(Einspieldatum: 11.01.2003)

Die Kunstsammlung DaimlerChrysler - Mehr als spielerischer Luxus

Die Kunstsammlung DaimlerChrysler - Mehr als spielerischer Luxus

Dass Kreativität als Motor für technische Entwicklungen und moderne Autodesigns notwenig ist, wird niemand bestreiten. Auch die Kunst bedarf der Kreativität - den erfolgreichen unkreativen Künstler gibt es nicht. Diese Gemeinsamkeit ist vielleicht ein Grund für das Entstehen der heute über 1000 Werke zählenden Sammlung DaimlerChrysler.
Mit der 1977 durch den Ankauf eines Bildes von Willi Baumeister begründeten Sammlung, präsentiert sich eine interessante Symbiose aus Kunst und Unternehmen. Ausgehend vom ursprünglichen Schwerpunkt südwestdeutscher moderner Künstler, etwa Adolf Hölzel und Oskar Schlemmer, orientierte sich die Sammlungstätigkeit früh an abstrakt- geometrischen und reduziert- konstruktiv- konkreten Bildkonzepten. Diese Grundausrichtung, die im Laufe der Jahre um informelle und figürliche Tendenzen sowie um "Zero" und minimalistische Ansätze bereichert wurde, birgt einen durchaus amüsanten Umstand in sich. Ausgehend von einem anfangs regional bedingten Ankauf von Gemälden, muss man beinahe von Fügung oder Zufall sprechen, wenn man an die abstrakt- geometrische Ausrichtung der "Stuttgarter Avantgarde" und die "Ulmer Hochschule für Gestaltung" etc. denkt. Man stelle sich einmal vor, der Stuttgarter Raum wäre Wirkungskreis von Dadaisten oder Expressionisten gewesen. So aber passen Unternehmen und Sammlungskonzept - Technik und Geometrie - zueinander.
Die grundlegende Funktion der Sammlung DaimlerChrysler, die unabhängig von Interieur- und Gestaltungskonzepten geschieht, wird von den Initiatoren klar umrissen. Einerseits geht es darum, die Kunst in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter zu integrieren und somit ein entspanntes und auch anregendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Andererseits verfolgt sie einen repräsentativen Zweck und spätestens mit DaimlerChrysler Contemporary (Haus Huth, Potsdamer Platz/ Berlin) wurde ein öffentliches Forum geschaffen, welches die aktuellen Neuerwerbungen in Szene setzt.
Besonders bemerkenswert ist der wissenschaftliche Anspruch, mit dem die Sammlung, derzeit unter der Leitung von Renate Wiehager, betreut und weitergeführt wird. Ein Blick in die ausstellungsbegleitenden Kataloge offenbart kunsthistorisch fundiertes Hintergrundwissen. Voraussetzung für die Aufnahme in die Sammlung sind ein kontinuierliches Oeuvre ganz im Sinne der konkreten, minimalistisch und geometrischen Bildkonzepte. Allerdings sollen in Zukunft Fotografie und Medienkunst eine größere Rolle spielen.
Gut recherchierte thematische Gruppenausstellungen werden auch weiterhin das Berliner Kunstpublikum und die Mitarbeiter in die Räume der DaimlerChrysler Contemporary locken. Natürlich um einerseits ein auf Innovation bedachtes Mäzenatentum zu präsentieren. Andererseits werden all diese Skulpturen und Gemälde die öffentlichen Räumlichkeiten des Unternehmens bereichern. Sie sind Bestandteile einer der bedeutendsten Unternehmenssammlungen konkreter und geometrischer Kunst.

©Joris Corin Heyder für art-in-berlin

Weitere Informationen bei:
DaimlerChrysler Contemporary Haus Huth -
Potsdamer Straße 5 - 10785 Berlin - Tel.: 03025941420

Netz: sammlungdaimlerchrysler.com

Tägl. 11-19 Uhr

Joris Corin Heyder

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