(Einspieldatum: 30.10.2014)

Grand Opening C/O Berlin

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Mila Hacke, copyright Mila Hacke

Das C/O Berlin, seit fast zwei Jahren ohne eigene Ausstellungsräume, hat endlich wieder ein Zuhause: das Amerika Haus in Charlottenburg. Mit vier zeitgleichen Ausstellungen wird die Wiedereröffnung am neuen Standort gefeiert – und das Gebäude, das eng mit der Geschichte der Stadt verbunden ist.

Auf der Pressekonferenz am Mittwochvormittag hatte das nun denkmalgerecht und grundsanierte Haus noch den Charme des Unvollendeten, Kabel hingen aus der Decke und Teile der Baustelle waren noch abgesperrt - doch alle kamen sie: Wegbegleiter und Förderer der gemeinnützigen Stiftung, über 300 Journalistinnen und Journalisten, international bekannte Fotografen und junge Talente. Nach fast zweijähriger Schließung und jahrelanger Unsicherheit über die Zukunft des C/O laden die Kuratoren nun ein, das Haus mit vier spannenden Eröffnungsausstellungen neu zu entdecken.

Alliierten Museum Berlin, copyright C/O Berlin

Schon bei der Gründung vor 14 Jahren waren zahlreiche Fotografen der legendären Agentur MAGNUM ausgestellt, auch jetzt geben sie mit den CONTACT SHEETS einzigartige Einblicke in ihre Arbeitsweise. Die Suche nach dem entscheidenden Augenblick lässt sich auf den Kontaktbögen verfolgen, sie legen den Arbeitsprozess offen, lassen die Betrachter sozusagen über die Schulter des Fotografen sehen. Über 100 Bögen renommierter Fotografen wie Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Josef Koudelka und vieler mehr aus sieben Jahrzehnten sind ausgestellt, auch A Llama in Times Square. New York, USA von Inge Morath (1957).

Sechs eigens konstruierte Fotoautomaten werden die Besucher in den kommenden Wochen im Stil der Magnum-Fotografen ablichten – PICTURE YOURSELF ist eine Weltpremiere und schließt an Aufnahmen von Martin Parr (Autoportrait. Hanoi Studio, Havana, Cuba, 2001), Paolo Pellegrin (Vivienne Westwood, Paris, October 2009), Philippe Halsmann (Marilyn Monroe. New York City, USA, 1959), Steve McCurry (Afghan Girl at Nasir Bagh refugee camp. Peshawar, Pakistan, 1984), Bruce Gilden (New York City, USA, 1990) und Eliott Erwitt (Corning. New York, USA, 1976) an. Die Besucher erhalten ihre original Magnum-Porträts nach den Sessions als Print oder digitale Datei.

Der Wahlberliner Will McBride war 1958 der erste Fotograf, dessen Werke im neuerbauten Amerika Haus gezeigt wurden. Mit der Ausstellung ICH WAR VERLIEBT IN DIESE STADT präsentiert C/O Berlin nun bekannte und noch nie ausgestellt Fotografien aus der Nachkriegszeit. Vor allem als Chronist der Jugend dokumentieren seine schwarz-weiß Aufnahmen neu gewonnene Freiräume und Lebensstile in der Stadt: Flaschenspiele im Strandbad Wannsee (1958), Probehören neuer Schallplatten in einem Radiogeschäft am Kurfürstendamm (1959), aber auch Kinder vor einem Panzer der US Army in der Friedrichstraße (Oktober 1961).

Unter dem Titel ARBEIT AM MYTHOS mit Werken von Luise Schröder (geb. 1982 in Potsdam) und Hannah Petersohn (geb. 1982 in Berlin), die sich mit über die Zerstörung Dresdens mit Architektur als politische Projektionsfläche auseinandersetzen, setzt C/O Berlin die Reihe Talents fort. Bereits seit 2006 fördert der Verein angehende Künstler und Kritiker mit einem internationalen, jährlich ausgeschriebenen Wettbewerb.

Die Suche nach einem Ort für C/O Berlin hat zu einem Happy End geführt, auch mithilfe finanzstarker Partner wie dem deutschen Unternehmer Lars Windhorst, KPMG sowie der Lotto Stiftung Berlin. Der Mietvertrag läuft 21 Jahre, die Ausstellungen für 2015 stehen fest, u.a. zu Michelangelo Antonionis Filmklassiker Blow Up, 100 Jahren Leica und Anton Corbijn. Auch die Reihe Talents wird fortgesetzt. Ein anspruchsvolles Programm aus Geschichte, Gegenwart und Zukunft hat ins Amerika Haus gefunden - und Berlin eine neue Adresse für Fotografie. Glückwunsch!

Magnum Contact Sheets. The Photographer´s Choice
Portraits of Now. Im Fotoautomat mit Magnum
Will McBride. Ich war verliebt in diese Stadt. Berlin in den 1950er Jahren
Talents 30. Luise Schröder/ Hannah Petersohn. Arbeit am Mythos
31. Oktober 2014 bis 16. Januar 2015

C/O Berlin Foundation
Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24
10623 Berlin
co-berlin.org

Dr. Barbara Borek

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Titel zum Thema CO Berlin:

Grand Opening C/O Berlin
Besprechung: Das C/O Berlin, seit fast zwei Jahren ohne eigene Ausstellungsräume, hat endlich wieder ein Zuhause: das Amerika Haus in Charlottenburg.

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