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B3 Biennale

(Einspieldatum: 14.10.2015)

Menschen-Landschaften, Franziska Rutishausers unheimliche Realitäten

bilder

Franziska Rutishauser, Calm II – Dark light matter, 2011, oil on canvas, 105 x 190 cm

Franziska Rutishauser (CH), Malerei, Zeichnung, Leuchtkästen
Ausstellung: 1. Oktober - 23. Oktober 2015
Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober, 19 – 21 Uhr | Einführung: Dr. Harriet Häussler
Öffnungszeiten: Mo – Fr 11 – 17 Uhr und nach Vereinbarung


WHITECONCEPTS freut sich, die erste Einzelausstellung von Franziska Rutishauser in ihrer Galerie zu präsentieren. Franziska Rutishausers Werk ist von physikalischen, philosophischen und ästhetischen Entwicklungen der Jetztzeit geprägt. Ausgehend von neuen Erkenntnissen über unser Universum lassen sich ihre Gemälde, Zeichnungen und Fotografien besser in ihrer Gänze verstehen. In der aktuellen Ausstellung werden Arbeiten aus drei großen Werkzyklen gezeigt, die sich teils direkt auf kürzlich entdeckte Erkenntnisse in der Physik beziehen.


Franziska Rutishauser, No 7 – Dark light matter, 2014, oil on canvas, 80 x 60 cm

Die vier aus der Serie „Dark light matter“ ausgewählten Öl auf Leinwand-Gemälde aus den Jahren 2010 bis 2014 spielen bereits im Titel auf die „Dunkle Materie“ an. Indem die Künstlerin das Wort „light“ integriert, fügt sie ein Wort- und Bedeutungsspiel ein. Heute geht die Wissenschaft davon aus, dass die „Schwarze Materie“, die absolute und relative Dunkelheit im Universum, ein Viertel der Energie von nicht leuchtender und damit auch für das menschliche Auge nicht weiter definierbarer Materie in sich trägt. Die Künstlerin verweist mit „light“ darauf, dass auch im vermeintlichen „Nichts“ etwas ist. Nur das menschliche Auge ist nicht in der Lage, dieses zu erkennen. Eine Ansammlung von Schwemmholz in „Nest - Dark light matter“, das sie entdeckt, wird zugleich zum Abbild des Universums, Pflanzenblätter in „Calm 1 und 2 – Dark light matter“ erhalten durch die starken Lichtschattenkontraste nicht nur eine besondere Ästhetik, sondern lassen an fleischliche, tierische und menschliche Formen denken.


Franziska Rutishauser, Sandmountains of Berlin, picture series no 4, no 0055, 2012, duraclear on light box, 34 x 45 x 6 cm

Diese Assoziationen treten auch in dem zweiten großen Werkzyklus der Ausstellung auf. In den „Berliner Sandbergen“, einer Serie von insgesamt 83 Fotografien aus dem Jahr 2012, aus denen die Künstlerin eine Auswahl von zwölf Leuchtkästen und zwei Drucken präsentiert, macht sie erneut etwas für das menschliche Auge sichtbar, das zwar existiert, ohne dabei jedoch offensichtlich zu sein. Als Franziska Rutishauser das Gelände einer ehemaligen Kaserne in Berlin-Karlshorst erkundet, entdeckt sie im sandigen Boden zahlreiche Formationen, die an menschliche Strukturen erinnern. Die Dokumentation der Baustelle wird für die Schweizerin und Neu-Berlinerin zu einer symbolisch konnotierten Reise. Für sie ist „Berlin kein Haus. Es ist ein Teller, ohne schützende Ränder. Eine riesige flache urbane Gegend, auf Sand gebaut. Ein Ort ständiger Veränderung.“


Franziska Rutishauser, Anthropomorphisms-Brainchild, 2010, pastellpencils on wood, 80 x 60 cm

Der letzte Werkzyklus „Anthropomorphismen“, acht Zeichnungen von 2010, besticht ebenfalls durch seine Präzision der Darstellung und starken Schwarzweißkontraste. Er bezieht sich auf Naturformen, meist in Südfrankreich gefunden, in denen Gesichter und menschliche Körperfragmente versteckt zu sein scheinen. Erneut macht Franziska Rutishauser Unsichtbares sichtbar. Sie gibt dem Besucher der Ausstellung Bilder mit, die nicht nur bildhaft, sondern auch sinnlich erlebbar bleiben.

Die Schweizer Künstlerin Franziska Rutishauser (* 1962 in Münsingen) lebt und arbeitet seit fünf Jahren auch in Berlin, neben ihren Wirkstätten in Bern und Nizza. Seit dieser Zeit ist ein beachtliches Werk an Gemälden und Fotografien entstanden, die sich mit ihrer direkten natürlichen Umgebung auseinandersetzen. In diesem Jahr hat sie eine weitere Einzelausstellung im Kunstverein Solingen und Ausstellungsbeteiligungen in Bern, Karlsruhe und Bad Salzdetfurth. Ihre Monographie zum Oeuvre der Jahre 2006 bis 2014 ist kürzlich im Kerber Verlag, Bielefeld erschienen und kann in der Galerie käuflich erworben werden.

WHITECONCEPTS by Nicole F. Loeser
Gallery: Auguststrasse 35
10119 Berlin

Fax +49.321.211 345 23
Phone +49.177.787 85 78
whiteconcepts.de
Franziska-Rutishauser.ch

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Men-Scapes, Land-Scapes, Franziska Rutishauser´s Unearthly Realities

Franziska Rutishauser (CH): paintings, drawings, light boxes

Exhibition: 1 October - 23 October 2015
Opening: Thursday, 1 October, 7 – 9 pm
Introduction: Dr. Harriet Häussler
Opening Hours: Mon – Fri 11 am – 5 pm and by appointment

WHITECONCEPTS is pleased to announce Franziska Rutishauser’s first solo exhibition with the gallery. Franziska Rutishauser´s oeuvre is influenced by physical, philosophical and aesthetic developments of our time. In taking care new knowledge about our universe, her paintings, drawings and photographs can better be understood in its total entirety. In this exhibition works of three large cycles are presented which are directly related to currently discovered insights in physics.

The four selected oil on canvas paintings which are part of the series „Dark light matter“ date from 2010 until 2014. Their title is related to the concept of “dark matter”. In integrating the word “light” the artist plays on words and meanings. Today’s scientists believe that the “dark matter”, the absolute and relative darkness in universe, keeps in itself about a quarter of the energy of the non-lightning and therefore for a human being non-visible material. With “light” the artist points to the fact that there is something even in the assumed naught. Only the human eye is not capable of recognizing this element. An accumulation of driftwood in “Nest – Dark light matter”, which the artist has discovered, transforms into an image of the universe, leaves of plants in “Calm 1 and 2 – Dark light matter” obtain a special aesthetic because of the strong light shadow contrasts so that the viewer can associate animal and human forms with them.

These associations also appear in the second large cycle in the exhibition. In the “Berliner Sandberge” (Sand Mountains of Berlin) – a series of 83 photographs in total from 2012, out of which the artist has made a selection of twelve light boxes and two imprints – Franziska Rutishauser makes something visible to the human eye which exists without being obvious. When the artist explores the ground of the former barracks in Berlin-Karlshorst, she discovers numerous formations in the sandy terrain which remind of human structures. The documentation of the construction site turns into a symbolic trip for the native Swiss and newly settled in Berlin artist. “Berlin is not a house” – she explains – “It is a plate, without protecting borders. A huge flat urban region, built on sand. A place of permanent changes.”

The last cycle „Anthropomorphisms“, eight drawings from 2010, impresses again by its precision in the visualization and by the strong black and white contrasts. It relates to forms in nature, mostly found in Southern France, in which faces and human fragments of the body seem to be hidden. Once more Franziska Rutishauser makes the invisible visible. She presents images to the visitor of the exhibition which are not only pictorial but also sensually perceptible.

The Swiss artist Franzsika Rutishauser (* 1962 in Münsingen) works and lives in Berlin since 2010, besides her studios in Berne and Nice. Since that year a remarkable body of paintings and photographs arose which deals with its direct natural surroundings. This year she has another solo exhibition at the Kunstverein Solingen and participates at further exhibitions in Berne, Karlsruhe and Bad Salzdetfurth. Her monograph of works from 2006 until 2014 has just been published by the publisher Kerber in Bielefeld and can be purchased in the gallery.

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Menschen-Landschaften, Franziska Rutishausers unheimliche Realitäten
Malerei, Zeichnung, Leuchtkästen
Ausstellung: 1. Oktober - 23. Oktober 2015
Eröffnung: Donnerstag, 1. Oktober, 19 – 21 Uhr | Einführung: Dr. Harriet Häussler
Öffnungszeiten: Mo – Fr 11 – 17 Uhr und nach Vereinbarung

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