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Berlin Daily 17.11.2019
Lectures + Sound-Performance

18h: von Rui Vieira Nery, Fred Moten, 21h Sound-Performance Latitude (engl.) im Rahmen von Afro-Sonic Mapping: Tracing Aural Histories via Sonic Transmigrations. Haus der Kulturen der Welt | John-Foster-Dulles-Allee 10 | 10557 Berlin

(Einspieldatum: 23.07.2014)

„Die Zeichnung hallt in uns nach“

bilder

Chiyoko Szlavnics “nightscapes” 2010, Filzstift auf Papier, 24 x 33 cm

„Bewirkt nicht das Flüstern der Zeichnung, ihr Gesang jenseits lauter Töne erhöhte Aufmerksamkeit und Sensibilisierung?“ Dies fragen die Kuratorinnen Anke Paula Böttcher und Annette Tietz im Katalogvorwort zur Ausstellung „Eine Linie ist eine Linie ist eine Linie ist eine Linie.“
Bis zum 21. September 2014 präsentiert die Galerie Pankow sechzehn aktuelle Positionen zur Zeichnung von Berliner Künstlerinnen. Das Credo der Kuratorinnen: „Die Zeichnung hallt in uns nach“.

Und dies gilt in besonderem Maße für die Arbeiten „architecture“ und „nightscapes“ von Chiyoko Szlavnics. Selbst, wer die Vita der 1967 geborenen Künstlerin nicht kennt, nimmt den sensiblen Rhythmus war, der die mit Blei- bzw. Filzstift gefertigten Papierarbeiten durchdringt.
Und tatsächlich hat die gebürtige Kanadierin in Toronto Musik studiert und sich international einen Namen als Komponistin gemacht. Während sie seit 2003 Linienstrukturen als Ausgangspunkt für ihre Kompositionen – oft elektronische Klanginstallationen - entwickelte, verlegte sie den Schwerpunkt seit einigen Jahren auf Zeichnungen, in denen sie räumliche Phänomene untersucht. So lautete auch die lakonische Antwort Chiyoko Szlavnics, befragt zu ihrem zeichnerischen Schaffensprozess: „Ich komponiere gerade“.

Pia Linz “Körnerpark”, 2013, Bleistift auf Papier, 134 x 102 cm, Courtesy Galerie M+R Fricke und Pia Linz

Pia Linz, die mit der sensiblen, fein verästelten Zeichnung „Körnerpark“ in der Ausstellung vertreten ist, beantwortete die Frage, wo für sie die Linien des Zeichnens begännen, mit „Afrika. Oder im Garten Eden.“ Die Linien führten sie „durch Zeiträume. Von mir weg und hin zu mir.“
Eine weitere starke Position in der ansonsten qualitativ sehr unterschiedlich bestückten Ausstellung ist „Meshes of a New York Afternoon“ von 2010. Bettina Munk greift in ihrer Computeranimation eine Straßenszene in New York auf. Offensichtlich hat sich kurz zuvor ein Unfall ereignet: Sirenengeheul und Stimmengewirr zeugen von dessen Folgen.

Über die städtische Szenerie hat Munk eine Struktur gelegt, gebildet aus schmalen pulsierenden Streifen, die offenbaren und verbergen. Ergänzt werden die Streifen durch gezeichnete spröde Linien. „Diese Geraden definieren die durch Zufall entstandenen Orte auf dem Papier“, erklärt die Künstlerin. Im Ensemble könnten diese sogar den Eindruck von Umrissen erwecken.
Doch darüber hinaus es gebe noch etwas Unnennbares, Linienloses: „Und so befreien wir die Linie, machen daraus Schwünge, lose Enden, die nicht die Welt sind, aber mit ihr zu tun haben.“

Womit Bettina Munk nahelegt, dass der Titel der Ausstellung durchaus als Provokation verstanden werden kann, denn ganz offensichtlich gilt nicht immer: „Eine Linie ist eine Linie ist eine Linie ist eine Linie.“
23. Juli 2014 - 21. September 2014

Öffnungszeiten: Di – Fr 12 – 20 Uhr Sa+So 14 – 20 Uhr und nach Vereinbarung.

Galerie Pankow
Breite Straße 8
13187 Berlin
Tel.: 47 53 79 25, Fax: 48 62 17 09
http://kunstundkultur-pankow.berlin.de

Dr. Inge Pett

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Titel zum Thema Chiyoko Szlavnics:

„Die Zeichnung hallt in uns nach“
Ausstellungsbesprechung: „Bewirkt nicht das Flüstern der Zeichnung, ihr Gesang jenseits lauter Töne erhöhte Aufmerksamkeit und Sensibilisierung?“

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