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Berlin Daily 20.06.2019
Bildvortrag

18 Uhr: Melania Mazzucco: Bellinis letztes Lachen
Istituto Italiano di Cultura, Hildebrandstraße 2, 10785
Berlin

(Einspieldatum: 17.09.2015)

Welcome to the Jungle im KW Institute for Contemporary Art

bilder

Marianne Vlaschits, MALIBU MOONRISE, 2012/2015, Verschiedene Materialien / Various material, Maße variabel / Dimensions variable, Courtesy Marianne Vlaschits, Installationsansicht, Detail / Installation view, detail, Photo Timo Ohler

Grüne Hölle oder Garten Eden – der Urwald ist ein Faszinosum, das seit jeher die Künstler inspiriert. So stieß Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ 1895 weltweit auf begeisterte Leser. Aus dem Bestseller wurde ein Walt Disney Film, aus dem Dschungel eine Kulisse.

In der Malerei bediente sich Henri Rousseau des Dschungels als Metapher, um seine Träume zu visualisieren, während Franz Marcs Gemälde „Der Tiger“ mit seinen grellen Farben und kubistischen Formen einen Meilenstein in der Kunstgeschichte markiert. Ebenso nahm der Urwald Einzug in die Musik: Mitte der 80er-Jahre brachte die Rockband Guns N‘ Roses den legendären Song „Welcome to the Jungle“ heraus, der die Verlockungen und Abgründe des Großstadtlebens thematisiert.

„Welcome to the Jungle“ heißt auch eine Ausstellung des KW Institute for Contemporary Art. Es ist der Beitrag zur diesjährigen Art Week Berlin, die unter dem Motto „Stadt/ Bild. Image of a City“ steht. Für Ellen Blumenstein ein Anlass, den Blick auf die Gegenwelt städtischen Lebens zu werfen: „Der Dschungel ist sowohl ein Idealbild des autonomen Lebens im Einklang mit der Natur als auch ein Sinnbild für unterdrückte Obsessionen“, erklärt die Kuratorin.


Installationsansicht / Installation view V.l.n.r./F.l.t.r.: Ulu Braun: THE PARK, 2011, Basim Magdy: MY FATHER LOOKS FOR AN HONEST CITY, 2010, Klaus Weber: SANDFOUNTAIN, 2012, Sophie-Therese Trenka-Dalton: From the series ROUNDABOUT MONUMENTS IN THE UAE, 2014, Photo Timo Ohler

Dreh- und Angelpunkt der Ausstellung ist eine Plaza, von der aus sich ein Parcours entwickelt. Die Plaza ist gesäumt von zwei Projektionsflächen, auf denen zeitlich versetzt das Videopanorama „The Park“ von Ulu Braun zu sehen ist. Wie ein Strom fließen verschiedene Impressionen vorbei: Ein Affe, der sein Junges laust, ein Mann der Wasser schöpft, eine betende Muslimin, ein Vater, der mit seinem Sohn spielt, Menschen bei der Morgengymnastik… Das Domestizierte und das Wilde wechseln einander ab, das Urbane und die Natur verschmelzen miteinander in dem Park, der sowohl reale Orte in Helsinki als auch in Berlin widerspiegelt. Ein bunter Reigen, der einen mitreißen, aber in seinem Überangebot auch restlos überfordern kann.

Mit der touristischen Erwartungshaltung vom mexikanischen Dschungel spielt Julius von Bismarck. Er lässt eine Gruppe Majas den Urwald neu kreieren. Büsche werden erst weiß gespritzt und dann mit Grün übermalt. Ironisch hinterfragt von Bismarck so den Wunsch nach Exotik und führt diesen ad absurdum. Ebenso wie Olaf Breuning, der der Ausstellung ein Potpourri wunderbar politisch inkorrekter Klischees von Afrika hinzufügt.

Dem „inneren Dschungel“ sind die Arbeiten im Erdgeschoss gewidmet. So hat Ariel Reichman für seine Arbeit „At Night They Sleep, They Do“ von 2015 das Kratzen von Ratten aufgenommen. Dieses Geräusch erschallt hinter einer Wand und weckt unangenehme Assoziationen, berührt das Unbewusste, setzt Urängste frei. Hier steht der Dschungel für das unseren Blicken Entzogene, wohl aber hörbar Vorhandene, das sich unserer Kontrolle entzieht.

Palmen, Ozean und Cocktails im Großstadtdschungel. Kein Klischee lässt die Wienerin Marianne Vlaschits in ihrer Installation „Malibu Sunrise“ aus. Dazu drei Nackte im Whirlpool. Exotik mit einer Prise Erotik. Das muss dann wohl der Garten Eden sein...

Welcome to the Jungle
16.9. – 15.11.2015

KW Institute for Contemporary Art
KUNST-WERKE BERLIN e. V.
Auguststraße 69
D-10117 Berlin

kw-berlin.de

Inge Pett

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Titel zum Thema Jungle:

Welcome to the Jungle im KW Institute for Contemporary Art
Ausstellungsbesprechung: Grüne Hölle oder Garten Eden – der Urwald ist ein Faszinosum, das seit jeher die Künstler inspiriert.

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