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Berlin Daily 21.05.2019
Kuratorischer Rundgang + Gespräch

18 Uhr: mit Solvej Ovesen und »22« Autorin Lauren van Vuuren und um 19 Uhr Gespräch zwischen Sissel Tolaas und Solvej Ovesen. Im Rahmen der Ausst. Sissel Tolaas
22.
Galerie Wedding | Müllerstraße 146 – 147 | 13353 Berlin

(Einspieldatum: 18.10.2013)

Experimentierfeld: Humboldt Lab Dahlem

bilder

Clara Jo, Robert Lippok: Projekt Tanz der Archive: 24h Berlin, Videostill

Die Baustelle des Humboldt-Forums macht große Fortschritte, 2019 sollen die Sammlungen des Ethnologischen und des Museums für außereuropäische Kulturen von Dahlem nach Mitte ziehen. Mit dem Humboldt Lab Dahlem bereiten Wissenschaftler und Museumsfachleute den Umzug auf inhaltlicher Ebene vor und öffnen ein interessantes Experimentierfeld.

Es ist die dritte Probebühne, die sich aktuell mit vier neuen Positionen den Diskussionen um die Neuordnung der Sammlungen stellt und fragt: Was geschieht mit den historischen Objekten, wie ist ihre Verbindung zur Gegenwart? Mit über 4 Millionen Euro fördert die Kulturstiftung des Bundes das Humboldt Lab bis 2015. Die Stationen ziehen sich durch das Dahlemer Haus, mischen sich an unterschiedlichen Orten unter die Sammlung und in die gewohnten Denkmuster der Besucherinnen und Besucher.

Projekt "Fotografien berühren", Fotoprojekt des Ethnologen Michael Kraus und des Szenografiebüro chezweitz, © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jens Ziehe

Mit dem Projekt "Fotografien berühren" konfrontieren der Ethnologe Michael Kraus und das Szenografiebüro chezweitz die Betrachter mit Porträts der indigenen Bevölkerung Südamerikas. Die Aufnahmen entstanden um 1900, sind nun auf Leinwände gezogen und in Lebensgröße als living images sichtbar. In Bewegung über eine mediale Animation ziehen sie, zusammen mit Textpassagen und Archivkarten, die kollektivierenden Forschungen in individuelle Begegnungen und fragen: Was wissen wir über die Menschen, wer waren sie?

„Mensch – Objekt – Jaguar“, Projekt der Ethnologin Andrea Scholz und des Künstlers Sebastián Mejía, © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jens Ziehe

Die Installation "Mensch – Objekt – Jaguar" des Künstlers Sebastián Mejía und der Ethnologin Andrea Scholz im Untergeschoss spiegelt im Wortsinn die Begegnung mit der Kultur Amazoniens. Zentraler Gegenstand ist ein Schamanenhocker. Zeichnungen eines Jaguars und Projektionen der Besucher auf Wände und Stoffbahnen führen in eine sinnliche Präsentation, die Betrachter werden körperlich mit einbezogen.

Hier wird deutlich, dass die Ausstellungen im zukünftigen Humboldt-Forum alle Generationen, alle Nationen ansprechen sollen und den Weg in eine Welterfahrung ohne ethnische Hierarchien finden müssen.

Clara Jo (*1986) ist die Gewinnerin des experimentellen, öffentlichen Wettbewerbs "Tanz der Archive". Die Künstlerin verknüpft die Dahlemer Museen mit dem Online-Archiv der 2008 entstandenen Filmproduktion "24h Berlin" der Deutschen Kinemathek. Auf einer Tonspur sind Ausschnitte aus dieser Produktion zu hören, parallel dazu laufen Aufnahmen aus den Museen während der Nachtstunden. "24h Dahlem" ist so als Video-Klang-Installation ein Versuch, das Leben der Museumsobjekte in das Stadtleben zu integrieren. Dem "Kapitel 1: Nacht" werden im Dezember dieses Jahres und im Januar 2014 zwei weitere Teile folgen.

Projekt „Warum nicht“, Projekt des Ethnologischen Museums und des Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Musen zu Berlin, © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jens Ziehe

Im vierten Projekt verlassen im Museum gesammelte Artefakte probeweise ihren Platz und tauchen an unerwarteten Orten auf. "Warum nicht?" fragen die Kuratoren. Und so wandern Objekte aus dem Museum Europäischer Kulturen in die Räume des Ethnologischen Museums, Gegenstände aus Südamerika in die europäischen Präsentationen. In der Vergangenheit wurde zwischen europäischen und nichteuropäischen Kulturen getrennt, auch in der Erforschung und Vermittlung. Doch die Auseinandersetzung mit den Sammlungen möchte diese Grenzen, im Haus und in den Köpfen, überwinden. Nicht Fragen der Repräsentation der Objekte stehen im Mittelpunkt, die kulturellen Inhalte und ihre Verknüpfungen suchen sich einen neuen Platz: im dritten Jahrtausend, in der Mitte Berlins, in den Diskussionen des Humboldt Labs.

Humboldt Lab Dahlem: Probebühne 3
17. Oktober 2013 – 30. März 2014
Staatliche Museen zu Berlin
Lansstraße 8
14195 Berlin
Di – Fr 10 – 18 Uhr
Sa, So 11 – 18 Uhr
humboldt-lab.de

Dr. Barbara Borek

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Titel zum Thema Humboldt Lab:

Experimentierfeld: Humboldt Lab Dahlem
Besprechung: Die Baustelle des Humboldt-Forums macht große Fortschritte, 2019 sollen die Sammlungen des Ethnologischen und des Museums für außereuropäische Kulturen von Dahlem nach Mitte ziehen.

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