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B3 Biennale

(Einspieldatum: 12.12.2001)

Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.

Zeitgemäß fördern - ein Dialog zwischen Wirtschaft und Kultur

Anläßlich des 50jährigen Bestehens des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. fand am Mittwoch, den 12.12.01, im Haus der Deutschen Wirtschaft eine äußerst anregende Diskussionsveranstaltung statt. Der Titel der Veranstaltung lautete: "Zeitgemäß fördern - Wie sieht Kulturförderung der Zukunft aus?"


Gäste waren der Kunsthistoriker Walter Grasskamp, das Vorstandsmitglied des Kulturkreises Bernhard Frhr. v. Loeffelholz und Thomas Wohlfahrt von der Literatur-Werkstatt, der die Veranstaltung moderierte. Weitere Gäste waren 3 Preisträger des Kulturkreises: der Dichter Oskar Pastior, der Musiker Maxim Wolgin und die Künstlerin Cornelia Erdmann.

Die Diskussion begann mit einem historischen Überblick von der Gründung des Kulturkreises im Jahre 1951 als Reaktion auf die Geschehnisse im 3. Reich und dessen Umgang mit Kunst / Künstlern bis hin zu den Aufgaben und dem Engagement in der heutigen Zeit. Von Anfang an ging es im Kulturkreis, in dem um die 400 Unternehmer mitwirken, bei der Künstlerförderung um eine moralische Verantwortung der Wirtschaft. Das Bewußtsein für Innovation war dabei ein grundlegendes sowie verbindendes Element zwischen moderner Kunst und modernem Unternehmertums. Aus dieser Haltung heraus orientierte sich die Förderung der Künste immer an den Maßstäben der Zeit, wobei die Künstlerförderung durchweg Vorrang vor der Kunstförderung hatte. Dabei wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte auch politische Diskrepanzen und Spannungen wie bspw. in den sechziger oder siebziger Jahren überwunden.
Ein Problem was sich hingegen für die Gegenwart stellt, ist wie Walter Grasskamp es ausdrückte, dass " ... das Verhältnis von Wirtschaft und Künstlern viel zu entspannt ist" und " eine gegenseitige Überschätzung von Wirtschaft und Kunst stattfindet, die nicht mehr produktiv ist." Frhr. v. Loeffelholz sieht eine weitere Gefahr darin, dass der Kulturkreis immer stärker vom Kunstbetrieb vereinnahmt wird, so dass eine solide Vereinsarbeit zugunsten von Glamour und Glanz zurückgeht. Weiterhin stellte er fest: " Der kulturelle Bereich liegt immer weniger im Blickfeld von Jungunternehmern". Eine mögliche Lösung sieht er in der Förderung Lehrstühlen für Kultur im Wirtschaftsbereich.
Eindrucksvoll wurde die Diskussion durch die Beiträge der anwesenden Künstler eingerahmt. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Kurzfilm " 7 Minuten zum Thema Tankstelle" von Cornelia Erdmann, der die dreistündige Veranstaltung beendete.


Carola Hartlieb

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