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Berlin Daily 20.05.2019
Lesung Venus AD

18.30 Uhr: Lucas Cranach sucht eine Bilder-Idee. Und sieht sich in der Dürer´schen Werkstatt heimlich um. ... mit Gabriele Borgmann
Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstr. 3, 12165 Berlin

(Einspieldatum: 12.11.2013)

Der Schwabinger Kunstfund - jetzt erste Werke online

bilder

Im Frühjahr 2012 wurde, wie der FOCUS Anfang letzter Woche meldete, in München eine umfangreiche Kunstsammlung beschlagnahmt - der sogenannte "Schwabinger Kunstfund" mit Werken u.a. von Matisse, Dix, Chagall, Müller, Liebermann, Rodin und anderen. Noch immer bleibt vieles im Unklaren. Fragen nach der Geheimhaltung des Fundes, der Rechtslage und den rechtsrelevanten Tatbeständen beschäftigen seitdem die Öffentlichkeit und die Institutionen.
Der Ruf nach mehr Transparenz scheint jetzt auch die Bundesregierung erreicht zu haben: Gestern Abend veröffentlichten das Bayerischen Staatsministeriums der Justiz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie das Bundesministeriums für Finanzen und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien eine gemeinsame Pressemitteilung zu den sichergestellten Kunstwerken des spektakulären Kunstfundes. Zu den aktuellen Erkenntnissen heißt es, dass abzüglich beschlagnahmter Gegenstände, die eindeutig keinen Bezug zur sogenannten „Entarteten Kunst“ oder NS-Raubkunst haben, ca. 970 Werke zu überprüfen sind. Unter diesen Werken werden ca. 380 Werke dem Bereich der sogenannten "Entarteten Kunst" zugeordnet und rund 590 Werke sollen auf einen NS-verfolgungsbedingter Entzug hin überprüft werden. Um die Herkunft der Werke zu klären, soll eine Taskforce mit Expertinnen und Experten für Provenienzrecherche eingesetzt werden. Koordiniert wird die Arbeit dieser Taskforce von der Berliner Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung (AfP). Die Leitung übernimmt Ingeborg Berggren-Merkel, die frühere stellvertretende Beiratsvorsitzende der AfP und ehemaligen Amtschefin beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Um eine rasche Aufklärung voranzutreiben, wurden jetzt erste Werke - insgesamt 25 - für die der Verdacht der NS-Raubkunst gelten könnte, unter lostart.de veröffentlicht. Die Liste soll kontinuierlich erweitert werden.
Aktuell scheint der Server zusammengebrochen zu sein, was zeigt, wie riesig das Interesse ist.

chk

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Titel zum Thema Schwabinger Kunstfund:

Der Schwabinger Kunstfund - jetzt erste Werke online
Im Frühjahr 2012 wurde, wie der FOCUS Anfang letzter Woche meldete, in München eine umfangreiche Kunstsammlung beschlagnahmt - der sogenannte "Schwabinger Kunstfund" ...

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