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Berlin Daily 20.05.2019
Lesung Venus AD

18.30 Uhr: Lucas Cranach sucht eine Bilder-Idee. Und sieht sich in der Dürer´schen Werkstatt heimlich um. ... mit Gabriele Borgmann
Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstr. 3, 12165 Berlin

(Einspieldatum: 13.06.2014)

Hundert Jahre Gegenwart. Der erste Weltkrieg und seine europäischen und globalen Folgen

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Der Deutsche Bundestag bewilligt 15 Millionen Euro für ein internationales Langzeitprojekt des Hauses der Kulturen der Welt. Ausgangspunkt des Projektes bildet der Erste Weltkrieg und seine nachfolgenden veränderten geopolitischen Verhältnisse. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwieweit die Technologisierung des Krieges zu einer neuen Beziehung zwischen Mensch und Maschine führte. Außerdem werden in diesem Zusammenhang die Reformbewegungen in Kunst, Philosophie und Architektur untersucht. Das Projekt wird gemeinsam mit internationalen Partnern aus Kultur und Wissenschaft entwickelt.

Dazu heißt es vom Intendanten des HKW, Bernd Scherer: "Wir werden mit europäischen und internationalen Partnern aus Kunst und Wissenschaft, die von Institutionen in New York über Marseille und Istanbul bis nach Hong Kong reichen, ein multidisziplinäres Programm entwickeln und präsentieren. Darin geht es um eine Neubewertung des Ersten Weltkriegs und der umwälzenden Veränderungen, die er auslöste.
Die Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg aus heutigen Sicht einer globalen Welt steht noch aus. Dafür ist die Einbeziehung nichteuropäischer Perspektiven notwendig.
Bei dieser Neubewertung des ersten Weltkriegs geht es um unsere Gegenwart. Gegen den westliche Begriff einer linearen zeitlichen Entwicklung gilt es zu begreifen, dass bestimmte Fragenstellungen in neuen Konstellationen immer wieder aufs Neue auftauchen."

Und weiter sagt Scherer: "... Der Untergang der Imperien führte zu geopolitischen Verschiebungen, die bis heute fortwirken (Zerfall des osmanischen Reiches, Entwicklung des pazifischen Raumes zwischen Japan, China und Südkorea). Vor dem ersten Weltkrieg bestanden enge globale Wirtschaftsverflechtungen, dennoch entwickelte sich ein Weltkrieg: Offensichtlich garantieren ökonomische Beziehungen nicht den Frieden. Welche andere Institutionen sind notwendig? Eine bis dahin nie gekannte technologische Aufrüstung führte zu einer Veränderung der Kriegsführung, aber auch zu einem neuen Verhältnis zwischen Menschen und Maschinen. Schließlich bildeten sich nach dem Ersten Weltkrieg aus der Erfahrung mit Krieg und Gewalt die Forderung nach supranationalen Gebilde wie das Projekt Europa oder der Völkerbund heraus: Welche kulturellen Grundlagen braucht heute Europa und die globalisierte Welt?“

hkw.de

chk

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Titel zum Thema Hauses der Kulturen der Welt:

Hundert Jahre Gegenwart. Der erste Weltkrieg und seine europäischen und globalen Folgen
Deutscher Bundestag bewilligt 15 Millionen Euro für ein internationales Langzeitprojekt des Hauses der Kulturen der Welt.

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