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Berlin Daily 20.09.2018
Musiktheaterinstallation »voices of hidden places«

20 Uhr: von karen power, die neben Alltags- und Umweltgeräuschen auch Medien wie Video, Tanz und Skulptur in ihre Projekte mit einbezieht, in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Mosaik,
ACUD, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

(Einspieldatum: 14.07.2016)

Wasser-Kulturen. Die Ausstellung Bitteres Wasser

bilder

Corinna Rosteck, Aya light (bubble), 2015, 90x130, 2/3, Chromira pearl auf Aludibond, Copyright Corinna Rosteck

Ein wunderbarer Auftakt: strahlender Sonnenschein, die glitzernde Rummelsburger Bucht vor dem Haus, erfrischende, kühle Getränke. Bei Wasser und Wein, Tanzperformance und Musik lud die Reederei Riedel zur Vernissage der ersten Ausgabe eines jährlich geplanten Kulturfestivals on water im wasserreichsten Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Sieben internationale Künstler_innen zeigen in den Räumen der neuen Geschäftsstelle der Reederei über den Sommer bis Ende September ihre Positionen zum Thema Wasser - eine Auseinandersetzung mit einer, wenn nicht DER Lebensgrundlage aller Menschen und Kulturen. Unter dem Titel BITTERES WASSER wirft die Ausstellung, kuratiert von der Berliner Künstlerin Corinna Rosteck und der Kulturmanagerin Katja Vedder, einen multimedialen Blick auf das existentielle Element, seine Schönheit und Entwicklungsmöglichkeiten, Zukunftsprojekte und –visionen, Bedrohungen und Gefahren.

Wasser geht uns alle an: Es ist Nahrungslieferant, Verbindung, Lebensraum. Baden im Fluss - Flucht über das Meer, spektakuläre Fontänen - sensibles Ökogleichgewicht. Der fahle Beigeschmack, den BITTERES WASSER, habe, so Rosteck, deute auf Verunreinigung und Zerstörung hin, an der wir alle beteiligt seien. Die Ausstellung wolle zum Diskurs anregen, das Element Wasser begegne den Besucher_innen auf Drucken und Ölbildern, großformatigen Fotografien und Videoarbeiten.

So löst die Berliner Künstlerin, geboren 1968 in Hameln und aufgewachsen auf Ibiza, in ihren Arbeiten die Grenzen zwischen Malerei und Fotografien auf, indem sie über neu entwickelte Drucktechniken (Chromira pearl auf Aludibond, Ilfojet auf Metall auf Aludibond, Chromira unter Glas) die Oberflächenspannungen und –bewegungen des Wassers auf die Bildträger überträgt. Diese Erweiterung beispielsweise in der Serie Blackwater (Chromira pearl auf Aludibond, ab 2008) oder whirl_spring (Leuchtkasten, endura translucent, doppelseitig, 2009) führt in die Urgewalt des Elementes, Lichtspiegelungen und Wellenbewegungen lassen gleichzeitig eine große Ruhe entstehen.

Thomas Halaczinsky, Jahrgang 1958, führt mit Archipelago New York (Video, 25 Minuten, 2016) in die amerikanische Metropole. Seit 1991 lebt der Dokumentarfilmer und Fotograf in der Stadt, seine Filme sind auf internationalen Festivals vertreten. Die Videoarbeit lädt die Zuschauer_innen ein, seine Fahrten im New Yorker Küstengebiet zu begleiten, „a road movie on the water“ (vimeo.com/120612770)

Die Bilder der in Zambia geborenen und in Südafrika aufgewachsenen Carol Paquet sind vorwiegend in Schwarz-Weiß gehalten. „Water is both a taker and a giver“, so die heute vorwiegend in Kalifornien lebende Künstlerin. Es gebe Leben, könne es binnen Minuten auslöschen. Ihre Arbeiten sind Kompositionen, Doppelungen, Spiegelungen. Chill on water, Face off oder Rising (Pigmentdruck auf Hahnemuhle Papier, Edition 15, 2016) – die Titel der Drucke weisen bereits auf den Erzählcharakter der Blätter, auf denen die Bewegungen des Wassers organische Formen annehmen.

Die Berliner Künstlerin Anne Stahl ist mit über 20 Arbeiten vertreten, Öl- und Acrylbilder in unterschiedlichen Formaten, mit stark malerischem Charakter. Für ihre Collagen Deep, Fresh, Bitter, Dark und Fragile Water (Collagen, gerahmt, 2016) fixierte Stahl transparente Papiere mit kleinen Nägeln im oberen Bereich der Bilder, zweischichtige Ausblicke in und auf das Wasser.

Neben Videoarbeiten von Pamela Longobardi (Drifters Project Kefalonia, Kako Lagadi, The Evil Gorge, 2013) und Gerhard Mantz (Wasser, Edition 8, 1999) führt die Video-Raum- Installation Riverine Zones (Vidostills, C-Print auf Hahnemühle Papier, kaschiert auf Alu-Dibond, 2007-2009) von Philipp Geist auf eine Entdeckungsreise zu internationalen Flüssen und Stadtlandschaften. Im September wird eine Wasserinstallation des Berliner Video- und Lichtkünstlers (geboren 1976) das On Water Project an der Rummelsburger Bucht mit dem Kunstherbst verbinden.

Die „lichte und die dunkle Seite“ des Wassers, so Katrin Hinz, Professorin an der HTW Berlin, begegnen sich in der Ausstellungsreihe ON WATER PROJECT am Hafen Rummelsburg. Ein schöner und inspirierender Ausflugstipp für die Sommermonate.

Teilnehmende Künstler_innen: Philipp Geist, Thomas Halaczinsky, Pamela Longobardi, Gerhard Mantz, Carol Paquet, Corinna Rosteck, Anne Stahl

Bitteres Wasser
bis 29. September 2016

Galerie im Hafen Rummelsburg
Nalepastraße 10-16
12459 Berlin
Mo-Fr 10-19 Uhr
Sa 10-18 Uhr, So nach tel. Absprache
on-water.org

Dr. Barbara Borek

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Titel zum Thema Rummelsburg:

Wasser-Kulturen. Die Ausstellung Bitteres Wasser
Ausstellungsbesprechung: Ein wunderbarer Auftakt: strahlender Sonnenschein, die glitzernde Rummelsburger Bucht vor dem Haus, erfrischende, kühle Getränke.

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