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Berlin Daily 26.05.2019
Führung

15 Uhr: von Dr. Jürgen Bräunlein (Medienwissenschaftler) im Rahmen der Finissage zu der Ausstellung SCHWEBEN der Gruppe dimension14
Villa Pardemann, Ruhlsdorfer Str. 1, 14532 Stahnsdorf

(Einspieldatum: 23.10.2013)

Ruhelos in Pankow - Einar Schleef in der Galerie Parterre

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Einar Schleef, Selbstbildnis,1980er Jahre, Fineliner, Kreide auf Papier, 29,5 x 21 cm, MOSZ 3998, Stiftung Moritzburg Halle (Saale), Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, © VG Bildkunst, Bonn 2013

Der umfangreiche Nachlass des 2001 in Berlin verstorbenen Künstlers Einar Schleef wird an zwei Orten bewahrt: der Stiftung Moritzburg/Halle sowie der Akademie der Künste in Berlin. Nun zeigt die Galerie Parterre gut 130 Arbeiten des erfolgreichen Theatermenschen.

In den Räumen der Galerie, im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen IV. Städtischen Gasanstalt im Prenzlauer Berg gelegen, sind zum ersten Male seit dem Tod Schleefs die bildkünstlerischen Arbeiten in Berlin zu sehen. Eine Fülle von unterschiedlichen Werken, doch alle mit einer unverkennbaren Handschrift gezeichnet und gemalt.

Der 1944 in Sangerhausen im Harz geborene Schleef studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Malerei und Bühnenbild. 1976 siedelte er in die Bundesrepublik über, begann zwei Jahre später ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Er war ein ruheloser, unbequemer, oft einsamer Mensch, hat in fast allen künstlerischen Metiers gearbeitet: am Theater, als Schriftsteller, als Filmemacher und Fotograf, als Maler und Zeichner.

Schleefs künstlerische Anfänge liegen in der zeichnerischen Arbeit. Aus diesem Konvolut von gut 7000 Blättern präsentiert die aktuelle Schau in Pankow eine große Auswahl, bis auf wenige Ausnahmen bisher unveröffentlichte Werke aus den 1960er bis 1980er Jahren. Sie alle sind in Berlin entstanden oder haben die Stadt zum Thema. Berlin – Anfangs Ost, später West – war einer der existentiellen Lebensorte Einar Schleefs.

Einar Schleef, Kneipenstudie, Mitte 1960er Jahre, Filzstift, Kreide auf Papier, 29,5 x 21 cm, MOSZ 3569, Stiftung Moritzburg Halle (Saale), Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, © VG Bildkunst, Bonn 2013

Aktstudien, auf Papier festgehaltene Figuren, oft Körperhüllen, in der Strichführung sensibel und gleichsam kraftvoll dargestellt. Karikaturen, beschriftete und bemalte Briefumschläge, Stadt- und Landschaftsansichten, Musiker, Zuschauer, Selbstbildnisse, - auch hier der Körperumriss der Zeichnung genug. Studien, Tierskizzen, Bühnenentwürfe, Interieurs und immer wieder Gesichter. Einar Schleef arbeitete mit Bleistift, Tusche und Deckfarben, in Öl, mit Filzstiften und Kreiden.

"Die Fülle seiner Gaben legt die Vermutung nah, dass er viele unterschiedliche Wege hätte beschreiten können. Hingegen verlangt die Realität, dass er auf keinem von ihnen sich selber entronnen wäre, “ schreibt die Theaterkritikerin und Journalistin Sybille Wirsing in der zur Ausstellung erscheinenden Publikation. Die Auswahl der Galerie lädt zu eindrucksvollen Einblicken in den zeichnerischen Weg des Ruhelosen ein.

Zur Ausstellung erscheint die Publikation Arbeitsheft II | Kontainer Berlin im Verlag Theater der Zeit mit Textbeiträgen der Galerieleiterin Kathleen Krenzlin, Sibylle Wirsing, Florian Havemann u.a. In der in Berlin spielenden Erzählung "Unruhe" kommt Schleef selbst zu Wort. Während der Ausstellung können sämtliche Filme von Alexander Kluge mit und über Einar Schleef gesehen werden. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Sophie Rois, Jutta Hoffmann, Jürgen Holtz, Annemone Haase, Friedrich Dieckmann, B. K. Tragelehn u.a. begleitet die Schau.

Kontainer Berlin. Einar Schleef. Zeichnungen
23.10. 2013 bis 19.01.2014

Galerie Parterre
Danziger Straße 101, Haus 103
10405 Berlin (Prenzlauer Berg)
Mi – So 13 bis 21 Uhr, Do 10 – 22 Uhr
21.12.2013 – 1.1.2014 geschlossen
Ausstellung schließt an den Veranstaltungsabenden um 19 Uhr (31. 10. | 14. 11. | 28. 11. | 12. 12. 2013 und 17. 1. 2014)
galerieparterre.de

Dr. Barbara Borek

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Titel zum Thema Einar Schleef :

Ruhelos in Pankow - Einar Schleef in der Galerie Parterre
Ausstellungsbesprechung: "Die Fülle seiner Gaben legt die Vermutung nah, dass er viele unterschiedliche Wege hätte beschreiten können.

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