutscher Kunstverlag

ISBN: 978-3-422-06822-3
Preis 14,90 EUR

Stefanie Ippendorf

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